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Nanderbarsche

  • Monocirrhus polyacanthus - N.Brede.
  • Zwei rivalisierende Monocirrhus polyacanthus.
Unsere IGL-Arbeitsgruppe Nanderbarsche

In den Arbeitsgruppen finden sich jene Mitglieder der Gemeinschaft zusammen, die einen besonderen Faible für eine Gattung, einen Reproduktionstyp oder einen Kontinent bevorzugen. Die Arbeitsgruppen treffen sich zwei Mal im Jahr auf den Tagungen der IGL.

Diese Arbeitsgruppe hat im Moment keinen Leiter - tut uns leid!

Wer unter den IGLern besonderes Interesse an den Gattungen dieser Arbeitsgruppe hat, melde sich bitte bei dem Präsidium und erwecke die Arbeitsgruppe wieder zum Leben.


Wissenswertes über die AG Nanderbarsche

Vor einigen Jahren hat sich die IGL um eine Interessengruppe NANDERBARSCHE erweitert.

Nanderbarsche stellen eine Familie tropischer Barsche dar, die über das nördliche Südamerika, Westafrika und Südostasien verbreitet sind. Ihr Verbreitungsgebiet weist auf ehemalige Kontinentzusammenhänge hin. Die heutigen Vertreter stellen den Rest einer ehemaligen großen Familie dar, die ihre Blütezeit vor über 100 Millionen Jahren hatte.

Die Fische zählen zu den interessantesten Aquarienbewohnern. Durch ihren räuberischen Charakter ist das Beutemachen ein fesselnder Anblick. Der Blattfisch, Monocirrhus polyacanthus, pirscht sich langsam an kleine Fische heran, stößt wenige Zentimeter vor dem Opfer zu, reißt sein riesiges röhrenförmiges Maul auf, so daß der Beutefisch hineingerissen wird. Getarnt zwischen Blättern, ist der Räuber teilweise kaum zu sehen. Dieses Jagdprinzip ist ähnlich auch bei den beiden anderen Arten Polycentrus schomburgkii und Polycentropsis abbreviata vorhanden. Bei den südostasiatischen Vertretern Nandus nandus und Nandus nebulosus ist eine blitzschnelles Zupacken aus größerer Distanz zu beobachten. Diese Gattung ist auch wesentlich lebhafter und gieriger.

Viel zu beobachten gibt es auch bei der Fortpflanzung der einzelnen Arten. Bei Monocirrhus, Polycentrus und Polycentropsis haben wir es mit einer sogenannten Vaterfamilie zu tun, d.h. das Männchen übernimmt die Brutpflege. Obwohl die Arten verwandt sind, kommt doch der monotypische Charakter hier besonders zum Vorschein, da unterschiedliche Besamungsmethoden und Ablaichstätten gewählt werden. Polycentrus laicht bevorzugt in Höhlen, Monocirrhus unter breiten Blättern in mittlerer Wassertiefe und Polycentropsis unter Schwimmblättern mit einer Art Schaumnestbau. Nandus ist ein Freilaicher, wobei das Männchen das Weibchen umschlingt.

Voraussetzung für die Pflege und Zucht dieser Fischfamile weiches Wasser, ca. 100 MikroSiemens / cm und pH-Werte zwischen 5 und 7. Ferner ist engagiertes Tümpeln für die Ernährung dieser Räuber unbedingt nötig. Nanderbarschpflege und -zucht ist ein Betätigungsfeld für echte Liebhaber dieser Fische und der freien Natur.

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