Die wirklich prachtvollen kleinen Fische dieser Gattung gehören zu den in ihrer Existenz am meisten bedrohten Labyrinthfischen. Sie leben nämlich hauptsächlich in Urwaldbächen Südostasiens (vor allem Malaysia, Indonesien, Borneo), die sehr saures, fast mineralstofffreies, durch Huminstoffe tief gefärbtes Wasser führen. Und die fast nicht zu stoppende Urwaldvernichtung in diesen Ländern, deren Hintergrund die dort herrschende Armut, aber auch Rücksichtslosigkeit und Unkenntnis sind, zerstört mit den Wäldern diese Biotope in rasender Eile.
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Lange Zeit kannte man nur eine Art, Parosphromenus deissneri Bleeker 1859. Erst fast hundert Jahre später kam mit P. paludicola Tweedie 1952 eine zweite Art hinzu, und ab den siebziger und achtziger Jahren ging es dann Schlag auf Schlag. An dieser Entdeckungsgeschichte der letzten Jahrzehnte haben einige Enthusiasten der IGL einen hohen Anteil. Namen wie Foersch, Linke, Neugebauer und andere sind mit ihr auf Dauer verbunden. Heute kennen wir 18 Arten bzw. Formen. Trotzdem werden noch immer die meisten fälschlich als "deissneri" deklariert. Der echte deissneri ist nur sehr selten importiert worden. Heute müssen wir befürchten, dass gar nicht mehr alle noch unbekannten Arten gefunden werden, bevor sie aussterben. |
"Paros" sind bunte Zwerge mit hochinteressantem Verhalten, aber für das gewöhnliche Gesellschaftsaquarium sind sie nicht geeignet. Sie lieben kleine, dunkle, höhlen- und versteckreiche Becken ohne unruhige Gesellschaft, sehr mineralarmes, nahezu "destilliertes" Wasser (andernfalls entwickeln sich die Eier nicht) und sie fressen nur kleines Lebendfutter. Deshalb sind sie im Handel kaum erhältlich.
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Aber: Es gibt im IGL-Forum eine Abteilung Parosphromenus, in der Paro-Freunde miteinander kommunizieren können. Lesen Sie mit und schreiben Sie mit! Seit Mitte 2005 existiert darüber hinaus eine Arbeitsgruppe, in der sich die Paro-Spezialisten zusammengeschlossen haben, um das Aussterben dieser phantastischen Fische wenigstens in unseren Aquarien aufzuhalten (s. hierzu auch Der Makropode, Heft 7/8, 2005 ). Dafür suchen wir auch noch weitere Mitstreiter. Wer Interesse an Paros hat, sollte sich daher unbedingt bei mir melden; jede Zuschrift ist willkommen: Email: peter.finke@t-online.de. |
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