Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische

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Die Arbeitsgruppe Anabas/ Buschfische beschäftigt sich mit vier Gattungen:
Anabas, Ctenopoma, Microctenopoma und Sandelia. Arten innerhalb dieser Fischfamilien leben völlig ungerechtfertigt in einem aquaristischem Schattendasein.

Anabas ist die einzige der vier Gattungen, die in Asien beheimatet ist und dort ein sehr großes Verbreitungsgebiet hat. Anabas testudineus ist hiervon die einzige Art, mit der wir bisher aquaristische Erfahrungen sammeln konnten. Es ist bekannt, dass es A. testudineus in verschiedenen lokalen Formen und Farbvarianten gibt. Alle anderen in der Literatur bezeichneten Anabas sind als eigenständige Arten noch sehr fraglich. Man kann aber davon ausgehen, dass es bei der Gattung Anabas mehrere Arten gibt, die aber noch wissenschaftlich beschrieben werden müssen.


Anabas testudineus


Microctenopoma ansorgii


Microctenopoma damasi

Die Gattung Sandelia ist in Südafrika beheimatet. In der Aquaristik sind Tiere dieser Gattung selten gepflegte, aber hochinteressante Fische. Derzeit geht man von zwei guten Arten aus: S. capensis und S. bainsii. Diese Fische haben ein wenig ausgebildetes Labyrinth und müssen in recht kühlem, sauerstoffreichem Wasser gehalten werden. Aquaristische Erfahrungen liegen bisher nur bedingt bei S. capensis vor.

Es ist zu hoffen, dass sich in Zukunft Aquarianer bereit erklären, Sandelia als Dauergast zu pflegen, damit diese Fische auch außerhalb ihrer Heimat erhalten bleiben.

Da diese Fischfamilie nur wenig erforscht ist, liegt für uns Aquarianer noch ein breites Feld von neuen Erkenntnissen in der Haltung und vor allem in der Zucht vor uns. Importe, auch neuer Arten aus diesen Gattungen, kommen bisher leider nur als zufällige Beifänge nach Europa. Unsere Aufgabe sollte sein, all diese Arten für die Aquaristik zu erhalten. Die AG Anabas und Buschfische und deren Internetplattform, erklärt sich daher weltweit als eine Art Heimat für alle Liebhaber dieser Fischfamilie.

Jürgen Schmidt – Weißwasser