...Schoko-Fieber...

Sphaerichthys, Parasphaerichthys, Ctenops

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Beitragvon Anke » 22.08.2009 - 15:32

So! Nun kann ich auch mitreden...
...im Juni bekam ich als "Reisemitbringsel" aus Malaysia sechs selbstgefangene junge Sphaerichtys osphromenoides.

Wunderschöne, gesunde Tiere.

Fünf davon haben mittlerweile ausgezogene, an den Rändern rötlich gefärbte Schwanzflossen.
Der sechste Schoko ist etwas kleiner und rundlicher.

Dieser hatte, als ich aus dem Urlaub kam den Kehlsack voll, und da ich nicht wusste, wie lange schon, habe ich ihn gleich herausgefangen und in ein dreissiger Becken gesetzt.

Vorgestern war es dann soweit...die ersten Jungfische waren da.
Das Entlassen der Jungen hat sich über zwei Tage hingezogen, am Ende waren es 25 Sück.

Sie machen einen fitten Eindrück fressen Artemia und sind einfach nur klasse.

Stolze Grüsse
Anke
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Malaysiaschoko´s

Beitragvon BerndKeiler » 22.08.2009 - 18:04

Hi Anke warum gibt das so´n Rattenschwanz.............
Wär´doch ein Grund gewesen ´nen neuen Post zu machen....
Drück Dir die Daumen, Sammelfieber....
Gruß Bernd
BerndKeiler
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Beitragvon R.Brode » 22.08.2009 - 18:50

Gratulation! :bier: Ich bin ja immernoch am überlegen, ob sich ne Gruppe Schokos mit Betta edithae auf 1,30 verträgt...
viele Grüße , Richard Fischer, geb. Brode

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Beitragvon Charlyroßmann » 22.08.2009 - 19:28

Hallo, Richard!
Laß es!
Bei allen, die die Vergesellschaftung von Schokos probiert haben, ist es meines Wissens in die Hose gegangen.
Charly
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Beitragvon R.Brode » 22.08.2009 - 20:34

Hm, naja, Anke hat ja die P. quindecim mit drin, ich glaub Karsten auch und dazu noch Corydoras guapore. Meine Mutter hatte bei ihren damals Boraras maculata und Corydoras sterbai mit drin mit dem einzigen Problem dass die Schokos den sterbai die Eier weggefressen haben... Aber ich behalt deine Bedenken im Hinterkopf. Das ganze wird für die edithae geplant und wenn ich dann doch mal blöd genug bin riskier ich es vielleicht doch...
viele Grüße , Richard Fischer, geb. Brode

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Beitragvon Anke » 22.08.2009 - 20:44

Hallo,

ich widerspreche Charly nur ungern und auch nur in den seltensten Fällen...

...aber ich denke, man kann sie schon vergesellschaften, aber man sollte es mit Bedacht tun.
Boraras sind meiner Meinung überhaupt kein Problem, selbst wenn ein maulbrütender Schoko seine Jungen im Becken entlässt, dürften diese für die Boraras schon zu gross sein.

Auch mit Paros gibt es, zumindest bei mir keine Probleme, höchstens für die Nachzuchten der Parosphromenus.

Meine Sphaerichtyhs vaillanti schwimmen mit Betta uberis in einem Becken, geht auch gut, allerdings auch ohne Nachwuchs bei den Betta.

Gruss
Anke
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Beitragvon R.Brode » 22.08.2009 - 20:51

Naja, jucken tuts mich schon... mal schauen, hat ja noch Zeit. Wenn es dann im Herbst so weit ist werd ich euch das Aquarium eh vorstellen und dann seh ich ja wie ich das mach... die Planung auf dem Papier läuft schon...
viele Grüße , Richard Fischer, geb. Brode

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Beitragvon chris78 » 23.08.2009 - 07:44

Hallo zusammen,

erst mal herzlichen Glückwunsch Anke! Schön, dass es so schnell geklappt hat.

Mein zweiter Schwung Jungfische ist leider auf rund acht Tiere geschrumpft, weil ich zwei Tage nicht zu Hause war. Ansonsten fressen wie ihre Vorgänger Mikro und scharze Mückenlarven.

Die älteren "Kleinen" habe ich vorgestern umquartiert in das 40er Becken, wo sie nun auch mit Boraras maculatus vergesellschaftet sind.
Die Tiere haben augenblicklich ihre Schreckhaftigkeit verloren, die sie die letzten zwei Wochen im zu kleinen Gerdkasten gezeigt haben. Gefuttert wird gemeinsam, ansonsten interessieren sich die Fischarten nicht füreinander. Knapp 20 Schokos nähern sich der 2cm-Marke, in ein paar Wochen muss ich an die Abgabe denken.

Ich überlege mir aber ernsthaft auch eine Vergesellschaftung der Elterntiere mit einer anderen Fischart, denn ich sehe sie zeitweise überhaupt nicht mehr.
Vielleicht könnten unbekümmert rumpaddelnde Kollegen die Scheu nehmen...

Boraras? kleine Schmerlen? oder gar Carnegiella, Beilbäuche? Mal sehen...


Gruß chris
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Beitragvon chris78 » 27.08.2009 - 11:47

Servus,

...sie haben´s getan, und ich war dabei:

Es wird immer die gleiche Ecke benutzt, ich weiß aber nicht, ob auch immer das gleiche Paar laicht. Bisher waren jedenfalls nie zwei Väter gleichzeitig "schwanger". Hat hier jemand Erfahrungen gemacht? Gibt es "Lieblingspartner"?

Bild
Sie vorne...auffällig das helle Längsband.

Bild
Jetzt er vorne, es scheint schon was drin zu sein. Aber egal wie angestrengt ich gucke, ich konnte keine Eiabgabe beobachten.

Bild
Am Ende ist sie dünn sieht wirklich fertig aus. Komischerweise schwimmt sie dem Männchen weiter hinterher, dreht im aber dabei den Rücken zu und stellt sich dazu schräg.
Am Laichplatz tummelten sich schon die Macrobrachium und suchten hastig nach verlorenen Eieren.


Dem ersten Schwung Jungfische gehts derweil gut im größeren Becken:
Bild


Grüße Chris
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Unterschied Männchen Weibchen

Beitragvon emha » 27.08.2009 - 15:18

Hochinteressant! Es gibt immer wieder Berichte nachdem die Männchen die Eier austragen. In der Regel sind es bei S. o. wohl die Weibchen. Bist du sicher mit der Geschlechtszuordnung?

Martin Hallmann
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Beitragvon chris78 » 28.08.2009 - 06:16

Hallo Martin,

na ja sicher natürlich nicht, ich konnte ja leider keine Eiablage erkennen. Nächstes Mal "spanne" ich wieder;-)
Das Thema hatten wir schon weiter oben, mit Querverweisen auf ander Foren (AiD), wo das Geschlecht ebenfalls diskutiert wurde.
Für mich sieht es mittlerweile daher so aus, dass bei S. o. das Männchen austrägt, wie bei den anderen Schokos und Verwandten auch.


Gruß chris
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Beitragvon chris78 » 15.04.2010 - 17:07

Hallo zusammen,

Zwischenzeitlich habe ich alle, zuletzt gut halbwüchsigen Jungfische in hoffentlich gute Hände abgegeben.
Allerdings machen mir meine Schokos in den letzten Wochen ein wenig Kummer:
Seit die Jungfische weg sind und wieder Platz ist im Elternbecken, ist keineswegs Ruhe eingekehrt. Die Tiere sind überaus aggressiv untereinander, es wird nicht nur gedroht udn leicht gezwickt, sondern blitzschnell gerammt und gebissen.
In dieser Heftigkeit konnte ich vorher nie Kämpfe beobachten. Dabei finden die Kämpfe zwischen gleichgeschlechtlichen Tieren statt, aber es werden auch die Weibchen von den Männchen angedroht und gerammt.

Vor einigen Wochen fand ich ein Tier mit einer merkwürdig schnittartigen Verletzung an der Flanke. Die Schuppen fehlten völlig, man konnte quasi das Fleisch sehen. Das Tier lebte noch mindestens vier Wochen, fraß, aber wurde nicht gesund. Schließlich verendete es. Die Verletzung könnte allerdings auch, eine andere Erklärung fällt mir nicht ein, durch ein Einklemmen hinter dem verrutschten Heizstab entstanden sein (für einen Biss zu groß, fast zwei cm lang, senkrecht).
Vor 14 Tagen dann hatte meine schönste "Legehenne" eine ähnliche Verletzung auf der Wange: Die ganze Fläche war entzündet und blutunterlaufen. Dieses Tier fraß allerdings, vielleicht wegen der Lage der Verletzung, nicht mehr. Ich fing es heraus und setzte es separat, als Heilversuch gab ich einige Erlenzapfen dazu. Zwecklos.
Ich habe das Tier dann aufgeschnitten, konnte aber nichts auffälliges finden. Es waren sogar Eier erkennbar.
Alle anderen Fische, Boraras und Nannostomus, zeigen weder auffälliges Verhalten noch irgendwelche Symptome.

Hat jemand schon mal ähnliche Aggressionen beobachtet?
Oder sind´s am Ende keine Verletzungen, sondern Fischtuberkulose oder sowas?


Grüße chris
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Beitragvon FryDay » 15.04.2010 - 17:39

Hallo,

chris78 hat geschrieben:Hat jemand schon mal ähnliche Aggressionen beobachtet?


Sphaerichthys können durchaus sehr aggressiv untereinander sein. Das es dabei zu Todesfällen kommt ist gar nicht mal so unwahrscheinlich. In eine Gruppe weitere Fische hinzusetzen oder welche rausnehmen löst gerne Kämpfe aus, weil dann muss die Rangordnung neu sortiert werden. Das halten die für wichtig.

Darüber, ob die beschriebene Verletzung nur eine direkte Einwirkung war, möchte ich allerdings nicht spekulieren.

.Olaf
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Beitragvon chris78 » 16.04.2010 - 15:05

Hi Olaf,

danke für deine Einschätzung. Das könnte natürlcih durchaus die Erklärung sein: Nach dem Gedränge wieder unter sich, da gab es sicher einiges zu klären. Mich wundert aber die relative Größe der Verletzungen, die nicht wirklich zum kleinen Schokomaul passt.
Allerdings sind die Wunden nie gewachsen; sie sind über Nacht aufgetaucht und so geblieben bis zum Tod des Tieres.

Die Hauptaggression schien mir zuletzt von wohl brutwilligen Männchen gegen nicht legereife Weibchen auszugehen. Diese werden angeschwommen und penetrant angebalzt: Kehle gebläht, Flossen gespreizt und umkreist. Ist sie nicht willig, wird gerammt. Die Damen versuchen dem Herrn den Rücken zuzuwenden, ähnlich wie nach einem erfolgreichen Ablaichen.
Letzte Woche trug ein Kerl auch tatsächlich Eier, hat aber nach wenigen Tagen gespuckt/geschluckt.

Ich werde mal die Temperatur um ein paar Grad senken und möglicht kräftig füttern, so dass die Frühlingsgefühle nachlassen und die Damen zu Kräften kommen.
Dumm nur, dass hier die Tümpel trocken sind - und Wasserflöhe aus dem Teich schmecken den Gourmets nicht. Na ja.

Gruß chris
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Re: ...Schoko-Fieber...

Beitragvon chris78 » 23.10.2014 - 20:23

Hallo zusammen,

ich war ja lange nicht mehr hier...da wird es Zeit den Thread weiter zu führen - zumal irgendwo beklagt wurde, dass so einige Themen einfach so enden.

Im Moment habe ich leider keine Schokos mehr, es ist einiges passiert. Nach den hier beschriebenen Beobachtungen gabs noch mehrere erfolgreiche Bruten mit jeweils 10-15 Jungfischen.
2010 hatte ich dann selbst "Erfolg mit Nachwuchs", mein Kleiner ist jetzt also vier;-) Bei der Gelegenheit sind wir auch umgezogen, mit Vor- und Nachteilen. Es gibt jetzt einen Fischkeller, reichlich Regenwasser und Platz. Den Umzugsstress haben die Tiere auch gut verkraftet, ohne weitere Ausfälle.
Leider waren Renovierung und Kind sehr zeitraubend, da blieb natürlich weniger Zeit für die Fische. Nach den oben beschriebenen Todesfällen hatte ich auch nur noch ein Weibchen. Schokos quittieren aber mangelndes Lebendfutter und seltenere Wasserwechsel sofort, es gab bald keinen Nachwuchs mehr. Zwei oder drei Bruten missglückten durch vorzeitiges Schlucken durch den Vater.
Merke: Niemals alle Nachzuchten abgeben, immer an die eigene Zuchtgruppe denken!
Ich konnte später nirgendwo Tiere auftreiben, um meine Gruppe aufzustocken bzw. wurde mir aus kompetentem Mund dringend abgeraten, eine gesunde Gruppe durch unsichere fremde Tiere zu gefährden.Jedefalls lebten die Tiere noch bis 2011 bzw. 2012, ohne sich erfolgreich zu vermehren.

(Zwischenzeitlich bin ich dann auf Apistogramm macmasteri umgestiegen bzw. habe in den anderen Becken Betta smaragdina intensiviert. Leider gabs da nach viel Erfolg auch Frust: Bei Betta wuchsen nach einer Weile nur noch Weibchen heran, macmasteri vermehrten sich zu gut und keiner wollte sie haben)

Nach einer Weile Aquaristik auf Sparflamme habe ich nun die Becken wieder gefüllt, und Schokos sind meine Favoriten. Meine Futterzuchten muss ich nochmal aufbauen, im Moment gibts hier nur Drosophila und Springschwänze. Grindal und Mikro sind Pflicht, vielleicht auch wieder Moina und Daphnia. Mückentonnen für das Sommerhalbjahr stehen sowieso im Garten.

Jedenfalls halte ich die Augen offen nach gesunden Sphaerichthys osphromenoides oder selatanensis...

Grüße chris
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