Glanzschuppen

Die Gattungen Asiens und Afrikas

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Glanzschuppen

Beitragvon FloKri » 31.05.2012 - 13:41

Ein herzliches Servus an alle Channaholiker.
Ihr habt einen Infizierten mehr! :jump:

Mein Name ist Florian (bin momentan 24 Jahre alt - aber das ändert sich eh ständig :P ) und der ein oder andere hat mich vielleicht schon auf der FT in Frechen gesehn. Von dort habe ich sechs junge Channa sp. five stripes von Palle (Danke nochmal) mit in die Tiefen des Bayerischen Waldes "entführt" (keine Angst, hab sie bezahlt :D ), habe von dem Zeitpunkt an meine helle Freude mit den (noch) kleinen Monstern und bin volle Kanne vom Channaholismus befallen (bitte NICHT helfen ihn los zu werden!).

Nun aber zum eingentlichen Thema, auf das mich Nicole gebracht hat. In Facebook hab ich was entdeckt, was mir hier eine extra Diskussionsrunde wert ist. Für die jenigen die nicht in Facebook sind, fasse ich hier nochmal zusammen:
Es gab mal kurz die Diskussion über die Glanzschuppen der beiden C. pseudomarulia-Elterntiere und, dass sie beim Männchen stärker vorhanden sind. Darauf stellte ich die Frage in den Raum, ob man überhaupt schon weiß, für was Glanzschuppen gut sind. Um dies ausführlicher diskutieren zu können (und ich möchte mich gleich für die Länge meines Monologes entschuldigen ...), möchte ich die Frage hier im Forum wiederholen.

Auf eine Kommunikationsfunktion hinweisen würde, dass die Channas ja nicht immer in kristallklaren Wasser mit 1a Sichtverhältnissen leben. Die Jungfische könnten ihre Eltern leichter erkennen, wenn die Schuppen das Sonnenlicht reflektieren. Dagegen würde das Seitenlinienorgan sprechen. Damit müssten sie doch auch die Bewegungen der großen Fische wahrnehmen können. Diskusjunge finden ja in komplett abgedunkelten Becken auch ihre Eltern und fressen von ihnen.

Nicole bemerkte darauf hin, dass man die Glanzschuppen auch bei dem schwachen Mondlicht noch erkennen kann. Sie glaubt aber, dass diese eher mit der Balz was zu tun haben. Dies brachte mich auf zwei kurze Artilen die damals im Aquarium-live erschienen (Heft 1/04 und 1/06).

Im älteren wird beschrieben, dass bestimmte Populationen von Schertträgern (ich weiß, sind nur Futterfische :D , aber die Erkenntnis ist interessant), bei der Balz die UV-Reflektion erhöhen. Dies dient dazu mehr Weibchen anzulocken (können UV-Licht sehn), aber keine Feindfische (sehen UV-Licht nicht). Dies wirft die Frage auf, welchen Feind Channas fürchten müssen (C. pseudomarulias noch dazu - evtl. Vögel).
Im anderen Artikel wird erwähnt, dass auch Guppys (noch ein Futterfisch :D ) und Stichlinge UV-Licht sehen können und zumindest bei letztern auch bei der Balz und Partnerwahl eine Rolle spielt. Interessant finde ich auch die Anmerkung, dass das UV-Licht schnell vom Wasser ausgefiltert wird, aber eine Eindringtiefe von bis zu 30 cm möglich ist (glaube zwar auch tiefer, aber im Artikel stand das so).

Dies führt mich wieder weg von der Balz, hin zur Jungenaufzucht, da Nicole schreibt, dass die Jungfische in den ersten Tagen sehr oberflächenorientiert leben und auch (wegen UV-Licht?) an der Oberfläche bleiben, wenn das führende Elterntier (meist der Papa mit vielen Glanzschuppen) zu weit abtaucht.

Hat man schon Untersuchungen / Versuche in diese Richtung unternommen (z.B. mit UV-Licht angeleuchtet - Stichwort "leuchtende Skorpione")?

Bevor es noch mehr wird, höre ich fürs erste mal auf, sonst traut sich keiner mehr zu antworten :bounce:. Über eine spannende Diskussionsrunde würde ich mich sehr freuen und danke schonmal im Voraus für die Antworten!

Viele Grüße
Florian

PS: Hab die letzte Zeit viel in den Foren (hier und board.raubsalmler) über Channas gelesen. Mir ist zu dieser Thematik nichts aufgefallen (hab aber auch noch nicht speziel danach gesucht) und falls das schonmal ein Thema war, würde ich mich freuen, wenn mir jemand sagen würde, wo ich das dann nachlesen könnte - außer es gibt neue Erkenntnisse in dieser Thematik ...
Jeder soll glauben, was er glaubt, das er glauben soll. Nur soll er nicht glauben, dass die Anderen das auch glauben müssen. Dann haben wir kein Problem (Klaus Eberhartinger, EAV).
FloKri
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