Beckenplanung

Die Gattungen Asiens und Afrikas

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Beckenplanung

Beitragvon Sam » 21.07.2015 - 19:24

Servus
Ich wollte mich mal über Schlangenköpfe hier informieren ob die was fûr mich sind oder eher nicht. Hab schon etwas gelesen aber dennoch einige Fragen. Ich habe ein 120x50x50 (300liter) und würde dort gerne ein Paar halten. Mir gefallen die blauen sehr gut ich glaube die heissen channa pulchra ? Gibt es in Bezug auf Einrichtung Besonderheiten außer viele Pflanzen und Verstecke? Da man sie nicht vergesellschaften soll, frage ich mich wie das mit der Wasserqualität läuft?! Sind ja keine Welse da die aufräumen. Könnte man grosse (Teich?)Muscheln einsetzen die den Sand filtern? Müssten ja unknackbar sein :-) Müsste dann Halt mehr bodengrund rein. Wo bezieht man die Tiere am besten ? Hab nach Nachzuchten geschaut aber in meiner Nähe finde ich nichts. Wie lange sollte das Becken ohne Besatz erstmal laufen bis ich welche einsetze ?

Danke für eure antworten :bier:
Gruß
Sam
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Re: Beckenplanung

Beitragvon K. de Leuw » 24.07.2015 - 11:09

Hallo Sam,

zunächst einmal empfehle ich dringend die Lektüre des Buches von Pascal Antler und Nora Brede:
Schlangenkopffische

Sam hat geschrieben:Mir gefallen die blauen sehr gut ich glaube die heissen channa pulchra ?


Ich weiß ja nicht, auf welchen Foto die Schlangenköpfe "Blau" herüberkamen. Blau ist eine recht häufige Farbe bei Schlangenkopffischen, aber als Kehlfarbe und Flossensaum, eher nicht in der Fläche. Channa pulchra ist eine der aggressiveren Arten und nicht unbedingt dem Schlangenkopf-Anfänger zu empfehlen.

Gibt es in Bezug auf Einrichtung Besonderheiten außer viele Pflanzen und Verstecke?


Ob die Verstecke auch aus Pflanzen bestehen, ist Geschmackssache. Schlangenkopffische mögen es ncht zu hell und benötigen Verstecke, die es ihnen ermöglichen, unbemerkt Luft zu schöpfen, wenn sie gerade Zoff mit dem Partner haben. Schwimmende Korkröhren mit einem Innendurchmesser, der knapp um den Fisch passt, haben sich bei mir bewährt. Hilfreich kann es sein, das Aquarium so vorzubereiten, dass man es mit wenigen Handgriffen in zwei Abteile teilen kann.

Da man sie nicht vergesellschaften soll, frage ich mich wie das mit der Wasserqualität läuft?!


Hamburger Mattenfilter ist die erste Wahl: Ausfallsicher, preiswert in Anschaffung und Betrieb, saugt keine Jungfische an, sondern füttert sie ggf. noch.

Sind ja keine Welse da die aufräumen.


Zum Aufräumen gibt es genau einen, nämlich DICH. Dafür Welse zu missbrauchen zu wollen ist millionenfach hirnlos nachgelaberter, kapitaler Unsinn und Tierquälerei!

Könnte man grosse (Teich?)Muscheln einsetzen die den Sand filtern? Müssten ja unknackbar sein :-)


Wer weiß. Dazu kommt: Im Sommer ist die Temperatur zu hoch, außerdem verhungern sie ohne intensive Fütterung! Und wenn eine dann verreckt ist, kippt Dir das Wasser um aufgrund der Verwesung. Kurz und Bündig: Lass es!

Wo bezieht man die Tiere am besten ?


Ein paar wirst Du vermutlich gar nicht bekommen, beim Erwerb eienr Jungfischgruppe musst Du jetzt schon überlegen, wohin mit den Überzähligen.

Hab nach Nachzuchten geschaut aber in meiner Nähe finde ich nichts.


Wo ist "Deine Nähe"?

Wie lange sollte das Becken ohne Besatz erstmal laufen bis ich welche einsetze ?


Für einen Grundkurs Aquaristik gibt es auch hervorragende Bücher. Aber wenn Du das Becken an diesem Wochenende einrichtest und in Betrieb nimmst, wird es wohl eingelaufen sein, bis Du eine Fischquelle gefunden hast. Man kann ja auch täglich den Nitritwert messen als Anhaltspunkt ...

Hast Du schon mal ein Aqaurium betrieben?

Gruß, Klaus
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Re: Beckenplanung

Beitragvon Sam » 24.07.2015 - 14:36

Hallo Klaus,

erstmal vielen dank für deine antworten


Ich weiß ja nicht, auf welchen Foto die Schlangenköpfe "Blau" herüberkamen. Blau ist eine recht häufige Farbe bei Schlangenkopffischen, aber als Kehlfarbe und Flossensaum, eher nicht in der Fläche. Channa pulchra ist eine der aggressiveren Arten und nicht unbedingt dem Schlangenkopf-Anfänger zu empfehlen.


Ich habe so ein Blau gemeint:
Bild
Aber bei jeder Art finde ich ein blaues bild daher für mich sehr schwer zu unterscheiden.

Weniger aggressiv und blau wäre dann wohl der hier:
Channa gachua bengal blue
bessere wahl?

Schwimmende Korkröhren mit einem Innendurchmesser, der knapp um den Fisch passt, haben sich bei mir bewährt.


Kann ich mir nicht vorstellen. Habs schon öfter gelesen aber sind das "halbe" röhren? oder werden die senkrecht verbaut?
Hamburger Mattenfilter ist die erste Wahl: Ausfallsicher, preiswert in Anschaffung und Betrieb, saugt keine Jungfische an, sondern füttert sie ggf. noch.

Hab einen Außenfilter den ich mit Schwammaufsatz für jungtiere sicher machen möchte.
Zum Aufräumen gibt es genau einen, nämlich DICH. Dafür Welse zu missbrauchen zu wollen ist millionenfach hirnlos nachgelaberter, kapitaler Unsinn und Tierquälerei!


Und was ist mit Futterresten die irgendwo heimlich zwischen pflanzenstielen liegen? Muscheln sind raus vertragen die temperatur garnicht. Schnecken zählen dann wieder als futter?

Ein paar wirst Du vermutlich gar nicht bekommen, beim Erwerb eienr Jungfischgruppe musst Du jetzt schon überlegen, wohin mit den Überzähligen.


Mein Plan war überzählige zu erwerben :grin: Ansonsten was macht man damit? Sollen ja speißefische sein :kaffee:

Wo ist "Deine Nähe"?

Unterfranken in Bayern genauer gesagt Schweinfurt
Aber wenn Du das Becken an diesem Wochenende einrichtest und in Betrieb nimmst, wird es wohl eingelaufen sein, bis Du eine Fischquelle gefunden hast.

Hab eher gemeint bis die pflanzen angewachsen sind usw. Werde anfang august das Becken in betrieb nehmen aber dachte die Fische setzt ich erst so spät herbst ein.

Hast Du schon mal ein Aqaurium betrieben?

Ja bin damit aufgewachsen aber irgendwann in die Terraristik gewechselt jetzt versuche ich einen Schritt zurück :grins:

Gruß


Edit: Wollte Sand Körnung 0,4mm-0,8mm nehmen. spricht da was dagegen?
Sam
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Re: Beckenplanung

Beitragvon K. de Leuw » 24.07.2015 - 18:26

Hallo,

Sam hat geschrieben:Ich habe so ein Blau gemeint:
Bild


Dieses Blau ist eher ein Fotoartefakt als dasss es die richtige Farbe des Channa orientalis (wie der Fotoname schon sagt, diese Art sieht aus wie C. gachua, hat nur keine Bauchflossen und benötigt eher weicheres Wasser) wiedergibt. Ist das Foto copyright-frei oder hast Du da gerade ein Urheberrecht verletzt?
Dieses Bild gibt die Art (Variante flat head, natürlicher Lebensraum nicht genau bekannt) naturgetreuer wieder:
Bild

Aber bei jeder Art finde ich ein blaues bild daher für mich sehr schwer zu unterscheiden.


;)
Channa pulchra sieht halbwüchsig so aus:
Bild
Die Farben werden dann noch etwas intensiver und der Fisch insgesamt bulliger.

Weniger aggressiv und blau wäre dann wohl der hier:
Channa gachua bengal blue
bessere wahl?


Vermutlich, ich habe diese Art aber noch nie gepflegt und möchte sie daher nicht beurteilen.

Schwimmende Korkröhren mit einem Innendurchmesser, der knapp um den Fisch passt, haben sich bei mir bewährt.


Kann ich mir nicht vorstellen. Habs schon öfter gelesen aber sind das "halbe" röhren? oder werden die senkrecht verbaut?


Nein, geschlossene Röhren aus dem Terraristikbedarf lässt man einfach schwimmen (oder lässt sie durch Pflanzen am wegtreiben hindern oder bindet sie so an, dass sie Wasserstandsschwankungen mitmachen), am besten so, dass man gut vorne hereinschauen kann. Idealerweise sind sie gut doppelt so lang wie der Fisch und haben in der Mitte ein nach oben gerichtetes Loch, durch dass der Fisch atmen kann.

Und was ist mit Futterresten die irgendwo heimlich zwischen pflanzenstielen liegen?


Anfängerfehler, zu viel gefüttert. Schlangenkopffische haben eine guten Geruchssinn, sie finden das Futter, wenn sie nicht zu satt sind.

Schnecken zählen dann wieder als Futter?


Oft, Turmdeckelschnecken (die ja viel Zeit im boden verbringen) schaffen es aber oft eine Population zu etablieren.

Mein Plan war überzählige zu erwerben :grin: Ansonsten was macht man damit? Sollen ja speißefische sein :kaffee:


Guten Appetit, da musst Du aber viele kaufen, um satt zu werden. Alternativ kann man die Zahl der Aquarien erhöhen oder Interessenten für die Fische suchen.

Unterfranken in Bayern genauer gesagt Schweinfurt


Das ist doch mal eine Ansage, vielleicht bekommst du ja ein Angebot. Schon mal hier in der Anzeigenrubrik inseriert?

Hab eher gemeint bis die pflanzen angewachsen sind usw. Werde anfang august das Becken in betrieb nehmen aber dachte die Fische setzt ich erst so spät herbst ein.


Das reicht doch locker.

Ja bin damit aufgewachsen aber irgendwann in die Terraristik gewechselt jetzt versuche ich einen Schritt zurück


Deine Fragen und Vorstellungen klangen irgendwie nicht so.

Wollte Sand Körnung 0,4mm-0,8mm nehmen. spricht da was dagegen?


In so feinem Sand haben die Pflanzen oft Probleme zu wurzeln. Ich bevorzuge Spielkastensand aus dem Baumarkt, der enthält außerdem Lehm (damit die Sandkuchen besser halten), der zwar zunmächst das Wasser trübt, aber anschließend einen guten Langzeitdünger darstellt. Man kann natürlcih auch für den obersten Zentimeter den Lehm herauswaschen.

Gruß, Klaus
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Re: Beckenplanung

Beitragvon Sam » 26.07.2015 - 10:03

Hallo,

Vermutlich, ich habe diese Art aber noch nie gepflegt und möchte sie daher nicht beurteilen.

Was wäre deine Empfehlung für mich? Kann mich irgendwie nicht entscheiden. :grins:

Oft, Turmdeckelschnecken (die ja viel Zeit im boden verbringen) schaffen es aber oft eine Population zu etablieren.

Würde ich wohl probieren wollen. Gibt hier aber auch wieder X verschiedene. Gibts eine besonders gut geeignete Turmdeckelschnecke?


Das ist doch mal eine Ansage, vielleicht bekommst du ja ein Angebot. Schon mal hier in der Anzeigenrubrik inseriert?

Werde ich machen wenn das Becken läuft. Habs nicht eilig aber ich weiß das es dann manchmal doch schneller geht als gedacht :roll:

Deine Fragen und Vorstellungen klangen irgendwie nicht so.

Naja ich sag immer nur weil man etwas 10 Jahre lang gemacht hat muss es nicht heißen das man darin gut ist. Oft schleichen sich Fehler ein die man dann jahrelang so weiter macht. Daher versuch ich immer nochmal alles zu hinterfragen.

Über Strömung im Becken sind sich wohl die Halter noch nicht so einig. Was ist deine Empfehlung ? Etwas strömung an der oberfläche?

Schönes (Rest)Wochenende
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Re: Beckenplanung

Beitragvon K. de Leuw » 26.07.2015 - 14:28

Hallo Sam,

Sam hat geschrieben:Was wäre deine Empfehlung für mich? Kann mich irgendwie nicht entscheiden.


Ich auch nicht. ;)
Mit einer Variante von C. gachua liegst Du in der Regel nicht falsch. Sag einfach Bescheid, wenn du eine Art im Auge hast, wir raten Dir dann ab oder zu.

Würde ich wohl probieren wollen. Gibt hier aber auch wieder X verschiedene. Gibts eine besonders gut geeignete Turmdeckelschnecke?


Ich meine die 08/15, die wohl aus Malaysia stammt, und die man auch im Handel eher geschenkt bekommt als dass sie zu kaufen angeboten wird.

Über Strömung im Becken sind sich wohl die Halter noch nicht so einig. Was ist deine Empfehlung ? Etwas strömung an der oberfläche?


Strömung ist unnötig, aber in Maßen in einem kleinen Teil des Aquariums auch nicht störend. Bedenke, dass auch die maulbrütenden Arten erst einmal ihre Eier an der Wasseroberfläche ablegen
Bild
und noch nicht schwimmfähige Larven entlassen und versteckt deponieren. Die schwimmen dann ein paar Zentimeter auf und würden durch Strömung abgetrieben:
Bild
Ältere Larven hängen gerne an der Oberfläche:
Bild

Gruß, Klaus
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Re: Beckenplanung

Beitragvon Sam » 28.07.2015 - 16:20

Servus,

Mit einer Variante von C. gachua liegst Du in der Regel nicht falsch. Sag einfach Bescheid, wenn du eine Art im Auge hast, wir raten Dir dann ab oder zu.

Am besten gefallen mir Channa gachua Blue Bengalen und Channa bleheri

Ich möchte gern einen Fisch um die 25 cm haben eher 30 aber dann muss auch schluss sein mehr gibt mein Becken nicht her. 18cm ist mir fast schon zu klein. Natürlich eine schöne Farbe und nicht zu aggressiv. Winterruhe ist mir nicht so wichtig da beides kein großes Problem wäre.


Allerdings finde ich überall verschiedene angaben. bleheri soll laut wikipedia maximal 20cm groß werden. Hab heute bei einem Fischhändler im Katalog aber gelesen das diese maximal 30 cm groß werden. Was stimmt den nun?

Ich werde am Wochenende wenn mein Zubehör kommt erstmal das Becken einrichten und dann erstmal berichten und hoffe du (ihr) habt noch Verbesserungsideen.

Hab jetzt spontan noch paar Fragen die ich mir nicht beantworten konnte:

- Was passiert wenn ich zb 2-3 Weibchen als Gruppe nehme? "Blue Bengalen" sollen außerhalb der Brutzeit sehr verträglich sein und somit müsste das doch funktionieren?!?

- Die Turmdeckelschnecken von denen wir gesprochen haben werden teilweise bis zu 5cm groß - je nach Art. Sind die nicht schon zu groß? nicht das sich der Channa beim Fressen verschluckt und erstickt?!?

- Hab gelesen das große Barsche oder Wabenschilderwelse mit Channas vergesellschaftet werden. Hab aber auch schon gelesen das auch größere Welse bei der Brutzeit "zerfetzt" wurden. 1-2 Wabenschilderwelse hätte ich schon gern im Becken wie ist die wahrscheinlichkeit das ,dass gut geht? oder von Anfang an Aussichtslos?

- Hab mir heute die Korkröhren im Laden mal angeschaut aber da gibts verschiedene Durchmesser. Die Röhre soll ja im Idealfall doppelt so lang sein wie der Fisch aber welchen Durchmesser ca das er nicht stecken bleibt? Welche mit Loch in der mitte hab ich nicht gefunden aber sollte ja nachträglich kein Problem sein.


Fragen über Fragen. Die Frau hat schon gesagt kauf doch einfach Guppy´s :roll:

Gruß
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Re: Beckenplanung

Beitragvon K. de Leuw » 28.07.2015 - 16:52

Hallo,

Sam hat geschrieben:Channa bleheri


Die meisten Halter sind der (aus meiner Sicht richtigen) Ansicht, dass die Art eine ziemlich kühle Winterpause benötigt. Sie ist also eher nichts für Dich.

Ich möchte gern einen Fisch um die 25 cm haben eher 30 aber dann muss auch schluss sein mehr gibt mein Becken nicht her. 18cm ist mir fast schon zu klein. Natürlich eine schöne Farbe und nicht zu aggressiv. Winterruhe ist mir nicht so wichtig da beides kein großes Problem wäre.


C. bleheri bleibt unter 20 cm.

Hab heute bei einem Fischhändler im Katalog aber gelesen das diese maximal 30 cm groß werden. Was stimmt den nun?


s.o.
Schau mal bei dem Händler, manche haben für ganze Gattungen dieselbe Beschreibung drin, vermutlich hat er das von gachua einfach rüberkopiert.

Was passiert wenn ich zb 2-3 Weibchen als Gruppe nehme? "Blue Bengalen" sollen außerhalb der Brutzeit sehr verträglich sein und somit müsste das doch funktionieren?!?


Mal abgesehen davon, dass ich so eine Gruppe gähnend langweilig fände, bleibt bei Gruppen eher nach Monaten bis wenigen Jahren ein Paar oder ein Einzeltier übrig als dass es über lange Zeit gut geht.

Die Turmdeckelschnecken von denen wir gesprochen haben werden teilweise bis zu 5cm groß - je nach Art. Sind die nicht schon zu groß? nicht das sich der Channa beim Fressen verschluckt und erstickt?!?


Ich sprach von genau einer Art, die nur wenig über 1 cm lang wird. Ich hatte nie Probleme damit.

Hab gelesen das große Barsche oder Wabenschilderwelse mit Channas vergesellschaftet werden. Hab aber auch schon gelesen das auch größere Welse bei der Brutzeit "zerfetzt" wurden.


Exakt, aber stark artabhängig.

1-2 Wabenschilderwelse hätte ich schon gern im Becken wie ist die wahrscheinlichkeit das ,dass gut geht? oder von Anfang an Aussichtslos?


Tierquälerei, so große Welse in Einenmeterzwanzig stecken zu wollen. Und sammle erst einmal Schlangenkopferfahrung, ehe Du die hohe Kunst der Vergesellschaftung auch nur andenkst.

Die Röhre soll ja im Idealfall doppelt so lang sein wie der Fisch aber welchen Durchmesser ca das er nicht stecken bleibt?


Einfach einen wenige Millimeter größeren Duchmesser wählen, als der Kopf des Fisches hat.

Die Frau hat schon gesagt kauf doch einfach Guppy´s


Hat sie auch den Deppenapostroph gesetzt?
Guppys sind auch nicht einfacher.

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Re: Beckenplanung

Beitragvon Sam » 29.07.2015 - 15:19

servus,

Die meisten Halter sind der (aus meiner Sicht richtigen) Ansicht, dass die Art eine ziemlich kühle Winterpause benötigt. Sie ist also eher nichts für Dich.


Wie kommst du darauf?

Ich möchte gern einen Fisch um die 25 cm haben eher 30 aber dann muss auch schluss sein mehr gibt mein Becken nicht her. 18cm ist mir fast schon zu klein. Natürlich eine schöne Farbe und nicht zu aggressiv. Winterruhe ist mir nicht so wichtig da beides kein großes Problem wäre.



C. bleheri bleibt unter 20 cm.


C. gachua bengal blue - wie siehts mit dem aus? Finde auch hier unterschiedliche Angaben.

s.o.
Schau mal bei dem Händler, manche haben für ganze Gattungen dieselbe Beschreibung drin, vermutlich hat er das von gachua einfach rüberkopiert.

gachua hatte er garnicht auf seiner Liste nur orientalis und einen der 80cm wird nach seinen Angaben.


Ich sprach von genau einer Art, die nur wenig über 1 cm lang wird. Ich hatte nie Probleme damit.

Den Namen weißt du nicht zufällig?

Tierquälerei, so große Welse in Einenmeterzwanzig stecken zu wollen. Und sammle erst einmal Schlangenkopferfahrung, ehe Du die hohe Kunst der Vergesellschaftung auch nur andenkst.


Stimmt auch wieder. Dann bleibts wohl ein Artenbecken spätere Gesellschaftung finde ich immer wesentlich komplizierter.

Einfach einen wenige Millimeter größeren Duchmesser wählen, als der Kopf des Fisches hat.

Ich denke bei mir wird es C. gachua bengal blue werden. Wie groß ist so ein ausgewachsener Fischkopf?



Guppys sind auch nicht einfacher.

:roll: :roll: :roll: :roll:

Wie siehts den eigentlich mit Inzucht aus?
Ich kaufe mir eine 6er Gruppe als NZ und verkaufe dann meine NZ wieder weiter. Wer weiß welche Generation ich dann schon bekommen habe?
Müsste ja normal die Gruppe aus verschiedenen NZ zusammenstellen.

Gruß
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Re: Beckenplanung

Beitragvon K. de Leuw » 29.07.2015 - 15:36

Hallo,

Sam hat geschrieben:Wie siehts den eigentlich mit Inzucht aus?


Wird überbewertet. Alle Goldhamster in Gefangenschaft stammen von einem Geschwisterpärchen ab. Der Rote von Rio wird seit Jahrzehnten ohne Einkreuzung von Wildfängen (er galt eine Weile gar als ausgestorben) vermehrt, das gilt für eine Anzahl weiterer Zierfische. Im Ostblock wurden viele Arten in Inzucht vermehrt, man hatte nur wenige Ausgangstiere und u.a. keine Devisen für Importe.

Ich kaufe mir eine 6er Gruppe als NZ und verkaufe dann meine NZ wieder weiter. Wer weiß welche Generation ich dann schon bekommen habe?


Meine gachua-Variante ist mttlerweile bei der 6. Nachzuchtgeneration angekommen.

Müsste ja normal die Gruppe aus verschiedenen NZ zusammenstellen.


Und wer sagt Dir, dass die beiden Züchter, von denen Du die Tiere erhälst, nicht Geschwister halten, Deine Tiere also Cousins und Cousinen sind?

Gruß, Klaus
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Re: Beckenplanung

Beitragvon Sam » 06.08.2015 - 22:31

so also Becken hab ich jetzt soweit mal vorbereitet. Lass jetzt erstmal alles ordentlich anwachsen und dann sehen wir mal weiter. Bilder stell ich nächste woche mal rein.

Was spricht den für oder gegen C. orientalis?
Gefallen mir sehr gut und sind "in der nähe" verfügbar.
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Re: Beckenplanung

Beitragvon cirdan » 10.08.2015 - 18:21

Hallo Sam,

gachua oder orientalis ist eigentlich nur eine Geschmacksfrage. Ich persönlich bevorzug die orientalis - meine waren auch weniger ruppig als die gachuas und meine orientalis waren viel verschmuster (aber das kann beides von den jeweiligen Individuen abhängen)

Gruß Uwe
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Re: Beckenplanung

Beitragvon K. de Leuw » 10.08.2015 - 18:35

Hallo Uwe,

cirdan hat geschrieben:gachua oder orientalis ist eigentlich nur eine Geschmacksfrage.


Wie ich oben bereits schreib, sollte man mindestens einer Fundortform von C. orientalis weicheres (und leicht saures) Wasser bieten, so gesehen schmeckt das Wasser dann anders.

Ich persönlich bevorzug die orientalis - meine waren auch weniger ruppig als die gachuas und meine orientalis waren viel verschmuster (aber das kann beides von den jeweiligen Individuen abhängen)


Ganz bestimmt, und nicht nur davon. Auch von der Fundortvariante hängt es ab, so gibt es "C. gachua" in geschätzt einem dutzend Varianten (Fundortformen) in Größen von wenig über 10 cm bis an die 30 cm, von denen einige sicher als eigene Arten definiert werden müssen, wenn mal jemand genauer hinschaut. Dei C.-orientalis-Formen sind in der Größe einheitlicher. Zudem stehen die C. orientalis, die ich besitze, in der Aggressivität meinen beiden gachua-Varianten nicht nach. Dazu kommt, dass es offenbar so etwas wie einen Domestikationseffekt gibt: Oft sind die Nachzuchten nach einer oder mehreren Generationen toleranter als die Wildfangtiere.

Gruß, Klaus

PS: Die von mir gemeinte Turmdeckelschnecke heißt wohl Melanoides tuberculatus und wird seit etwa einem Jahrhundert in Gesellschaftsaquarien zur Bodengrundpflege verwendet.
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Re: Beckenplanung

Beitragvon Sam » 15.08.2015 - 01:22

Hi

zunächst einmal empfehle ich dringend die Lektüre des Buches von Pascal Antler und Nora Brede:
Schlangenkopffische

Das Buch gibt es leider weder auf der Seite noch in Eb** oder bei Ama***. Weiß zufällig jemand wo man das noch erwerben kann? Oder gibt es vielleicht noch ein gutes Buch?



gachua oder orientalis ist eigentlich nur eine Geschmacksfrage. Ich persönlich bevorzug die orientalis - meine waren auch weniger ruppig als die gachuas und meine orientalis waren viel verschmuster (aber das kann beides von den jeweiligen Individuen abhängen)



PS: Die von mir gemeinte Turmdeckelschnecke heißt wohl Melanoides tuberculatus und wird seit etwa einem Jahrhundert in Gesellschaftsaquarien zur Bodengrundpflege verwendet.

Habe jetzt von 2 Aquarianern Schnecken bekommen.

Physella acuta (Blasenschnecke)
und
Anentome helena (Raubturmdeckelschnecke)

Die Blasenschnecken waren überall an den Pflanzen die ich bekommen habe, aber ich denke die A. helena wird wohl den bestand schnell dezimieren bis dann die Channas kommen und wohl alle fressen :roll: Naja warten wir mal ab vielleicht können sie ja auch einen Bestand aufbauen bis die Channas einziehen der sich dann hält.

Hier mal die versprochenen Bilder. Bitte Verbesserungsvorschläge. Um die Deckelsicherung hab ich mich allerdings noch nicht gekümmert das kommt noch.

Gesamtansicht:
Bild
Ungefähr in der Mitte vom Becken kann ich, wenn ich 1 Holzstück rausnehme ganz schnell eine Filtermatte zwischen die anderen Holzstücke klemmen um im Notfall 2 Streithälse von einander zu trennen.

Rechte Hälfte vom Becken:
Bild
Hier soll am besten alles komplett zuwachsen.

Linke Hälfte vom Becken:
Bild
Hier möchte ich etwas schwimmraum frei lassen damit ich die Tiere dort Füttern kann.

Linke Seitenscheibe:
Bild
Hab alles kreuz und quer gepflanzt das ich nicht nur kleine Pflanzen im vorderen Bereich habe wie es eigentlich üblich ist.

Rechte Seitenscheibe:
Bild
Hier sieht man den HMF(mit UV) und in dem HMF die CO2 anlage. Habe etwas Abstand zur Seitenscheibe eingehalten um hoffentlich dort ein paar Pflanzen zum wachsen zu bringen damit er verschwindet :grin:

Von oben:
Bild
Das gereinigte Wasser lasse ich übers Holz laufen das ich kein "blubbern" hören kann, weil durch das "blubbern" bringe ich O2 ins wasser und Treibe CO2 aus was ich ja nicht möchte. Naja soweit die Theorie :roll: Und dahinter sieht man (schlecht) die Korkröhre die ich zwischen die Wurzeln und die Rückwand gedrückt habe. Im deckel sind 2x36Watt Röhren die ich per Zeitschaltuhr 12 Stunden laufen lasse.

Also generell gefällt es mir sehr gut hoffe nur das die Trübung noch etwas weg geht und die Pflanzen ordentlich wachsen. Ist noch etwas zu spartanisch für ein Channabecken :grins:

Zum futter hab ich noch paar Fragen:
Da ich Heimchen und Terfly´s immer im Haus habe würde ich gern wissen inwiefern sich Terfly´s zum füttern eignen da ich von denen als Futter für Channas noch nichts gelesen habe. Und ob man Heimchen die Hinterbeine entfernen MUSS da sie Wiederhacken haben. Ich bin zwar der Meinung das ein Channa das ohne Probleme schaffen sollte aber habs irgendwo gelesen :grin:
Was ist mit kleineren Schaben?

"Channa sp Cobalt Blue" ist zwar eine subtropische Art aber der müsste doch auch infrage kommen? Soll von der Haltung ähnlich wie Channa sterwartii sein.

Ich bin auf der Suche nach einem gefundenen Paar. Wenn ich jetzt wirklich eins finden sollte wie kann ich die am besten ins neue Aquarium setzen ohne das der große Ehestreit ausbricht. Erst das Weibchen und dann 10 Minuten später das Männchen oder wie macht man das? Beim umsetzen in ein anderes Becken sollen sich ja schon Paare getrennt haben.

Schönen Gruß
Sam
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Re: Beckenplanung

Beitragvon K. de Leuw » 15.08.2015 - 12:57

Hallo Sam,

Sam hat geschrieben:Das Buch gibt es leider weder auf der Seite noch in Eb** oder bei Ama***. Weiß zufällig jemand wo man das noch erwerben kann?


Grundsätzlich empfehel ich ja immer den Besuch begehbarer Buchläden, die können schauen, ob die Großhändler es noch haben.

Ansonsten behaupten die Exkatholiken, es noch schicken zu können:
Brede und Antler
Und immer daran denken, der frühe Vogel fängt das Buch!

Oder gibt es vielleicht noch ein gutes Buch?


Es gibt viele gute Bücher, aber zu Schlangenköpfen nur das von Nora und Pascal.

Hier mal die versprochenen Bilder. Bitte Verbesserungsvorschläge.


Zu wenig Deckung an der Wasseroberfläche, das hättest Du aber nach den bisherigen Beiträgen auch selbst merken können.

Ungefähr in der Mitte vom Becken kann ich, wenn ich 1 Holzstück rausnehme ganz schnell eine Filtermatte zwischen die anderen Holzstücke klemmen um im Notfall 2 Streithälse von einander zu trennen.


In den Sekunden, in denen Du das Holzstück herausfummelst, schwimmen die Schlangenköpfe hektisch umher und Du weißt anschließend nicht, wer wo ist, und vor allem nicht, ob nicht beide in derselben Ecke hocken.

Hier sieht man den HMF(mit UV)


UV ist Stromverschwendung bei Schlangenkopffischen. Der Abstand der Filtermatte ist Platzverschwendung oder Schutzraum, wenn ein gejagtes Tier über die Matte hineingehüpft ist.

und in dem HMF die CO2 anlage.


Ganz schlechte Idee in Kombination mit eine dicht geschlossenen Deckscheibe und luftatmenden Fischen. Wenn es dumm läuft, sammelt sich Kohlendioxid zwischen Wasseroberfläche und Deckscheibe, dei Schlangenkopffische atmen es dann ein und taumeln betäubt zu Boden, um ihr Leben auszuhauchen.

Pflanzen, die mit wenig Licht auskommen - und Schlangenkopffische sind ja nicht unbedingt Sonnennanbeter - brauchen keine Kohlendioxiddüngung.

Das gereinigte Wasser lasse ich übers Holz laufen das ich kein "blubbern" hören kann, weil durch das "blubbern" bringe ich O2 ins wasser und Treibe CO2 aus was ich ja nicht möchte.


Das gelingt Dir damit fast genauso gut wie mit Blubbern. Weniger Gasaustausch hast Du nur, wenn der Wassereinlauf unter Wasser erfolgt und möglichst ohne Oberflächenbewegung einhergeht.

Und dahinter sieht man (schlecht) die Korkröhre die ich zwischen die Wurzeln und die Rückwand gedrückt habe.


Ich erkenne da so gut wie nichts. Außerdem sollte die Röhre so platziert sein, dass man zur Kontrolle leicht hineinschauen kann.

Da ich Heimchen und Terfly´s immer im Haus habe würde ich gern wissen inwiefern sich Terfly´s zum füttern eignen da ich von denen als Futter für Channas noch nichts gelesen habe. Und ob man Heimchen die Hinterbeine entfernen MUSS da sie Wiederhacken haben.


Wenn Du mit Terflys (der Plural ist kein Genitiv und im Deutschen verwendet man das Auslassungszeichen bei ausgelassenen Buchstaben, da feht aber keiner) die Fliegen meinst: Gerne, wenn Dudie Maden meinst: Vorsicht: Wenn die nicht totgekaut werden, können die sich durch die Wand des Verdauungstraktes in die Leibeshöhle bohren ...
Die Hinterbeine können dran bleiben, die entfernt in der Natur auch niemand, wenn sich eine Griller oder Schrecke ins Wasser verhüpft hat und dann zum natürlcihen Nahrunggspektrum der Schlangenköpofe zählt. Aber so eine Heimchen mit Hinterbeinen schimmt sehr flott und klettert dann aus dem Aquarium (HMF, Holz, Silikonnaht), und das Konzert etwas später ist meine Sache nicht ...

Was ist mit kleineren Schaben?


Sehr fettig, nur selten verfüttern.

Erst das Weibchen und dann 10 Minuten später das Männchen oder wie macht man das? Beim umsetzen in ein anderes Becken sollen sich ja schon Paare getrennt haben.


Gleichzeitig, sonst wird der zweite ggf. als Eindringling oder Futtergabe aufgefasst. Aber eine Gewähr gibt es nie.

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