Fischtuberkulose bei Trichopsis pumila

Trichopsis

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Fischtuberkulose bei Trichopsis pumila

Beitragvon Mary-Ann » 27.06.2010 - 15:37

Hallo Labyrinthfischfreunde,

ich heiße Mary-Ann und kenne das Forum seit einem 3/4 Jahr.
Bis jetzt war ich nur begeisterte Leserin und habe eure Frühjahrstagung 2010 besucht.
Ich habe ein Problem und hoffe, daß einige erfahrene Aquarianer unter euch mir weiterhelfen können. Dafür muß ich sehr weiter ausholen:

Ich habe seit 1 1/2 Jahren ein 290 ltr. Gesellschaftsbecken mit u. a. T. pumila. Mein Fehler war, daß ich anfangs kein Quarantänebecken hatte und alle Fische nach und nach direkt ins
Hauptbecken setzte. Leider habe ich nicht erkannt, daß die T. pumila Tuberkulose hatten.
(wurde von der TiHo bestätigt)
Im Laufe eines 1/2 Jahres habe ich 2/3 meines Fischbestandes verloren. Von den T. pumila und von Spritzsalmlern hatte ich Nachkommen (15 + 10 St.), die ich dann mit ins Hauptbecken setzte. Nachdem ich die Krankheit in den Griff bekommen und 1/4 Jahr lang keine Todesfälle mehr hatte, habe ich bei der TiHo gefragt, ob es i. O. ist, wenn ich die verbliebenen Guramis weiter vermehre. Es wurde mir gesagt, daß nichts dagegen sprechen würde.
Ich habe dann wieder angefangen, Jungfische in einem Extrabecken groß zu ziehen. Sobald die Jungfische Artemia fraßen und älter wie 2 Wochen waren, hatte ich nicht einen einzigen Todesfall unter Ihnen.
Diese 13 Jungfische sind inzwischen erwachsen und von diesen habe ich vor kurzem wiederum Jungfische bekommen.
Angeblich wird Tuberkulose nicht auf den Laich übertragen. Kann ich sicher sein, daß meine Guramis gesund sind oder hättet ihr an meiner Stelle nicht weiter vermehrt.

Außerdem habe ich die 13 T. pumila mit den 6 trichogaster fasciata vergesellschaftet, die ich aus Althena mitgebracht habe. War dies ein Fehler?

Tschüß
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Beitragvon Charlyroßmann » 30.06.2010 - 15:02

Hallo, Mary-Ann!
Sieht doch gut aus.
Allerdings würde ich die pumis nicht auf dauer mit den fasciata zusammen halten. Die fasciata werden zu groß und fressen den pumila das Futter weg.
Charly(der, von dem du die fasciata hast)
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Beitragvon Mary-Ann » 04.07.2010 - 13:34

Hallo Charly,
vielen Dank für deine schnelle positive Antwort.

Daß die fasciata den pumila irgendwann das Futter wegfressen, darauf wäre ich nicht
gekommen. Im Moment ist es so, daß die pumila mutiger und flinker sind, wenn ich mit
Lebendfutter füttere. Bei Trockenfutter (Granulat) fressen die fasciata von der Oberfläche
und die pumila flitzen darunter rum und bekommen genug ab.
In ca. 5-8 Wochen ziehen die fasciata und pumila in ein neues 300 ltr. Becken. Wenn´s nicht
klappt, kommen die pumila wieder ins 100er.


tschüß
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Beitragvon Mary-Ann » 24.11.2010 - 22:09

Hallo,
ich wollte nun mal berichten, was aus meinen pumilas geworden ist.
Die 13 pumilas, welche ich zusammen mit den fasciata im 100 ltr Becken hatte, habe
ich darin gelassen und die fasciata mit 11 kleinen Nachkommen dieser pumilas ins
300 ltr. Becken gesetzt.

Ca. 3 Wochen später hatte ich bei den pumilas im 100er Becken die ersten Todesfälle
(war wohl nichts, mit "sieht doch gut aus"). Meine p. der 1. und 2. Generation bekamen
immer rote offene Geschwüre (Tuberkulose), die p. der 3. Gener. dunsen auf (Bauchwassersucht?) und werden blaß , manche sterben z. T. ohne äußere Anzeichen und liegen am nächsten Tag tod im Becken. Von den 13 sind nun nur noch 3 übrig und einer von denen hat auch seit 3 Wochen weiße Hautflecken.

Da die p. gerade mal 1 Jahr alt sind, weiß ich nicht, ob das Sterben nun altersbedingt
ist oder ob die Tuberkulose wieder zugeschlagen hat. Ich bin jedenfalls froh, daß ich
die Fische nicht wieder zu den fasciata gesetzt hatte.

Aber es geht noch weiter: 3 Stck. der 11 p. der 4. Generation (ca. 1/2 Jahr alt) haben
auch Auffälligkeiten gezeigt, so daß ich diese ins Quarantänebecken setzen mußte. Einer von diesen ist dann erst 4 Wochen später gestorben (eigentlich ungewöhnlich für Tuberkulose?).

Fact ist: Um meine fasciata nicht zu gefährden, habe ich nun alle pumilas ins 100 ltr.
Becken gesetzt, ein bepflanztes Quarantänebecken eingerichtet und beschlossen,
daß die 4. Generation auch die letzte sein wird.

Kleiner Tipp an alle, die auch bei den pumilas Tuberkulose hatten und mit diesen dann
"weiterzüchten": haltet diese dann nur noch im Artbecken.

Kommentare, Ratschläge und Kritik erwünscht.

Tschüß und gute Nacht

Mary Ann
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Beitragvon Charlyroßmann » 25.11.2010 - 11:15

Hallo, Mary Ann!
Traurige Geschichte, aber wenn es mal los geht mit der TB, hat man verspielt.
Ein kleiner Hinweis noch: bei mir haben die pumila immer zu Geschwüren geneigt, wenn ich zu gut gefüttert habe. Vor allem Artemia-Nauplien haben sich auf Dauer verheerend ausgewirkt.
Gruß
Charly
P.S.: was machen die Manipur-fasciata?
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Beitragvon Mary-Ann » 25.11.2010 - 18:56

Hallo Charly,
meine pumila der 1. und 2. Generation, welche die Geschwüre bekommen haben,
habe ich im 290 ltr. Gesellschaftsbecken gehalten, zusammen mit u. a. Sternflecksalmlern.
Die p. sind da manchmal eher zu kurz gekommen.

Bzgl. fasciata habe ich eine Frage, die ich im richtigen Tread stelle.

Bis dann

Mary-Ann
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