Wie haltet ihr eure Paros?


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Wie haltet ihr eure Paros?

Beitragvon emha » 08.04.2012 - 18:48

@Matthias

meine Aquarien sehen so ähnlich aus. Nur kleiner (25l) und weniger drin. Ein Kompromiss aus schnell-ausräumen-können und das Schutzbedürfnis befriedigen. Meine Paros sind übrigens nicht scheu, seitdem ich meine Aquarien nicht nach Gattungen ordne, sondern immer welche mit Betta dazwischenstelle.

Im Prinzip gibt es Luftheberfilter in HMF, nur ein paar Blätter (SMB oder Eiche/Buche, amerikanische Eiche ist die m. E. stabilste Sorte), eine Wurzel und Utricularia, Javamoos oder Mayacca flutend. Die dauerhafteste Pflanze ist allerdings Salvinia. Selbst bei torfig-saurem Wasser unverwüstlich. Damit der Boden nicht so nackt aussieht, verwende ich eine hauchdünne Schicht ganz feinen Spielsand. Torf verwende ich sehr vorsichtig, da man diesen nach einigen Wochen zwingend wieder raus bringen muss. Er ist also eine Zeitbombe bei Wasserwechsel- und Mulm-Absaugmuffeln.

Ich denke, das Geheimnis der Paropflege ist die richtige Fütterungstechnik und die geringe Belastung des Wassers. Deshalb halte ich auch (aus diesen Gründen) nicht so viel von Frostfutter. Selbst wenn es toll wäre, diese Alternative zu haben, ist Vorsicht zumindest im Artbecken (wenn die Schnecken und Lockfische fehlen) angebracht.

Aber vielleicht schreiben Anne und Thorsten mal hier was dazu.

Martin Hallmann
Zuletzt geändert von emha am 25.04.2012 - 16:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Matthias H. » 08.04.2012 - 19:18

Hallo,
meine ursprünglichen 4 Zuchtpaare stammen von Thorsten und Anne.

Martin, Torf als Zeitbombe?
Kann ich so nicht bestätigen. Ist bei mir seit 09/11 als Bodengrund in allen Becken.
Schwer zu reinigen, ja. Aber sonst? Die Tiere vermehren sich ohne Ende und Krankheiten oder Pilze gibt es nicht.
Immer wieder Jungfische in allen Becken; auch wenn es weniger werden.
Was will man mehr?
Ernährung ist sicher ein Thema. Weil meine Viecher echt mäkelig sind, besteht das Futter aus frischen Artemia Nauplien.
Ich hab' viel probiert; keine Chance.....die Bösen :D
Liebe Grüße,
Matthias
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Beitragvon emha » 09.04.2012 - 13:51

Matthias, vielleicht bist du ein zuverlässigerer Wasserwechsler. Bei mir "verschwinden" die Viecher, wenn ich ein Torfbecken zu lange gammeln lasse.

Artemianauplien sind ein grundsätzlich ein ausreichendes und gutes Futter für Paros. Mir gings ums überfüttern und das dadurch bedingte Wasserverschlechterung, da man ja meist keine Schnecken und Gesellschaftsfische hat.

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Beitragvon Matthias H. » 09.04.2012 - 16:46

Hallo Martin,
ich wechsele alle 2-3 Wochen etwa 30%. Auch nicht eben viel.
Allerdings habe ich die Becken schon mal ausgeräumt und den Torf vorsichtig abgesaugt. Bei der Gelegenheit kommt zwar gleich eine Ladung neues Laub in die Becken, umständlich ist es aber trotzdem. Deswegen will ich eigentlich den Torf durch eine dünne Kies - oder Sandschicht ersetzen. Nun ja, dass schiebe ich so bisschen vor mir her....
Trotz der Wasserwerte sind reichlich Blasenschnecken vorhanden; mal mehr, mal weniger. Im Moment eher weniger. Gefüttert wird alle 2 Tage.
Liebe Grüße,
Matthias
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Beitragvon Matthias H. » 09.04.2012 - 18:25

Nachtrag

Komplett sieht das etwa so aus:

[img][img]http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/img3120bgsy5tku2l.jpg[/img][/img]

Der mögliche Eindruck zur Besatzdichte mag etwas täuschen; wenn ich am *Hungertag* vor der Scheibe erscheine, wird sich natürlich versammelt.
Liebe Grüße,
Matthias
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Beitragvon emha » 09.04.2012 - 20:01

Du hast zuviel Fische

Martin
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Beitragvon Matthias H. » 09.04.2012 - 20:17

Du hast zuviel Fische

...oder zu wenig Becken.... :???:
Liebe Grüße,
Matthias
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Beitragvon blackdahlia » 10.04.2012 - 08:21

Hallo,

ich denke der Begriff "Zeitbombe" von Martin kommt ganz gut hin. Ich hatte ein ähnliches Becken wie du hier zeigst mit Betta brownorum. Irgendwann hat sich durch steigenden Nachwuchs ein Überbesatz hergestellt und dann ging es kurz danach los mit den ersten Krankheitsanzeichen. Ich hab die Kiste sofort leergeräumt und im hinteren unzugänglichen Bereich noch ne Leiche rausgeholt,
die konnte ich auf Grund der Blätter gar nicht sehen. Das leere Aquarium hat gestunken wie Hölle.
Den ganzen Dreck bekommt man mit Wasserwechseln und bißchen absaugen gar nicht raus und bei feinem Torf verfestigt sich der Boden mit der Zeit.

Seitdem ist für mich Gesetz den Bodengrund (bei Torf) min. 1-2 mal pro Jahr zu wechseln und den Besatz gering zu halten. Bei Parosphromenus packe ich gar keine Blätter mehr rein.

Gruß
Volker
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Beitragvon Matthias H. » 10.04.2012 - 10:08

Hallo,
das ist eben die Krux, wenn man relativ neu auf diesem Gebiet der Aquaristik ist.
Die einen sagen so, die anderen so....
Aber da ich ja den Torf eh raushaben wollte, werde ich die Sache beschleunigen.
Liebe Grüße,
Matthias
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Beitragvon blackdahlia » 10.04.2012 - 12:20

Hallo Matthias,

ich bin auch kein aquaristisches Urgestein und möchte meine Anmerkung nicht als absolute Wahrheit darstellen. Die Erfahrung mit viel Laub,Überbesatz und Torfboden habe ich gemacht und meine Lehre daraus gezogen.

Das ich meine Prachtguramibecken jetzt ohne Laub betreibe ist mein persönlicher Entschluss. Ich kann zum Beispiel keine Vermehrung ohne Zutun vorweisen sowie du es geschafft hast. Wenn sie laichen und ich Nachwuchs möchte ist aus der Höhle absaugen angesagt.

Gruß
Volker
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Beitragvon Matthias H. » 10.04.2012 - 12:48

Hallo Volker,
keine Sorge; ich bin über jede Erfahrung dankbar.
Ist schon eine verzwickte Situation.
Einerseits freue ich mich über jeden Jungfisch, andererseits platzen bald die Becken aus allen Nähten. Endlos neue Becken kann ich auch nicht aufstellen; da wäre ich bald Single :???:

Ich habe mich über ein halbes Jahr vorbereitet, bevor die ersten 4 Paare eingezogen sind und hätte mit dieser rasanten Vermehrung, ehrlich gesagt, nicht gerechnet.
Warum verzichtest du auf Laub?
Liebe Grüße,
Matthias
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Beitragvon blackdahlia » 11.04.2012 - 08:43

Ich hab am Anfang Blätter reingepackt aber es hat sich komischerweise in den
Parosphromenusbecken(25l) immer so ein weißer Belag gebildet und das wurde richtig siffig. Im Bettabecken funktioniert es ohne Probleme obwohl ich die Blätter gleich behandle.
Dann hab ich mich entschieden die Blätter wegzulassen. Ich habe in den Becken Torffasern als Bodengrund,einige Schwimmpflanzen,eine Wurzel, große Farne die Deckung geben und zerbrochene Tonkrüge als Höhlen. Ich muß nicht in den Becken rumfummeln und alte Blätter entfernen und es gammelt auch nichts vor sich hin.

Aber wie geschrieben wenn ich die Jungfische nicht raushole werden sie von den Eltern gefressen das ist der Nachteil. Der Vorteil ist das ich kontrolliert Fische nachziehen kann.
Ich möchte aber auch mal die Methode von Martin mit der dünnen Sandschicht ausprobieren.
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Beitragvon Matthias H. » 15.04.2012 - 15:49

Hallo Volker,
da ich leider krankheitsbedingt nicht nach Frechen kommen kann, habe ich Zeit... :x
Also, ich hatte ja eh vor, den Torf auszutauschen.
Ich werde das mal diese Woche in Angriff nehmen.
Das Positive an der Aktion: Ich kann eine genaue Bestandsaufnahme machen.
Liebe Grüße,
Matthias
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Beitragvon ThorstenK » 16.04.2012 - 13:26

Hallo,

nun wollen wir doch noch Martins Aufforderung nachkommen und etwas dazu schreiben.

Auch wir haben in unseren Paro-Becken (25 Liter) weder Torf noch irgerndwelche Blätter. Hintergedanke ist auch der, dass wir keine Gammelecken oder Wasserverschlechterung durch Zersetzungsprozesse riskieren möchten.
Unsere Becken sehen im Prinzip so aus, dass wir eine Schicht feinen Sand (schon so ca. 4 - 5 cm) einbringen. Die Einrichtung besteht aus je einer kleinen Wurzel mit Javafarn, ordentlich Javamoos und einer kleinen Tonröhre zum Brüten. Ausserdem ist die Oberfläche mit reichlich Salvinia versehen - wie Martin schrieb unverwüstlich und entzieht dem Wasser durch rasantes Wachstum ordentlich Nitrat u. ä.
Die Becken sind dann mit jeweils einem Zuchtpaar besetzt und laufen übrigens komplett techniklos (nur Beleuchtung).
Zum Ansäuern und Einbringen von Huminstoffen verwenden wir Eichenextrakt. Ist eine einfache und "saubere" Angelegenheit.

Zum Thema Futter: Wir haben eine kurze Zeit mit Frostfutter experimentiert. Manche Becken werden auch jetzt noch manchmal mit Frostfutter versorgt.
Das funktioniert aber wirklich nur gut bei hoher Besatzdichte (Aufzuchtbecken) oder im Gesellschaftsbecken. Wir haben z.B. ein 160 Liter Becken mit P. quindecim, Betta dimidiata, Schokos und einem Schwarm Boraras. Dadrin fressen die Paros sogar Flocken! Grundsätzlich raten wir aber zur Vorsicht und die Zuchtpaare erhalten ausschließlich Lebendfutter. Solange den Paros niemand "zeigt" wie das mit dem Frostfutter geht, interessieren sie sich nicht dafür. Auch in unseren Aufzuchtbecken mit teilweise hoher Besatzdichte haben wir das Verfüttern von Frostfutter eingestellt. Zwar gehen die Paros durch den Futterneid durchaus dran, aber es bleiben doch schnell Reste und das Wasser wird übermäßig belastet.

Also, bevor Missverständnisse aufkommen: Frostfutter können wir wirklich nur im Gesellschaftsbecken befürworten, ansonsten ist Lebendfutter ein Muss!
Bei uns gibt es primär Artemia und Moina, sowie 1 mal die Woche Grindal.

Viele Grüße
Anne und Thorsten
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Beitragvon Matthias H. » 16.04.2012 - 17:25

Hallo Thorsten,
da habt ihr mir was eingebrockt, mit euren fortpflanzungsfreudigen Fischen! :D

Im Prinzip werden die Becken ähnlich werden. Bisschen mehr Holz, Laub werde ich arg reduzieren aber nicht ganz weglassen.
Der Besatz wird natürlich etwas dicht aber dafür haben die Becken so um die 50l.
Das sie auch mal Moina und Grindal in ihrer Jugend gefressen haben, scheinen die Biester vergessen zu haben.. :lol:
Liebe Grüße,
Matthias
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