P. nagyi im neuen Becken


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P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon Windsbraut » 16.03.2013 - 18:35

Hallo,

so - ich habe mein nagyi-Pärchen, wie empfohlen, umgesetzt.

Heute Morgen haben sie noch wie wild gebalzt - und offenbar auch wieder in dem Filmdöschen abgelaicht. Ich war zuerst unsicher, ob ich in dem Stadium einen Umzug für sie wagen sollte - hab's aber dann doch getan.

Ich bin immer noch sprachlos, wie einfach das ging. Sie saßen beide in ihrer Höhle, ich habe einfach eine kleine Schüssel genommen und die Filmdose rausgefischt - achtgegeben, dass die Dose immer gleich im Wasser hing und keine Luft hineinströmte.
Die Fische haben die Höhle nicht ein einziges Mal verlassen. Ich habe die Wasserwerte im neuen Becken etwas verändert, den pH-Wert stärker gesenkt. Darum musste ich sie an das neue Wasser gewöhnen - sie blieben in der Höhle. Erst als ich sie dann in's neue Becken gab, schoss das Weibchen heraus, das Männchen blieb auch dabei brav beim Gelege.
Das Männchen hat dann das Becken inspiziert, vor allem alle vorhandenen Höhlen "probebewohnt". Aber kurze Zeit später sah ich beide wieder in der Filmdose beim Ablaichen ....

Es sind wieder so ein paar dickere gelbe "Kugeln" beim Gelege. Ich denke, das sind keine Schnecken - zu gelblich, zu regelmäßig rund. Ich wüsste nicht, was für Schnecken das sein sollten, solche hab' ich nicht. Wenn doch, sind welche mit der Filmdose umgezogen - ich kann's nicht ändern.

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Stefanie


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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon aquaristiker » 16.03.2013 - 20:09

Hallo Stefanie, falls du die gelblich weißen Kugeln meinst, die im Schaumnest hängen, dass sind die Eier.

Gruß, Hendrik
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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon Windsbraut » 16.03.2013 - 20:21

Hallo, Hendrik,

davon war ich beim ersten Gelege auch ausgegangen - aber da wurde der Laich als "ungewöhnlich gefärbt" bezeichnet.
Wenn du sagst, so sieht er aus, bin ich ja zufrieden ............ Hatte man mir beim ersten Gelege im Paro-Projekt auch gesagt - sähe normal aus. Die Diskussionen hier haben mich allerdings dann verunsichert ...
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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon aquaristiker » 16.03.2013 - 21:59

Hallo Stafanie, das was auf deinen Bildrn zu sehen ist, ist zweifellos derr Laich.

Viel Erfolg

Gruß, Hendrik
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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon Windsbraut » 18.03.2013 - 16:58

Update: So sieht es heute aus:

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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon Windsbraut » 08.03.2014 - 20:40

Hallo,

ich habe heute im Paro-Projekt Neues von meinen P. nagyi berichtet - das will ich euch hier auch nicht vorenthalten.

Mein nagyi-Paar, von dessen ersten Gelegen hier schon die Rede war, hat seither noch nicht einmal Junge hervorgebracht. Sie brüten und brüten, das Männchen sitzt, nur durch Balz unterbrochen, in der Höhle ........ aber kein Resultat. Ich habe schon Becken gewechselt, Wasserparameter verändert - nichts.

Nun hatte ich das Paar Ende letzten Jahres in einem 25-Liter-Becken, welches ich asymmetrisch durch eine vertikal eingeschobene Glasscheibe in zwei Teile getrennt hatte. Ich wollte etwas ausprobieren: In den kleineren Teil des geteilten Beckens habe ich einige Süßwassergarnelen, Caridina simonii, gesetzt. Im größeren Teil wohnte das naygi-Paar. Mit Absicht habe ich in der Abtrennung schmale Spalten gelassen: Ich wollte einerseits den erwachsenen Garnelen Schutz vor den Paros bieten, andererseits aber durch den Spalt den sehr kleinen jungen Garnelen ermöglichen, in's Nachbar-Abteil zu gelangen, um so den Paros ab und an eine Junggarnelen-Mahlzeit zukommen zu lassen.
Wieweit das erfolgreich war, kann ich nicht wirklich sagen - die erwachsenen Garnelen lebten jedesfalls friedlich auf ihrer Seite, die Paros brüteten im Nebengelass. Als ich jedoch eines Tages im letzten Dezember die Garnelen in ihrem Separée beobachtete, entdeckte ich das:
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Offenbar musste ein Jungfisch den Spalt andersherum genutzt haben und zu den Garnelen vorgedrungen sein. Ich sah ihn gerade lang genug, um diese Bilder zu machen - danach nicht wieder.

Irgendwann war dann das Paro-Becken reif für eine Auffrischung (das Garnelen-Abteil war dagegen blitzsauber!), und ich setzte das nagyi-Paar in ein frisches Becken. Im alten Becken entfernte ich die Trennscheibe, um die Garnelen als Putztrupp im ganzen Becken reinemachen zu lassen. Außerdem kamen 4 Boraras urophthalmoides, der Rest eines größeren Trupps, in das Becken. Ich hoffte, den jungen Fisch (falls er noch da war) vielleicht durch die kleinen Boraras aus der Reserve locken zu können - aber ich sah ihn nicht mehr und nahm an, er sei tot.
Bis ich vor ein paar Tagen in's Becken schaute und mich Auge in Auge mit einem wohlgeratenen jungen Paro sah. Wieder gelang es mir gerade noch, ein Bild von ihm zu machen, dann verschwand er im Hintergrund des Beckens.
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Seitdem habe ich nicht mal eine Schwanzflosse von ihm gesehen. Ich komme mir vor wie jemand, der behauptet, den Yeti oder Bigfoot gesehen zu haben - eine kurze Beobachtung, die sich nicht wiederholt, von der man nur berichten kann - und keiner glaubt's.
Herzlichst,
Stefanie


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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon Windsbraut » 08.03.2014 - 20:43

Für mich bestätigt der junge Fisch meine seit längerem gehegte Vermutung, dass die Eltern keine Jungen hochkommen lassen. Er hat es geschafft, weil er hinter die Trennscheibe fliehen konnte.
Ich nehme an, dass das Männchen die Eier oder frischgeschlüpften Jungen noch in der Höhle frisst. Würden Junge ausschwimmen, könnten sie unmöglich alle vom Weibchen gefressen werden, es müssten doch immer wieder einige hochkommen. Dafür ist das Becken zu dicht mit feinen Pflanzen ausgestattet, der Boden mit einer Laub- und Torfmoos-Schicht bedeckt. Mein P. quindecim-Weibchen habe ich schon aktiv und erfolgreich seine Jungen jagen sehen, aber auch sie kriegt längst nicht alle, sondern nur die unvorsichtigen. Nach einiger Zeit sehe ich bei den quindecim überall größere Jungfische herumschwimmen, die nicht mehr in Gefahr sind.
Bei meinen nagyi habe ich noch nicht einen einzigen Jungfisch im Becken gesehen.
Herzlichst,
Stefanie


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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon chidrup » 11.03.2014 - 07:40

Guten Morgen Stefanie,

Danke für die interessante Story!
Es ist doch langweilig wenn keiner antwortet. Deshalb melde ich mich hier zu Wort, obwohl ich seit mehr als einem Jahr mit der Paro-Vermehrung noch keinen Erfolg habe.
Ich nehme an, dass das Männchen die Eier oder frischgeschlüpften Jungen noch in der Höhle frisst

Diese naheliegende Annahme muss nicht unbedingt stimmen.
Der eine Jufi der entkommen ist, lässt mich daran zweifeln. Es gibt auch andere Gründe, dass Jufis plötzlich verschwinden.
Weiterhin wenn das W eine gute Jägerin ist, glaube ich wohl, dass Sie in so einem kleinen Becken alle Jufis erwischt. Nagy ist nicht quindecim!
Alle Möglichkeiten etwas zu ändern hast Du noch nicht versucht! Mir fallen noch ein, grösseres Becken und vielleicht Gruppenhaltung (mehr Stress).
Herzliche Grüße
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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon PatrickG » 11.03.2014 - 12:34

Interessant wäre zu wissen, ob Larven die Höhle verlassen oder bereits vor dem Freischwimmen gefressen werden. Wenn sie ausschwärmen, kann man sie durch eine grobe Filtermatte o.ä. saugen. Oder ein feines Netz ins Wasser hängen und diesen Bereich mit zusätzlichen Schwimmpflanzen attraktiv für die Larven gestalten. Ansonsten Eier klauen und versuchen künstlich auf zu ziehen.
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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon ziggi » 11.03.2014 - 14:24

Warum nicht einfach das Gelege vor dem Schlupf in einen Gerdkasten separieren?
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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon PatrickG » 12.03.2014 - 07:26

ja klar, solange die Larven nicht schon direkt nach dem Schlupf gefressen werden. Wenn ich es richtig verstanden habe, möchtest du Stefanie allerdings extensiv vermehren. Allerdings würde ich an deiner Stelle eine Brut separieren, damit du wenigstens eine gewisse Menge an Larven hast. Falls es zu viele sein sollten, kannst du einen Teil ja wieder ins Becken setzen.
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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon chidrup » 12.03.2014 - 09:45

Hallo,
noch ein Nachtrag. Man kann die Höhle ja so platzieren, das man hineinschauen kann. Dann beobachtet man, wann genau die Jungen verschwinden. Natürlich lässt sich immer eine Version der künstlichen Aufzucht versuchen, aber wir "Extensivisten" wollen der Natur möglichst wenig ins Handwerk fuschen gell Stefanie?
Von anderen "Haustieren" kennt man ja das Problem, dass sich der natürliche Trieb der Brutfürsorge durch künstliche Eingriffe vermindert bis verliert.

Gruß
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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon ziggi » 12.03.2014 - 10:21

Keine Sorge. Ich will jetzt nicht diese Diskussion los treten, aber
chidrup hat geschrieben:Von anderen "Haustieren" kennt man ja das Problem, dass sich der natürliche Trieb der Brutfürsorge durch künstliche Eingriffe vermindert bis verliert.

wie verlernt ein Nestflüchter wie Parosphromenus durch intensive Aufzucht den Brutpflegeinstinkt?
Gruß
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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon chidrup » 12.03.2014 - 12:40

Hallo Frank,
grundsätzlich ist ja gegen eine sachliche und unterhaltsame Diskussion nichts einzuwenden.
wie verlernt ein Nestflüchter wie Parosphromenus durch intensive Aufzucht den Brutpflegeinstinkt?

Keine Ahnung, Hühner sind auch Nestflüchter und haben das brüten verlernt.
Nehmen wir mal an das M hat einen defekt und ihm fehlt die Fresshemmung gegenüber seinen Kindern, oder so, dann sorge ich mit dem künstlichen Eingriff für die Vererbung dieses Fehlers.
Natürlich nur Spekulation klar.
Oder das M verhält sich richtig und frisst die Brut weil irgend etwas nicht stimmt.
Wenn jemand einen Grund findet seine Tierchen künstlich aufzuziehen, dagegen habe ich nichts einzuwenden. Nur meine Intention ist eben anders.
Meine Gegenfrage: Wieso kann man manche Arten über Generationen ohne Probleme vermehren, während bei anderen, - und bei Paros habe ich das schon öfters gehört-, ein Nachlassen der Fertilität festzustellen ist.

Gruß
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Re: P. nagyi im neuen Becken

Beitragvon ziggi » 12.03.2014 - 12:47

chidrup hat geschrieben:Meine Gegenfrage: Wieso kann man manche Arten über Generationen ohne Probleme vermehren, während bei anderen, - und bei Paros habe ich das schon öfters gehört-, ein Nachlassen der Fertilität festzustellen ist.

bestimmt nicht weil Papa keine Gelegenheit bekommt den Larven zu erklären wie Brutpflege geht. Dein Argument mit der Selektion ist da schon sinniger. Auslese ist schon eine nicht unwichtige Maßnahme (kann man sich aber gerade bei seltenen Arten kaum erlauben).
Deine Hühner zählen für mich nicht. Das sind domestizierte Tiere, auf die aktiv eingegriffen wurde. Wenn du an den Genen rum puzzelst, passieren solche Dinge. In wie weit so was bei nem Paro in der 8ten (oder so) Generation zutrifft, kann ich nicht einschätzen. Letztendlich gibt es bei der Pflege und Zucht solcher Tiere so viele Faktoren, dass man die ganze Nummer oft gar nicht kontrollieren kann. Vielleicht ist das beseitigen der Gelege durch das Männchen eine banale Nutzung von Ressourcen ("bevor es ein anderer frisst..."), weil er den Lebensraum für den Nachwuchs für nicht ausreichend geeignet erachtet?
Gruß
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