Microctenopoma ansorgii

Gattungen Anabas, Belontia Ctenopoma, Microctenopoma, Sandelia

Moderator: Team

Microctenopoma ansorgii

Beitragvon OliS » 17.11.2005 - 12:10

Hallo zusammen,

ich denke, hier bin ich richtig. :D

Ich baue gerade ein neues Becken auf (1,20 x 0,40 x 0,40).
Dieses wird sehr üppig bepflanzt und mit sehr vielen Wurzeln versehen.
Wasserwerte werden mittels Verschnitt mit Osmose-Wasser auf sehr weich und PH ca. 6,5 eingestellt. Außer einem kleinen Schwarm blauroter Kolumbiensalmler und ein paar Amano-Garnelen sind keine weiteren Bewohner geplant. (Salmler und Garnelen befinden sich im Übergangs-Becken)

Ich würde nun sehr gerne in diesem Becken noch Microctenopoma ansorgii halten. Denkt ihr, das wäre möglich?

Außerdem: Wo bekomme ich diese doch recht seltenen Fische her?

Liebe Grüße,
Oli
OliS
Allerneust im Forum
 
Beiträge: 4
Registriert: 17.11.2005 - 11:57
Wohnort: Raum Stuttgart

??

Beitragvon chk » 17.11.2005 - 13:19

Ich würde nun sehr gerne in diesem Becken noch Microctenopoma ansorgii halten. Denkt ihr, das wäre möglich?

? Was Du meine? Kannst Du Deine Frage etwas spezifischer stellen.
Möglich ist fast alles, aber dass ist ja nicht das, was Du wissen willst.
LG, chk
Benutzeravatar
chk
Fachmoderator
 
Beiträge: 2143
Registriert: 05.05.2002 - 10:39
Wohnort: Zürich

Beitragvon OliS » 17.11.2005 - 19:29

Ich meinte: kann ich die Microctenopoma ansorgii zusammen mit blauroten Kolumbiensalmlern halten? Die sind ja recht lebhaft ...
OliS
Allerneust im Forum
 
Beiträge: 4
Registriert: 17.11.2005 - 11:57
Wohnort: Raum Stuttgart

Beitragvon flurina » 17.11.2005 - 23:34

Hoi Oli

Ich halte meine M. ansorgii in einem Artbecken mit 250l.

Was mir auffällt ist besonders die "Jungmanschaft" ziemlich frech gegen andere Mitbewohner, sprich die Armen haben bald keine Schwanzflossen mehr. :cry: Meine Buschfische laichen regelmässig und sind auch untereinander nicht immer zimperlich.

Vielleicht würde eine Epiplatys-Art gehen (hat bei mir funktioniert). :lol:

Gruss Regula
Benutzeravatar
flurina
Kenne das Forum
 
Beiträge: 48
Registriert: 05.09.2004 - 15:56
Wohnort: Schweiz

Beitragvon Surferbabe » 18.11.2005 - 01:31

Die armen kleinen Epiplates *g*...

ich habe zwar keine Erfahrung mit Buschfische, aber man liest ja häufiger, dass die nicht ganz ohne sein sollen.

ich habe Epiplates auch mal gehalten und versuchtmit Betta splendens in einem 200 L Aquarium zu pflegen.

Ist bei mir gescheitert. Obwohl das Aquarium stark bepflanzt war, hatten die Epiplates panische Angst vor den Betta und wollten sogar ausm Aquarium hüpfen.


Wie wäre denn eine Vergesellschaftung mit Sumatrabarben ? Welche Schwarmfische kommen im natürlichen Habitat von ansorgi vor ?
@Liebe Grüße!!@
Anja

Mitglied in der Seerose Frechen
WWW.SEEROSE-FRECHEN.DE
Benutzeravatar
Surferbabe
Vorbild des Forums
 
Beiträge: 541
Registriert: 18.04.2002 - 16:56
Wohnort: Bonn

Beitragvon fischmichi » 18.11.2005 - 09:38

Die armen kleinen Epiplates *g*...

So klein sind ja Epiplates nun auch nicht, jedenfalls nicht alle Arten. Ich halte und züchte schon seit vielen Jahren Buschfische. Zwar interessiert mich mehr die Gattung Ctenopoma, aber auch Arten der Gattung Microctenopoma sind natürlich in meinen kleineren Aquarien zu Hause. Bei den Eierlegenden Zahnkarpfen ist seit Jahren die Gattung Epiplates mein Favorit, so ergibt es sich natürlich, dass ich diese beiden Fischgruppen auch zusammenhalte. Dabei hatte ich selten Probleme, ganz besonders nicht bei den Orange-Buschfischen. Die Hechtlinge halten sich fast ausschließlich an der Oberfläche auf, und die M. ansorgii sind sehrt bodenorientiert. Das Aquarium war aber auch dicht bepflanzt, auch mit Schwimmpflanzen.
In gut eingerichteten Aquarien bekommt man die ansorgii aber selten zu sehen, sie leben sehr versteckt und sind auch ziemlich scheu. Ich glaube eher, dass den Garnelen ein hartes Leben bevorsteht, selbst habe ich mich jedoch noch nie mit Garnelen beschäftigt.
Sumatrabarben wäre das Letzte, was ich zu den M. ansorgii setze würde. Schwarmfische des natürlichen Habitats dürften ja nur Salmler oder Barben aus Westafrika sein. Ich würde auf sehr lebhafte Arten ganz verzichten.
Der Orange-Buschfisch ist eigentlich noch am häufigsten von den Buschfischen im Handel erhältlich, jedenfalls hier im Berliner Raum.

Gruß Michael
fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)
Benutzeravatar
fischmichi
Vorbild des Forums
 
Beiträge: 439
Registriert: 04.12.2003 - 14:13
Wohnort: Kleinmachnow (bei Berlin)

Beitragvon flurina » 18.11.2005 - 18:07

Hallo zusammen

Wie gesagt, habe einzig mit den Querbandhechtlingen guten Erfolg mit den M. ansorgii.

Leider stimmt bei mir die Aussage, dass die Orangenbuschfische sehr scheu seien, eher nicht. Angefangen hatte ich mit zwei Paaren in einem 112l AQ (sehr dunkel und bepflanzt mit dicker Schwimmpflanzendecke). Jetzt später im grösseren AQ mit noch einigen jüngeren Tieren sind alle immer zur Stelle beim Füttern oder sobald man ins AQ-Zimmer kommt. Sie sind frech und sogar beim Gärtnern immer dabei.

Den Eindruck eines scheuen Fisches kann ich nicht bestätigen. 8)

Gruss Regula
Benutzeravatar
flurina
Kenne das Forum
 
Beiträge: 48
Registriert: 05.09.2004 - 15:56
Wohnort: Schweiz

Beitragvon OliS » 19.11.2005 - 18:56

Au weia, jetzt wirds aber kompliziert ... :bounce:

Also, da die blauroten Kolumbier sich eigentlich die ganze Zeit direkt unter der Wasseroberfläche aufhalten müsste das eigentlich klappen.

Um die Garnelen mache ich mir keine Sorgen, die verdrücken sich schnell, wenns ihnen zu bunt wird. Hab bis jetzt auch och keine Fischart erlebt, die sich für die Garnelen in irgendeiner Form interessiert hätte.

Müsste eigentlich einen Versuch wert sein, denke ich.

Zum Thema "scheuer Fisch".
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Fische, bei denen die Hälterungsbedingungen nicht stimmen (zu warm/kalt, zu hart/weich etc.) oft deutlich schreckhafter sind. Vielleicht hat also irgendein Wert nicht gepasst?

Bleibt noch meine Frage bestehen: Wo bekomme ich die ansorgiis her? Hab noch nie welche in Zoogeschäften gesehen.
Aquarium wird nächste Woche fertig. Dann 3 Wochen einlaufen lassen, also könnten die ansorgiis zu Weihnachten einziehen. :bier:
Falls ich welche finden kann. :cry:
Hat mir einer einen Tip für den süddeutschen Raum? (Wohne i.d. Nähe v. Stuttgart)

Danke!
OliS
Allerneust im Forum
 
Beiträge: 4
Registriert: 17.11.2005 - 11:57
Wohnort: Raum Stuttgart

Beitragvon flurina » 19.11.2005 - 22:08

Hallo Oli

Also weiss nicht recht, aber von den Garnelen müsstest Du Dich wahrscheinlich verabschieden, wenn die M. ansorgii im AQ einziehen. Die fressen sie sicherlich, ganz bestimmt. Im Sommer füttere ich meine manchmal mit grossen Bachflohkrebsen, die sind ganz wild darauf.

Gruss Regula

P.S. Werde am 14.12. wahrscheinlich in Stuttgart am Christkindelmarkt sein. Leider mit einer Reisegruppe-sonst hätte ich Dir ein paar von meinen Nachzuchten mitgenommen. :D :bounce:
Benutzeravatar
flurina
Kenne das Forum
 
Beiträge: 48
Registriert: 05.09.2004 - 15:56
Wohnort: Schweiz

Beitragvon chk » 19.11.2005 - 22:31

Hey OliS,
Schweiz, ich sage Dir, ist immer eine Reise wert!
8)
@Flurina, darf ich fragen, wo Du wohnst?

LG, chk
Benutzeravatar
chk
Fachmoderator
 
Beiträge: 2143
Registriert: 05.05.2002 - 10:39
Wohnort: Zürich

Beitragvon flurina » 19.11.2005 - 22:42

Hi zusammen

Im Kanton Bern/Oberbipp, etwa 1 Stunde Autobahn A1 von Zürich entfernt.

Gruss Regula

P.S. war übrigens grad vorhin in Zürich. :bounce:
Benutzeravatar
flurina
Kenne das Forum
 
Beiträge: 48
Registriert: 05.09.2004 - 15:56
Wohnort: Schweiz

Beitragvon OliS » 20.11.2005 - 01:55

flurina hat geschrieben:Hallo Oli

Also weiss nicht recht, aber von den Garnelen müsstest Du Dich wahrscheinlich verabschieden, wenn die M. ansorgii im AQ einziehen. Die fressen sie sicherlich, ganz bestimmt.


:lol: :lol:
Nein, ganz sicher nicht! :lol:

Die Garnelen sind Caridina japonica und ca. 5 cm lang. Die Microctenopoma ansorgii werden laut Literatur 8 cm groß. Da dürfte auffressen schwierig werden ... :wink:
OliS
Allerneust im Forum
 
Beiträge: 4
Registriert: 17.11.2005 - 11:57
Wohnort: Raum Stuttgart

Beitragvon fischmichi » 20.11.2005 - 14:14

Hallo Oli,

Zum Thema "scheuer Fisch".
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Fische, bei denen die Hälterungsbedingungen nicht stimmen (zu warm/kalt, zu hart/weich etc.) oft deutlich schreckhafter sind. Vielleicht hat also irgendein Wert nicht gepasst?


Das mag ja teilweise stimmen, aber es gibt aber nun mal Tiere, die leben von Natur aus etwas zurückhaltender als manch Andere. Und zwischen "Schreckhaft" und "Scheu" besteht auch ein sichtbarer Unterschied.

Die Garnelen sind Caridina japonica und ca. 5 cm lang. Die Microctenopoma ansorgii werden laut Literatur 8 cm groß. Da dürfte auffressen schwierig werden ... icon_wink.gif


Ich glaube schon, dass es da Probleme gibt, auf jeden Fall was Junggarnelen angeht. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass den erwachsenen Garnelen ab ubd zu ein Körperteil fehlt. Müßte man ausprobieren.

Gruß Michael
fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)
Benutzeravatar
fischmichi
Vorbild des Forums
 
Beiträge: 439
Registriert: 04.12.2003 - 14:13
Wohnort: Kleinmachnow (bei Berlin)

Beitragvon Daniela Lorck » 24.11.2005 - 17:05

Hi

Die Garnelen werden mit Sicherheit als Futter enden oder anderweitig verenden. War bei mir jedenfalls der Fall, evtl waren allerdings neben den ansorgiies die Fiederbartwelse auch nicht ganz unschuldig. Fakt ist jedenfalls, 3 Tage nach dem einsetzten gab es in dem Aquarium KEINE einzige Garnele mehr, auch keine Laichen, keine herausgesprungenen nichts. Die Tiere waren wie vom Erdboden verschwunden. Obwohl das Aquarium völlig auseinander genommen worden ist, keine einzige Spur.

Ansorgiies mit Pseudepiplatie annulatus funktioniert auch nicht, die Ringelsöckchen sehen spätestens beim Bau des ersten Schaumnestes recht "zerrupft" aus. Glücklichreweise konnte ich hier noch rechtzeitig eingreifen.

Wo ich gute Erfahrungen gemacht habe ist die Vergesellschaftung mit Synodontis eupterus, diese sind locker in der Lage sich gegen die Buschfisch-Rabauken zu behaupten. Auch Futtertechnisch.

Übrigens, auch in meinem Aquarium sidn die Buschfische alles andere als scheu, im Gegenteil, beim Wasserwechsel wird auch schon mal die ein oder ander Hand mißträuisch beäugt, und dann auch mal "angestuppst.

Mein Aquarium hat allerdings eine dichte Schwimmpflanzendecke, zudem ist es durch viel Javamoos, Wurzeln und Echis recht "schattig" und mittels Erlenzäpfchen noch bräunlich verfärbt. Evtl fühlen sich hier die "Rabauken" sicher genüg.

beste Grüße

Dany
Daniela Lorck
Allerneust im Forum
 
Beiträge: 8
Registriert: 27.09.2004 - 11:35
Wohnort: Gütersloh

Microctenopoma ansorgii Vergesellschaftung

Beitragvon Windsbraut » 28.10.2012 - 19:42

Guten Abend!

Ich nehme diesen "Faden" hier einfach nochmal auf, da mich das Thema Vergesellschaftung der ansorgii interessiert. Hier wurde darüber schon diskutiert, da muss man ja keinen neuen Thread starten, denke ich.

Es ist noch nicht akut, aber irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft möchte ich gern M. ansorgii halten. Ich habe schon so einiges gelesen, hier und im internet, und bei Vergesellschaftung gehen ja die Meinungen durchaus auseinander.
Ich würde sehr gern ein paar Aplocheilichthys dazusetzen .......... normani oder myersi (wobei man normani leichter bekommt und er wohl auch - wenn überhaupt? - besser geeignet wäre, denn er ist größer als myersi. Das denk' ich mir zumindest, nach dem, was ich hier gelesen habe....). Hat das schon mal jemand versucht - oder ratet ihr ganz ab?

Der Thread ist ja schon älter - sicher gibt es neue Erfahrungen. Danke schonmal!
Herzlichst,
Stefanie


Wenn ein Fiss zuende geschwommen hat und so daliegt und schon tot ist -
dann kann man ihn essen.

Emil, 3 Jahre
Benutzeravatar
Windsbraut
Sehr guter Forumsfreund
 
Beiträge: 313
Bilder: 31
Registriert: 18.12.2011 - 21:21
Wohnort: NRW, Rhein-Sieg-Kreis

Nächste

Zurück zu Kletterfische, Buschfische, Zwerg-, Kapbuschfische

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron