Nachzucht von Fadenfischen im Gartenteich

Trichogaster (ehemals Colisa) und Trichopodus (ehemals Trichogaster)

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Nachzucht von Fadenfischen im Gartenteich

Beitragvon Constantin » 22.01.2012 - 13:02

Hallo!

Ich möchte hier mal nachfragen, wer Erfahrungen mit der Nachzucht von T. lalius, fasciata oder chuna im Teich hat. Ich würde es irgendwann mal gern versuchen, aber unsere Sommer im Norden verdienen oft ihren Namen nicht. Der vom letzten Jahr war da keine Neuheit. Deswegen frage ich mich schon, ob es überhaupt einen Versuch wert ist.

Viele Grüße,
Constantin
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Re: Nachzucht von Fadenfischen im Gartenteich

Beitragvon CPS » 22.01.2012 - 22:24

Hallo Constantin,

wenn Du Macropodus im unbeheizten Balkon- oder Gartenteich pflegen möchtest, ist Thomas Seehaus sicher der beste Ansprechpartner und Ratgeber.

Dass Colisa-Arten im Freien erfolgreich gezüchtet wurden, ist in der deutschsprachigen Literatur nirgends erwähnt. Im Süden- und Südwesten Deutschland ist zwar die Übersommerung sicher möglich (habe ich selbst immer wieder mit Karpfenfischen erfolgreich gemacht). Wenn aber die Temperaturen unter 20 Grad Celsius fallen, haben sie dort nichts mehr zu suchen.

Gruß, cps
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Beitragvon CARNIVORE » 22.01.2012 - 23:41

Hallo!
Ich hatte im Sommer 2010 im Garten ein Schaumnest von T.lalia(Calcutta), ist aber nichts daraus geworden. Es gibt einen Überwinterungsbericht von T.lalia bei 12°C, allerdings befand sich der Teich in ich glaube Marocko.
Nico
Grüße von
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Beitragvon CPS » 23.01.2012 - 07:22

Hallo,
und der bekannte Aquarinaer Nourrisant hat auch solche Freilandgeschichten gemacht, auch mit Macropodus ocellatus, aber seine Folienteiche waren im Winter mit der Abwärme gährender Maische relativ gut beheizt.
Gruß, cps
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Beitragvon freaky_fish » 23.01.2012 - 08:56

Hallo Constantin,
wir halten unsere lalius im Sommer draußen auf dem Balkon (60 Liter Mörtelkübel). Ca. im Mai kommen die Tiere nach draußen und September/Oktober kommen sie wieder rein. Wir holen da im Herbst regelmäßig wunderschön gefärbte und vitale Tiere raus. Sie müssen allerdings durchaus mal kalte Zeiten durchstehen, allerdings konnte ich nie nennenswerte Verluste feststellen (und wenn dann waren die Verluste nicht unbedingt der Kälte zuzuordnen). Abgelaicht wird auch draußen.
Der Kübel steht schattig und gerade im Frühjahr und Herbst müssen die Tiere dann schon mal sehr frische Temperaturen aushalten (zu meiner Schande muss ich gestehen dass ich bisher nicht nachgemessen habe, wie kalt das Wasser wurde, aber deutlich unter 20 Grad schon - für ein paar Tage).

Wie warm wird denn Dein Teich bzw. wie kalt bleibt er? Ist halt die Frage ob er so warm wird dass die Fische sich zum Ablaichen bewegen lassen...

Liebe Grüße
Verena
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Beitragvon CPS » 23.01.2012 - 09:35

Hallo Verena,

das ist interessant. Willst Du darüber nicht einmal etwas für den den MAK schreiben? Mit Fotos der Fische und des Balkonteichs? Vielleicht sogar schon für das nächste Heft?

Liebe Grüße,
cps
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Beitragvon Charlyroßmann » 23.01.2012 - 12:34

Hallo!
Ich habe sowohl Tricholisa fasciata als auch lalia als auch chuna im Gartenteich nachgezogen.
Geht zumindest hier in Deutsch-Toskana, sprich Kurpfalz, problemlos.
Gruß
Charly
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Beitragvon Constantin » 23.01.2012 - 12:42

Hallo!

Danke für eure Antworten!
Verena, ich hatte auch an Mörtelkübel gedacht. Da ich einen großen Garten zum Aufstellen zur Verfügung habe, ist die Wärme vor allem eine Frage des Wetters. Kriegen wir mal einen richtigen Sommer, wird es auf einer Terrasse auch richtig warm, das würde zum Ablaichen locker reichen. Nur, bleibt der warme Sommer aus, ist auch an diesem Ort nichts zu wollen.
Vorerst Fazit: Es käme wohl auf einen Versuch an, aber wohl mit später raus und früher wieder rein als bei dir. Mir ging es mit dieser Frage auch besonders darum, mir die mühselige Aufzucht der ganz kleinen Jungfische einfacher zu machen. Im Freiland ist die Versorung mit Kleinstlebewesen ja nicht so das Problem.

Viele Grüße,
Constantin
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Beitragvon freaky_fish » 23.01.2012 - 20:53

@Christian: Ja, das kann ich machen. Wobei ich ehrlich gesagt, um es zu veröffentlichen, dann lieber noch etwas warten würde und dafür dieses Jahr dann fleißig Temperatur, Wasserwerte und ähnliches messen würde. Frank und ich praktizieren das jetzt schon mehrere Jahre erfolgreich, aber wirklich gemessen haben wir nichts. :oops: Mein Anspruch wäre dann schon wenigstens ein paar Werte zu haben und nicht nur "fühlt sich warm an" oder "fühlt sich kalt an". :oops:
Ich denk drüber nach. Wobei natürlich das nächste Heft gut wäre, um auch andere Halter zur Nachahmung zu animieren, denn die Auswirkungen sind schon sehr positiv, auch hinsichtlich Lebenserwartung der Tiere - sie halten einfach länger durch, wenn sie die Temperaturschwankungen haben.

@Constantin: Wenn Du an einen Mörtelkübel denkst, dann denk gut über den Standort nach. Je nach Größe ist das ja nicht viel Wasservolumen, wenn der mitten in der Sonne steht kann die Temperatur schon sehr hoch gehen - und nachts dann trotzdem abfallen. Aber zur Not hilft ein Sonnenschirm, wenn der Behälter mittags auch in der Sonne ist.
Einen Versuch ist das auf jeden Fall wert, und selbst wenn sie nicht nachziehen draußen, tut es den Alttieren gut.
Mal zu meinem Kübel: Eingerichtet ist der mit groben Sand, Wasserpflanzen (eine kleine Seerose im Topf und dann vor allem frei flutende Pflanzen udn Nixkraut), einer kleinen Wurzel und zwangsläufig im Sommer jede Menge Fadenalgen. Drin wohnen ganzjährig Schnecken (Viviparus viviparus und Blasenschnecken) und im Sommer ein bis 2 Pärchen Colisa laila (oder T. lalius :wink: ) Je nachdem setz ich im Frühjahr auch Garnelen raus, die sich dort ebenfalls sehr sehr reichlich vermehren und auch gutes Futter darstellen (aber im Herbst elendig mühsam aus dem Schlamm im Kübel auszusortieren sind, vor allem wenn es mehrere hundert kleine sind). Ein paar Pflänzchen Froschbiss oder Muschelbumen und der Bottich ist komplett.
Wenn die Fische erstmal draußen sind, mach ich nicht mehr viel...Wasser nachfüllen, wenn zu viel verdunstet ist und hin und wieder Wasserwechsel. Füttern so alle paar Tage, je nachdem wie es mit der sowieso im Kübel vorhandenen Wasserfloh- und Wasserassel-Population aussieht. Und den Dingen ihren Lauf lassen.
Spannend wird es dann im Herbst beim Einfangen, vor allem wenn die Fische sich in die Fadenalgen flüchen. Da muss man wirklich aufpassen, dass man niemanden übersieht....

Liebe Grüße
Verena
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Beitragvon CPS » 24.01.2012 - 09:18

@ Verena
Klingt gut und überzeugend. Dann warten wir mal diesen hoffentlich wieder warmen Sommer ab.

@ Constantin
Es gibt ein Risiko, das mir mit Macropodus ocellatus in der großen Zinkwanne zweimal passiert ist: Libellen. Das heisst, ich hatte beide Male so viele Rubinjungfernlarven im Topf, dass kein Jungfisch überlebte.

@ Charly
Du weißt, was Du zu tun hast: einen Artikel über Fadenfischzucht im Heidelberger Gartenteich zu schreiben!!!!!!
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Beitragvon Charlyroßmann » 24.01.2012 - 11:15

Joh!
Und dir endlich einen Fischbestandslistenzugang verpassen.
Gruß
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Beitragvon Constantin » 25.01.2012 - 11:40

Hallo!

Wie heißt es? Man soll nicht alle Eier in einem Korb tragen. Deswegen werde ich, wenn ich es mal probiere, bestimmt nicht meinen Gesamtbestand im Sommer kübeln lassen. Dass sich so schnell Libellen in einer Wanne ansiedeln können habe ich allerdings nicht gewusst. Die Natur schlägt eben zurück. :wink:

Viele Grüße,
Constantin
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Re: Nachzucht von Fadenfischen im Gartenteich

Beitragvon WernerWeiss » 26.04.2014 - 15:15

Hallo Zusammen,

gerne möchte ich mich in die Diskussion einklinken. Ich habe in meinem Hochteich seit Jahren Makropoden, letztes Jahr blaue Fadenfische, dieses Jahr die Goldvariante vom blauen Fadenfisch.

Bin beeindruckt von der Temperaturverträglichkeit der Fischlis. Bei meinen Makropoden sind 6-8 Grad kein Problem, erst bei 4 Grad sinkt die Aktivität, auch Fadenfische sind bei 12 Grad noch gesellig....

Gibt es Erfahrungen für die Überwinterung unter Eis?

BG WW
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Re: Nachzucht von Fadenfischen im Gartenteich

Beitragvon Constantin » 27.04.2014 - 17:58

Hallo!

Mit niedrigen Temperaturen ist das so eine Sache. Ein Hobbyfreund von mir hat Makropoden aus Nanking (China) kalt überwintert, das ging auf Dauer nicht gut. Zumindest tagsüber muss die Temperatur wieder auf 16°C oder mehr steigen. Die Berichte von Makropoden unter Eis beziehen sich höchstwahrscheinlich auf sehr kurze Perioden, das können die Tiere wegstecken. Über längere Zeit wird als abgesehen vom Rundschwanzmakropoden kein Mitglied der Gattung unter Eis überleben können.
Die Fadenfische wiederum überraschen mich. Bei denen könnte ich mir vorstellen, dass über den Winter normale Wohnraumtemperatur genügt. Wie hast du denn deine überwintert, nachdem sie aus dem Teich kamen?
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Re: Nachzucht von Fadenfischen im Gartenteich

Beitragvon Fred'eau » 27.04.2014 - 18:49

Hallo,

Ich wohne neben Nimes in Südfrankreich und ich habe opercularis M, die das ganze Jahr über im Gartenteich verbringen
wintern sie den ganzen Winter im Boden des Sees und treten im Frühjahr, weiß ich nicht sehen, wie sie den ganzen Winter
es ist schon zwei Winter sie ohnmächtig werden, aber die Winter sind nicht sehr kalt im Sommer für zwei Jahre -3-5 ° Celsius
der Teich ist etwa 4 und 6 Meter Tiefe 50cm

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Es tut mir leid, ich weiß nicht, ob die Nachricht lesbar sein, habe ich Google-Übersetzung

gruß
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