Mosaikfadenfische in 180l?

Trichogaster (ehemals Colisa) und Trichopodus (ehemals Trichogaster)

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Mosaikfadenfische in 180l?

Beitragvon blackcat » 04.06.2012 - 15:36

Guten Tag!
Hier bin ich wieder und der Anlass ist ein glücklicher: ich bekomme morgen ein 350l Becken geschenkt, in das meine schwimmfreudigen Kielbauchbärblinge umziehen dürfen und somit wird das 180er frei.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Algen wachsen meine Pflanzen wie verrückt und ich würde mir gerne meinen Traum vom Mosaikfadenfisch erfüllen.
Das Rio 180 ist von der Größe her wahrscheinlich die untere Grenze, aber die Bärblinge wollen freien Schwimmraum, so passt das nicht zusammen. Im 180er sind noch ca 8 Amanogarnelen (recht frech, aber schon 3 Jahre alt) und knapp 10 Dornaugen, die ich evtl noch aufstocken möchte. Das Wasser hat eine KH von 3 oder 4.
Oder würdet ihr mir eher abraten?
Ein Pärchen, oder 1,2? Bei den im Handel angebotenen, noch recht kleinen Mosaikfadenfischen traue ich mir nicht zu, das Geschlecht zu bestimmen.
Kennt jemand zufällig eine gute Bezugsquelle im Raum Heidelberg?

Viele Grüße,
Uli
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Re: Mosaikfadenfische in 180l?

Beitragvon K. de Leuw » 04.06.2012 - 16:15

Hallo Uli,

nach meinen Erfahrungen kann man ein Pärchen Mosaikfadenfische in einem Becken dieser Größe dauerhaft pflegen und auch züchten, beckenhohe Sichtbarrieren würde ich aber einbauen. Ich würde übrigens auf eine Handelsgröße warten, bei der die Geschlechter eindeutig zu bestimmen sind. Ggf. gibt es auf der Herbsttagung welche vom Züchter, die ist ja nicht so weit weg von Dir. Und für eine schöne rote Bauchfarbe empfehle ich "Paprika edelsüß" aus dem Gewürzregal, das wird gerne gefressen.

Gruß, Klaus
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Beitragvon blackcat » 04.06.2012 - 16:36

Hallo Klaus,
vielen Dank für die schnelle Antwort! Sichtbarrieren aus was? Hohen Pflanzen, Wurzeln? Das wäre kein Problem. Bin schon gespannt, wie sie Paprika schlürfen...
bis zur Herbsttagung halte ich es aber wahrscheinlich nicht aus, das Becken kommt mir bestimmt viel zu leer vor, die Dornaugen sieht man ja höchstens wenn's was zu futtern gibt...
Viele Grüße,
Uli
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Beitragvon Charlyroßmann » 04.06.2012 - 16:54

Hallo, Uli!
Auch wenn ich Klaus nur sehr ungern widerspreche, hol dir möglichst kleine Tiere, am besten solche, bei denen man die Geschlechter noch nicht unterscheiden kann. Nimm fünf Stück, da sollten beide Geschlechter dabei sein und zieh sie zusammen groß.
Die Fische werden auf diese Weise schöner und stattlicher.
Du brauchst zwar Geduld, aber es lohnt sich.
Und was für "Kielbauchbärblinge" hast du da? Weißt du den wissenschaftlichen Namen? "Kielbauchbärbling" ist ein sehr dehnbarer Begriff. Die gibt es zwischen drei und dreißig Zentimeter.
Nur interessehalber.
Charly
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Beitragvon emha » 04.06.2012 - 16:57

Hallo Uli,

Mosaikfadenfische werden in der IGL kaum gezüchtet, da sie kaum abzusetzen sind.
Versuche es doch mal unter Gesuche. Ggf. gibt es jemanden, der Jungfische hat.
Da es stabile Fische sind, kann man die (im Gegensatz zu Colisa lalia) im Handel mehr oder weniger bedenkenlos kaufen.
Vielleicht kann Charly Rossmann was dazu sagen.
Ansonsten fällt mir ein, dass AquaristikPartner (oder so) in Lampertheim immer wieder mal schöne hatte. Offenbar haben die einen gute Quelle.

Ruf mal an, ob die was da haben. Der Laden ist ganz nett.

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Beitragvon blackcat » 04.06.2012 - 17:05

Hallo,
danke für eure Antworten!
@Charly: und was mache ich, wenn sie groß sind?
meine ersten Kielbauchbärblinge habe ich als Chela dadyburjori gekauft, letzte Woche konnte ich unerwarteterweise bei Kölle Zoo welche nachkaufen, die nannten sich dann Laubuca irgendwas. Deshalb bleib ich in dem Fall lieber bei dem deutschen Namen. Es sind aber die kleinen, bis 3cm. Jetzt habe ich ca 23 Stück und sie bleiben sehr gerne als Schwarm zusammen.

@Martin: den Laden in Lampertheim kenne ich noch nicht, danke für den Tipp!


Viele Grüße,
Uli
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Beitragvon Martin G. » 04.06.2012 - 21:02

Hallo,

ist ja ganz nett - aber warum brauchen denn drei Zentimeter lange Laubuca mehr als 180 Liter Wasser? Schwimmraum haben die da doch mehr als genug.
Setz' doch lieber die T. leeri ins große Becken!

Gruß, Martin.
Betta cf. splendens "Tonle Sap", Betta imbellis "Phuket", Trichopsis pumila, vittata und diverse Barben und Welse
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Beitragvon blackcat » 04.06.2012 - 22:19

Hallo zusammen,
heute Abend habe ich das 180er in ein anderes Zimmer umgezogen. Abgesehen davon, dass meine eine Katze, die immer auf dem Aquarium liegt, ins offene Becken sprang, bzw. gerade noch so über dem Rand hing, hat alles gut geklappt. Zum Glück stand ich direkt daneben.
@Martin: das große soll ein Gesellschaftsbecken im Wohnzimmer werden, mit noch einem Schwarm Rotköpfen und Welsen. Klar könnte man es auch anders machen...wäre auch reizvoll...
Viele Grüße,
blackcat
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Beitragvon Charlyroßmann » 05.06.2012 - 09:31

Hallo, Uli!
Die kleinen Fische ins große Becken, die großen ins kleine?
Was spricht dagegen, die Mosaikfadenfische mit den dadyburjory in den großen Pott zu setzen?
Ein großer Schwarm kleine dadyburjory zusammen mit großen leerii, die in so einem Riesenpott erst richtig toll werden, wäre der absolute Hingucker.
Und dann drei Paare Mosaikfadenfische, die ihr Revierverhalten dann so richtig ausleben können.
Aquazoo in Wiesloch hat schöne Mosaikfadenfische.
Gruß
Charly
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Beitragvon Leviathan » 06.06.2012 - 12:25

Hallo Ulli!

Ich gebe mittlerweile jedem der mich fragt den Rat Mosaikfadenfische im Gesellschaftsbecken als reine Männer-WG zu halten. Ohne Weibchen gibt es nämlich meiner Erfahrung nach überhaupt keine Streitigkeiten sobald die Rangordnung einmal klar ist, was die Fische wundervoll ruhig macht. Außerdem hast du so im Becken den Hingucker der ganzen wunderschön roten Bäuche der Tiere, die einfach großartig wirken.
Paprikapulver empfehle ich dir auch, macht tolle Farben!

Ich würde dir von der expliziten Zucht der Tiere eh abraten, da wie schon vorher erwähnt, kaum Abnehmer da sein werden. Nichtmal der Handel möchte die meist von Privat beziehen, da sie beim Großhändler leider nachgeworfen werden. Wäre ja schade, wenn du 100 Fische keulen müsstest, weil weder du Platz, noch wer anders Interesse hat.

Bei einer Freundin von mir sind die Tiere in Männer-WGs übrigens sehr alt geworden. Zwei ihrer Tiere maßen beim Ableben gute 14cm.

lg
Torben
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Beitragvon K. de Leuw » 06.06.2012 - 16:46

Hallo zusammen,

für ein reines Schaubecken würde ich zustimmen, für ein Erlebnisbecken würde ich nicht auf die Beobachtung der Brutpflege verzichten wollen. Wenn es ein Gesellschaftsbecken werden sollte, also z.B. drei Paare mit den Barben ins große Becken einziehen, dürfte der Nachwuchs nicht zum Problem werden, weil er frühzeitig zu Barbenfutter wird. Und für das vorhande Aquarium findet sich sicher eine andere Besatzung, in der IGL findet man ja verdammt viele tolle Fischarten.

Gruß, Klaus
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Beitragvon blackcat » 06.06.2012 - 20:48

Hallo zusammen,
das große Becken steht jetzt. Es kam gestern und ist mit 120*60*50 doch eher ein 300 als ein 350er Becken. Nach stundenlangen Problemen mit dem Außenfilter läuft es jetzt endlich.

Jetzt haben wir ja alle Variationen an Gruppengrößen und -zusammenstellungen gesammelt; es funktioniert sicher alles. Ich kaufe erst, wenn ich mir ganz sicher bin, aber jetzt in der Einlaufphase habe ich ja noch Zeit, es mir zu überlegen.
Eins weiß ich, schon als Teenager wollte ich Mosaikfadenfische haben, keine Ahnung, warum die nicht so beliebt sind.

Zuerst überlegte ich auch, die Bärblinge mit den Mosaikfadenfischen in den großen Pott zu setzen, aber 1. dachte ich, die sind zu lebhaft und stressen die großen vielleicht und 2. wollen die Bärblinge freien Schwimmraum und die anderen eine dichte Bepflanzung. Deshalb bin ich zu dem Schluss gekommen, in das große Becken die Schwimmer und die Fadenfische zusammen mit den Dornaugen in das mittlere, dann haben sie ihre Ruhe. Aber wenn ihr mir sagt, dass das nicht so sein muss, dann plane ich nochmal neu, ihr seid die Fachleute.

Die Bärblinge fressen allerdings keinen Nachwuchs, nichtmal ein Endler-Guppy-Baby. So schön Nachwuchs ist, er kann schnell zum Problem werden...

Mit den Welsen gäbe es keine Probleme, oder? Habe gerade den Züchter um einen Termin gebeten. Es werden wohl L134 oder L168.

Viele Grüße,
Uli
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Beitragvon K. de Leuw » 06.06.2012 - 21:54

Hallo Uli,

blackcat hat geschrieben: 2. wollen die Bärblinge freien Schwimmraum und die anderen eine dichte Bepflanzung.


Letzteres halte ich für ein Gerücht. Es werden Rückzugsmöglichkeiten benötigt, damit unterlegene Tiere sich erholen und dabei Luft atmen könne, ohne vom Überlegenen gesehen zu werden. Das lässt sich aber problemlos in einklang bringen mit dem Schwimmraum, den die Fadenfische auch nutzen werden. Und an Stress durch die kleinen Barben glaube ich eher nicht. Und da Mosaikfadenfischlarven deutlich kleiner als Endler sind, glaube ich auch nicht daran, dass sie von dem Barben verschmäht werden. Und von den entkommenen wird ein ganzer Teil gleich zu Anfang verhungern, wenn du nciht zufütterst.

Gruß, Klaus
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Beitragvon blackcat » 08.06.2012 - 20:01

Hallo Klaus,
vielen Dank, so kann ich mir das mit dem Schwimmraum und den Rückzugsmöglichkeiten vorstellen.
Momentan geht es grad nicht wirklich weiter, warte auf weitere Pflanzen und klares Wasser...
aber ich war beim Welszüchter und habe mir 6 L134 reservieren lassen.

Wie groß kann die Gruppe junger Mosaikfadenfische dann sein?

Gruß,
Uli
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Re: Mosaikfadenfische in 180l?

Beitragvon blackcat » 16.06.2012 - 12:52

Hallo zusammen,
inzwischen sehe ich etwas klarer, sowohl im wortwörtlichen, als auch im übertragenen Sinn.
Ich brauche allerdings noch mehr Pflanzen...
Nachdem ich eine große, mit Anubias bewachsene Wurzel und etliche Pflanzen aus dem 180er herausgenommen habe, finde ich, die Dadyburjoris haben dort genug Platz. Daher wäre es am geschicktesten, sie dort zu lassen.
Ins große Becken würde ich Charlys Rat folgen und 5 (oder 6?) kleine Mosaikfadenfische reinsetzen. Wenn sie größer werden, kann ich mich dann zwischen Abgabe/Männer-WG entscheiden, oder vielleicht klappt es ja...
Dazu kommen 6 junge L134, die ich nächstes Wochenende abholen kann.

DAs Becken wurde geimpft und ich habe auch die Wurzeln und einige Pflanzen aus dem anderen Becken drin, aber ich bin mir trotzdem noch ein bisschen unsicher mit dem Besetzen. Macht es Sinn, vorübergehend ein paar Endler-Guppies einzusetzen? Entwickeln sich die Bakterien dann besser?

Da ich Bärblinge sehr mag und mit Salmlern nicht unbedingt warm werde, würde ich gerne anstatt der Dadyburjoris 20 Zebrabärblinge (long fin) einsetzen. Spricht etwas dagegen? Dann habe ich als optischen Nebeneffekt ein Becken in gestreift und gepunktet.

Viele Grüße,
Uli
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