Artbecken oder....

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Artbecken oder....

Beitragvon Anke » 16.12.2008 - 22:10

Hallo,

ich bin gerade dabei, mir zu überlegen, einige meiner Artbecken zugunsten von gewissen Vergesellschaftungen aufzugeben.

Nun ja, nicht alle, aber ich habe heute mal meine Parosphromenus quindecim ins grosse Becken zu den Sphaerichthys vaillanti gesetzt...

...wie sieht das bei Euch aus, welche Fische habt Ihr zusammen?

gruss
Anke
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Beitragvon fischmichi » 17.12.2008 - 10:14

Hallo Anke,

ich war und bin schon immer ein ein Liebhaber von schönen Gesellschaftsaquarien, welche dann auch immer ein schöner Anblick im entsprechenden Wohnraum sind. Der Besatz muss natürlich zusammenpassen. Da ich auch immer große Fische sehr attraktiv finde, würden hierfür Artaquarien doch zu Platzproblemen führen. Aus solch einem Gesellschaftsaquarium fange ich mir dann die entsprechenden Fische für Zuchtversuche raus.
Zur Zeit pflege ich in einem 650-Liter-Gesellschaftsaquarium folgende Fische:

5 Belontia hasselti
6 Anabas testudineus
6 Ctenopoma weeksii
6 Ctenopoma petherici (noch nicht ausgewachsen)
3 Ctenopoma acutirostre
ca. 8 Microctenopoma fasciolatum (hierbei handelt es sich um einen alten Restbestand)
3 Xenomystus nigri
8 Phenacogrammus interruptus
einigen Rüsselbarben, Garra-Arten und Ancistrus und 1 übrig gebliebener Pantodon buchholzi

Du wirst erkennen, dass hier sehr viel Afrikaner bei sind. Ich hatte auch vor, ein afrikanisches Gesellschaftsaquarium zu errichten, aber dann hatte ich da noch meine Wabenschwanzmakropoden, und den Kletterfischen konnte ich auch nicht widerstehen. Und die Rüsselbarben, Garra-Arten und Ancistrus wurden gegen Algen eingesetzt. Passt alles bestens zusammen und die Fische kommen alle miteinander gut aus.
Die kleineren Microctenopoma-Arten, wie M. ansorgii und M. damasi habe ich dann aber doch in Artaquarien gehalten. In den nächsten Wochen stelle ich Aquarien für Paros auf, das werden auch Artaquarien.

Gruß Michael
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Beitragvon sig11 » 18.12.2008 - 12:34

Hallo,

vorab: ich hab noch nicht viel Erfahrung mit zalreichen (Art/Gesellschafts)Becken und kann aus eigener Erfahrung nicht gross vergleichen.

Ich tendiere z.Zt. stark zu "Biotopbecken". Also Fische zusammenzusetzen, die sich auch in der Natur treffen wuerden. Mein Argument waere: Zum einen: das Verhalten des einen sollte das Verhalten des anderen nicht stoeren (sonst wuerden die sich in der Natur auch aus dem Weg gehen). Zum anderen: ein gewisser Feind/Konkurrenzdruck erhoeht die Agilitaet und Sorgfalt bei der Brutpflege.

Bei mir z.B. halte ich M. kretseri im Gesellschaftsbecken mit P. titteya und Apl. kirchmayeri (Stilecht waere da zwar Apl. parvus, aber vom Verhalten/Groesse sollte das daselbe sein). Wer sich in dem Becken vermehrt (wie die Karnickel), sind die M. krestseri....

Ansonsten hab ich C. chuna mit Badis sp. Buxar. Die Badis brueten zwar staendig, aber dass z.Zt. nix durch kommt, koennte auch am Mangel von dichtem "Kraut" liegen (das Javamoos kommt langsam ...). Den Colisa's ist es z.Zt. zu frisch zum Brueten - im Sommer war das aber anders.

Gruss,
Andreas
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Beitragvon ziggi » 18.12.2008 - 13:39

Hi,
sig11 hat geschrieben:Ich tendiere z.Zt. stark zu "Biotopbecken". Also Fische zusammenzusetzen, die sich auch in der Natur treffen wuerden. Mein Argument waere: Zum einen: das Verhalten des einen sollte das Verhalten des anderen nicht stoeren (sonst wuerden die sich in der Natur auch aus dem Weg gehen). Zum anderen: ein gewisser Feind/Konkurrenzdruck erhoeht die Agilitaet und Sorgfalt bei der Brutpflege.

Ich würde mich davon distanzieren ein "Biotop-Becken" (mit einer Fischgesellschaft wie idN angetroffen) mit einem automatisch gut funktionierendem Gesellschaftsbecken gleichzusetzen. Nur weil bestimmte Fische in der Natur zusammen rumschwimmen, heisst das nicht automatisch, daß das im Aquarium eine konsequent sinnvolle Kombination ergibt. Auch heisst es bei weitem nicht, daß dann eine Vermerhung der Arten besser klappt. Teilweise sind Fische aus einem Biotop arge Nahrungskonkurrenten oder auf den Nachwuchs andere Arten als Nahrungsquelle angewiesen/spezialisiert.
Also: Vergesellschaften kann Sinn machen, aber es sollte wohl durchdacht und weitestegehend "zweckmäßig" sein.
Gruß
Frank
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Beitragvon Charlyroßmann » 18.12.2008 - 15:12

Hallo!
Netter Versuch, das mit den Badis sp. Buxar und den Honigfadenfischen. Die kommen in der Natur so wenig zusammen vor wie Bachforellen und Flundern, aber das zeigt einmal mehr, daß unsere Vorstellung vom "Biotopbecken" eine romantische Illusion ist.
Um so besser, wenn es trotzdem funktioniert.
Charly
P.S.: Ich halte meine Buxar mit Phalloceros caudimaculatus zusammen. Ist auch nicht viel falscher als mit Honigguramis. Funktioniert auch.
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Beitragvon freaky_fish » 18.12.2008 - 17:40

Hallo Anke,
ich habe colisa chuna und betta smaragdina vergesellschaftet. Klappt hervorragend. :D Das ist aber auch das einzige Becken, in dem ich unterschiedliche Arten Labyrinther zusammen habe. Ansonsten immer eine Art Labyrinther und dazu was für den Boden (also meist Welse). Richtige Artenbecken hab ich insofern gar nicht, weil ja immer ne andere Art Fisch mitschwimmt. :wink:

Viele Grüße
Verena
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Beitragvon Cocla » 19.12.2008 - 10:20

Moin,

haben B. persephone und B uberis zusammen in einem Becken - allerdings sind trotz anfangs (oder wegen?) kleinerer Anzahl nur die B. persophone diejenigen die sich fortgepflanzt haben, so dass mittlerweile ein Paar B. uberis voruebergehend in ein seperates Zuchtbecken umgesetzt worden ist. Was aber auf jeden Fall funktioniert hat waren B. mandor zusammen mit A. nijsseni (da hat man dann aber den bruetenden mandor rausfangen muessen, damit er seine Brut nicht irgendwann schluckt unde es muss einiges an Platz da sein). Wir sehen das mit dem Biotopbecken auch relativ - Hauptsache alle Fische fuehlen sich wohl (soweit man das beurteilen kann). Wuerde uns auch interessieren was es sonst an funktionierenden Vergesellschaftungen gibt, den Becken sind ja meist knapp...

Viele Gruesse,
Claus und Conny
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Beitragvon Carmen » 19.12.2008 - 17:19

Hallo!

Ich hatte albimarginata und uberis zusammen in einem Becken.
Haben gemeinsam durcheinander gefressen und waren immer fröhlich gefärbt.
Allerdings ist niemand zur Brut geschritten.

Smaragdina und simplex war auch eine funktionierende WG, wobei beide Arten zur Brut geschritten sind. Das smaragdina Nest habe ich zur künstlichen Aufzucht aber nach 1 1/2 Tagen entfernt. Den tragenden simplex Mann ebenso rausgefangen.

Gruß
Carmen
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Vergesellschaftung

Beitragvon Thomas P. » 20.12.2008 - 08:23

Guten Morgen!

Bei mir hat die Vergesellschaftung von 1/1 Betta persephone, 1/1 B.albimarginata und 1/1 Parosphromenus quindecim in einem reich strukturierten Aquaterrarium mit 80 x 35 cm Grundläche sehr gut funktioniert. Alle schritten zur Fortpflanzung. Nur bei den B.albimarginata ist was daraus geworden, da das Wasser eine zu hohe Karbonathärte hatte.
Bei dieser Kombination konnte man die "Einnischung" in verschiedene Bereiche des Aquariums schön beobachten und da nur die B.persephone "echte" Territorialität zeigten, aber eher zurückhaltend, ging es belebt, aber friedlich durch den Tag.

Liebe Grüße,
Thomas P.
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Beitragvon Anke » 20.12.2008 - 10:22

Hallo,

klasse, vielen Dank für die Antworten!

ging es belebt, aber friedlich durch den Tag.


genau das ist, was ich mir vorstelle.

Im Moment schwimmen nun in einem 100 cm Becken die Spaherichthys vaillanti zusammen mit Betta uberis..und es scheint wunderbar zu klappen.

Die jeweilige Art balzt und zofft sich untereinander, die Anderen werden ignoriert.
Auch beim Fressen ist es so, dass alle zu ihrem Recht kommen.

Die Kombination Sphaerichthys osphromenoides und Parosphromenus quindecim klappt ebenso. Am Anfang haben die quindecim Männchen, die bei mir leider in der Überzahl sind, heftigst vor den Schokomännchen gepost, nun scheinen die Fronten geklärt, und es läuft, wie es Thomas oben zitiert schreibt.

gruss
Anke
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Wenn es dem Esel zu wohl geht.....

Beitragvon emha » 20.12.2008 - 18:39

......geht er aufs Eis. Das fällt mir auch dazu ein. Es sind aber interessante Versuche. Meist hat man die besten Erfolgsaussichten auf Nachzucht wenn man die Fische paarweise im Artbecken hält. Dennoch, in seltenen Fällen, kann eine Vergesellschaftung, z. B. Paros mit Betta persephone oder schaumdestbauende mit maulbrütenden Betta dazu führen, dass man mehr davon hat. Sie verlieren ihre Scheu und mam sieht sie.
Wenn ihr genug davon habt, bzw immer wieder welche bekommt, kann man auch was riskieren.

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Re: Wenn es dem Esel zu wohl geht.....

Beitragvon emha » 20.12.2008 - 18:41

[quote="emha"]......geht er aufs Eis. Das fällt mir auch dazu ein. Es sind aber interessante Versuche. Meist hat man die besten Erfolgsaussichten auf Nachzucht wenn man die Fische paarweise im Artbecken hält. Dennoch, in seltenen Fällen, kann eine Vergesellschaftung, z. B. Paros mit Betta persephone oder schaumnestbauende mit maulbrütenden Betta dazu führen, dass man mehr davon hat. Sie verlieren ihre Scheu und man sieht sie.
Wenn man genug von den Tieren hat, bzw immer wieder welche bekommt, kann man ja auch was riskieren. Ja, ja, dich meine ich!

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Re: Wenn es dem Esel zu wohl geht.....

Beitragvon emha » 20.12.2008 - 18:42

Man kann nicht löschen. Wenn ich jetzt was unverschämtes geschrieben hätte?
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Beitragvon Thomas Seehaus » 20.12.2008 - 19:03

Dann musst du dazu stehen! :bier:

Gruß
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Beitragvon Anke » 20.12.2008 - 19:43

Hi Martin,

Wenn man genug von den Tieren hat, bzw immer wieder welche bekommt, kann man ja auch was riskieren. Ja, ja, dich meine ich



Hä???

Wie jetzt..und wen genau meinst du??

stimmt..man kann nicht editieren..und ich überlege mir jetzt, ob ich mich von Dir beleidigt fühlen muss :wink:

gruss
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