Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

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Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon ingo73 » 15.08.2012 - 11:19

Hallo

Ich hallte seit einiger Zeit Betta simplex (4M/2W) in einem 60cm Becken. Nun denke ich seit einiger Zeit über eine mögliche Vergesellschaftung nach.
Gedacht habe ich ursprünglich an Knurrende Zwergguramis (und hier auch schon danach gefragt). Bei der Suche nach den Knurris bin ich aber auch noch über den Gemeinen Hechtling gestolpert. Da wird so ein 60er aber langsam eng, also die ganze Bande ja auch in ein 80cm Becken übersiedeln. Doch dann stellt sich die Frage ob so ein Becken auch noch eine Gruppe Honigfadenfisch oder Zwergfadenfische verkraften würde?
Damit hätten wir schon 4 Arten und ich verliere langsam die Übersicht. Besonders da ich was Labyrinther angeht bisher noch recht unbedarft bin.
Besonders unsicher bin ich in der Frage, ob so viele Labyrinthfische sich überhaupt vertragen, oder ob die Hechtlinge den ja doch recht kleinen Knurrern nicht doch gefährlich werden könnten.

Zur Situation, die Bettas sind schon da und die Knutrrenden Zwergguramis, sowie die Hechtlinge, kommen auf jeden Fall, können aber auch wo anders untergebracht werden. Die Honig/Zwergfadenfische wären nur so eine Idee.

Wie seht ihr die Sache?

Grüße

Ingo
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon Matthias H. » 15.08.2012 - 12:14

Hallo,
bei mir sitzt alles in Artbecken. Ich bin kein Freund von Vergesellschaftung bei Labyrinthern.
Die meisten bilden Reviere und verteidigen diese auch mehr oder minder aggressiv.
Oben, unten und Mitte sind auch so ein Ding. Wird oft propagiert; nur scheinen die Fische das nicht so zu kennen....

Wenn Du die kleinen Knurrer vergesellschaftest, kann es sein, dass Du die nicht oft zu Gesicht bekommst.
Aber zum Thema gibt es völlig verschiedene Ansichten und Erfahrungen.
Liebe Grüße,
Matthias
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon K. de Leuw » 16.08.2012 - 08:14

Hallo zusammen,

eine Gruppe im Sinne von mehreren Tieren beiderlei Geschlecht geht im 80er nicht (oder nur im Sinne von Überbesatz).

Ansonsten kann man Labyrinther durchaus miteinander vergesellschaften, wenn man nicht zu ruppige Arten nimmt. Und die kleinen Fadenfische können sehr ruppig sein. Ich hatte ein sehr schönes 140-l-Becken mit einer mittigen Sichtbarriere mit der Kombination je eines Paares von T. leeri und einem großen Maulbrüter aus der B.-pugnax-Gruppe und dazu sechs Kaisersalmler (leider wohl nur Männchen). Beide Labyrinther haben sich regelmäßig fortgepflanzt ohne Probleme für die anderen. Ich habe dafür gesorgt, dass die eine Ecke einen attraktiven Laichplatz für die T. leeri aufwies und die andere - jenseits der Sichtbarriere - eine schummrige Laichstelle für die Maulbrüter. Auch P. dayi und P. cupanus lassen sich gut mit T. leeri und maulbrütenden Kampffischen vergesellschaften.

Gruß, Klaus
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon Charlyroßmann » 16.08.2012 - 10:19

...und was muß ich mir unter "gemeinen" Hechtlingen vorstellen?
Die können alle gemein sein.
Gruß
Charly
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon ingo73 » 16.08.2012 - 15:53

Hallo

Danke erstmal für die Ratschläge. Ich denke ich werde es vorerst bei dem Vergesellschaftungsversuch Simplex mit Zwergknurrern beschränken, falls Probleme auftreten, hab ich noch die Möglichkeit es in einem größeren Aquarium zu versuchen oder beide Arten, wider zu trennen.
Die Gemeinen Hechtlinge (Aplocheilus panchax ;-) immerhin bis zu 7 vielleicht 8 cm groß) werde ich wohl lieber, wo anders unterbringen.

Grüße

Ingo
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon Charlyroßmann » 16.08.2012 - 16:04

Hallo!
Aplocheilus panchax also.
Halb so wild. Die kann man ohne weiteres mit Trichopsis pumila(das ist es doch wohl, was du mit Zwergguramis meinst), in einem Becken pflegen, aber nicht im 60er.
Nicht wegen der pumila, aber die panchax beharken sich bei so wenig Platz.
Mein Vorschlag: ein 60er nur mit pumila. Ständig was zu gucken und zu hören und Jungfische werden auch groß.
Gruß
Charly
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon Matthias H. » 16.08.2012 - 19:45

Hhm.
Funktionieren mag vieles. Ich bin und bleibe ein Verfechter von Artbecken - was die Labyrinther angeht.
Ein paar Schmerlen vielleicht als Ausnahme.
Ich würde auch kein Paar T.leerii in 140L halten. Bei mir war das eine Gruppe von 7 Tieren in 160cm Kantenlänge. Spärlich bepflanzt, schön schummrig beleuchtet.

Vergesellschaftung bedeutet im Aquarium Kompromiss. Und Kompromiss heißt (für mich), dass die Beteiligten jeweils Abstriche machen müssen.

Aber es führen viele Wege nach Rom und jeder soll seinen finden.
Liebe Grüße,
Matthias
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon Charlyroßmann » 17.08.2012 - 10:25

Ja.
Mathias hat recht. Im 60er würde ich die B. simplex höchstens mit drei Dornaugen vergesellschaften.
Gruß
Charly
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon ingo73 » 17.08.2012 - 17:03

Hi

T. leerii? Schöne Tiere, mir geht es aber um B. simplex und T. pumila. (Die übrigen Kandidaten sind ja mittlerweile raus aus meinen Überlegungen).
Diese Kombination würde ich tatsächlich gerne ausprobieren, wenn keine zwingenden Gründe dagegen sprechen und unterschiedliche Meinungen zur Haltung von Mosaikfadenfischen helfen mir da nicht unbedingt weiter.
Allerdings werde ich die Sache lieber in einem 80cm Becken wagen, das 60er kommt mir dann doch etwas klein vor.

Grüße

Ingo
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon Matthias H. » 17.08.2012 - 17:37

Hallo Ingo,
sorry für OT. Die leeriis bezogen sich auf den Artikel von Klaus.
Setze doch die Bettas in ein 80er und die Knurrer ins 60er?
Wie Charly schon sagte, paar Dornaugen dazu ...
Liebe Grüße,
Matthias
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon Matthias H. » 31.08.2012 - 18:37

....und, gibt es was neues zu berichten?
Liebe Grüße,
Matthias
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon ingo73 » 01.09.2012 - 13:50

Ähm...ja.

Hallo erst mal.
Sieben T. pumila und sechs B. simplex schwimmen nun in einem 120-Liter-Becken, und obwohl ich ja eigentlich nicht wollte, hab ich die fier A. panchax vorerst auch noch mit im Becken.

Ich beobachte die Sache sehr genau, zu irgendwelchen Auseinandersetzungen zwischen den Arten ist es bisher nicht gekommen. Auch bekommen alle Tiere gleichermaßen Futter ab.

Die Panchax verhalten sich ausgesprochen friedlich und tun das was Hechtlinge eben tun sollen, sie stehen dicht unter der Oberfläche und harren der Dinge.

Die Simplex zeigen in dem größeren Becken neuerdings so etwas wie „Schwarmverhalten“. Fünf von ihnen ziehen als Trupp durch das Becken, der Sechste hat (endlich) das Maul voll und hällt sich etwas abseits. Neugierig wie immer allerdings zeigen sich nicht unbedingt von ihrer farbigsten Seite.

Die Pumila sind lange nicht so scheu, wie ich erwartet hatte, auch sie machen sich immer wider in kleinen Gruppen (mal zu dritt, mal der ganze Haufen) auf um das gesamte Becken zu inspizieren. Dabei scheuen sie weder vor den größeren Mitbewohnern noch vor dem freien Wasser zurück. Aber einen guten Teil der Zeit halten sie sich auch ziemlich versteckt zwischen den Anubias auf.

Sollte sich die Lage ändern, hab ich Ausweichquartiere für die Panchax und auch die Pumila (zumindest kann ich eins mit wenigen Handgriffen freimachen), im Moment sieht es aber nicht danach aus.
Zur Zucht werde ich aber auf jeden Fall gesonderte Becken benutzen.

Grüße

Ingo
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon Matthias H. » 01.09.2012 - 13:58

Schön, wenn etwas funktioniert.
Ich bin ein bisschen überrascht, weil ich die Knurrer scheuer in Erinnerung habe.
Viel Erfolg jedenfalls, auch wenn die Kombi nicht so meins wäre...
Liebe Grüße,
Matthias
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon Martin G. » 01.09.2012 - 21:53

Hallo Ingo,

ich kann Dir zumindest sagen, dass "mein Teil" Deines Fischbesatzes schon seit Monaten so zusammenlebt. Ohne Komplikationen. Ich habe ungefähr 80 Aplocheilus und ein Gelege Trichopsis in einem Becken zusammen aufgezogen. DIe besetzen völlig unterschiedliche Nischen. Und: Ich habe im Trichopsis-Habitat im Tonle Sap auch Aplocheilus gefangen. Nicht die, aber welche. Heißt: Ganz weltfremd ist Dein Besatz nicht.

Gruß, Martin.
Betta cf. splendens "Tonle Sap", Betta imbellis "Phuket", Trichopsis pumila, vittata und diverse Barben und Welse
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Re: Becken mit mehreren Labyrinther Arten?

Beitragvon ingo73 » 20.10.2012 - 10:39

Moin

So, die Vergesellschaftung läuft jetzt schon gute 2 Monate und so langsam kann man einen echten Erfahrungsbericht abgeben, der nicht nur aus Momentaufnahmen besteht.
Alle Arten leben soweit friedlich miteinander uns auch die Pumilas sind überhaupt nicht scheu.
Von der Seite alles super, allerdings hab ich den Eindruck das die Zwergknurrer bei der Fütterung zu kurz kommen. Die Knirpse gucken sich jeden Futterbrochen ganz genau und bevor sie sich entscheiden, ihn zu fressen, schnappen ihnen die Bettas oder die Hechtlinge alles weg.
Zwar sind die kleinen noch nicht abgemagert oder so, aber die Weibchen, die am Anfang noch einen Eierstock zeigten, zeigen diesen nun nicht mehr und knurren hab sich sie auch schon lange nicht mehr gehört (die Männchen).
Darum hab ich den Versuch abgebrochen und die Knurrer vorerst in ein 40cm Becken gesetzt, in dem sie auch schon wider zu knurren angefangen haben. In zwei oder drei Wochen wird dann ein 60er Frei (Zur Zeit noch mit jungen Fundulopanchax mirabile besetzt, die aber bald umziehen werden) in dem sie dann bleiben können.
Naja, einen Versuch war es denke ich wert, ich kann mir sogar vorstellen, das es mit mehr Lebendfutter geklappt hätte, den sich bewegendes Futter sind sie deutlich schneller angegangen, als Frostfutter.

Grüße

Ingo
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