Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

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Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon Windsbraut » 16.09.2012 - 06:59

Guten Morgen!

Ich habe hier zwar einen Thread zur gemeinsamen Aufzucht verschiedener Arten gefunden, der mir schon weitergeholfen hat. Aber meine Fragen passen da doch nicht so ganz hinein, darum jetzt dieser neue Thread.

Die Frage der Unterbringung stellt sich ja spätestens dann, wenn man plötzlich erfreut feststellt, dass die Tatasache, dass man ein Pärchen erwischt hat, auch Folgen hat ............

Ich wollte ursprünglich fragen, ob ihr auf jeden Fall alle Jungfische aus dem Elternbecken entfernt - was ja letztendlich auch ein Platzproblem ist.
Im oben erwähnten Thread erfahre ich schon, dass viele die Jungfische herausnehmen und getrennt von den Eltern aufziehen. Und zur Behebung des Platzproblems durchaus Jungfische verschiedener Arten gemeinsam aufziehen - wenn die Lebensbedingungen zueinander passen.

Habt ihr für eventuellen Nachwuchs grundsätzlich vorsorglich Aufzuchtbecken laufen? Wie sehen die aus (Größe, Einrichtung)?

Und wie schafft ihr das mit dem Herausfangen überhaupt - wenn das Elternbecken absolut verkrautet ist und die Jungfische kleine Heimlichtuer sind, die sich einzeln verstecken?

Wie sehen denn die Erfahrungen aus, die Jungtiere (bis zur Abgabe) im Elternbecken zu belassen? Macht das auch jemand?

Neben der Platzfrage hat man dabei ja auf jeden Fall irgendwann das Problem der Aggressivität - beim Vorhandensein älterer, geschlechtsreifer Tiere (der Eltern) wahrscheinlich früher.
Und wie sieht es damit bei den getrennt großgezogenen Jungfischen aus - wie ich es verstehe, habt ihr ja eine ganze Menge davon gemeinsam in einem Becken. Bleiben die länger friedlich, weil sie gemeinsam aufgezogen wurden?

Danke für hilfreiche Antworten!
Herzlichst,
Stefanie


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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon heiko22091971 » 16.09.2012 - 10:01

Moin,

ich ziehe Jungtiere nur dann separat auf wenn ich denke das ich auch Abnehmer für selbige finde bzw. es meine erste Nachztucht ist.
Dazu setzte ich dann schon das Brutpaar separat bzw. auch nur das tragende Männchen bei meinen Bettaarten oder aber das Männchen mit Höhle und Gelege bei den Paros. Das machts dann einfacher die Alttiere heraus zu fangen.
Wie sehen so Becken aus? Bei mir nicht anders als die Hälterungsbecken.
Schwimmpflanzen (Wasserlinsen, Büschelfarn, Muschelblume), Javafarn (große Pflanzen), Javamoos.
Alles was wäöchst ohne im Boden zu wurzeln.
Nix ist schlimmer als sich mit nem Kescher sein gehegtes und gepflegtes bepflanztes Becken wegen Fangaktionen zu "zerstören".
Also kann ich meine Beckenbepflanzung + Einrichtung (Wurzeln, Steine, Höhlen) für etwaige Fangorgien komplett heraus nehmen, fangen, alles wieder zurück und es sieht genau so aus wie vorher.
Zur Frage der hohen Besatzdichte und der Aggressivität der Jungfische untereinander.
Ich spreche da nur von meinen B.macrostoma, B.sp."antuta" und B.albimarginata.
Seit dem 24.08. habe ich 84 frische Jungtiere aus einer Brut in nem 50x30 Becken. Die sind jetzt knappe 1,5cm groß und zicken sich auch schon ganz gern mal an. Aber so lang es keine sichtbaren Schäden gibt bleiben die für die nächsten 4-8 Wochen dort. Danach werden sie in ein 100x40 umgesetzt.
Bei den Antuta, denen ein recht hohes Maß an Aggresivität nachgesagt wird, kann ich sagen auch hier klappt das Aufziehen in einer großen Gruppe 50+ in einem 50x30 Becken bis zu einer Größe von 1,5.2cm. Danach sollte man denen schon etwas mehr Platz geben ( 100x40x30 ist`s bei meinen).
B. albimarginata gehen dagegen viel länger in nem 40x25 Becken, die haben kaum gezicke untereinander.
Bei meinen Paros genauso.
Wichtiger als die Beckengröße sehe ich aber die Wasserpflege bei hohem Jungfischbesatz mit 3-4 mal füttern am Tag.
Heiko

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Klaus Kinski
In diesem Sinne...
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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon Martin G. » 16.09.2012 - 10:25

Hallo,

die wichtigste Frage ist, was Du willst. Willst Du größere Mengen nachzüchten, um sie abzugeben oder willst Du einfach ein paar Jungfische aufziehen, um diese bei der Entwicklung zu beobachten?

Wenn Du "Menge machen" willst, solltest Du die Jungfische separat aufziehen, viel füttern, regelmäßig (täglich) Wasser wechseln und gegebenenfalls zwischenzeitlich nach Größe sortieren. Aggressionen werden sich in Grenzen halten, so lange die Besatzdichte hoch genug ist, weil zum einen keine Reviere entstehen können, zum anderen genügend Fische da sind, auf die sich die Aggression verteilt.

Wenn Du einfach mal Fische vermehren willst, aber nicht darauf aus bist, diese in großem Umfang aufzuziehen, kannst Du sie auch einfach bei den Eltern belassen. Einige werden groß werden; wenn jemand Interesse hat, kannst Du ein paar abgeben. Wenn zu viele im Becken sind, wird dies gleichzeitig die Laichaktivitäten der Alttiere hemmen, was gar nicht so schlecht ist. Wenn diese trotzdem weiter laichen, dann werden die Jungfische gefressen. Ich habe bisher nur Badis corycaeus gehalten und vermehrt. Da galt grundsätzlich: Vermehrung nicht zu verhindern, Nachzucht nicht loszuwerden. Überleg' Dir also, was Du mit all Deinen Jungfischen machst, bevor Du sie aufziehst.

Zum Thema gemeinsame Aufzucht: Muss man ausprobieren. Ich habe gerade Trichopsis pumila mit Aplocheilus panchax aufgezogen. Geht gut, wenn die Trichopsis älter sind als die Aplocheilus, sonst werden sie Frühstück. Bei anderen Arten kann es sein, dass eine unterdrückt wird und schlecht wächst. Lässt sich schlecht voraussagen. Wenn es um schwierige Arten geht, würde ich immer alleinige Aufzucht bevorzugen.

Gruß, Martin.
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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon Windsbraut » 16.09.2012 - 10:33

Danke, das beantwortet schon sehr wesentliche Fragen!

Ihr sagt, ihr macht das ohnehin nur, wenn ihr Abnehmer habt.

Das war nämlich auch mein Gedanke - wenn man wirklich versucht, alle Jungen hochzukriegen, sind das doch viel zu viele ............?

Und es beantwortet auch - wie soll ich denn Nachzuchten verhindern? Bei meinen beiden Badis-Paaren (singenensis und cf. kanabos) sitzen die Männchen jetzt ununterbrochen in ihren Höhlen, die Mädels besuchen sie, wenn sie mal wieder soweit sind ......... und ich habe nun verschieden alte Larven in beiden Becken.

Ok, da ich nicht gezielt züchten will, wart' ich mal ab, wieviel davon überhaupt groß wird. Und lass' sie bei den Eltern ...........
Herzlichst,
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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon K. de Leuw » 16.09.2012 - 15:02

Hallo Stefanie,

Windsbraut hat geschrieben:Ihr sagt, ihr macht das ohnehin nur, wenn ihr Abnehmer habt.


bzw. mit Abnehmern rechnet. So macht es natürlich einen Unterschied, ob man auf zwei Jahre keine Tagung / Börse besuchen kann oder ob man drei Börsen fest im Terminkalender stehen hat.

Bei manchen Arten wie Schlangenkopffischen muss man irgendwann separieren, weil es sonst nicht gelingt, den eingenen Stamm zu erhalten, also das Zuchtpaar irgendwann durch ein jüngeres zu ersetzen. Es kann sogar nötig sein, für diesen Zwecke zwanzig oder dreißig Fische bis zur Geschlechtsreife aufzuziehen, weil eben nicht jedes Weibchen mit jedem Männchen kann oder die Geschlechter bisweilen ungünstig verteilt sind.

Und um das Aufwachsen zu beobachten ist es bei Arten, die gar nicht oder nur die Eier und Larven pflegen, durchaus ratsam zu separieren, damit man auch alles mitbekommt und gut fotografieren kann, was im Elternbecken oft nicht optimal gelingt.

Gruß, Klaus
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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon Windsbraut » 16.09.2012 - 17:50

Hallo, Klaus,

ja, das sind natürlich durchaus Argumente.

Habt ihr denn immer ein freies Becken laufen, einfach für alle Fälle (Jungfische - oder auch mal kranke Fische)? Denn wenn man ein Becken erst aufsetzt und einlaufen lässt, wenn man es braucht, ist es ja zu spät. Welche Beckengröße habt ihr für diesen Zweck bereit stehen?
Herzlichst,
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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon K. de Leuw » 16.09.2012 - 18:14

Hallo Stefanie,

ich habe meistens das eine oder andere 40-cm-Becken ohne Fische. Aber ich habe auch schon Plastikboxen oder im Zoohandel kurzfristig erworbene Aquarien an demselben Tag mit Fischen besetzt, das geht völlig problemlos, wenn man
1. Filtermaterial oder Filtermulm aus einem lange laufenden Aquarium mit denselben Wasserwerten (also im hier besprochenen Fall aus dem Elternbecken) verwendet, gerne auch etwas Bodengrund und viele Pflanzen. Dann hat man so viele Filterbakterien, dass es problemlos klappt, wenn
2. man nicht zu stark besetzt, nur füttert, was auch gefressen wird, häufiger Wasser wechselt und den Nitritwert überwacht.

Gruß, Klaus
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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon Windsbraut » 16.09.2012 - 19:03

Hallo, Klaus,

ja, so eine große Plastikbox habe ich auch schon etliche Wochen hier stehen, voll mit Quellmoos und Wasserpflanzen, die ich aus einem sehr zugewachsenen Becken rausnehmen musste. Ich wollte das Grünzeug nicht wegwerfen, weil ich (zutreffenderweise) etliche junge Garnelen darin vermutete. Die Wasserwerte sind prima, Pflanzen, Schnecken und Garnelen leben munter .............. ich lasse das Ding jetzt auch einfach stehen, falls ich mal ein Ausweichquartier brauche. Filter und so hab' ich ja eh nicht - meine Becken laufen ja, wie anfangs berichtet, alle technikfrei.
Herzlichst,
Stefanie


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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon freaky_fish » 16.09.2012 - 21:27

Hallo Stefanie,
ich mache bei mir die Methode der Aufzucht auch abhängig vom Bedarf. Möchte ich nur ein paar Tiere haben um den Bestand zu erhalten, so ziehe ich die oft mit den Eltern groß, wenn dsa nicht klappt, dann kommt ein kleiner Schwung Jungfische in 12 Liter Aquarien und wird dort bis zu einer Größe großgezogen, ab der man ihn entweder mit Jungtieren von Arten ähnlicher Bedürfnisse zusammensetzen kann oder mit adulten Tieren der eigenen Art.
Grundsätzlich habe ich 2 Becken mit 25 Litern, die immer zur Aufzucht vorgesehen sind (die aber auch immer besetzt sind, weil ich eigentlich immer irgendwelche Jungtiere da habe). Für die Arten die wir halten reicht die Größe gut aus (der größte Labyrinther der sich bei Frank und mir tummelt ist Betta simplex, also so um die 7 cm maximal), zugegebenermaßen teilweise mit starkem Überbesatz. Zusätzlich haben wir jede Menge 12 Literbecken für kleine Anzahlen Jungtiere oder eben für die Anfangszeit der Aufzucht. Zur Not kommen aber eben auch mal Eimer, Fainaboxen, Plastikboxen oder sonstwas zum Einsatz...
Von den Aggressionen her hatte ich bei den Arten die ich halte bisher wenig Probleme. Ich ziehe ja auch regelmäßig Betta splendens Hochzuchten nach, und auch bei denen habe ich wenig Probleme, solange die Besatzdichte groß genug ist ("Querulanten" werden nach Bedarf dann umgesetzt).
Weil Du schreibst, Deine Becken sind technikfrei: Filter bietet sich bei stark besetzten Aufzuchtbecken aber schon an. Also ein kleiner Filter auf Vorrat wäre sicher nicht schlecht.

Liebe Grüße
Verena
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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon K. de Leuw » 16.09.2012 - 21:52

Hallo zusammen,

gerade für die ersten Tage, brütende oder in Höhlen pflegende Fische bieten sich auch nach ihrem Erfinder so genannte Gerdkästen an: http://www.aquarienbastelei.de/behaelter.htm
Gegenüber den handelsüblichen Ablaichkästen haben sie mehrere Vorteile:
- sie sind aus Glas, also besser zum Fotografieren und Beobachten
- sie sind stationär, denn sie schwimmen nicht, sondern werden am Beckenrand eingehängt
- sie werden über einen Luftheber mit Aquarienwasser versorgt, das über eine Matte wählbarer Maschenweite zurück ins Aquarium läuft
- Größe und Format sind variabel
- bei Verwendung im Zuchtaquarium hat man beim Umsetzen dasselbe Wasser, dessen Qualität stabil bleibt, obwohl die Jungen auf relativ engem Raum leicht zu kontrollieren und zu füttern sind.
Nachteil: Es gibt sie selten (auf Börsen, auf Bestellung bei Bastlern) zu kaufen.

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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon Windsbraut » 18.09.2012 - 05:04

Guten Morgen,

und danke für die Tips!

Ja, ich denke, dass man wirklich einen Filter braucht, wenn man so viele Jungtiere auf engem Raum hält und natürlich reichlich füttert.

Im jetzigen Fall werde ich die Jungtiere bei den Eltern lassen - ich sehe in beiden Becken immer mal wieder welche, und wenn die hochkommen, reicht mir die Menge allemal. So emsig, wie die Eltern "brüten", werden das auch dabei schon zu viele ............
Herzlichst,
Stefanie


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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon Windsbraut » 18.10.2012 - 18:57

Guten Abend!

Ich hänge hier einfach mal eine Frage an, die auch logisch zum Thema passt: Wenn ihr denn Jungfische bei den Eltern lasst - wie kriegt ihr sie später raus?

Meine beiden Badis-Becken sind wunderbar verkrautet :D und mit Ästen etc. strukturiert. Mit dem Netz drin 'rumfischen ist beinah unmöglich. Und in beiden Becken sind etliche Jungfische in allen Größen - bei den B. singenensis wuselt es nur so am Boden, von ganz winzig bis knapp 1 cm - im oberen Bereich in den Pflanzen sitzen die größeren, ab 1 cm Länge. Wie krieg' ich die Bagage bloß raus????

Schön finde ich ja die Idee mit den auf dem Boden liegenden Fallen aus Plastikflaschen, deren Verschlussende abgetrennt und wie ein Trichter umgekehrt wieder hineingesteckt wird. Aber - die Badis kann ich ja nur mit Lebendfutter locken - und die Artemien etc. sind ja schneller aus dem Trichter wieder draußen als Jungfische drin ...........

Ich hoffe auf Tipps aus dem reichen Schatz eurer Erfahrung........... Danke!
Herzlichst,
Stefanie


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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon Windsbraut » 22.10.2012 - 05:02

Guten Morgen!

Ich hole die Frage nochmal rauf .............. Hat denn gar keiner Tipps???

Wenn ich das hier lese, hört sich das immer wie eine unkomplizierte Routinehandlung an, wenn ihr Jungfische aus dem normal eingerichteten Artbecken der Eltern in ein separates überführt: "Ich hab' die Jungfische gerade eben umgesetzt, es waren 35 Stück, jetzt sind sie in einem .... Becken".

Wenn ich die geschätzten 35 Jungfische meiner singenensis 'rausfangen wollte, müsste ich das Becken ausräumen, das Laub am Boden entfernen und würde dann wahrscheinlich noch immer nicht alle haben. Sieht das bei euch auch so aus? Klingt das hier nur immer ganz einfach - aber in Wirklichkeit könnt auch ihr danach das Becken neu einrichten?

Wenn nicht - her mit den guten Ratschlägen!
Herzlichst,
Stefanie


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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon OmaWetterwachs » 22.10.2012 - 08:35

Hallo Stefanie,

also ich kenne nur 2 Fangmethoden, die eine wo man anschließend das Becken neu einrichtet und die andere die halt unheimlich viel Geduld und Zeit beansprucht.
Nützlich ist schon, wenn es möglich ist, die Fische an eine bstimmte Stelle zu locken. Dazu befreie ich einen Ecke des Aquariums vom Kraut, bzw. halte die frei und füttere dort bevorzugt.
Ich fange dann halt über mehrere Tage und beobachte immer wieder ob ich noch etwas sehe, das ich heraus fangen möchte. Oft läßt sich ja auch ein großer Teil des Grünzeugs was nicht im Boden verankert ist heraus fischen ohne viel zu zerstörren.
Wenn die Fische klein genug und nicht all zu schnell sind, kann man sie auch gezielt einsaugen ... aber das alles weißt Du ja sicherlich schon.

Andrerseits, was ist schlimm dran, wenn Jungfische im Elternbecken verbleiben.... Du also nicht alle heraus gefangen bekommst.... Glaube den ultimativen Tipp gibt es da gar nicht :???:

Liebe Grüße
Kerstin (die sich auch schon reichlich Gedanken macht, weil ein Umzug bevor steht :o )
Das Leben ist oftmals schwer,
darum braucht man sie so sehr,
die wirklich sorglos guten Tage,
Ich genieße sie, keine Frage!
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Re: Jungfische - grundsätzliche Fragen zur Unterbringung

Beitragvon emha » 22.10.2012 - 12:17

Wer viele Fische hat und vermehrt, kommt meistens dazu,die Aquariem so einzurichten, dass sie schnell aus- und wieder eingeräumt sein würden. Wer das nicht will, muss leiden. Oder einige Nächte um 4 Uhr aufstehen und eine 1/2 Stunde akkordmäßig Fische fangen. Die Fische sind um die Zeit auch verpennt.

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