Polypterus Buch enttäuschend

Erpetoichthys, Polypterus und die Lungenfischgattungen aus Afrika, Australien und Südamerika

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Beitragvon chk » 18.01.2005 - 16:26

Aha.
OK.

Ich enthalte mich als Internet-Spezialist einer Bewertung. :lol:
Gruss, chk
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Beitragvon frank schäfer » 18.01.2005 - 16:45

Alla hopp, da bin ich wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen, hä?

Natürlich gilt auch für mich: gelobt und gepriesen sei das Internetz - was nix dran ändert, dass viel Unfug drin zu finden ist.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Klaus de Leuw » 18.01.2005 - 18:38

[quote="frank schäfer"]Alla hopp, da bin ich wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen, hä?

Natürlich gilt auch für mich: gelobt und gepriesen sei das Internetz - was nix dran ändert, dass viel Unfug drin zu finden ist.

Viele Grüße

Frank[/quote]

Hallo zusammen, das stimme ich dir voll zu.

Ein Informatikprofessor aus Bremen, wenn ich micht erinnere, hat mal sinngemäß zur Forderung "mehr Internet in den Schulunterricht" gesagt, dass das Internet wie ein Misthaufen sei: Viel Scheiße, aber mit fetten Würmern darin. Und unsere Kinder müssten vor dem Gang ins Internet erst einmal eine solide Grundbildung erhalten, um Wurm von Scheiße unterscheiden zu können.
O.k., Papier ist geduldig und es wird auch viel Mist gedruckt, aber im Internet kann jeder veröffentlichen, etwas gedruckt zu bekommen in nennenswerter Auflage und Verbreitung ist schon schwieriger.

Gruß, Klaus
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Beitragvon Thomas.O » 19.01.2005 - 19:44

Hallo

matsl hat geschrieben:Die Parasiten heißen "Macrogyrodactylus Polypteri, MALMBERG, 1957 (Monogenea: Gyrodactylidae)",

Ich habe binnen einem Jahr 5x das Medikament an diverse verzweifelte Forenmitglieder in Deutschland geschickt (da Flubenol 5% nur in großen Gebinden abgegeben wird, habe ich sehr viel davon), also denke ich, dass diese Krankheit wirklich ein erwähnenswert großes Problem darstellt.




meine Tiere waren auch davon betroffen, und dank Martins Hilfe hatte Ich keine Verluste.

Hier ein Bild von den Parasiten


Bild


Gruß
Thomas
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Beitragvon matsl » 23.01.2005 - 14:23

Hallo Frank,

entschuldige meine späte Antwort, ich war beruflich unterwegs und komme daher erst heute dazu, eine Antwort zu schreiben.
Zu der Größenfrage: Ich habe meine Kritik wie bereits erwähnt auf persönliche Erfahrungen gestützt, insbesondere was auch Erpetoichthys calabaricus betrifft. Du schreibst in Deinem Buch "Aquarienexemplare wachsen nie über 25-30cm hinaus". Ich halte eine Gruppe von 5 Tieren seit über 6 Jahren, ich habe sie mit ca. 20-25cm bekommen, sie sind alle mittlerweile zwischen 45 und 50cm groß. Ich mäste sie nicht noch Füttere ich irgendwelche Wachstumshormone. Sie bekommen 4x die Woche Stinte, Muscheln und rote Mückenlarven, ab und zu Zoophobas und Garnelen.
Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass dieses Wachstum normal ist.

Zum Thema Publikationen: ich kenne den "Makropoden" nicht, aber ich gehe davon aus, dass es sich um eine wissenschaftliche Fachzeitschrift handelt. Als Nicht-Biologe denke ich, fehlt mir das entsprechende Fachwissen, um dort seriös etwas zu publizieren. Ich könnte mir bestenfalls einen Beitrag in einer Aquaristik-Hobby-Zeitschrift vorstellen. Dazu kommt bei mir das Zeitproblem - ich habe ein eigenes Unternehmen und arbeite gerade an einer EU-Studie zu grenzüberschreitenden Gesundheitsdienstleistungen in Zentraleuropa - und bin damit zu 150% ausgelastet.

Zu meinen Zuchterfahrungen - mein Ziel war nie die Zucht der Tiere. Bei meinen P.senegalus kommt es regelmäßig zur Paarung und zum Ablaichen, da sie sich das Becken allerdings mit einem immer hungrigen Channa insignis teilen, kommt da natürlich nichts hoch. Ich wüsste auch nicht, was ich mit den Jungtieren anstellen sollte. Ich habe bereits 5 große Becken (1400l bis 350l), die ganz großen stehen schon in meinem Büro und ich kann leider nicht noch ein eigenes Zuchtbecken aufstellen (meine Geschäftspartnerin würde mich erwürgen).

Zu dem fehlen der Darstellung anatomischer/morphologischer Besonderheiten der Polypteridae in deinem Buch: Finde ich trotzdem schade, dass Du die Gelegenheit nicht genutzt hast, zumindest eine Skizze des Atmungsapparates einzufügen. Da Dein Buch - wie fast jede wissenschaftliche Arbeit - zu einem großen Teil aus Zitaten von Forschungsergebnissen/Literatur anderer Leute besteht, kann ich Dein Argument, dass ein Beitrag dazu eine "abgeschriebene Zusammenfassung" wäre, nicht ganz nachvollziehen. Die Wissenschaft lebt von Zitaten, es kann nicht alles auf dem eigenen Mist wachsen. Und die vorhandene Lunge bei diesen Fischen ist nun einmal DAS Besondere an ihnen.

Gerne opfere ich Dir einige Flossenstückchen meiner großen P.senegalus, mich würde wirklich sehr interessieren, ob es sich nur um ungewöhnlich große Tiere von ganz normalen P.senegalus handelt oder ob sie vielleicht wirklich einer eigenen Typus sind.
Wenn sich herausstellt, dass sie sich wirklich genetisch von den normalen P.senegalus unterscheiden, bekommen die zwei Großen natürlich ein eigenes Zuchtbecken! Das muss dann wohl sein...

Ich habe übrigens gerade letzte Woche Dein Buch dringend empfohlen. Im größten (und teuersten) Aquaristikgeschäft Österreichs (Zierfischzentrum Austria in Wien) hatten sie eine Gruppe P.lapradei als P.palmas angeschrieben, dafür P.palmas als P.weeksii (was man ja noch eher verzeihen kann).
Sie werden Dein Buch nun in ihr Sortiment aufnehmen, um in Zukunft so peinliche Fehler zu vermeiden. Sie haben behauptet, die Tiere so falsch beschriftet vom Großhändler erhalten zu haben.

Das wär's für heute,
viele Grüße aus Wien

Martin
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Beitragvon Bettina » 23.01.2005 - 15:16

Hallo Martin!

Nur zur Erklärung, der Makropode ist die Zeitschrift der IGL.

Und ich bin mir sicher, dass dein Wissen für einen Beitrag "ausreicht" :D
Aber natürlich ist ganz verständlich das deine Zeit zu knapp ist um einen Beitrag zu schreiben - aber wenn du doch mal Zeit hättest würden sich sicher viele Leute freuen :bier:

LG
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Beitragvon Klaus de Leuw » 23.01.2005 - 15:54

Hallo zusammen,

und somit ist der Makropode eine Zeitschrift von besonders engagierten Hobby-Aquarianern, der eigentlich permanent unter Artikelmangel leidet (und Schuld daran bin leider auch ich).

Dass der Großhandel Tiere unter falschem Namen herausgibt, ist leider völlig normal. Ich wurde schon mehrfach vom Personal der örtlichen Zoohandlung angesprochen mit der Bitte, Ihre Auffassung über solche Fehlangaben zu bestätigen (was ich in 100 % der Fälle auch tat), um dann moralisch gestützt sich beim Großhändler zu beschweren.

Gruß, Klaus - auch die Lieferung nur eines Geschlechts trotz Bestellung beider ist häufig
Klaus de Leuw
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Beitragvon Till » 10.11.2007 - 11:40

hallo!
habe mir gerade diese alten threads hier durchgelesen.
Frank Schäfer schreibt,daß eine art aus seinem polypterus buch jetzt als polypterus teugelsi beschrieben wurde.
jetzt meine frage,wißt ihr welche das denn sein soll.
habe ein foto von p.teugelsi gesehen bei fischbörse.kann jedoch im polypterus buch kein farblich dem dort zu kaufenden teugelsi entsprechendes exemplar finden.kann ja eigentlich entweder nur polypterus sp. liberia oder polypterus sp. congo sein,der sp. kamerun hat ja diese schwarzen pectoralen,was ich auf dem foto bei fischbörse nicht erkennen kann.
kann jemand etwas dazu sagen?
würde mich sehr interessieren,was sich in dieser hinsicht getan hat und ob der polypterus sp. kamerun jetzt inzwischen auch konkret benannt wurde.
mfg Till
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Beitragvon uweS » 22.06.2008 - 17:16

Hallo,

mal eine superverspätete Antwort auf eine Frage!

Der in Frank Schäfers Buch beschriebene Polypterus sp. Kamerun ist identisch mit Polypterus teugelsi.
Das zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Buches vorhandene Bildmaterial hatte entscheidende Nachteile, die sich bis in die Erstbeschreibung von P.teugelsi hinein ausgewirkt haben.
Die Tiere in Schäfers Buch sind zum einen NICHT im Wasser aufgenommen - so wirken die meisten Polypterisen weentlich dunkler, zudem habe ich den Verdacht, dass die Tiere auch nicht mehr allzu lebendig sind. Über die Qualität von Bildern kann man streiten, doch diese sind nicht wirklich farbverbindlich.
Weiteres Bildmaterial im Netz ist von den wenigen Haltern dieser Art per Google durchaus auffindbar, doch treibt da ein wildes Gerücht hinsichtlich der Aquarienfotografie das Äußere des Teugelsi in farblich fantasievolle Gefilde ... in einem Polypteridenbecken ohne Blitz zu fotografieren stellt vor allem eines dar: Die Farbe der Aquarienbeleuchtung.
Daher sehen die abgebildeten Tiere auch so gelbsüchtig aus.

Unschwer ist auf diesen Bildern aber eines zu erkennen: Polypterus teugelsi hat KEINE schwarzen Pectoralen!

Ich habe von meinem Teugelsi versucht, Bilder zu machen, die ihn farbverbindlich darstellen - Abweichungen des Bildschirms inklusive wie auch die Eigenschaft von Teugelsi, sich am Tage und in der Nacht mit etwas unterschiedliche Farbkleid zu präsentieren.

Nachts bleichen die Flanken von Teugelsi aus, insgesamt wirkt der Körper bleicher:

Bild

Tagsüber sind die kräftigen Orange- und Gelbtöne zu erkennen wie auch die schwarze Netzzeichnung, die zum Körperende hin dominiert:

Bild

Bild

Bild

Hier sind noch einmal die Pectoralen deutlich zu erkennen:

Bild

Die Pectoralen sind zwar dunkler wie bei den anderen Polypteriden, dennoch sicherlich nicht schwarz. Die Afterflosse hingegen ist nahezu schwarz mit spärlichen Zeichnungselementen.

Grüssle

Uwe[/img]
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Beitragvon Cichlidenfreund » 10.03.2010 - 14:52

Hallo,

in Bezug auf diese Diskussion nehmend, muss ich mal fragen welches Buch ihr generell für alle Arten der Flösselhechte (Polypterus) empfehlen würdet...

Gruß und Danke,

Björn
danke sagt Björn

10 Prachtschmerlen (Chromobotia macracanthus), 1 Wabenschilderwels (Glyptoperichthys gibbiceps), 1 Liniendornwels (Platydoras costatus) 1 Kammdornwels (Agamyxis pectinifrons), 1 Paar Schlangenköpfe (Channa Gachua "Thailand" ), 3 Senegal - Flösselhecht (P. senegalensis), 2 Endlicher Flösselhecht (P. endlicherii),
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Beitragvon chk » 10.03.2010 - 20:07

Ich bin immer noch der Meinung, dasdada:
Bild
Gruss, chk
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Beitragvon Cichlidenfreund » 11.03.2010 - 08:52

hallo Chk,

bitte poste doch mal den Namen, (Serverrichtlinien auf Arbeit verhindern leider Bilder etc.)
danke sagt Björn

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Beitragvon chk » 11.03.2010 - 18:45

Cichlidenfreund hat geschrieben:hallo Chk,

bitte poste doch mal den Namen, (Serverrichtlinien auf Arbeit verhindern leider Bilder etc.)

Hast Du denn zuhause kein Internet? :???:
Aber ich bin lieb. Hier ist die ISBN: 9783936027396
Gruss, chk
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Beitragvon Cichlidenfreund » 15.03.2010 - 12:26

Hallo Christian,

also das hier so viel diskutierte Exemplar, ist dieses denn mittlerweile neu aufgelegt worden?

Ansonsten ist es recht teuer, gibt es denn keine "leichter" Lektüre, gegebenfalls auch Artbezogen ?
danke sagt Björn

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Beitragvon Cichlidenfreund » 15.03.2010 - 12:36

chk hat geschrieben:
Hast Du denn zuhause kein Internet? :???:
Aber ich bin lieb. Hier ist die ISBN: 9783936027396
Gruss, chk


Achso, danke dafür...

Durch Umzug und "Schlamperei" beim Anbieter verzögert sich das... :evil:
danke sagt Björn

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