Einhängebecken für Labyrinther

Fragen und Anregungen zum Thema Technik

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Einhängebecken für Labyrinther

Beitragvon Fischmann » 24.11.2009 - 00:01

Hallo!
Wie ich schon auf Bildern verschiedener Webseiten gesehen habe, verwenden auch Labyrinther- Züchter die Einhängebecken von Gerd Arndt. Ich habe mir auch welche besorgt, weil es mir zweckmäßig zum Umsetzen von Schaumnestern (Microctenopoma, Trichogaster) schien. Das passt auch soweit. Nun die Frage:
Wie verhindert ihr, dass beim lebend füttern im Mutterbecken die Wasserflöhe vom Injektor mit ins Einhängebecken gepumpt werden? Oder füttert ihr in dieser Phase den Eltern nur Frost? Das wär aber schade!
Ich mache mir Sorgen, dass ich Verluste bei der winzigen Fischbrut durch ausgewachsene eingeschwemmte Cyclops bekomme. Ist das gerechtfertigt?
Der mitgelieferte Filterschwamm hält die Naturnahrung, auch die große, jedenfalls nicht zurück (aufgrund von Undichten). Klebt ihr den Schwamm ein? Das wäre ziemlich umständlich.
Ich bin gespannt auf eure Vorschläge.
Gruß Torsten
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Beitragvon Anke » 24.11.2009 - 06:55

Hallo Torsten,

Wenn Du einen ganz feinen Filterschwamm nimmst, und ihn ( im Falle der Gerdtkästen) so zuschneidest, dass er richtig eingeklemmt werden kann, dürfte eigentlich nichts passieren.

Gruss
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Beitragvon Fischmann » 24.11.2009 - 23:22

Hallo Anke!
So werde ich es machen. Habe bis jetzt auch noch keinen Befall gesehen, bei M.ansorgii, damasi und T.lalius. Es stechen ja auch nur manche Hüpferlings-Arten, oder? Vielleicht bin ich ja wieder mal zu vorsichtig...
Ich habe die Becken gelegentlich auf deinen Fotos gesehen, ich glaube bei S.vaillanti. Welche Erfahrungen hast du mit den Becken gemacht? Und wie lange lässt du die Jungfische drin?
Gruß Torsten
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Beitragvon Charlyroßmann » 25.11.2009 - 08:56

Jetzt mal eine ganz blöde Frage:
Was sind Gerdkästen?
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Beitragvon Markus Kleinbölting » 25.11.2009 - 09:13

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Beitragvon Anke » 25.11.2009 - 10:13

Hallo Torsten,

ich kann die Einhängekästen leider nur bei den wenigsten meiner Becken verwenden, weil einfach nach oben zu wenig Platz ist.

Ich hatte sie bei meinen Vaillanti, Betta channoides etc..
da habe ich dann ein paar Tage vor dem errechneten (geschätzten) "Geburtstermin" das tragende Tier eingesetzt, den passend zurechtgeschnittenen Deckel einer Eisdose als Abdeckung draufgelegt, und nach dem Entlassen der Jungfische das Elterntier wieder herausgefangen.

Die Jungen bleiben bei mir je nach Wachstum etwa vier Wochen darin.

Weil ich (leider) in meinen Tümpeln keine Hüpferlinge habe, und bei den genannten Arten die Jungfische auch nicht soo klein sind habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht.

@ Charly,

ich bringe am Samstag mal einen "Gerdkasten" mit ...

Liebe Grüsse
Anke
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Cyclops

Beitragvon Thomas P. » 25.11.2009 - 11:35

Servus Torsten!

Fischmann hat geschrieben:Ich mache mir Sorgen, dass ich Verluste bei der winzigen Fischbrut durch ausgewachsene eingeschwemmte Cyclops bekomme. Ist das gerechtfertigt?


Ich füttere bevorzugt Cyclops bei meinen Betta und da ich immer wieder "Etagenbruten" habe, gibt es auch winzigste Jungfische, gemeinsam mit ausgewachsenen Cyclops im gleichen Becken. Ich habe bis jetzt keine negativen Auswirkungen feststellen können.

Fischmann hat geschrieben:Es stechen ja auch nur manche Hüpferlings-Arten, oder?


Es gibt über 100 Arten bei uns. Ob nur einige davon stechen, kann ich Dir nicht beantworten, aber ich habe Cyclops aus Fischteichen (was ich zu vermeiden versuche), als auch aus von Wirbeltieren freien Gewässertypen verfüttert und habe bis jetzt keine negativen Auswirkungen feststellen können.

Servus Anke!

Anke hat geschrieben:Weil ich (leider) in meinen Tümpeln keine Hüpferlinge habe ()


Tatsächlich? Das erstaunt mich jetzt. Versuche einmal an einem sonnigen Tag im Uferbereich an der Oberfläche zu keschern und benutze ein sehr (!) feines Netz.
Wenn Du mit Wasser gefüllte Bodensenken findest, Reifenspuren etc., die länger Wasser halten, probiere es auch dort. Selbst in Baumlöchern kann man welche finden...

Liebe Grüße,
Thomas P.
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Beitragvon Charlyroßmann » 25.11.2009 - 18:36

Hallo, zusammen!
Danke für das Stopfen einer Bildungslücke.
Zu den Cyklops:
Mir ist vor Jahren mal eine ganze Trichogaster fasciata-Brut von Cyklops gefressen worden, ich glaube aber, daß junge Betta dafür zu groß und zu wehrhaft sind. Ich füttere im Zuchtansatz von Betta, Trichopsis, Pseudosphromenus, Malpulutta etc. ohne Bedenken mit Tümpelfutter incl. Cyklops, aber bei den Fadenfischen gibt es im Ansatz nur Artemia und Gefrorenes.
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Beitragvon Thomas P. » 25.11.2009 - 21:07

Wehrhaft? :P :wink:
Bild
Betta persephone "Ayer Hitam"
-----------------------------------------------------------------------
Wie auch immer, meine Dario-Brut kommt ebenfalls ungeschoren davon...(soweit ich das beurteilen kann).

Ich habe einfach friedliche Cyclops.

Liebe Grüße,
Thomas P.
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Beitragvon Fischmann » 26.11.2009 - 22:50

Hallo zusammen!
Ich ändere die Schwämme und bleibe ansonsten einfach mal dran. Ich habe in meinen damasi und ansorgi-Becken auch immer mal Jungfische, die durchkommen, bei regelmäßiger Lebend-Fütterung. Sind halt immer nur wenige. Aber ob es an den Cyclops liegt? ich bin weiterhin vorsichtig und schau mal.
Danke für die Tipps!
Gruß Torsten
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Beitragvon Anke » 27.11.2009 - 06:48

Hallo Torsten,

im Elternbecken kommt bei meinen Buschfischen auch immer recht wenig hoch.

Ich bin dazu übergegangen, das Schaumnest mit den Eiern abzuschöpfen, und die Kleinen erst in einer Schale und dann in einem kleinen Becken aufzuziehen.
Oder Du packst das Schaumnest in den Einhängekasten...

Gruss
Anke
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Beitragvon fischmichi » 27.11.2009 - 17:07

Charlyroßmann hat geschrieben:Hallo, zusammen!
Danke für das Stopfen einer Bildungslücke.
Zu den Cyklops:
Mir ist vor Jahren mal eine ganze Trichogaster fasciata-Brut von Cyklops gefressen worden, ich glaube aber, daß junge Betta dafür zu groß und zu wehrhaft sind. Ich füttere im Zuchtansatz von Betta, Trichopsis, Pseudosphromenus, Malpulutta etc. ohne Bedenken mit Tümpelfutter incl. Cyklops, aber bei den Fadenfischen gibt es im Ansatz nur Artemia und Gefrorenes.
Charly



Hallo,

wenn man keine Cyclops möchte, sollte man nach Alternativen Ausschau halten. Sieh folgenden Link.

http://www.igl-home.de/forum/phpBB2/viewtopic.php?p=24431#24431

Beste Grüße und schönes Wochenende Michael
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Beitragvon Charlyroßmann » 28.11.2009 - 16:20

Hallo, Thomas und alle anderen natürlich auch!
Im Vergleich zu Fadenfischen und Microctenopoma sind frischgeschlüpfte Betta tatsächlich groß und wehrhaft.
Charly
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Beitragvon Fischmann » 28.11.2009 - 20:46

Hallo!
@Anke: Zum Glück habe ich meine Anlage großzügig in Bezug auf den lichten Abstand Beckenoberkante-Stellage gebaut. Da gehen die Gerdkästen locker durch. Die Schüssel-Matscherei mit dreimal Wasserwechsel am Tag wollte ich mir einfach ersparen. Ich finde diese Einhängebecken- Geschichte einfach genial für Labyrinther, geradezu perfekt. Ablaichen beobachten, Schaumnest klauen, überführen und aufziehen. Jungfische auf kleinem Raum gefüttert, aber Wasserinhalt eines 60-er Beckens genutzt. Leider bringt man mit den Nestern auch einiges an Schwimmpflanzen u.a. mit ins Becken. Und Reinigung ist schon schwierig bei der Fischgröße.
Im Moment laboriere ich noch ein wenig mit der Nahrung für die ersten 2 Wochen herum. Aber das wird schon. Meine Jungfischverluste bei damasii resultieren hauptsächlich aus der Eierfresserei der überzähligen Weibchen und dem Nachstellen nach der Brut durch halbwüchsige Jungfische. Aber das lässt sich ja durch die Kästen ausschließen.
@ alle: Das Futter für Paare im Ansatz beschränke ich mal auf Frost, mal schauen, ob das reicht. Die Schwämme ändere ich trotzdem. Und Cyclops-Angriffe sind eigentlich auch sichtbar, aber bei mir bisher nicht beobachtet. Also schau mer mal.
Gruß an alle
Torsten
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Beitragvon fischmichi » 29.11.2009 - 10:52

Fischmann hat geschrieben:...
Meine Jungfischverluste bei damasii resultieren hauptsächlich aus der Eierfresserei der überzähligen Weibchen und dem Nachstellen nach der Brut durch halbwüchsige Jungfische.
...


Hallo,

ich hatte große Mühe, meine M. damasi-Nachzuchten (ich nehme an, dieser Fisch ist gemeint) an den Mann zu bringen. Nicht mal der Großhandel war daran interessiert. Auch im Rahmen unserer IGL-Tagungen bin ich kaum Tiere losgeworden. Buschfische stehen halt nicht auf der Beliebtheitsskala weiter oben. Deswegen habe ich mit intensiven Nachzuchten bei Buschfischen aufgehört und bin nur noch an Erhaltungsnachzuchten interessiert.

Fischmann hat geschrieben:...
@ alle: Das Futter für Paare im Ansatz beschränke ich mal auf Frost, mal schauen, ob das reicht. Die Schwämme ändere ich trotzdem. Und Cyclops-Angriffe sind eigentlich auch sichtbar, aber bei mir bisher nicht beobachtet.
...


Wenn möglich gibt es bei den zur Zucht angesetzten Fischen bei mir nur Lebendfutter. Cyclops-Angriffe konnte ich noch nie beobachten. Habe nur einmal eine ganze Jungfischgruppe von Hexenwelsen (damals noch als Dasyloricaria filamentosa beschrieben aber war mit aller Wahrscheinlichkeit eine Art der Gattungen Hemi- oder Rineloricaria) mit Karpfenläuse umgebracht. Habe mir das Lebendfutter leider nicht genau angeschaut.

Gruß Michael
fischmichi
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