Nitrit-Wert Richtung Null

Fragen und Anregungen zum Thema Technik

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Nitrit-Wert Richtung Null

Beitragvon freak » 03.10.2010 - 15:49

Hallo Ihr Techniker und Fisch-Begeisterte,

nun habe ich das Wsser so weich wi ich es gerne möchte, auf ca. 3kH und nun möchte ich mich an die totale Reduktion des Nitrits machen.

Ich habe ein 200Liter-Aq und füttere sehr sparsam.

Was würdet ihr mir empfehlen für eine möglichst starke Reduktion des Nitrit-Levels?

Zur Zeit messe ich einen Nitrti-Wert mit dem JBL-Tropfen-Test von gerade messbar.
Mein Ziel ist es also das ganz zu verhindern.

Vielen Dank für Tips, der Daniel.
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Beitragvon antilangeweile » 03.10.2010 - 17:16

Hallo,
also ich kenne weder Fisch noch Pflanzenbesatz sowie die Art der Filterung aber pauschal würd ich mal sagen du solltest wenn du deinem Fischbesatz nicht genügend Pflanzen (vor allem Schnellwüchsige) entgegensetzen kannst, auf eine rein biologische Filterung setzen (große Substratoberfläche bei schwacher Durchströmung z.B. Matten- oder Mehrkammerfilter) den Rest machen die Bakterien. Jedoch Vorsicht, bei Pflanzenlastigen Aquarien kann es leicht passieren das man den Pflanzen zu viele NÄHRSTOFFE "wegfiltert"

Gruß Chris
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Beitragvon chk » 03.10.2010 - 18:10

Hallo,
sprichst Du von Nitrit oder Nitrat? Ich denke doch eher von Nitrat? Nitrit ist zu instabil.
Die Nitrit Werte sind kaum messbar aber dafür die Nitrat-Werte. Wenn Du kein Nitrat haben willst.
1.) Nie füttern ( :P )
2.) Regelmässige Wasserwechsel :(
3.) Viele Pflanzen (schnell wachsende) 8)

Gruss, chk
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Beitragvon Brucki » 03.10.2010 - 21:36

Hi,

ein Nitritwert von gerade meßbar mit JBL Tropfen entspricht 0,025mg/L

Andere Testst lösen eine Dezimalstelle gröber auf. Da jetzt noch dran rumpfuschen zu wollen halte ich für die selbe Geschichte wie mit den Kanonen und den Spatzen.

LG Brucki
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Ja, was will er denn...?

Beitragvon freak » 04.10.2010 - 13:23

Hallo Ihr,

danke für das Feedback.

Aquarium: 200 Liter.
Fische in Zentimeter: ca. 70 cm
Fische in Anzahl: 4 Ct. acutirostre, 8 Otocinclus, 1 Ancistrus spec, 2 L128
Pflanzen: Kongofarn, Nesea (schnellwachsend), Javamoos, Javafarn.

Ich möchte gerne das Nitrit auf Null bringen, da ich davon ausgehe, dass messbares Nitrit einen Überschuss an ungebundenem Nitrit anzeigt, dass ich verhindern kann um den Fischen noch mehr Entlastung zu geben. Ich gehe davon aus, dass auch im Ursprungsgewässer kein Nitrit gemessen werden kann.

Fütterung ist sparsam, Eheim Außenfilter 2213.

Filter größer machen?

Schönen Gruß, Daniel.
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Beitragvon antilangeweile » 04.10.2010 - 18:03

Hallo!

Also ob man das Nitrit oder Nitrat noch weiter senken muss ist eine andere Frage!

Aber wenn du es nunmal tun willst ist es deine Sache :-)

Ein Außenfilter filtert überwiegend Mechanisch, das liegt an der Durchflussgeschwindigkeit des Wassers pro durchströmter Filterfläche (die Höhe des Filters ist daher weniger wichtig als die Querschnitsfläche). Jedoch steigt mit dem zusetzen des Filters durch Mulm auch der Anteil an Biologischer Filterung, den es gibt, da es auch Strömungsärmere Zonen im Filter gibt bzw. sich Bilden (gerade durch Mulmablagerungen). Dazu kommt das dein Ganzes Becken (Bodengrund, Pflanzen, Deko) als biologischer Filter funktioniert da sich überall Bakterien ansiedeln. Vorausgesetzt die Strömung versorgt alle Bereiche des Beckens mit Sauerstoff und Nährstoff. Hier liegt im übrigen eine der wichtigsten Funktionen des Außenfilters, er bewegt das Wasser! Je nachdem wie alt dein Becken ist funktioniert das mehr oder weniger. Mulm ist einer der wichtigsten Faktoren im Becken, er beherbergt ebenfalls viele gute Bakterien und fungiert auch als Nährstoff und Mineralienpuffer.Entfernst du immer allen Mulm schwächst du deinen Biologischen Filter im Becken. willst du beides (kein Mulm viel Biofilter) musst du den Mulm woanderst auffangen z.B. Mehrkammerfilter, Mattenfilter. Denn nicht nur die Filteroberfläche (besiedelbare Oberfläche) und Strömungsgeschwindigkeit ist wichtig für eine gute Biologische Filterung sondern auch Mulm. In einem gut Balancierten Aquarium steigt die Menge des Mulmes nicht konstant sondern pendelt sich von selbst auf einen idealen Wert ein(Man bemerkt bei Futterpausen oder anderen Ursachen für ein Nährstoffdefizit, das die Mulmmenge auch abnimmt)

So mal als kleine Übersicht zum Filter.
Viele schnellwüchsige Pflanzen sind auch gut, machen aber auch Arbeit

Gruß Chris
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Filter-Schaltung

Beitragvon freak » 05.10.2010 - 10:20

Hallo,

habt ihr Erfahrungen mit dem Hintereinanderschalten von Außenfiltern?

Ich habe daran gedacht, das Filtervolumen durch eine solche Kettenschaltung zu vergrößern. Mehr Filteroberfläche --> mehr Bakterien --> mehr Filterleistung --> weniger Nitrit. Das ist so meine Denke.

Hat vielleicht jemand Erfahrung mit einem eigenen Filterbecken unter dem Aquarium? Hier hätte ich ja ein optimales Verhältnis von Größe zu Filterwirkung, oder sehe ich das Falsch?

Ctenopoma-Gruß, der Daniel.
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Beitragvon Andreas Hilse » 05.10.2010 - 10:29

Hi

Vorausgesetzt Du hast ein "normal" besetztes Becken mit ordentlichem Pflanzenbesatz und wir sprechen hier wirklich von Nitrit und nicht Nitrat sollte ein HMF oder ein einzelner Topffilter reichen um den Nitritwert mit unseren Meßreagenzien in nicht nachweißbare Regionen zu bekommen.
Ist das nicht der Fall hast Du ein Problem mit dem Bodengrund oder einem Dekogegenstand (faulendes Holz, etc.).

Um Dir hier besser helfen zu können wären Angaben zu dem Aquarium und/oder ein Foto hilfreich.

Gruß
Andreas
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Beitragvon freak » 05.10.2010 - 10:38

Hallo,

ich werde bei Gelegenheit gerne mal ein Bild des Aq's ins Netz stellen.

Ein Problem mit dem Bodengrund kann was heißen?

Daniel.
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Beitragvon Andreas Hilse » 05.10.2010 - 12:27

Hi

1. kann der Bodengrund eventuell modern/faulen
2. kann er schleichend Stoffe abgeben die das Wasser beeinflussen
3. kann er zu alt sein, bzw. zu stark durchwurzelt/altes Wurzelmaterial

die Deko (Holz) nicht aquarientauglich, (Steine) geben Giftstoffe ans Wasser ab, etc, pp

Gruß
Andreas
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Der Bodengrund

Beitragvon freak » 05.10.2010 - 19:53

Hallo Andreas,

der Bodengrund ist ca. 2 Jahre alt. Kies; Körnung ca 3-4 mm.

Ich sauge, aufgrund der 2 großen Wurzeln im Becken, und der Pflanzen nicht den gesamten Mulm vom Boden ab, sondern hauptsächlich von den Hauptsammelorten, die aufgrund der Strömung entstehen.

Wie kann es sein, dass der Bodengrund fault...? Das Mulm sich im Boden sammelt, sollte doch eher zu einer Zunahme des "Biologischen Filters" dienen.

Da es sich um Aquarienkies handelt, hoffe ich nicht, dass er, zumal er weiß ist/war er schädliche Stoffe abgibt.

Woran könnte ich erkennen, dass er zuviele organische Stoffe bindet? Wirklich an Wurzeln die das Substrat quasi durchwurzelt haben? Das ist nicht der Fall.

Bei dem Holz handelt es sich um 2 Moorkienhölzer, soweit ich weiß. Mopani ist es nicht.

Größere Steine gibt es nicht im Wasser. Das die mit dem Nitrit in Verbindung stehen, würde mich allerdings auch wundern.

Danke für die Anregungen, Daniel.
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Beitragvon antilangeweile » 05.10.2010 - 21:19

Hallo,

also zum hintereinanderschalten von Filtern: Denke daran das die Bakterien Sauerstoff benötigen!

Das führt auch zum nächsten punkt, dem faulenden Boden aufgrund anaerober Zersetzung!

Gruß Chris
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Bilder des Aquariums

Beitragvon freak » 07.10.2010 - 11:28

Hallo,
wie schaffe ich es auf dem Desctop gespeicherte Bilder hier ins Forum zu stellen...? :oops:
Daniel.[/img]
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Beitragvon GaNjA » 07.10.2010 - 11:30

Hi!
unter www.imageshack.us zB hochladen und dann link hier rein kopieren und noch mit versehen, dann sollte es hier im Forum angezeigt werden...
MfG
Marco Graumann
mobil neue nummer, hab ich aber nicht im Kopf ;)

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Bilder vom AQ

Beitragvon freak » 07.10.2010 - 15:45

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