Dummer Fehler

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Dummer Fehler

Beitragvon Resie » 15.10.2011 - 07:53

Guten Morgen,
ich könnt mir echt in den Hintern beißen. Mit einem befreundeten Aquarianer redete ich kürzlich über Haras und dass er diese mit seinen Betta simplex zusammen pflegt.
Da war ich am überlegen, welche zu den Albimagrinata zu setzen.
Im Verein kam ich dann spontan an 4 Tiere und nahm diese mit.

Vor einem Kauf beobachte ich Fische grundsätzlich gut 30 Minuten um evtl. Krankheiten auszuschließen.
Die Welse sehen fit aus und es war nix auffälliges zu sehen.
Also nahm ich sie mit.

Zu hause füllte ich etwas temperiertes Leitungswasser in einen Eimer und setzte wie immer die Welse mit dem Transportwasser in den Eimer, dazu gab ich etwas Wasseraufbereiter und Vitamine.

Den Eimer dunkelte ich mit einem Handtuch ab und gab über 3 Stunden verteilt immer etwas AQ-Wasser hinzu.
Kurz bevor das Becken ausging,setzte ich die Welse um.
Soweit alles gut.

Samstag Morgen schaue ich ins Becken und sehe auf einmal, dass die Welse kleine weiße Punkte haben, jedoch nicht viele.

Also fuhr ich sofort los und kauft JBL Punktol Ultra.

Ich machte einen 80% Wasserwechsel und saugte dabei jeglichen Mulm ab und drückte die Filterschwämme aus, genau wie es in der Anleitung steht.

Nun mache ich alle 2 Tage einen 50% WW nach Anleitung und dosiere voll nach, das Becken habe ich mit einem Handtuch zusätzlich verdunkelt.

Bis gestern ging es den Albis wunderbar, sie zeigten keine Auffälligkeiten, doch gestern Abend sah ich, dass die ersten Punkte an den Schwanzflossen auch bei ihnen sind.

Tja ich dürft mich nun wohl steinigen,wobei ich schon gestraft genug bin und mich tierisch über meine eigene Dummheit ärgere.

Ich hatte Jahre lang keinerlei Krankheiten und nun ausgerechnet bei denen so etwas.
:o :-(((


Bitte drückt mir die Daumen, dass ich das schnell in den Griff bekomme.
Ich denke ich konnte schnell genug mit der Behandlung beginnen und mache alles genau nach Anleitung.
Ich bete dass der Stamm nicht resistent ist und vor allem bete ich, dass die Fische das heil überstehen.

So etwas dummes wird mich nicht nochmal passieren, ich ärger mich so tierisch über mich selber.
Gruß Theresa
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Beitragvon Resie » 15.10.2011 - 20:09

Guten Abend,
ich glaube ich habe einen Fehler entdeckt, habe abends doch sehr extremen Lichteinfall auf das Becken.
Habe es nun komplett abgedunkelt. Heute morgen habe ich einen Blick ins Becken gewagt.
Ich habe ein Männchen und ein Weibchengesehen, beide haben nicht die Flossen geklemmt auch waren keine Punkte zu sehen.

Das gibt mit wieder Hoffnung die Haras schienen heute auch besser auszusehen.

Ich werde natürlich gut weiter behandeln und genaustens beobachten und behandele so lange, bis 4-5 Tage keine Punkte mehr zu sehen sind.

Drückt mir also die Daumen.

Auch überlege ich, den Ph doch etwas abzusenken.
Natürlich soll dies ganz langsam geschehen. Ich strebe dabei einen ph von 6-6,5 an.

Hat da evtl. noch jemand Tipps wie ich das am besten angehe?
Also den PH an sich zu senken ist ja nicht schwer aber langsam.

Vielleicht das Wasser vorher aufbereiten und dann Schritt für Schritt wechseln?
Ich werde auf jeden Fall warten, bis mir ein befreundeter Aquarianer sein ph Messgerät und sein Leitwertmessgerät geliehen hat.

Für jegliche Tipps bin ich immer dankbar
Gruß Theresa
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re

Beitragvon heiko22091971 » 16.10.2011 - 09:11

Moin Resie,

der gewüschte pH von 6-6,5 wird sich von allein einstellen, wenn du dauerhaft mit weichem Wasser arbeitest und etwas Laub und Erlenzapfen verwendest.
Ich verwende Osmosewasser + Leitungswasser um den Leitwert einzustellen und Buchen-/Eichenlaub und Erlenzapfen für den pH.
Heiko

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Klaus Kinski
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Beitragvon Resie » 16.10.2011 - 11:42

Guten Morgen,
also kann ich so arbeiten wie bei den Brownorum. Da habe ich 95% destilliertes Wasser drin 5% Leitungswasser und ordentlich Erlenzapfen.

Hatte nur Bedenken, ob der ph dadurch nicht zu schnell absinkt.

Werd ich dann probieren, wenn Ichtyo überstanden ist.
Lieben Dank
Gruß Theresa
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Beitragvon aquaristiker » 16.10.2011 - 13:49

Hallo zusammen, hier muss ich mal intervenieren! B. albimarginata ist kein Scharzwasserfisch und darf auf keinen Fall wie die kleinen Roten gepflegt werden. Das Wasser darf ruhig etwas Härte haben, 3-4 Grad KH ist i.O. Der pH Wert sollte leicht sauer bis neutral sein. Extrem saures Wasser mögen die nicht!

Übrigens tragen die Männchen ziemlich genau 20-21 Tage und entlassen dann etwa 15+- etwa 4mm große Jungfische. Ich entferne ein paar Tage vorher das Weibchen. Dann hat das Männchen keinen Stress. Wenn die Jungen dann entlassen sind, fange ich das Männchen auch noch raus und ziehe die Jungen dann im Haelterungsbecken (25Liter 40x25x25)auf. Als Erstfutter sind Micro (bekommst du ja von Klaus) und Artemianauplien gut geeignet.

Viel Erfolg Mit diesen tollen Fischen.

Und heb dir immer ein paar von den Nachzuchten auf. Die Fische werden leider nicht alt.

Gruß, Hendrik
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Beitragvon Resie » 16.10.2011 - 16:15

Hallo,
naja ich wollte ja auch nicht die Werte wie im Brownorum Becken erreichen.
Nur die Art und weise den ph zu senken wäre die gleiche, das meinte ich.

Ich dachte nur, wenn der ph Wert im leicht sauren Bereich ist, haben Bakterien eine geringere Chance sich zu vermehren und so bleibt die Keimdichte allgemein geringer.

Oder sind die albimagrinata da nicht so emfpindlich?

Klar eigenen Nachwuchs werde ich mir natürlich sichern.
Vielen Dank auch für deine Tipps
Gruß Theresa
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Beitragvon ThomasG » 16.10.2011 - 17:11

Hallo Resie,

zunächst kann ich Hendrik in Bezug auf die Wasserwerte nur Recht geben.
Auch ist seine Methode, das Männchen drin zu lassen, die sicherste.

Resie hat geschrieben:Oder sind die albimagrinata da nicht so emfpindlich?


Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass die albis doch ganz schön empfindlich sein können.
Hatte schon verpilzte Fische nur weil ich die Tiere mit dem Netz gefangen und umgesetzt habe. Auch habe ich schlechte Erfahrung mit viel Holz und Laub gemacht, da albis empfindlich auf organische Belastung reagieren. Aber das hängt natürlich auch von der Häufigkeit des Wasserwechsels, Filter etc. ab.
Grüßle aus Stuttgart
Thomas G

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Beitragvon Resie » 17.10.2011 - 08:14

Morgen,
also sollte eine leichte Ansäuerung nicht schaden können oder?

Laub habe ich in diesem Becken nicht jedoch zwei Wurzeln,glaube Mangrove ist es. mit denen habe ich bisher keine schlechte Erfahrungen,also bisher hat noch keine bei mir gegammelt.

Problem bei mir das Männchen drin zu lassen, ist dass ich dann 2 WEibchen und 1 Männchen raus fangen müsste.

Ich glaube da wäre es für mich doch sinniger das Männchen raus zu fangen.
Ich glaube dafür werde ich mir mal so eine Fangglocke anschaffen.

Momentan sind die Tiere wieder fit, keine Punkte mehr zu sehen, kein Flossenklemmen, die Tiere stehen gut und haben auch dankbar ein paar lebende Cyclops angenommen.

Ich bin echt erleichtert.


Von Olaf Deters bekam ich mal den Tipp, 4 Wochen gar nichts am Becken zu machen und dann kräftig Wasser zu wechseln und kräftig mit Lebenfutter zu füttern,er hat damit wohl gute Erfahrungen gemacht.

Mein becken war vorher ziemlich vermulmt und einige Muschelkrebse hatten sich angesiedelt um die ich auch froh war.

Sollte ich den Mulm nun doch regelmäßig absaugen, da er zur organischen Belastung beiträgt oder ihn drin lassen, da er an für sich ja sehr nützlich ist?

Ich filtere über einen doppelten Schwammfilter von Elite, der über eine 2 W Pumpe läuft.
Mit Innenfiltern wie dem Aquaball habe ich schlechte Erfahrungen gemacht und Schwammfilter sind für mich die besten Filter
Gruß Theresa
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