35 Liter Niedrigwasser im 60er Becken - was passt am Besten?

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35 Liter Niedrigwasser im 60er Becken - was passt am Besten?

Beitragvon Windsbraut » 28.12.2011 - 20:28

Hallo,

ich hoffe, ich verstoße nicht gegen Foren-Regeln, wenn ich hier eine Bitte um Ratschläge äußere, die ich auch in einem anderen Labyrinther-Forum schon geäußert habe. Die Zusammensetzung der Mitglieder ist hier eine andere, so dass ich auf andere Erfahrungen hoffe.

Zur Sache:

Ich habe ein 60/30/30 Becken - bereits eingelaufen, aber noch nicht fertig gestaltet:

- Es ist (absichtlich) nicht bis obenhin gefüllt - Wasserstand über der Bodenschicht knappe 20 cm, also um 35 Liter Wasser über Boden.
- Nicht abgedeckt, weil bis dicht über die Wasseroberfläche Orchideen und Tillandsien hängen. Abstand Wasseroberfläche bis Beckenrand 8 cm.
- Technikfrei, steht am Ostfenster, nur im Winter ab Nachmittag 4 Stunden einfache Zusatzbeleuchtung mit Strahler.
- Temperatur im Allgemeinen bei 20 Grad, mit max. 2 Grad Schwankung nach oben oder unten (d.h., im Winter im geheizten Zimmer, im Sommer eher um 25 Grad).
- Boden Kies, 2 bis 3 mm Körnung, an den unbepflanzten Flächen Eichen- und Buchenlaub.

pH: 7,0
kH: 6
gH: 12
NO2: 0

Die Gesamthärte kann ich variieren - wir haben 14°dH Leitungswasser, unser sehr sauberes Regenwasser hat gar keine messbare gH, ich kann also nach Bedarf mischen.

Pflanzen bisher:

- 2 Cryptocoryne walkeri
- 1 Javafarn auf Wurzel
- 3 Vallisneria spiralis
- Fontinalis antipyretica
- etwas Najas guadeloupensis (kommt raus)
am Boden:
- mehrere Eleocharis acicularis
- büschelweise Hemianthus callitrichioides Cuba
schwimmend:
- Elodea canadensis und reichlich Salvinia

2 Wurzeln, eine überragt die Wasseroberfläche und teilt das Becken optisch. Ein Stein mit Mooskugel-Alge überwachsen, ein Zweig Korkenzieherhasel mit Moosbewuchs soll noch von oben seitlich hineinragen.

Eine Seitenwand wird eine Mooswand mit verschiedenen Moosen und kleinem Javafarn. Statt der Najas kommt eine Didiplis diandra in den Hintergrund.

Ach ja, es sind 1,2 Endlers drin - die Mädels natürlich schwanger, die Brut eigentlich als Lebendfutter für den künftigen Besatz bestimmt ..... :oops:

Und nun bitte ich euch, mich beim Besatz zu beraten. Ich habe bestimmte Favoriten, bei denen ich mir aber über Menge und Zusammensetzung unsicher bin. Angedacht habe ich

- 1,1 Betta smaragdina mit Betta picta (wieviele dann davon?)
oder
- 1,1 Trichogaster chuna mit Betta picta (wieviele dann davon?)
oder
- nur Trichopsis pumila (wieviele dann?). Oder womit zu kombinieren?

Oder soll ich besser ein reines Artbecken draus machen, z.B. nur B. smaragdina oder picta - oder nur T. chuna? Ist ja nicht so viel Wasser ......... :wink:

Über eure Ratschläge und Erfahrungen würde ich mich freuen!! Danke!

Herzlichst,
Windsbraut
Zuletzt geändert von Windsbraut am 29.12.2011 - 22:56, insgesamt 1-mal geändert.
Herzlichst,
Stefanie


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Beitragvon Charlyroßmann » 29.12.2011 - 11:56

Hallo!
Nimm die pumila!
Und wenn du Bettas nimmst, deck das Becken ab. Die können alle gut und hoch springen.
Gruß
Charly
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Beitragvon Windsbraut » 29.12.2011 - 12:08

Guten Morgen!

Und danke für den Rat!

Empfiehlst du die pumila, weil du sie einfach grundsätzlich schätzt, oder weil du sie von meiner Wunschliste für mein kleines Becken für am Besten geeignet hältst?

Ich finde sie auch wunderschön, gestehe aber, dass ich die "Lauerjägerart" von Betta smaragdina und Co. der Lebhaftigkeit der pumila durchaus vorziehen würde - wenn nichts dagegen spräche. Ich komme eigentlich über meine Vorliebe für die langsam "pirschenden" Makropoden zu den anderen Labyrinthern .........

Ich würde eine Abdeckung aus Fliegengaze bauen - ich brauche etwas Luft- und Wasserdurchlässiges, weil meine Tillandsien und Orchideen darüber hängen und von der Luftfeuchtigkeit profitieren, das Aquarium dient auch als "Tropfenfänger" für das tägliche Besprühen der Pflanzen. Ich stelle mir auch vor, dass es für die Fische angenehmer ist, gegen Fliegengaze zu springen als gegen Glas.................

Wenn Betta smaragdina - in welcher Menge und Geschlechterzusammensetzung? Nur 1,1 allein - oder geht es sogar auch mit picta?

Danke nochmal für jeden Rat!!

Herzliche Grüße,
Windsbraut
Herzlichst,
Stefanie


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Beitragvon Charlyroßmann » 29.12.2011 - 17:08

Hallo!
Pumila sind mit Abstand die interessantesten von der ganzen Auswahl und sie können ihr Verhalten bei deiner Beckengröße am besten entfalten. Alles andere geht auch, aber um zwei Arten zu kombinieren ist dein Becken definitiv zu klein.
Gruß
Charly
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Beitragvon Windsbraut » 29.12.2011 - 17:13

Danke!!

Wie viele sollte ich denn dann nehmen?

Du schreibst im IGL-Lexikon, dass man die pumila nicht unter 23 Grad halten sollte, weil sie dann blass und träge werden. Mein ungeheiztes Becken hat jetzt, im Winter im geheizten Zimmer, meist 20 Grad - im Sommer natürlich mehr. Das wäre ja dann eigentlich zu kühl ............

Springen die pumila nicht?

Herzliche Grüße,
Windsbraut
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Beitragvon K. de Leuw » 29.12.2011 - 19:15

Hallo Namenlose,

ich halte das Aquarium für beide Kampffischarten für eher zu klein.

Aufgrund Deiner Wünsche und der Temperaturen würde ich Dario dario in Erwägung ziehen:

- neigt absolut nicht zum Springen
- Beckengröße optimal für eine Gruppe
- peilt und schnappt zu
- Abnehmer für die Mückenlarven in Deiner Regentonne
- sehr hübsch
Nachteile:
- wird am unteren Ende Deines Temperaturspektrums auch etwas blasser
- Artemia und Mikrowürmchen würde ich schon bieten.

Gruß, Klaus
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Beitragvon Windsbraut » 29.12.2011 - 19:51

Hallo, Klaus,

kurz OT: ich bin nicht namenlos, ich nenne mich Windsbraut. Ich könnte mich auch Monika nennen, das wäre genauso wenig mein richtiger Name wie Windsbraut, aber du würdest es nicht merken. Es wäre vorgetäuschte Offenheit.
Ich halte es für ehrlicher, zu zeigen, dass ich meinen richtigen Namen nicht im internet nenne. Ich habe das früher sehr vertrauensvoll in etlichen Foren getan - und keine guten Erfahrungen damit gemacht.
Mir ist es übrigens egal, wenn ich dich Klaus nenne - ob du so auch wirklich heißt. Einen netten, höflichen Umgang finde ich deutlich wichtiger, Geschlecht und ungefähres Alter helfen mir bei der Einschätzung eines Menschen mehr als sein Vorname. OT Ende.

Dario dario finde ich wunderhübsch, er soll aber ausschließlich Lebendfutter nehmen. Das kann ich so nicht garantieren.

Ich bin nun etwas verunsichert. Ich habe mich vorher durchaus über mögliche Labyrinther-Arten informiert, wollte hier nur Empfehlungen für Vergesellschaftung (d.h. - ob überhaupt) und Individuen-Menge.

Jetzt sagst du, mein Becken sei zu klein für die Arten, die ich mir vorstelle. Herr Vierke empfiehlt in seinen Büchern "Labryrinthfische" und "Kleine Aquarien" - wie auch im internet - sowohl T. pumila wie auch Betta smaragdina und imbellis für kleine Becken (von letzteren Arten 2 Paare!! auf 40 Liter). Von T. chuna 2,3 auf 30 Liter. Im IGL-Lexikon werden für die beiden Bettas auf 60 cm 1 Männchen, zwei Weibchen empfohlen.

Jetzt wird das hier sogar für ein Pärchen verneint ............. so viel unterschiedliche, sich widersprechende Meinung von anerkannt Fachkundigen ist dann wieder nicht sehr hilfreich .......

Herzliche Grüße,
Windsbraut
Herzlichst,
Stefanie


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Beitragvon K. de Leuw » 29.12.2011 - 20:09

Hallo,

Windsbraut hat geschrieben:Geschlecht und ungefähres Alter helfen mir bei der Einschätzung eines Menschen mehr als sein Vorname.


Aber auch das gibst Du ja nicht preis.

Jetzt sagst du, mein Becken sei zu klein für die Arten, die ich mir vorstelle


Nein, ich bezog mich ausdrücklich auf die Kampffischarten.

Herr Vierke empfiehlt in seinen Büchern "Labryrinthfische" und "Kleine Aquarien" - wie auch im internet - sowohl T. pumila wie auch Betta smaragdina und imbellis für kleine Becken (von letzteren Arten 2 Paare!! auf 40 Liter).


Mal abgesehen davon, dass ich 40 Liter für eine 7 cm lange Art für zu klein halte, stellst Du Dein Aquarium mit 35 l vor. Von B. imbellis war übrigens nicht die REde.

Von T. chuna 2,3 auf 30 Liter.


Der hat noch nie revierkämpfende Chunaweibchen gesehen:
http://www.klausdeleuw.de/Fische/chuna.html

Im IGL-Lexikon werden für die beiden Bettas auf 60 cm 1 Männchen, zwei Weibchen empfohlen.


Also auf 45 l. Davon hast Du aber nur die Grundfläche, und keinen Filter.

Jetzt wird das hier sogar für ein Pärchen verneint ............. so viel unterschiedliche, sich widersprechende Meinung von anerkannt Fachkundigen ist dann wieder nicht sehr hilfreich .......


Weil die Pärchenhaltung bei schaumnestbauenden Kampffischen suboptimal ist und den Weibchen zu viel Stress bereitet, wird grundsätzlich zur Triohaltung geraten. Bei B. imbellis würde ich eher ein 80er mit zwei Trios nehmen.

Gruß, Klaus

PS: In anderen Foren würdest Du für Dein Ansinnen, in einem 35-l-Becken Fische zu pflegen, gesteinigt.
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Beitragvon Windsbraut » 29.12.2011 - 20:28

Windsbraut hat Folgendes geschrieben:
Geschlecht und ungefähres Alter helfen mir bei der Einschätzung eines Menschen mehr als sein Vorname.


Aber auch das gibst Du ja nicht preis.


Ich wüsste nicht, wie? Nach dem Geschlecht wird bei der Anmeldung nicht gefragt. Mein Geburtsjahr würde ich gerne angeben - ich darf aber nur aussuchen, ob ich es zu meinem Geburtstag und -monat hinzufüge. Mein gesamtes Geburtsdatum gebe ich aber aus Datenschutzgründen nicht an.
In meiner Vorstellung im entsprechenden Thread sage ich mehr über mich - das müsstest du aber dann auch mal lesen ....................

Mal abgesehen davon, dass ich 40 Liter für eine 7 cm lange Art für zu klein halte, stellst Du Dein Aquarium mit 35 l vor. Von B. imbellis war übrigens nicht die REde.


Vierke nennt imbellis und smaragdina in einem Atemzug für die gleichen Bedingungen. Ich habe das Beispiel genannt, nicht weil ich auch 40 Liter habe, sondern weil hier gleich 2 Paare auf nur 5 Liter mehr Wasser empfohlen werden, als ich habe. Zur Begründung - warum ich dachte, ich könnte auf 35 Liter dann doch sicher ein Paar oder 1 Männchen, 2 Weibchen halten ..............

Davon hast Du aber nur die Grundfläche, und keinen Filter.


Auch Filter hält Herr Vierke bei diesen Arten für verzichtbar.

In anderen Foren würdest Du für Dein Ansinnen, in einem 35-l-Becken Fische zu pflegen, gesteinigt.


Das ist doch so nicht richtig. Es ist ja kein 35 Liter-Becken. Es ist ein 60er Becken mit niedrigem Wasserstand, wie er für viele Labyrinther empfohlen wird. Das ist eine absichtlich verdrehte Darstellung meiner Haltungsbedingungen. Und ich bin nicht einzige, die hier von solchen oder ähnlichen Bedingungen berichtet - ich habe hier sehr viel Interessantes gelesen. Ich habe allerdings bisher nirgendwo gesehen, dass die anderen ähnlich abgekanzelt wurden.

Das ist keine Hilfe. Und höflich oder nett ist es auch nicht - und wenn du hundertmal deinen Namen nennst.

Gruß,
Windsbraut
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Stefanie


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Beitragvon freaky_fish » 29.12.2011 - 21:35

Hallo Windsbraut,
ich schließe mich Charly an, ich fände die T. pumila geeignet für das Becken und niedlich sind sie auch.

Betta smaragdina würde ich nicht in dem Becken halten, es ist aus meiner Sicht zu klein, wenn es nicht voll befüllt ist. Zumindest meine Smaragde haben ein voll befülltes 80 cm Becken (125 Liter) von links nach rechts und von oben nach unten voll ausgenutzt und wenn der Kerl in Stimmung war dann war das für die Damen auch gut so, dass sie ausreichend Platz hatten. Ein halb befülltes 60 Liter Becken ist zu klein (meine Meinung). Die T. chuna würden zur Not gehen, aber auch da finde ich es eher eng.

Die kleinen Knurrer sind ein guter Rat.

Liebe Grüße
Verena
Der wahrhaft Ethische nimmt sich die Zeit, einem Insekt, das in einen Tümpel gefallen ist, ein Blatt oder einen Halm zur Rettung hinzuhalten. Und er fürchtet sich nicht, als sentimental belächelt zu werden.

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Beitragvon Windsbraut » 29.12.2011 - 22:25

Danke, Verena.

Ja, die pumila sind immer noch oben auf meiner Liste............. Habe mir vorhin noch Aufnahmen vom Verhalten angeschaut ......... ich finde sie auch wirklich nett, hübsch und interessant.

In dem anderen Labyrinther-Forum, welches ich befragt habe, wurden mir jetzt durchaus 1,2 B. smaragdina empfohlen - als einziger Besatz, mit reichlich Verstecken für die Mädels.

Hängt jetzt wohl auch einfach davon ab, was ich bekommen kann ..................

Danke und herzliche Grüße,
Windsbraut
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Stefanie


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Beitragvon K. de Leuw » 29.12.2011 - 23:40

Hallo,

Windsbraut hat geschrieben:In meiner Vorstellung im entsprechenden Thread sage ich mehr über mich - das müsstest du aber dann auch mal lesen


Habe ich, aber ich versäumte, ihn auswendig zu lernen.

Es ist ja kein 35 Liter-Becken. Es ist ein 60er Becken mit niedrigem Wasserstand, wie er für viele Labyrinther empfohlen wird.


Genau, es hat 35 Liter Wasserinhalt und ist daher ein 35-l-Aquarium. Ob man die 35 l auf 60 x 30 oder weniger Grundfläche verteilt ist dem Wasserchemismus ziemlich egal.

Das ist eine absichtlich verdrehte Darstellung meiner Haltungsbedingungen.


Ich habe nicht verdreht, ich habe lediglich Deine Angaben (deren Präzision ich sehr schätze) wiederholt.

Ich habe allerdings bisher nirgendwo gesehen, dass die anderen ähnlich abgekanzelt wurden.


Du wurdest nicht abgekanzelt, sondern fühlst Dich abgekanzelt. Das ist ein großer Unterschied. Man wird ja wohl noch eine Bemerkung machen dürfen, dass man es gar nicht höflich findet, wenn sich das Gegenüber hinter Pseudonymen versteckt, oder?

Das ist keine Hilfe. Und höflich oder nett ist es auch nicht - und wenn du hundertmal deinen Namen nennst.


Strenggenommen hast Du jetzt sogar meine Adresse.

Wohlgemeinte Tipps mit den Worten
so viel unterschiedliche, sich widersprechende Meinung von anerkannt Fachkundigen ist dann wieder nicht sehr hilfreich

zu quittieren ist nun wiederum nicht das, was ich mir unter Höflichkeit vorstelle.

Übrigens gibt Vierke in seinem Werk "Labyrinthfische und verwandte Arten" von 1978 für B. smaragdina überhaupt keine Beckengröße an, dafür nennt er als Temperaturuntergrenze 24°C. Von B. imbellis will er auf einer Grundfläche von 80 x 30 bis zu fünf (!) Männchen unterbringen, zu B. picta macht er keine Angaben. Übrigens hält er 23°C für die Untergrenze bei der Haltung von T. pumila. In seinem neueren Werk "Labyrinthfische" (Kosmos-Verlag, ohne Jahresangabe?), das ich schon von der Aufmachung und der Bildauswahl für wenig gelungen halte, gibt er für beide Schaumnestbauer als Temperaturuntergrenze 26°C an, bei B. imbellis wiederholt er die Angaben zur Beckengröße, bei B. smaragdina empfielt er 100 l für maximal drei Paare. Für B. picta ist Dein Becken seiner Ansicht nach zu kalt (ab 25°C). Zu T. chuna macht er keine Angaben zur Beckengröße (was die Qualität des Buches hervorhebt!) und gibt als Temperaturuntergrenze 25°C an. Bei T. pumila gibt es auch keine Maße, aber als Untergrenze 26°C! Im allgemeinen Teil rät Vierke aber von Aquarien unter 70 l Fassungsvermögen ab. Und laut Vergesellschaftungstabelle ist kaum eine Labyrinthfischart mit einer anderen zu vergesellschaften!
Du siehst, ein Autor und bis zu drei Meinungen, da muss es Dich nicht wundern, dass sich die Labyrinthfischfreunde nicht immer einig sind.

Mein tipp: Hake ncoch einmal nach, ob Charly und Verena wirklich an Deine Wintertemperaturen gedacht haben, und dann nimm die kleinen Knurrer. Und Verena, lies dir bitte auch meinen verlinkten Bericht durch, der Wasserteil des damaligen Paludariums hatte etwa die Grundfläche von Windbrauts Becken, war nur anders geschnitten und völlig verkrautet (die freie Sandfläche auf den Bildern ist etwa 5 cm tief, die Sichttiefe entspricht der Wirklichkeit), und zu klein für auch nur ein Paar T. chuna!.


Viel Erfolg und Freude an Deinem Aquarium!
Klaus
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Beitragvon Windsbraut » 30.12.2011 - 12:56

Hallo, Klaus,

ich möchte mich eigentlich hier gar nicht auf eine kleinkrämerische Diskussion einlassen - aber einiges kann ich nicht unwidersprochen stehenlassen:

Habe ich, aber ich versäumte, ihn auswendig zu lernen.


Hat niemand verlangt - aber du hast mir vorgeworfen, ich gäbe nichts von mir preis.

Genau, es hat 35 Liter Wasserinhalt und ist daher ein 35-l-Aquarium. Ob man die 35 l auf 60 x 30 oder weniger Grundfläche verteilt ist dem Wasserchemismus ziemlich egal.


Es ging hier ja aber nicht um die Wasserchemie, sondern um die geeignete Größe. Und da macht es einen Unterschied (vor allem für Labyrinther), ob die Wassermenge auf Fläche oder Höhe verteilt ist.

Wohlgemeinte Tipps mit den Worten
Zitat:
so viel unterschiedliche, sich widersprechende Meinung von anerkannt Fachkundigen ist dann wieder nicht sehr hilfreich

zu quittieren ist nun wiederum nicht das, was ich mir unter Höflichkeit vorstelle.


Da ist nichts unhöflich, ich erkenne die Fachkundigkeit an, stelle aber fest, dass widersprüchliche Aussagen für mich nicht hilfreich sind. Das ist doch einfach eine Tatsache, die durchaus nachvollziehbar sein sollte.

Im allgemeinen Teil rät Vierke aber von Aquarien unter 70 l Fassungsvermögen ab.


Für Gesellschaftsbecken!! Genau sagt er: "Wohnzimmeraquarien, die man mit den verschiedensten Fischen besetzen möchte, sollten nicht weniger als 70 Liter fassen." Du stellst das als allgemeine Aussage hin.

Tatsächlich sagt er aber weiter:
"Viele der kleineren Labyrinthfisch-Arten würden in großen, ja oft auch schon in mittelgroßen Becken verloren wirken. Hier seien besonders die kleinen Prachtguramis und kleine Kampffisch-Arten genannt. Ihnen kann man sich in kleinen Spezialbecken besonders intensiv widmen ......."

Ich habe sehr viel zum Thema gelesen, in Fachliteratur und auch hier. Ich habe da sehr viele Aussagen gefunden, die Becken wie meines als geeignet für die von mir danach ausgesuchten Arten empfehlen. Ich habe - auch hier im Forum - etliche Threads gefunden, in denen Zimmertemperatur für die von mir ausgesuchten Arten als ausreichend und zum Teil gesundheitsfördernd bezeichnet wurde. Hätte ich nicht diese ganzen Fachmeinungen gelesen, wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, hier diese Auswahl für mein Becken zur Diskussion zu stellen! Warum sollte ich denn hier um Rat fragen, wenn ich bereits im gesamten Forum gelesen hätte, dass meine Arten schon wegen Temperatur und Beckengröße nach eurer Meinung gar nicht zu halten sind??

Mich überrascht jetzt vielmehr der große Widerspruch, den ich in den anderen entsprechenden Threads hier im Forum bisher nicht gefunden habe.

Es gibt da offenbar ebenso viele Meinungen wie Fischhalter. Vielleicht muss man sich die herauspicken, die einem selber am Besten passt, und seine eigenen Erfahrungen machen. Einige werden sagen, dass man da völligen Mist macht, und ebenso viele andere werden sagen, dass es absolut ok ist.

Das meinte ich auch damit, dass ich oben sagte, die widersprüchlichen Antworten seien nicht wirklich hilfreich.
Hätte ich nicht gefragt, würde ich jetzt aufgrund der hier gelesenen Informationen mit gutem Gewissen irgendeine der ausgewählten Arten in mein Becken einsetzen. Ich war mir nur über die Anzahl und über eventuelle Vergesellschaftung unsicher. Jetzt kann ich mir aussuchen, was ich berücksichtige: was mir aktuell geantwortet wurde - oder was hier früher in anderen Threads festgehalten wurde. Das widerspricht sich nämlich leider.

Verunsicherte Grüße,
Windsbraut
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Beitragvon Charlyroßmann » 30.12.2011 - 14:17

Hallo, Klaus!
Hast du deine Tabletten nicht genommen, war der Weihnachtsmann nicht nett zu dir, isses die Midlifekrise oder warum sonst gehst du so auf die arme Frau - wenn es denn eine ist - los?
Okay, sie hat zwei Dinge gemacht, die wir hier im Forum nicht so gern sehen, aber das konnte sie nicht wissen. Das eine ist das nicht immer eingehaltene ungeschriebene Gesetz, daß anonyme Beiträge ignoriert werden, das andere ist der Eindruck, daß da jemand so lange rumsurft, bis er seine Fragen nach seinem Geschmack beantwortet kriegt.
Das erste hat sie für mich zufriedenstellend klargemacht, das zweite war nur ein erster Eindruck, der sich wohl als falsch erwiesen hat.
Wie auch immer, Klaus, und auch wenn ich nicht unbedingt der Richtige bin, um dir hier Ratschläge zu erteilen, es wäre nix Dummes, wenn du hier mal den Ball etwas flacher halten könntest, umgangsformenmäßig.
So, @Windsbraut oder wie immer du heißt, eigentlich ist es gegen meine Grundsätze, auf anonyme Postings zu antworten, aber (und jetzt aufgemerkt, Klaus) du hast so nett gefragt, daß da eine Ausnahme zulässig war.
Inhaltlich: Bei allem Respekt vor Jörg Vierke, bei seinen Empfehlungen zur Beckengröße sträuben sich mir die Haare.
Im Sechziger kann man keine zwei Labyrinthfischarten vernünftig pflegen und erst recht nicht, wenn man das Becken nicht mal halb voll macht. Labyrinthfische bilden Reviere an der Oberfläche oder in Bodennähe und ein gewisser Wasserstand ist notwendig, damit die Unterlegenen nach oben oder unten ausweichen können. Und ich will noch ein bißchen weiter gehen. Im Sechziger kann man eigentlich nur Labyrinther unter vier Zentimeter verhaltensgerecht pflegen. Bei allen anderen übersteigt die Reviergröße die Beckengröße und die unterlegenen Fische werden nicht nur vertrieben(das wäre in Ordnung, passiert in der Natur auch), sondern gejagt(passiert in der Natur nicht, der Unterlegene kann dort das Revier des Stärkeren verlassen).
Für mich ist es das Optimum, wenn ein Aquarium so groß ist, daß die Bildung von mehreren Revieren gelingt. Das kriegen im 60er vielleicht Dario dario, Trichopsis pumila, die kleinen roten Betta oder Parosphromenus hin, alle anderen sind dafür zu groß. Von den kleinen roten Betta und den Paros solltest du erst mal die Finger lassen, dafür fehlt dir die Erfahrung und dein Wasser ist zu kalt. Dario dario brauchen kleines Lebendfutter, das auf keinen Fall überwiegend aus Artemia bestehen darf und für Trichopsis pumila sind zwanzig Grad zu wenig. Hast du schon mal über Badis singenensis nachgedacht? Das ist ein hübscher Vierzentimeterblaubarsch. Der frißt zwar auch kein Trockenfutter, kommt aber mit Artemia und gelegentlich Frostfutter gut klar und mag es ein bißchen kälter. Wird aber ohne leichte Strömung und Filter nicht glücklich. Du merkst, den hundertprozentig geeigneten Fisch für deine (zu) konkreten Aquariumvorstellungen gibt es gar nicht
Gruß
Charly
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Beitragvon freaky_fish » 30.12.2011 - 17:31

Hallo Windsbraut,
die Wintertemperatur hatte ich tatsächlich überlesen. :???: Käme es für Dich in Frage, im Winter das Becken zu heizen? Im Sommer würde es ja passen. Ab 23 Grad sollten die Kleinen Knurrer schon haben...

Wenn wir nicht in einem Labyrinterhforum wären und Du nach Labyrinthern gefragt hättest würde Dein Becken für mich geradezu nach Killifischen schreien. :oops:

Liebe Grüße
Verena
Der wahrhaft Ethische nimmt sich die Zeit, einem Insekt, das in einen Tümpel gefallen ist, ein Blatt oder einen Halm zur Rettung hinzuhalten. Und er fürchtet sich nicht, als sentimental belächelt zu werden.

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