Gesellschaften

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Re: Gesellschaften

Beitragvon nichtdoch » 11.09.2016 - 15:40

Hallo Michaela,

Gibt es einen gestreiften Schlangenkopffisch? So heißen sie bei Fressnapf, im Netz hatte ich aber nicht wirklich was gefunden. Wunderschöne Tiere! Schlanker, langgestreckter Körper und beige - braun gefärbt.

vielleicht Jungtiere von Channa micropeltes?

Gruß, helmut
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Re: Gesellschaften

Beitragvon K. de Leuw » 11.09.2016 - 15:43

Hallo Michaela,

Lilith Winter hat geschrieben:auch ohne langjähriger Erfahrung kann man ja mal irgendwas schreiben,


"Irgendwas" sollte es aber bitte auch nicht sein. :grin:
Abgesehen davon gab es heute mehrere neue Beiträge, die nicht von uns beiden stammen.

Gibt es einen gestreiften Schlangenkopffisch?


Es gibt Channa striata, der ist in der Tiefkühltheke des Asialadens aber besser aufgehoben als im Fressnapf.

So heißen sie bei Fressnapf,


In welchem? Ich kenne nur einen Fessnapf mit kompetenter Fischabteilung, nämlich den ganz im Osten von Aachen, und da ist die Fischabteilung ein (ehemals?) selbständiger Aquaristikhändler. Ich kenne aber nciht alle Fressnäpfe ...

Schlanker, langgestreckter Körper und beige - braun gefärbt.


Wie groß sind die? Es werden bisweilen wunderhübsche, sehr junge Channa aus Speisefischfarmen angeboten, helmut nannte ja schon so einen. Außerdem sind mehrere Arten unterschiedlicher Endgröße und Aquarieneignung im Jugendkleid beige mit braunen Streifen.

Schau Dir mal bei Domi die Fotos an, erkennst Du einen wieder?

Gruß, Klaus
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Re: Gesellschaften

Beitragvon Stefan_L » 11.09.2016 - 20:27

Aktuell halte ich seit Januar 2016 in einem 260 l Becken 2,3 Betta smaragdina zusammen mit 3,2 Betta dennisyongi ohne Probleme. Zusätzlich sind noch 11 Corydoras panda, 1,1 Ancistrus spec. (ausgewachsen), 1,3 Platys, 7 Inleseegarnelen und dutzende Rückenstrichgarnelen im Becken.

Jungfische bleiben nicht lange genug am leben um zu wachsen.

Die Bettas interagieren miteinander durch Drohgebärden und kleine Raufereien, bisher ohne Schäden. Anscheinend "sprechen" sie die gleich Sprache und reagieren auch auf Entfernungen von >20 cm.

Die Platys hingegen "raffen" nix und reagieren überhaupt nicht auf Imponierverhalten. Sie verstehen nur direkte Angriffe und verlassen dann den verteidigten Bereich beider Bettas.


In den 1980ern hatte ich über Jahre 4,3 Betta picta und 2,3 Macopodus opercularis gemeinsam mit 2 Schwielenwelsen, ein paar Guppys (Triangel) (Asyl von meinem Bruder) und ca. 8 Corydoras paleatus in einem 120 l Becken.

Sowohl von den Makropoden als auch den B. picta kamen gelegentlich Jungfische durch.Vertragen haben sie sich untereinander auch. Nur die Guppys hatten mit den Makropoden Probleme, selbst ausgewachsene Guppy Männchen wurden ein paar Mal vom größten M. opercularis Männchen gefressen. Wochenlang gab es keine Probleme und plötzlich ohne Anlass schaute nur noch der Guppyschwanz aus dem Maul. Es passierte immer wenn nicht gerade ein Nest verteidigt wurde. Das M. schwamm dan teilweise eine halbe Stunde umher und würgte den Guppy dann irgendwie runter.
Viele Grüße
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Re: Gesellschaften

Beitragvon Lilith Winter » 12.09.2016 - 22:33

Hallo,

Die Channamania Seite hatte ich schon durchgesucht. Ich finde nichts, was diesem Fisch ähnlich sieht. Er soll sehr groß werden, mein 150er wäre für ein Paar zu klein. Ist auch nicht wirklich das wichtigste, es gibt nur Fische die, auf Grund ihrer Faszination, im Kopf hängen bleiben.

In dem Fressnapf in unserer Gegend kann man nicht von Fachabteilung sprechen.
Ich hatte meine Beifische dort bestellt, das funktioniert super. Grosshändler liefert, ich werde angerufen und 20 Minuten später sind sie raus aus der Tüte.

Stefan @ Platys raffen nix :grins: , das kenne ich von Corydora pygmaeus, die haben fünf Sekunden später schon wieder vergessen, dass sie in der Röhre Prügel einstecken.

Lieben Gruß
Michaela
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Re: Gesellschaften

Beitragvon JensC » 13.09.2016 - 11:19

Zum Thema Vergesellschaften:

Die Sambaliung eigneten sich bei mir auch so gar nicht zur Gesellschaft.

Als Jugendliche waren sie friedlich wenn auch verfressen, das änderte sich aber von einem Tag auf den anderen.

Erst haben sie meine Glaswelse gekillt, dann haben sie sämtliche Amano Garnelen gefressen. Was einen heftigen Ehestreit auslöste, da meine Frau nun ausgerechnet an den Garnelen und den Glaswelsen hing.

Um meine Ehe zu retten, habe ich sie nun schweren Herzens in gute Nachbarshände abgegeben und gehe sie noch ab und zu besuchen. Also die sambaliung, nicht die Ehefrau.

Verblieben sind nun 3 B. channoides 2m/1f, ein Trio völlig überzüchtete Makropoden aus dem Zoohandel (ich wusste es damals nicht besser) und ein Rudel lustige Panzerwelse. Die Kombination funktioniert super in meinem 190l Trigon. Die Makropoden sind allerdings auch auffällig dämlich. Der Herr schafft es nicht einmal ein Schaumnest zu bauen, ordentlich gehühnert wird trotzdem. Zur Freude aller anderen Anwesenden, die die Eier sofort verzehren. Sobald die Balz beginnt, versammelt sich alles zur Tafel.

Die B. channoides eignen sich sehr gut für Gesellschaftsbecken. Sie haben überhaupt keinen Respekt vor den artfremden Kollegen, zeigen sich häufig und stehen beim Fressen nicht hinter den anderen zurück. Mit den vorher darin befindlichen B. Albimarginata klappte das gar nicht. Diese sitzen jetzt zufrieden im reinen Artenbecken.

In Kürze ziehen auch wieder Amanos ein.

Was ich jetzt versuchen werde: Ich habe die Gelegenheit genutzt und mir ein Trio B. stiktos bestellt. Ich werde den Versuch einer Vergesellschaftung zunächst wagen, die Makropoden aber sofort umsetzen, wenn sie sich mit den stiktos zanken. ich glaube aber nicht, dass die Agressionen von den Makropoden ausgehen werden. Die sind schlichtweg zu dämlich und völlig unagressiv.

Die B. stiktos möchte ich gerne gezielt (also nicht permanent) vermehren, dazu steht ein Zuchtbecken bereit.

Ich werde dann mal über den Versuch berichten.

LG, Jens
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Re: Gesellschaften

Beitragvon Lilith Winter » 13.09.2016 - 19:53

Hallo Jens,

schade, dass das so in die Hose gegangen ist.

Aggressivität konnte ich in den zwei Jahren nur einem Männchen gegenüber feststellen, ansonsten sind sie völlig friedlich. Ok, die Amanogarnelen wurden gefutter, 30 an der Zahl, dass war aber nicht böse gemeint. Sie haben sich ja sogar von den Stachelaalbabys in die Ecke drängen lassen.

Ich drücke euch die Daumen und hoffe mit der nächsten Vergesellschaftung läuft alles reibungslos.

Lieben Gruß
Michaela

P. S. Frauen mögen übrigens Schmuck :grins:
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Re: Gesellschaften

Beitragvon JensC » 13.09.2016 - 21:47

Hallo Michaela,

insbesondere Labyrinther sind ja absolute Charaktertiere. Ich denke, deswegen mögen wir sie alle auch so.

Deswegen lassen sich die Erfahrungen auch relativ schlecht verallgemeinern. In einem Artenbecken habe ich seit mehr als einem Jahr B. persephone. Vom Wildbetta Urgestein Sascha. Seine Männchen waren absolut friedlich. Bei mir haben sich 2 Männchen nach mehr als einem Jahr friedlicher Koexistenz regelrecht kaputt gedroschen, trotz völlig verkrautetem Becken. Am Anfang dachte ich, das sind Schaukämpfe, eines Tages haben sie sich derart in die Wolle bekommen, dass sie letztendlich beide nicht überlebt haben. Da ich von der Art immer noch begeistert bin, habe ich vor kurzem frisches Blut importiert und die Tiere verhalten sich völlig anders. Ich fähre das keinesfalls auf die unterschiedlichen Stämme zurück, sonden einfach auf unterschiedliche Charaktere.

Ich habe das auch schon bei Albis beobachtet. Hier hatte ich einmal ein Weibchen, welches das ganze Artaquarium terrorisiert hat. Ich habe sie rausnehmen müssen, sie hat dann ihren Lebensabend allein verbracht.

Ich hatte ja in meiner Aufzählung völlig den stets schlecht gelaunten Hubert vergessen. Der Antennenwels. Der lebt auch noch im Gesellschaftsbecken. Ich habe mich damals in der Namenswahl vertan. Ich hätte ihn Vogon Jeltz taufen sollen, wer Douglas Adams kennt, weiß was ich meine. Trotz stets schlechter Laune tut er aber niemandem etwas, Annäherungsversuchen begegnet er aber stets mit einer unglaublichen Staubwolke.

Ganz viel Freude habe ich an den Artenbecken, viel Spaß aber auch an meinem Gesellschaftsbecken.

LG, Jens

P.S.: Meine Frau ist auch so ein Charaktertier. Ein Jahresabo für eine Autozeitung, insbesondere für den klassischen Mini, wird Schmuckstücken definitiv vorgezogen. Seit ca. 7 Monaten gehen aber auch Steiff-Klamotten für unseren Nachwuchsaquarianer.
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Re: Gesellschaften

Beitragvon Lilith Winter » 14.09.2016 - 00:29

Hallo Jens,

Bei den Charakterfischen stimme ich dir zu, auch der Grund für mich diese Fische zu halten. Und weil man sie nicht in Massen im Becken hat, sind die einzelnen Charaktere auch gut zu erkennen. Darum finde ich Ausfälle auch immer ganz schlimm.

LG
Michaela
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Re: Gesellschaften

Beitragvon PatrickG » 14.09.2016 - 08:38

Hallo Jens,

wie oft fütterst du in deinem Gesellschaftsbecken? Einige meiner channoides bekamen in Gesellschaft mit Schokos einen glänzenden durchscheinenden Bauch, Wochen später beulte sich das teils unförmig aus und endete nach weiteren Wochen in einer Bauchwassersucht. Die gesunden Exemplare sitzen nun wieder in einem Artbecken und erhalten im Vergleich sehr wenig Futter - alle sind gesund. Ich vermute die tägliche Fütterung für die Schokos war für die Bettas einfach zu viel. Männchen, die zusätzlich noch Eier schluckten, waren die ersten die es erwischte.

Viele Grüße

Patrick
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Re: Gesellschaften

Beitragvon JensC » 14.09.2016 - 09:46

Hallo Patrick,

ich füttere jeden 2. Tag Lebendfutter (weiße, rote Mückelarven, Daphnien, Tubifex), zusätzlich aber auch für die Welse und die Makropoden Trockenfutter. Da gehen die Channoides nicht ran.

Die Channoides sind jetzt seit über einem Jahr im Gesellschaftsbecken und das eine Männchen ist sogar schon neu hinzugekommen. Ich hatte ewig nach einem 2. Männchen gesucht - einzelne Weibchen hätte ich zu Hauf bekommen können. Da hat sich mein Pärchen einfach selbst ein Männchen gemacht. Wie der es geschafft hat groß zu werden, ist mir immer noch ein Rätsel.

Inzwischen haben beide abwechselnd das Maul voll, während der Sambaliungs kam da natürlich nichts hoch. Mal schauen, wie es jetzt wird. Ich möchte die Channoides jedoch derzeit nicht gezielt züchten. Dies beabsichtige ich nur mit den persephone, den albimarginata und später dann den stiktos. Letztere sind ja offensichtlich in DE so gut wir nicht mehr zu bekommen.

Die neuste technische Errungenschaft im Gesellschaftsbecken ist ein Hamburger Mattenfilter, den ich speziell für das Trigon habe anfertigen lassen. So wird dann zumindest in Zukunft keine Brut mehr durch den serienmäßigen Filter gezogen. Außerdem sollte dann auch ohne gezielte Fütterung der Brut einiges hochkommen.

LG, Jens
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Re: Gesellschaften

Beitragvon Erzgebetta » 28.09.2016 - 22:11

Hallo in die Runde,

zum Thema Vergesellschaftung kann ich auch was beitragen: meine 4,10 Betta simplex sind mit 10 Keilfleckbarben im Einmeterbecken verheiratet worden. Ist sicherlich keine außergewöhnliche Kombination, funktioniert aber perfekt. Während die simplex deutlich ruhiger und langsamer sind, behalten sie doch am Futterplatz die Oberhand. Die agileren Barben lauern etwas entfernt und fegen dann alles Futter weg, was in Richtung Boden fallen will. Ansonsten gibt es auch keinerlei zwischenartliche Berührungspunkte. Die simplex produzieren in dieser Gesellschaft fleißig Nachwuchs, dass es eine Freude ist...

Hab gelesen, dass die Anwesenheit der Barben dazu beiträgt, dass die simplex nicht scheu werden. Habe sie zwar noch nie ohne Barben gehalten, aber scheu sind sie definitiv so gar nicht. Scheint was dran zu sein. Vielleicht trifft diese Aussage ja auch auf andere Bettaarten zu?

Liebe Grüße,
Matthias
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Re: Gesellschaften

Beitragvon Lilith Winter » 15.10.2016 - 07:55

Guten Morgen,

nach langem suchen habe ich den " gestreiften Schlangenkopffisch " endlich gefunden.

Channa micropeltes!

Das Pärchen von Fressnapf lebt jetzt zusammen mit zwei Regenbogen Schlangenkopffischen und einer Gruppe Zwerg Schlangenkopffischen. ( die Namen stammen nicht von mir )

Wann geht Blödheit eigentlich in Tierquälerei über??????? Oder gehört das sowieso zusammen??????

Lieben Gruß und ein schönes Wochenende,
Michaela
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Re: Gesellschaften

Beitragvon chidrup » 04.11.2016 - 11:49

Hallo,

Wildguppies als Beifische.

Im Gegensatz zu den vielen Zuchtformen und Bastarden, haben Wildguppies ganz andere Verhaltensmuster.
Die M. sind klein und haben keine auffälligen Flossen. In der Gruppe putzen sie sehr effektiv und können einen starken Blaualgenbefall in Kürze zum verschwinden bringen. Den Jungfischen stellen sie nicht nach, so dass man bald einen Überbesatz hat.
Was liegt also näher diese in einem Becken mit Badis, Bettas oder anderen zusammen zu bringen. Einmal um die Guppies zu limitieren und zum anderen den Jagdtrieb der Labyrinther anzuregen.
Daneben will man die Putzerqualitäten der Guppies nutzen.
So gut sich das anhört in der Praxis funktioniert das nicht! Sollte wirklich anfangs eine Geburt vorkommen so frisst die Mutter direkt alle auf. Danach produzieren sie keinen Nachwuchs mehr. Da die Gesellschaft auch anders gefüttert wird, als eine reine Guppiegesellschaft läßt schließlich auch der Putztrieb stark nach. :razz:

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen?

Schöne Grüße
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