Betta siamorientalis

Formenkreise Betta coccina, Betta splendens und Betta bellica

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Re: Betta siamorientalis

Beitragvon R.Brode » 13.12.2012 - 15:50

Bartian, kannst du bitte ein Bild deines Fisches zeigen? Ich kann mir das nicht vorstellen, dass das der gleiche Fisch sein soll.
viele Grüße , Richard Fischer, geb. Brode

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Re: Betta siamorientalis

Beitragvon R.Brode » 13.12.2012 - 15:55

Ich bin überzeugt dass man Oshimia umgehen kann, der Fisch heißt schließlich auch nicht Betta marchei.
Klar ist die Verhaltensweise keine Grundlage, aber man könnte da schon was drehen, zum Beispiel mit der unterschiedlichen Beschuppung der Kiemendeckel oder mit dem Kieferskelett...
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Re: Betta siamorientalis

Beitragvon CARNIVORE » 13.12.2012 - 16:02

Hallo,

stimmt, durch SAUVAGE 1878 (Betta bellica SAUVAGE 1884).
Und die Verwandschaft zwischen u.a. Betta unimaculata & Betta imbellis ist ja offensichtlich. :wink:

Gruß Nico
Grüße von
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Re: Betta siamorientalis

Beitragvon Charlyroßmann » 13.12.2012 - 17:37

Hallo!
Ethelwynn Trewavas hat mal so was gemacht. sie hat die Sammelgattung Tilapia nach der Brutpflege aufgetrennt, also die Substratlaicher zu Tilapia, die maternalen Maulbrüter zu Oreochromis und die biparentalen zu Sarotherodon. Sie hat die Unterschiede in der Brutpflege aber nur als Vorlage benutzt, um entlang dieser Unterschiede nach harten anatomischen Unterschieden zu suchen, die sie dann auch gefunden hat und nach denen ihre Gattungen dann aufgestellt wurden. Richter wollte sowas auch bei den Bettas machen, hat es aber wegen laienhafter Meßfehler versiebt. Wenn wir das Verhalten als Gattungszuordnungskriterium gebrauchen wollten, müßte ein neuer Fisch so lange namenlos Ehrenrunden drehen, bis wir ihn beobachtet kriegen. Bei einem Betta mag das gehen, aber wie macht man das beim Walhai? Oder einem Tiefseefisch? Kullander und Britz waren sogar bei ihrer Badis-Revision so vorsichtig, die Lebendfärbung nicht als Kriterium zu gebrauchen, weil ihnen von einem Teil ihrer Arten die Lebendfärbung nicht bekannt war.
Gruß
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Re: Betta siamorientalis

Beitragvon manticora » 15.12.2012 - 16:32

Hallo,
zu den Betta cf. stiktos ausm Großhandel. Die haben mit den Betta siamorientalis nichts zu tun, auch nichts mit stiktos.
Zumindest die "stiktos" die ich bisher bei Großhändlern sehen konnte waren alle keine stiktos!
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Re: Betta siamorientalis

Beitragvon bartian » 15.12.2012 - 18:42

Nein, dass die Tiere kein stiktos sind, ist offensichtlich. Ich dachte dass die splendens waren, aber Armin Schäfer sagte es soll siamorientalis sein. Die Fishe sind Schwarz mit roten Fleck und ein kleiner roter Punkt am Kiemendeckel.
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Re: Betta siamorientalis

Beitragvon manticora » 15.12.2012 - 18:49

Kann ich dir nicht beantworten...
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Re: Betta siamorientalis

Beitragvon Michael » 16.12.2012 - 03:55

Hallo zusammen,
ich finde, dass die Betta sp. "Tonle Sap", welche Martin Grimm mitgebracht hat den Fischen in der Beschreibung von Betta siamorientalis sehr ähnlich sind. Unserem alten Stamm Betta sp. "Siem Reap" dagegen sehen sie gar nicht ähnlich. Bis wir mehr wissen, werde ich in der Onlineliste und der Betta Bestandsliste noch nichts ändern.
Gruß, MIchael
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Re: Betta siamorientalis

Beitragvon R.Brode » 16.12.2012 - 14:18

Michael,

Ich finde keine Bilder der Siem Reap Fische, kannst du mir welche zukommen lassen?
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Re: Betta siamorientalis

Beitragvon Charlyroßmann » 17.12.2012 - 17:07

Hallo!
Erst einmal sieht es so aus, als wären alle kambodschanischen Betta vom Splendens-Typ siamorientalis, auch die Siem Reap-Fische. Daß die anders aussehen als die Tonle-Sap-Fische heißt nicht viel, wenn man überlegt, wie unterschiedlich Betta splendens an ihren verschiedenen Fundorten aussehen. Wir wissen aber nicht, wie wir die Fische nennen müssen, die an der Südküste Kambodschas das thailändische Vorkommen von Betta splendens fortsetzen.
Und so lange wir nix genaues wissen, auch nicht die Verbreitungsgrenzen in Ostthailand, müssen wir in den sauren Apfel beißen und uns an die Fundorte halten. Mit anderen Worten, es so machen, wie Michael es vorschlägt.
Gruß
Charly
P.S.: weiß eigentlich einer, wo die als Black Imbellis verkauften Fische gefangen werden? Tatsächlich in Vietnam? Oder doch in Kambodscha und auf dem "kurzen Dienstweg" über die Grenze.
Laut Jens Kühne gibt es im äußersten Süden Vietnams richtige imbellis(ihr wißt, die mit den blauen Balken auf den Kiemendeckeln). Ist durchaus plausibel, Südvietnam hatte eine eiszeitliche Landverbindung zur malaiischen Halbinsel. Wenn nun die vietnamesischen Exporteure in ihren Aquarien Fische aus Südvietnam und aus Kambodscha zusammensetzen, müssen wir uns über nichts mehr wundern.
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