Microwürmchen verfüttern - wie????

Alles rund um Futter und Futterzuchten.

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Beitragvon framiro » 06.12.2011 - 17:23

Hi,

mit der Hefe sollte man sehr sparsam umgehen. Nach spätestens 5 mal aufstreuen der Trockenhefe waren meine Ansätze tot. Eine gute Methode die Würmlis nach oben zu treiben, ist das Anwärmen der Zuchtdose. Jetzt aber nicht in die Mikrowelle!!!!! Ich habe ein Holzregal, in dem meine Becken stehen. Ein Boden wird von einer alten Leuchtstofflampe durch den Wärme abgebenden Trafo leicht erwärmt. Auf diese Stelle kommt die Dose und nach einiger Zeit kann ich die an den Wänden hochsteigenden Würmchen mit dem Ohrenstäbchen abnehmen.


@ Charly... meine Erfahrung mit den Fingern für die Entnahme war SCHIMMEL. Deshalb lasse ich es und halte seit 2 Jahren meine Walter ohne Problem.

Gruß

Michael
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Beitragvon Charlyroßmann » 06.12.2011 - 17:27

Schimmel?
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Beitragvon framiro » 06.12.2011 - 18:53

*lach* sag das mal einem Hygienebeauftragten eines Krankenhauses. Waschen nutzt nichts, hast immer einen wunderbaren Rasen an Pilzen, Bakterien, Schweiß an der Hand. Erst mit Desinfektionsmittel, 10 min gut eingerieben nach dem Waschen, sind die Biester gekillt.

Ich nutze die kleinen Ohrstäbchen von Diskounter, da lohnt nicht nachzurechnen was die kosten. Sind gut geeignet für die Würmchen.
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Beitragvon K. de Leuw » 06.12.2011 - 19:52

Hallo zusammen,

ich verwende nur zartschmelzende Haferflocken und Wasser, verrühre es 1 bis 2 cm hoch in einer 1-l-Tiefkühldose zu einem eher dünnen Brei, rühre den Ansatz ein und spüle die Dosenwand mit Wasser aus einer Spritzflasche ab. Dabei bildet sich ein dünner Wasserfilm auf dem Brei. Deckel drauf, dieser hat eine 5-mm-Bohrung, die mit feinem Schaumstoff verstopft ist. Nach wenigen Tagen bei Raumtemperatur ist er entnahmereif. Wenn der Ertrag nachlässt oder der Brei bräunlich wird, rühre ich Haferflocken bis zur gewünschten Konsistenz ein und spüle wieder die Wand wie oben.
Das geht Wochen so, bis die Dose zu voll ist und davon einen oder mehrere Neuansätze mache.

Ich habe übrigens immer eine Paar Esslöffel eines blühenden Ansatzes in einer Tiefkühltüte mit Doppelzippverschluss im Kühlschrank, der ist monatelang verwendbar.

Gruß, Klaus
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Beitragvon framiro » 06.12.2011 - 20:50

Hallo Klaus,

das die bei Würmchen bei minus 18 oder 20 Grad überleben habe ich nicht gewußt. Das werde am Wochenende mal probieren. Eine Gute Idee, wenn man in den Urlaub fährt. Habe sie dann immer in den Kühlschrank gelegt.

Gruß Michael
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Beitragvon K. de Leuw » 06.12.2011 - 22:56

Hallo Michael,

framiro hat geschrieben:das die bei Würmchen bei minus 18 oder 20 Grad überleben


Lies nochmal nach: Ich schrieb zwar Tiefkühltüte, aber Kühlschrank. Aber vielleicht probiere ich mal den Tiefkühlschrank aus.

Ich habe eigentlich immer ein Tütchen im Kühlschrank, wenn man keines hat, fallen laut Murphy Pilzmücken oder Milben über die Ansätze her.

Gruß, Klaus
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Beitragvon freaky_fish » 07.12.2011 - 08:28

Hi zusammen,
ich mach es ähnlich wie Charly, Haferflocken mit Milch aufquellen lassen, dann püriere ich das Ganze (habe festgestellt dass die Ansätze so länger laufen, warum auch immer) und geb ein wenig Spirulina dazu. Der Brei ist dann zähflüssig. Hefe benutze ich keine.
Ab ins Glas, Deckel drauf, ggf. hin und wieder Deckel lüften und nach ein paar Tagen kann man Füttern. Zum Entnehmen verwende ich meine (gewaschenen) Finger, bisher keine Schimmelprobleme.
Der Tipp mit dem Kühlschrank ist gut, das werde ich über die Urlaubszeit jetzt auch so handhaben. Bisher hab ich immer darauf vertraut dass sich die Ansätze irgendwie reaktivieren lassen. Da ich mehrere parallel habe war auch immer einer dabei wo es wieder was wurde, selbst wenn der Ansatz tot aussah.

Liebe Grüße
Verena
Der wahrhaft Ethische nimmt sich die Zeit, einem Insekt, das in einen Tümpel gefallen ist, ein Blatt oder einen Halm zur Rettung hinzuhalten. Und er fürchtet sich nicht, als sentimental belächelt zu werden.

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Beitragvon K. de Leuw » 17.01.2012 - 13:25

Hallo zusammen,

noch ein kleiner Nachtrag von mir:
gibt man die Mikro mit dem Finger oder Wattestäbchen in das Aquarium, sacken sie erst einmal durch und sind für oberflächenorientierte Fische wenig attraktiv. Schwemmt man sie jedoch in etwas Wasser auf, saugt sie dann in eine Pipette und drückt sie daraus - die Pipettenspitze knapp unter der Wasseroberfläche in möglichst flachem Winkel positioniert, halten sie sich um ein Vielfaches länger in der Nähe der Wasseroberfläche auf.

Gruß, Klaus
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Re: Microwürmchen verfüttern - wie????

Beitragvon OmaWetterwachs » 23.08.2012 - 15:13

@Klaus, genau nach so einem Tipp habe ich gesucht, sinken sonst einfach zu schnell zu Boden für die kleinen Chunas :D

Thx also dafür
Kerstin
Das Leben ist oftmals schwer,
darum braucht man sie so sehr,
die wirklich sorglos guten Tage,
Ich genieße sie, keine Frage!
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Re: Microwürmchen verfüttern - wie????

Beitragvon Martin G. » 24.08.2012 - 05:47

Spannend,

die verschiedenen Methoden. Meine: Haferflocken, ungemahlen, Milch, quellen lassen bis ein dickflüssiger Brei entsteht, halbe Tüte Trockenhefe drauf, maximale Höhe 1,5 cm. Das Ganze in einer Trixie Plastikdose 18x 7x 12 cm, die ich zufällig im Futterhaus in HH gefunden habe. Die haben einen teilweise abhebbaren Deckel, sodass man einen Spalt offen lassen kann. Die Dosen stehen in 2,20 m Höhe auf dem oberen Becken - schön warm.

Nach drei Tagen kann ich das erste Mal ernten. Wenn der Brei zu flüssig wird, kommen neue Haferflocken drauf.

Meine Erfahrung mit Mikro ist allerdings so alt wie meine Zwergfadenfische. Vorher ging das immer in die Hose, weiß nicht, warum.

@Michael: Chirurg, was? Internisten desinfizieren nur 30 s und überleben auch. Wenn diese Antisepsis nötig wäre, um Mikros zu ziehen, dann wären die längst ausgestorben. Wenn Du Schimmel in Deinen Ansätzen hast, solltest Du was am Medium ändern. An Deinen Fingern wird es kaum gelegen haben. Zum einen hat die menschliche Haut nur wenige Schimmelpilze in der physiologischen Hautflora, zum anderen gibt es fast immer Pilzsporn in der Luft, die definitiv im Mikroansatz anwachsen würden, würde ihnen das Medium gefallen.

Gruß, Martin.
Betta cf. splendens "Tonle Sap", Betta imbellis "Phuket", Trichopsis pumila, vittata und diverse Barben und Welse
Martin G.
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Re: Microwürmchen verfüttern - wie????

Beitragvon Alexandra » 26.08.2012 - 08:25

Also ich habe seit einigen Monaten den besten Ansatz den ich je hatte.

Das Rezept:

200ml Wasser
1/2 Würfel Frische Hefe
3 Eßl. Essigessenz

Das ganze verrühren und dann (im Mixer) geschrotete Haferflocken dazu bis der Brei zäh ist und
Spirulina Pulver bis der Brei schön grün ist.

Das ganze in eine Plastikdose, in den Deckel 3-4 Löchelchen, Deckel drauf und optimalerweise bei 10-15°C lagern. Die vermehren sich explosionsartig und müssen schon aus Platzgründen die Wände hoch.

Bei den Temperaturen hält ein Ansatz locker 8 Wochen, steht er wärmer muß man öfter einen neuen Ansatz machen.

Ich nehme einen Pinsel zum entnehmen und wasche den in einem kleinen Behälter mit Wasser aus und füttere mit einer Spritze.
Für oberflächenorientierte Fische eignet sich auch ein selbstgebauter "Futterautomat" für Micros.

Die Bauanleitung eines Züchterkollegen:
Styrodor 4x4 cm und 2cm dick.30 mm Loch reinfräsen ca.15mm tief.Den Rest mit einem 10mm Bohrer(durch bohren).
Das Loch mit etwas Filterwatte füllen.Vor dem Füttern das ganze einmal unter tauchen.Die Würmer mit einem dünnen Plastikschaber am Becherrand abschaben und in das Loch geben.Die Würmer krappeln jetzt langsam nach unten raus wo die Fische warten(wenn sie es erstmal kennen).
Liebe Grüße

Alex
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