Fliegenmaden

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Fliegenmaden

Beitragvon RobertB » 22.05.2013 - 16:04

Hallo,

gestern habe ich die ersten Fliegenlarven / Maden in unserer Biotonne entdeckt. (Nein, es wird dort kein Fleisch entsorgt!!!!!!!)

Kann ich diese Maden beruhigt an meine rajas und enisae verfüttern, oder muss ich Angst haben, dass diese Würmchen nach dem Verzehr noch weiterleben und die Fische von innen heraus anfressen?

In einem anderen Forum wurde mir abgeraten, Maden zu verfüttern.

Na denn mal Mahlzeit im voraus. :bier:

Gruß
Robert
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Re: Fliegenmaden

Beitragvon aquaristiker » 22.05.2013 - 16:34

Hallo Robert,

ich verfüttere regelmäßig Fliegenmaden (Pinkys, eine etwas kleinere Made) an meine Betta und andere größere Fische. Ich habe noch nie irgendwelche Probleme gehabt. Ich hab auch von den Gerüchten gehört, dass Maden sich von innen durch den Fisch nach außen fressen, glauben kann ich das aber nicht.

Du kannst die Maden vor dem Verfüttern ein paar Tage auf Hobelspänen halten. dann können sie sich auskoten.

Ich denke, die Maden sind ein sehr gehaltvolles Futter, also sparsam verfüttern!

Gruß, Hendrik
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Re: Fliegenmaden

Beitragvon K. de Leuw » 22.05.2013 - 17:56

Hallo zusammen,

wozu soll das Auskoten gut sein? Damit ein großer Teil der Vitamine (die sich im Darminhalt befinden) weg sind?

Bei gut kauenden Arten habe ich keine Bedenken, größere Fliegenmaden zu verfüttern, bei Schlingern wohl. Ich hatte mal eine Echse, die nach dem Verschlingen einer Schmeißfliegenmade jämmerlich unter Krämpfen verreckte. Die Obduktion ergab, dass selbige sich aus dem Darmtrakt in den Bauchraum gebohrt hatte. Sie kam mir dort lebend entgegen. Größere Maden würde ich durch Einfrieren abtöten oder als Fliegen verfüttern (die sind aber deutlich weniger gehaltvoll, was man durch Anfüttern nur bedingt ausgleichen kann).
Alle Pinkys, die ich zum Schlupf brachte (und das waren viele Hundert), gehörten der Gattung Lucilia an, die als Fleischfliegen erstens eine gewisse Resistenz gegen Verdauungssäfte haben und zweitens zur Fleischbearbeitung geeignete Mundwerkzeuge. Die Larven einer Art der Gattung ernähren sich von lebenden Kröten.

Allerdings traue ich es den kleineren Maden, um die es sich in Biotonnen üblicherweise handelt, nicht zu, Schaden anzurichten, deren Haut ist ja auch weniger beständig gegen Verdauungssäfte. Aus Biotonnen kenne ich Drosophilamaden und Maden von Pilzmücken.

Gruß, Klaus
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Re: Fliegenmaden

Beitragvon aquaristiker » 22.05.2013 - 18:16

K. de Leuw hat geschrieben:Hallo zusammen,

wozu soll das Auskoten gut sein? Damit ein großer Teil der Vitamine (die sich im Darminhalt befinden) weg sind?


Hallo Klaus, ich hab irgendwie die Info im Hinterkopf, dass Fliegenmaden Amoniak im Darm anreichern und das durch das Auskoten minimiert werden kann.

Ist da was dran? Weiß dazu jemand Näheres?

Gruß, Hendrik
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Re: Fliegenmaden

Beitragvon chidrup » 28.05.2013 - 19:19

Hallo zusammen,
ich hab zwar keine Ahnung, denn meine mit EM fermentierten Küchenabfälle sind absolut madenfrei.
Doch denke ich, das die Maden zwar möglicherweise eine Magenwand durchbeissen können, aber bei Fischen, auch bei Schlingern, doch wohl vorher ersaufen oder?
Ansonsten finde ich dieses Futter sehr fett.
Gruß
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Re: Fliegenmaden

Beitragvon K. de Leuw » 28.05.2013 - 21:34

Hallo,

wenn sie gefressen werden. leben sie ja noch, und in einem Fischmagen ertrinken bzw, ersticken sie nicht schneller als in einem Reptilienmagen, wenn überhaupt. Vom Verschlingen der Made bis zum Tod meiner Echse verging noch keine halbe Stunde.

Gruß, Klaus
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Re: Fliegenmaden

Beitragvon chidrup » 03.06.2013 - 09:49

Hallo,

man darf Fliegenmaden nicht alle in einen Topf werfen denke ich! Diese Goldfliegen halte ich für gefährlich, Stubenfliegen jedoch nicht. Was meint Ihr?
Ausserdem bin ich der Meinung, dass Fische je nach Art, möglichst das Futter bekommen sollen, dass den natürlichen Verhältnissen nahe kommt.
Fliegenmaden werden sich eher sehr selten ins Gewässer verlaufen, Fliegen öfter. Regenwürmer dagegen ständig, Sie scheinen Suizid gefährdet zu sein.

Gruß
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