Offenes Tagebuch: M. spechti "Phu Loc" (Nordvietnam)

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Offenes Tagebuch: M. spechti "Phu Loc" (Nordvietnam)

Beitragvon Constantin » 29.05.2014 - 19:29

Hallo!

Dieser Thread ist ab sofort mein für alle Welt einsehbarer Notizzettel für meine Erfahrungen mit dem "Schwarzen Tiger".

Vorgestern (27. 05. 2014) könnte ich das Ablaichen eines Paares beobachten. Leider konnte ich von der legendären Tigerfärbung nichts sehen, die Tiere waren typisch samtschwarz mit roten Bauchflossen. Dafür meine ich aber diese Färbung beim eifrigen Imponieren der beiden Männchen gesehen zu haben.

Die Temperatur liegt um 20 °C, an der Oberfläche vielleicht etwas höher. Das sehr sparsam angelegte Nest befindet sich unter einem schwimmenden Plastik-Blumentopfuntersetzer. Der Vater wirkt entspannt, beinahe gelangweilt. Da sich das Becken in einem geheizten Raum befindet, liegt die Temperatur ungefähr so hoch wie im Winter. Möglicherweise spielt das Wetter eine Rolle. Ich bin doppelt überrascht, da wir gerade wieder einen Temperatursturz hinter uns haben.

Noch geht im 80cm-Standardbecken mit wie ich jetzt sicher zu sein glaube 2 Männchen und 4 Weibchen alles ohne Flossenschäden ab. Mal sehen wie lange das noch so bleibt, just in diesem Moment wird am anderen Ende auch mit dem Balzen angefangen.
Zuletzt geändert von Constantin am 31.05.2014 - 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Offenes Tagebuch: M. spechti "Phu Loc"

Beitragvon chidrup » 30.05.2014 - 06:59

Moin Constantin,
grundsätzlich finde ich die Idee gut ein Projekt im Thread zu behandeln, im Gegensatz zu den vielen "Eintagsfliegen" die hier herumschwirren. Zur Zeit kannn man froh sein wenn überhaupt jemand etwas schreibt.
Hier im Odenwald war die Temperatur heut nacht unter 10°C. Bin mal gespannt was meine M.opercularis auf der Terrasse damit machen.
Weiter so und viel Erfolg!

Gruß
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30. 05. 2014

Beitragvon Constantin » 30.05.2014 - 16:27

Heute schwimmen schon vier Jungfische waagerecht unter dem Nest und einer driftet durch die Gegend. Der Vater tritt nicht besonders in Erscheinung, aber er hat auch nicht viel Anlass dazu.
Zuletzt geändert von Constantin am 03.06.2014 - 11:38, insgesamt 1-mal geändert.
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31. 05. 2014

Beitragvon Constantin » 31.05.2014 - 12:53

Das nicht brütende Männchen hat Risse in den unpaaren Flossen. Nun sitze ich hier schon fast eine Stunde und habe das Becken direkt neben mir, aber es wurde nur einmal kräfitg imponiert und einige der Weibchen ein wenig gescheucht.
Die freischwimmenden Jungfische sind nur schwer auszumachen. Dafür hängen aber noch ein paar unter dem Nest.
Ich werde nachher Wasser wechseln und eine reichliche Handvoll Filterwatte als zusätzliche Sichtbarriere ins Becken geben.
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02. 06. 2014

Beitragvon Constantin » 03.06.2014 - 11:42

Heute gab es zur besten Sendezeit einen Maulkampf mitten im Revierzentrum des nicht brütenden Männchens. Beide Fische haben Blessuren abbekommen. Sie stellten den Kampf von selber wieder ein. Ich habe sicherheitshalber noch ein Stück Filterwatte hineingeworfen. Das Nixkraut bietet wohl nicht genügend Sichtbarriere.
Einige Jungfische schwimmen um das Nest herum, einige tun das aber senkrecht. Vielleicht gab es mehrere Ablaichvorgänge und sie sind unterschiedlich alt. Der Vater macht sich jedenfalls nach wie vor nicht besonders viel Aufwand.
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05. 06. 2014

Beitragvon Constantin » 06.06.2014 - 11:32

Im Becken herrscht weitgehend Ruhe. Die Weibchen scheuchen sich untereinander, aber alles geht ohne ernste Schäden ab.
Im Nixkraut stehen drei Jungfische unter der Oberfläche.
Einige der schwimmenden Untersetzer habe ich entfernt, damit auf der Mitte eine lichtdurchflutete Zone entsteht, in dem das Nixkraut sich weiter ausbreiten kann. Bis dahin hoffe ich, dass die offene Oberfläche bei der Abgrenzung der Reviere helfen kann.
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12. 06. 2014

Beitragvon Constantin » 12.06.2014 - 19:01

Heute Mittag konnte ich auch bei dem Männchen, das bisher noch nicht brütete (Männchen #2) ein Ablaichen beobachtet. Dabei störte ein anderes Weibchen, das sogar so weit ging, mit dem laichenden Weibchen einen Maulkampf anzufangen. Männchen #2 hat sich nur zwei Mal und mit wenig Nachdruck eingemischt. Nach einigen Minuten war der Störenfried verschwunden und das Ablaichen wurde fortgesetzt. Leider konnte ich nicht feststellen, welches der anderen Weibchen gestört hat, weil ich die vier nicht auseinanderhalten kann.

Männchen #1 hat schon wieder ein Nest voller Larven. Einige Jungfische aus der ersten Brut kurven nach wie vor durch die Pflanzen an der Oberfläche. Wenn es so weitergeht, lohnt bald das Abfischen.
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16. 06. 2014

Beitragvon Constantin » 16.06.2014 - 19:11

Die Jungfische von Männchen #1 schwimmen nun überall herum. Männchen #2 hatte keine sichtbaren Larven im Nest und hat sich auch kaum unter demselben blicken lassen. Vielleicht gab es gar kein echtes Ablaichen, sondern nur Scheinpaarungen.
Jedenfalls ist im Becken Ruhe. Weibchen #1 patroulliert eifrig, während ihr Gatte wieder eher scheu geworden ist.
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Re: Offenes Tagebuch: M. spechti "Phu Loc" (Nordvietnam)

Beitragvon Scampi » 18.06.2014 - 07:29

Hallo Constantin,

das gefällt mir sehr gut, wie du das hier protokollierst.

Vor allem bin ich erstaunt, dass das mit mehreren Tieren zusammen klappt,
und die Jungtiere von den "Nicht-Eltern" nicht behelligt werden.

Das habe ich so bisher noch nicht versucht,
habe meine Paare bisher immer nur ganz klassisch separat im Zweibettzimmer untergebracht.

Weiter so, ich freu mich auf die Fortsetzung deines Tagebuches. :cool:

Beste Grüße
Rolf
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18. 06. 2014

Beitragvon Constantin » 18.06.2014 - 12:14

Hallo Rolf!

Ja, Fischverhalten überrascht eben immer wieder. Das macht es ja so spannend, selbst wenn man wie ich nicht der geduldigste Beobachter ist.

Ich denke darüber nach, die Plastikuntersetzer rauszunehmen. Bisher wurden nur unter denen Nester gebaut und es reicht erst einmal an Jungfischen.
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19. 06. 2014

Beitragvon Constantin » 20.06.2014 - 11:12

Jungfische sind in mindestens zwei verschiedenen Größen vorhanden. Die größeren scheinen aktiver nach Futter zu suchen als die kleinen.
Weibchen #1 hat möglicherweise schon wieder Laich angesetzt. Ich werde also mit dem Herausnehmen der Plastikuntersetzer lieber noch warten, denn so weiß ich wo das Nest wahrscheinlich plaziert wird.
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20. 06. 2014

Beitragvon Constantin » 20.06.2014 - 18:24

Witzig. Männchen #2 macht sich extra blass, um in Revier von #1 Futter zu mopsen. Dabei habe ich in seinem Teil des Beckens auch Futter eingegeben. Ja, und wer wird dunkel mit knallroten Bauchflossen und scheucht ihn weg? Natürlich Weibchen #1. Später macht ihr Gatte an der Filterwattebarriere noch einen auf dicke Hose, aber sonst passiert nix.
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22. 06. 2014

Beitragvon Constantin » 22.06.2014 - 19:05

Ich habe es endlich gesehen! Das berühmte Tigermuster! Eben gerade wurde es von Männchen #2 gezeigt. Zwar hat er sich nicht mit seiner Frau gepaart, sondern sie weggescheucht, aber aus irgendeinem Grund hat er es für ein paar Sekunden eingeschaltet. Schwarz auf grauem Grund, regelmäßige Streifung. Jetzt weiß ich, warum sich davon kaum Fotos finden.
Nachtrag: Das Weibchen kann es auch. Allerdings war sie hat sie nur Männchen #1 hinter sich einmal angetigert, als sie in der Filterwatte nach Futter suchte.
Das Muster erinnert mich an das, was die M. hongkongensis in der Aufnahme von Rolf (Scampi) im vorderen Bereich zeigen, aber bei den Schwarzen Tigern geht es durch bis an den Pedunkel.
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Re: Offenes Tagebuch: M. spechti "Phu Loc" (Nordvietnam)

Beitragvon Thomas Seehaus » 22.06.2014 - 19:31

Hallo Constantin,

freut mich, dass du das jetzt auch mal gesehen hast.
Ich habe übrigens keine Tiger mehr.

Viele Grüße
Thomas
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Re: Offenes Tagebuch: M. spechti "Phu Loc" (Nordvietnam)

Beitragvon Constantin » 23.06.2014 - 12:21

Na dann stehe ich ja jetzt ein wenig unter Druck so als letzter Mohikaner. Hat Jens (Kühne) nicht auch noch vor kurzem welche gefangen?
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