Blaue Makropoden

Macropodus, Malpulutta, Pseudosphromenus

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Blaue Makropoden

Beitragvon chidrup » 16.05.2017 - 08:03

Es ist gerade mal 3,5 Jahre her, seit ich meine M. opercularis var. blue von Speedy erhielt. Ich kann es kaum glauben, denn es kommt mir viel länger vor.
Nachdem ich ein Überangebot an diesen Fischen jetzt langsam durch Abgabe ausgegleichen konnte und eine fröhliche Lebenszeit von mind. 6 Jahren bei meinen Stamm nicht bestätigen werden kann, hab ich jetzt mal wieder Larven abgeschöpft.

Diese sind in einer quadratischen Eisbox mit Hornblatt und etwas Büschelfarn und werden im laufe der wärmeren Stunden auf dem Balkon im Halbschatten aufgestellt und abends wieder eingeholt.

Nach früheren Beobachtungen finden die Larven anfangs genug Futter. Ich habe eine Tasse grünes Wasser und einen Schluck Rädertierchen mit eingebracht.

Die weitere Entwicklung folgt.

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Re: Blaue Makropoden

Beitragvon chidrup » 25.09.2017 - 14:01

Hallo,

noch keine 5 Monate alt und der schöne vorwüchsige Prinz baut heute sein erstes Schaumnest. Ich nehme an, dass dieser jetzt mit 4 cm Körperlänge bereits geschlechtsreif ist. Sofern die Witterung das zulässt, könnte man in der Natur also von 2 Generationen/Jahr ausgehen.
Davon abgeleitet würde ich auf eine Lebenserwartung von max. 2 Jahren schließen.

Was meint Ihr?

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Re: Blaue Makropoden

Beitragvon Michael » 30.09.2017 - 07:24

In der Natur werden die kleineren Fische ohnehin nicht so alt wie im Aquarium. Aber zwei Generationen könnte schon realistisch sein. Kommt aber auch darauf an, wo der Fundort sich befindet. Es gibt ja auch Ecken in den Subtropen, wo es mal einige Monate kühler ist. Ich habe meine Makropoden jetzt wieder aus dem Garten ins Fischzimmer geholt. Sehen wieder toll aus und haben genug Nachwuchs gezeugt!
Gruß, Michael
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Lebenstyklus wildlebender Makropoden

Beitragvon Constantin » 30.09.2017 - 18:23

Hallo!

Ja, über den Lebenszyklus wildlebender Makropoden findet man in der Literatur nichts bzw. mir ist nichts bekannt. Jens Kühne hat ja immerhin dazu beigetragen, die Makropoden im Reisfeld als Mythos zu entlarven. Stattdessen sind alle Arten eher in kleinen Fließgewässern zu finden.

Eine dazugehörige Frage, die mich interessiert: Wie sieht es mit Jungtieren aus, wenn es in den Subtropen kühler wird? Hören sie auf zu wachsen oder wachsen sie langsamer weiter? Ich habe wieder einige M. spechti draußen übersommert. Das ist ihnen sehr gut bekommen, aber das Wachstum ist wieder praktisch ausgeblieben. Ich frage mich ob das etwas damit zu tun haben könnte, dass die Sommer hier im Norden niemals durchgängig mild sind, sondern immer wieder längere Schlechtwetterphasen kommen, in denen die Temperaturen deutlich absinken.
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Re: Blaue Makropoden

Beitragvon Michael » 02.10.2017 - 16:14

In den Reisfeldern selber habe ich fast nie Fische gefunden, immer nur in den Bewässerungsgräben. Das Wasser wird in so einem Reisfeld zu warm, kein Wunder bei einem Wasserstand von max. 5 cm. Zudem werden die Fische, welche sich dorthin verirren von den fischfressenden Vögeln gefressen. Selbst im Ebrodelta in Spanien findet man die dort lebenden Gambusen nicht in den überfluteten Reisfeldern.

Die Jungfische bleiben bei mir draußen auch kleiner, holen das aber danach wieder auf. Ich füttere aber die Aquarien draußen auch nicht so oft zu. Im Fischkeller werden die Fische immer rund gefüttert, weil die immer so hungrig schauen. :grin:
Klar ist, das der Stoffwechsel langsamer geht, wenn das Wasser kühler ist.
Gruß, Michael
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