Wurmfutter wie oft?

Alles rund um Futter und Futterzuchten.

Moderatoren: Team, freaky_fish

Re: Wurmfutter wie oft?

Beitragvon aquaristiker » 31.08.2013 - 16:28

Hallo Rolf, ich pflege hauptsächlich maulbrütende Betta (Pugnax Gruppe) und verschiedene westafrikanische Cichliden. Aber auch immer wieder andere Labyrinther. Als Beifische schwimmen auch Barben, Guppys und Ancistrus in meinen Becken. Ich habe mit dem häufigen Verfüttern von Grindal und Micro noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Grindal füttere ich sehr oft, manchmal auch an mehreren Tagen hintereinander. Im Sommer kann ich auf Daphnien und schwarze Mückenlarven zurückgreifen, da füttere ich dann entsprechend weniger Grindal. Im Winter ist Grindal aber eine wichtige Lebendfutterquelle für meine Fische. Zwischendurch oder gleichzeitig gibt es immer wieder auch Trockenfutter (Flocke oder Granulat).
Ich muß allerdings dazu sagen, dass die Futtermenge eher gering ausfällt und auch ein bis zwei Fastentage pro Woche eingehalten werden. (Ausser bei Fischbabys) Wie überall, die Dosis machts.
Aktuell habe ich z.B. Nachzuchten von Betta kuehnei und Pelvicachromis taeniatus schwimmen, die ich fast ausschließlich mit Micro angefüttert habe und mit Grindal weiter aufgezogen habe. Zwischendurch gab es immer mal wieder Artemia Nauplien und mittlerweile wird auch mit Flockenfutter, Daphnien und schw. ML ergänzt. Das Hauptfutter sind aber die Würmer. Im Aufzuchtbecken der Pelvicachromis schwimmt auch die Mutter und ein paar Guppys, die dadurch ebenfalls regelmäßig Grindal fressen. Die Fische sind fit und nicht fett. Sie leiden auch nicht an Riesenwuchs. Ich habe schon viele Fische so aufgezogen. Negatives ist mir nie aufgefallen.

Das Fische, die auf Grund ihrer Biologie eher auf pflanzliche oder ballaststoffreiche Nahrung angewiesen sind, nicht so oft oder vieleicht gar nicht mit Grindal gefüttert werden dürfen, sollte klar sein. Deine Badis zählen da aber sicher nicht dazu.

So, das sind meine Erfahrungen. Die pauschale Aussage, das Grindal und Co. nur sehr selten verfüttert werden dürfen, weil die Fische sonst verfetten, halte ich für Nonsens. Ausnahme sind wie bereits erwähnt Nahrungsspezialisten.

Und nochmal: die Dosis machts!!!

Gruß, Hendrik
IGL 083
Benutzeravatar
aquaristiker
Sehr guter Forumsfreund
 
Beiträge: 296
Registriert: 22.09.2009 - 18:06
Wohnort: Königsbrunn

Re: Wurmfutter wie oft?

Beitragvon chidrup » 31.08.2013 - 17:13

Hallo Hendrik

Danke, damit kann ich was anfangen!
Gruß
Chidrup Rolf Welsch IGL 288
"Die Wahrheit ist ein pfadloses Land" Jiddu Krishnamurti
Benutzeravatar
chidrup
im IGL-Forums-Himmel
 
Beiträge: 837
Bilder: 10
Registriert: 08.02.2013 - 08:17
Wohnort: odenwald

Re: Wurmfutter wie oft?

Beitragvon ziggi » 31.08.2013 - 17:20

chidrup hat geschrieben:Danke, damit kann ich was anfangen!

aber bitte gewissenhaft umsetzen. Einen Detritusfresser wie Pelvicachromis mit einem relativ empfindlichen Magen würde ich nicht so stopfen... aber vielleicht sind die Stämme da schon abgehärtet! *prost
Gruß
Frank
Benutzeravatar
ziggi
Sehr guter Forumsfreund
 
Beiträge: 278
Registriert: 19.05.2006 - 23:08

Re: Wurmfutter wie oft?

Beitragvon K. de Leuw » 31.08.2013 - 17:49

Hallo zusammen,

einseitige Diät mit Mehlkäferlarven und Welterstnachzucht schließen sich nicht aus, im Gegenteil. Die energiereiche Nahrung führt zu schneller Laichreife, wenn sie die Lebenserwartung verkürzt, merkt es keiner.

Stechmückenlarven sind Filtrierer, somit kann ich mir absolut nicht vorstellen, womit sie mechanisch den Darm eine Fisches schädigen sollten. Wenn die Schokoguramis an zu großen Larven erstickt wären, o.k. So tippe ich eher auf eine Keinbelastung der verwendeten Mückenlarven, die zu einer Darmentzündung geführt hat.

Für die Warnung bezüglich der Verfütterung von Fliegenmaden (genauer: Fleischfliegenmaden, dazu gehören die als Angelköder verwendeten) bin ich verantwortlich, weil mir mal eine Echse nach dem Verschlingen einer Made verstarb. Die Symptome und Obduktion ließ keinen anderen Schluss zu als die Bohraktivität der Made. Bei kauenden Tieren, die tote oder sterbende Maden verschlucken, sehe ich aber kein Problem. Ich verfüttere gerne Maden von Hermetia, die Küchenabfälle fressen und deshalb leicht und billig zu züchten sind.

Auch das Kollagen der Regenwürmer scheint für Channa und große Betta kein Problem darzustellen, denn sonst müssten sich ja zumindest Abschnitte der Haut im Aquarium finden, weil sie mit dem Kot den Fisch wieder verlassen.

Gruß, Klaus
Benutzeravatar
K. de Leuw
im IGL-Forums-Himmel
 
Beiträge: 2101
Registriert: 11.03.2006 - 18:20
Wohnort: Hilden

Re: Wurmfutter wie oft?

Beitragvon Felix Stadtfeld » 31.08.2013 - 19:13

o=C
Zuletzt geändert von Felix Stadtfeld am 11.08.2014 - 22:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße

Felix
Benutzeravatar
Felix Stadtfeld
Sehr guter Forumsfreund
 
Beiträge: 238
Registriert: 27.05.2013 - 20:44
Wohnort: bei Stuttgart

Re: Wurmfutter wie oft?

Beitragvon chidrup » 30.05.2014 - 10:14

Hallo,
nachdem ich jetzt weitere Erfahrungen gesammelt habe folgendes. Eine sparsame Fütterung mit Grindal alle 2 Tage bekommt allen meinen Fischen gut. Die adulten Badis bekommen ab und zu etwa alle 3 Wo ein passendes Stück Regenwurm. Daneben regelmässig Tümpelfutter bzw. Insekten alla Saison. Das ist leider nicht durchgängig reichlich vorhanden.
Das Makropodenbecken bekommt weniger Wurmfutter, da hier auch FD-Futter genommen wird und mehr Insektennahrung.
Ich achte in der Hauptsache bei allen Fütterungen auf kleine Rationen.

Gruß
Chidrup Rolf Welsch IGL 288
"Die Wahrheit ist ein pfadloses Land" Jiddu Krishnamurti
Benutzeravatar
chidrup
im IGL-Forums-Himmel
 
Beiträge: 837
Bilder: 10
Registriert: 08.02.2013 - 08:17
Wohnort: odenwald

Vorherige

Zurück zu Futter

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste