Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Formenkreise Betta coccina, Betta splendens und Betta bellica

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Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon Artemis » 13.07.2014 - 17:56

Hallo,
ich habe bisher ja nur Wild B. splendens aber die lassen mich schon leicht verzweifeln. Es sollen aber noch ein B. smaragdina guitar dazukommen in den nächsten Wochen und das macht mir schon Kopfschmerzen.
Ich versuche so abwechslungsreich wie möglich zu füttern, sprich hauptsächlich Lebendfutter und ab und an noch Frostfutter.
Das Lebendfutter das ich selber in meinem "Stinkekübel" züchte, also hauptsächlich schwarze Mückenlarven und Wasserflöhe werden sehr gut angenommen aber dann hört der Spaß auch schon eher auf.
Im Moment kaufe ich noch diese Beutel mit Lebendfutter in Nährlösung wo ich auch darauf achte dass diese gut durchgespült werden (sprich 3-4 mal), wobei noch weiße Mückenlarven und auch Mysis gut gefressen werden. Bei Artemia, roten Mückenlarven, Daphnien und was der Kühlschrank beim Händler noch so hergibt wird schon sehr zögerlich bis gar nicht gefressen.

Frostfutter wird gar nicht angenommen, auch nicht nach einer kleinen Pause von 2 Tagen.
Flockenfutter hab ich noch gar nie probiert muss auch nicht sein denke ich.

Die Hochzuchten fressen was ihnen vor die Nase kommt und wenn es mein Finger wäre... :-(((

Hat jemand einen guten Tipp wie ich es am Besten anstelle? Ich hoffe nicht jemand rät mir ich muss das Zeug erst selber vorkaufen und ihnen dann wie ein Spatz in den Rachen schieben denn dann werfe ich das Handtuch. :razz:
Liebe Grüße, Simone
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Re: Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon chidrup » 14.07.2014 - 06:55

Hallo Simone,
wegen der Kühle bei mir hab ich keine Betta, also allgemein.
Das Lebendfutter das ich selber in meinem "Stinkekübel" züchte, also hauptsächlich schwarze Mückenlarven und Wasserflöhe werden sehr gut angenommen ...

das ist doch schon mal gut!
meine Fische bekommen hauptsächlich Lebendfutter, dass ich vor der Tür und beim Nachbarn finde. Zusätzlich bewährt sich eine Grindalzucht (da kommen dann Springschwänze mit hinzu) um immer etwas zur Hand zu haben. Wird von allen meinen Fischen sehr gern genommen. Ab und an mal einen passenden kleinen Regenwurm. Bei Trockenfutter kann man bei Labyrinthern eher mit kleinem Granulat landen. Durch Beifische (Futterneid) lassen sie sich leichter an Ungewohntes bringen.
So ein Fisch verhungert nicht so schnell! Im Vergleich zu anderen lebhaften Fischen sind die Betta doch sehr ruhig und brauchen wenig Futter. Also vertrau Deinen Fischen!

Herzlichst
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Re: Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon ThomasG » 14.07.2014 - 08:06

Hallo Simone,

keine Panik, solange deine Fische nicht mehr als 2 Wochen in Futterstreik treten.

Meine Bettas fressen auch fast nur Lebendfutter. Am liebsten schwarze und weiße Mückenlarven, dann alle möglichen Würmer (Grindal, Tubifex etc.); Daphnien werden auch ungern genommen.

Nur in Aufzuchtbecken, wenn sehr viele Jungfische drin sind füttere ich mit Granulatfutter zu. Das wird dann auch, wegen des Futterneids, angenommen.
Grüßle aus Stuttgart
Thomas G

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Re: Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon Artemis » 14.07.2014 - 13:34

Hallo,
danke für die Antworten, das beruhigt mich etwas.
Es ist einfach nur auffällig wie problemlos meine Hochzuchten im Gegensatz zu den Wilden sind.
Wie sieht es bei euren Wilden mit Frostfutter aus? Wird da was besonders gut angenommen? In den Wintermonaten werde ich nicht immer ganz leicht an Lebendfutter kommen, da wäre Frostfutter eine willkommene Alternative. Aber bisher war da fast kein Erfolg zu verzeichnen.

Ich möchte mich in den nächsten Wochen eingehender mit der Futtertierzucht beschäfitgen, im Moment fehlt mir da ein wenig die Muse und ich muss da auch Platz dafür schaffen. Da ich für meine Reptilien das Futter auch selber züchte denke ich aber dass ich das auch noch hinbekommen werde.
Die Anfänge dafür sind getan...Drophilas, schwarze Mückenlarven, Wasserflöhe, Mircowürmer und Napulien laufen regelmäßig alles andere muss erst noch von mir ausprobiert werden.

Mit Beifischen ist bei meinen Bettas ja leider nichts, ich könnte höchstens einen meiner Hunde davor setzen wenn ich die Bettas füttere, vielleicht kommt da Futterneid hoch... :razz:
Liebe Grüße, Simone
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Re: Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon chidrup » 14.07.2014 - 16:26

Hallo Simone,

lediglich eine dicke Eisschicht stoppt die Futterentnahme im Winter. Das kann ja in Tirol ein Problem werden. Ansonsten ist es dann sogar ergiebiger. Cyclops und weiße Mückenlarven in großen Mengen. Auch Wasserasseln, die sind für Kampffische vielleicht auch interessant. Große A. sjoestedti fressen auch Mehlkäferlarven.
Bei Frostfutter muss man sehr auf Qualität achten. Ich verwende schon ewig keins mehr. Nach meiner Erfahrung werden nach Gewöhnung hauptsächlich rote Mülas gierig gefressen.
Als Beifische könnte eine Gruppe Zwergbärblinge Boraras maculata funktionieren, wenn sie nicht zu klein ankommen.

Liebe Grüße
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Re: Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon Artemis » 14.07.2014 - 16:53

Hallo,
ja da stimme ich zu, ich kann aber versuchen meinen Stinkekübel, teilweise eisfrei zu halten in dem ich die Eisschicht täglich durchbreche und ihn am Balkon so stelle dass er etwas geschützt ist. Ein Versuch ist es wert würde ich sagen.

Aber da muss ich nochmal nachfragen: Überlegen die Mückenlarven/-schiffchen es tatsächlich den Winter über im Wasser? Ich habe erst gestern gelesen dass man die Schiffchen sogar einfrieren und zu gegebenen Zeitpunkt schlüpfen lassen könnte. Ich finde das äußerst faszinierend..

Ich pflege und züchte sogar B. brigittae und B. uropthalmoides möchte den kleinen Scheißern aber wirklich nicht die Gesellschaft von einem Betta zumuten. So wie ich die Kleinen kenne würden die sich nur noch verstecken und das möchte ich verhindern. Und nachdem sich die Boraras bei mir ganz normal in den Artaquarien vermehren ohne zutun von mir, bezweifle ich dass ein Betta das auch so zulassen würde bei den winzigen Jungfischen. Ich ziehe hier keinesfalls auf Menge nach, einfach nur für den Schwarmerhalt und das soll auch so bleiben.

Ich will auch gar keine Gesellschaft, bis auf Schnecken in den Becken haben, wie gesagt ich bin da mehr für Artbecken.
Liebe Grüße, Simone
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Re: Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon chidrup » 14.07.2014 - 21:14

Hallo Simone,
Schiffchen von schwarzen Mücken gibt es im Winter keine! Die "Weißen" sind dagegen im Winter massenweise da. Sie haben Gelege unter Wasser, galleertig ähnliche wie die Schnecken. Jedenfalls wenn sie Cyclops als Futter vorfinden. Daphnien sind im Winter auch nicht da.
Übrigens muss die Tonne auch nicht stinken um produktiv zu sein.
Klar das mit dem Artbecken versteh ich gut. Allerdings glaub ich nicht, dass die Betta die Boraras behelligen würden.
Die Schiffchen einfrieren hab ich auch beim DKG gelesen, glaub ich aber erst wenn ich's probiert habe.

Liebe Grüße
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Re: Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon ThomasG » 15.07.2014 - 08:35

Hallo miteinander,

ja die Schiffchen von schwarzen Mülas zu konservieren und bei Bedarf auftauen, hätte schon seinen Reiz. Die frisch geschlüpften Larven taugen aber nur zur Jungfischaufzucht, hier aber super. Man müsste dann die geschlüpften Mülas erst mal groß ziehen - im Haus.
Ich habe leider z.Zt. nahezu keine schwarze Mülas in meinen Kübeln im Garten - daher leider auch keine Schiffchen.
Aber Grindal lassen sich ohne großen Aufwand prima nachziehen. Zusammen mit Artemia sicher ein für die Wintermonate ausreichendes Futter. (Im Winter darf ruhig auch etwas weniger Futter sein)
Grüßle aus Stuttgart
Thomas G

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Re: Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon chidrup » 15.07.2014 - 10:42

Hallo Thomas,

...habe leider z.Zt. nahezu keine schwarze Mülas in meinen Kübeln...


entweder ist das Wasser schon zu alt oder es steht zu sonnig!

Jetzt ist gerade Hochsaison!

Herzlichst
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Re: Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon Artemis » 15.07.2014 - 14:22

Hallo,
also ich habe diesen Kübel dieses Jahr das allererste Mal probiert und hätte nie gedacht dass es so einfach sein würde.
Im Übrigen: "Stinkekübel", nun ja den Namen hat er weg weil es anfangs in der Einlaufphase wirklich extrem gestunken hat und ich die Sache schon entsorgen wollte. Als ich nach einer Woche aber bereits die ersten Mückenlarven entdeckt habe konnte ich es auch nicht mehr und wollte sehen wie das Ganze weitergeht.
Inzwischen müsste mal schon auf 10 cm an die Wasseroberfläche rangehen um noch was zu riechen, für die Mückenlarven scheint es zu reichen den der Kübel ist reichlich voll, sowohl mit Larven als auch Schiffchen.
Nebenbei habe ich diesen ersten Versuch mit Brennesel gemacht...nicht mit Heu. Kann mich aber nicht über Larven beschweren und fische inzwischen sogar schon für einen Bekannten bei mir im Ort auch noch ab weil es tatsächlich so viele sind dass ich sie gar nicht alleine verfüttern kann.
Liebe Grüße, Simone
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Re: Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon chidrup » 21.07.2014 - 19:59

Nabend Simone,
wegen Deiner Aussage:
... sich die Boraras bei mir ganz normal in den Artaquarien vermehren ohne zutun von mir,...
nochmals nachgefragt.
Wie groß ist das Becken und wieviele Zwergbärblinge sind darin. Bei mir erscheinen lediglich ein zwei Larven wenn ich die Adulten heraus nehme.
Apropos verstecken sich die Boraras in Anwesenheit von Größeren nicht. Sie sind sogar ziemlich frech.

Gruß
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Re: Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon Artemis » 22.07.2014 - 11:48

Hallo,
ich habe in jedem Becken um die 40 Stück ( je nachdem wieviel ich abgebe oder auch durchkommen) in je 112l drin.
Es ist schon unterschiedlich wieviele groß werden, manchmal sind es nur 4 manchmal sind es gleich mal 10 oder 15 Stück....ehrlich gesagt schaue ich da nicht so genau oder führe Buch darüber, ich lass sie einfach machen. Für mich ist das in erster Linie eine Schwarmerhaltung, nur wenn es wirklich mal zu viele werden gebe ich welche ab.

Ich habe bei folgenden Arten schon die Erfahrung gemacht dass sie sich bei Anwesenheit eines Bettas verstecken: D. eryhtromicron (sind dann gar nicht mehr zu sehen), genauso wie B. brigittae. B. uropthalmoides sind da noch die wo sie am meisten gezeigt haben aber auch nicht so wie wenn sie unter sich wären.

Ich habe einen "Biomüll" Betta den ich immer wieder mal eingesetzt habe wenn die Zwergflusskrebse von mir sich extrem vermehrt haben. Er hat die kleinen Fische nicht gejagt oder sich daran gestört aber umgekehrt konnte ich schon ein verstecktes Verhalten beachten. Aber sogar wenn dieser in den Becken drin war sind noch Larven hochgekommen.
Liebe Grüße, Simone
Artemis
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Re: Wildbettas machen Probleme bei Fütterung

Beitragvon freaky_fish » 29.07.2014 - 21:47

Hallo Simone,
ich kann mich nur den anderen anschließen, mach Dir keinen Kopf, solange sie fressen, passt das schon, auch wenn sie bei manchen Futtersorten mäkelig sind. Die Hochzuchten sind Fressmaschinen, da hält kaum ein Wilder mit.
Meine Wildbetta, aber auch andere eher mäkeligen Fresser wie Parosphromenus u.ä. werden alle mit überwiegend selbstgezogenen Lebendfutter versorgt. Manchmal auch Tütchen aus dem Handel (weiße Mülas, Tubifex, rote Mülas), weil ich in der Umgebung keine gescheiten Tümpel habe, normalerweise wird das aber von meinen gerne genommen. Ich züchte für die adulten Tiere Grindal, Enchyträen, Springschwänze, Drosophila, Moina, Wasserflöhe, und aus den Resten meiner Artemia-Ansätze ziehe ich immer ein paar Artemien groß. Wenns gut läuft habe ich auch mal schwarze Mülas auf dem Balkon.
Versuch mal, Deine Betta an die Drosophila zu gewöhnen. Wenn sie es erstmal kapiert haben, dass das Futter ist, wird es sehr gerne genommen. Dauert aber manchmal etwas, gerade wenn die Fische noch eher scheu sind. Da hilft nur Geduld (und Spinnen in der Ecke, die die entkommenen Fruchfliegen auffuttern - sind sie noch nciht da, werden sie kommen :razz: ).
Betta smaragdina und auch die B. splendens sollten sich auch an Granulat gewöhnen lassen (bei mir wird bei der Gewöhnung an Trockenfutter am ehesten dann so Mini-Granulat genommen, die großen Brocken werden eher verschmäht), zumindest meine B. smaragdina haben es immer genommen. Kleine Flocken (Betta Futter) nehmen sie auch, große Flocken werden ignoriert.
Frostfutter wird von allen meinen Fischen nur ungerne genommen, allerdings füttere ich das inzwischen auch kaum noch (eben weil es keiner wirklich frisst).

Liebe Grüße
Verena
Der wahrhaft Ethische nimmt sich die Zeit, einem Insekt, das in einen Tümpel gefallen ist, ein Blatt oder einen Halm zur Rettung hinzuhalten. Und er fürchtet sich nicht, als sentimental belächelt zu werden.

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