Unsere IGL-Arbeitsgruppe Anabas und Buschfische

In den Arbeitsgruppen finden sich jene Mitglieder der Gemeinschaft zusammen, die einen besonderen Faible für eine Gattung, einen Reproduktionstyp oder einen Kontinent bevorzugen. Die Arbeitsgruppen treffen sich zwei Mal im Jahr auf den Tagungen der IGL.

Wer Interesse an Anabas-Arten und Buschfischen hat, kann sich zwecks Erfahrungsaustausch mit dem Arbeitsgruppenleiter in Verbindung setzen:

Jürgen Schmidt(-Weißwasser)
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Schulstraße 18
02943 Weißwasser
Deutschland

Tel. (0049) 03576 205 100


Anabas testudineus


Die Arbeitsgruppe Anabas und Buschfische

Die Arbeitsgruppe Anabas/ Buschfische beschäftigt sich mit vier Gattungen:
Anabas, Ctenopoma, Microctenopoma und Sandelia. Arten innerhalb dieser Fischfamilie leben völlig ungerechtfertigt in einem aquaristischem Schattendasein.

Anabas ist die einzige der vier Gattungen, die in Asien beheimatet ist und dort ein sehr großes Verbreitungsgebiet hat. Anabas testudineus ist hiervon die einzige Art, mit der wir bisher aquaristische Erfahrungen sammeln konnten. Es ist bekannt, dass es A. testudineus in verschiedenen lokalen Formen und Farbvarianten gibt. Alle anderen in der Literatur bezeichneten Anabas sind als eigenständige Arten noch sehr fraglich. Man kann aber davon ausgehen, dass es bei der Gattung Anabas mehrere Arten gibt, die aber noch wissenschaftlich beschrieben werden müssen.

Auch die Gattung Ctenopoma ist bisher wenig erforscht - derzeit sind, sehr oberflächlich geschätzt, mehr als 10 Arten bekannt. Je nach Art erreichen sie eine Größe von 8 bis mehr als 20 cm. Während der Fortpflanzung geben die Fische dieser Gattung ihre Eier in das freie Wasser ab, wonach diese sich selbst überlassen sind. Bekannt ist, dass einige Exemplare über 30 Jahre alt wurden. Ihre Haltungsbedingungen sind sehr unterschiedlich: Während einige Arten keine großen Anforderungen an den Halter stellen, sind andere Arten selbst für Spezialisten in der Aquaristik immer wieder eine Herausforderung.

Microctenopoma sind "klassische" Labyrinthfische. Zur Fortpflanzung bauen sie Schaumnester und bleiben bei ca. 7 cm recht klein. Ihre Haltung ist bei nicht zu hartem, leicht saurem Wasser nicht schwierig. Farblich zählen sie mit zu den schönsten Süßwasserfischen, so z.B. M. ansorgii und M. damasi. Über die Artenvielfalt bei Microctenopoma kann zum derzeitigen Stand noch nichts gesagt werden.

Die Gattung Sandelia ist in Südafrika beheimatet. In der Aquaristik sind Tiere dieser Gattung selten gepflegte, aber hochinteressante Fische. Derzeit geht man von zwei guten Arten aus:
S. capensis und S. bainsii. Diese Fische haben ein wenig ausgebildetes Labyrinth und müssen in recht kühlem, sauerstoffreichem Wasser gehalten werden. Aquaristische Erfahrungen liegen bisher nur bedingt bei S. capensis vor.

Es ist zu hoffen, dass sich in Zukunft Aquarianer bereit erklären, Sandelia als Dauergast zu pflegen, damit diese Fische auch außerhalb ihrer Heimat erhalten bleiben.

Da diese Fischfamilie nur wenig erforscht ist, liegt für uns Aquarianer noch ein breites Feld von neuen Erkenntnissen in der Haltung und vor allem in der Zucht vor uns. Importe, auch neuer Arten aus diesen Gattungen, kommen bisher leider nur als zufällige Beifänge nach Europa. Unsere Aufgabe sollte sein, all diese Arten für die Aquaristik zu erhalten. Die AG Anabas und Buschfische und deren Internetplattform, erklärt sich daher weltweit als eine Art Heimat für alle Liebhaber dieser Fischfamilie.

Jürgen Schmidt - Weißwasser