| 1 | Peter Finke | Editorial | 76 |
| 2 | Jürgen Schmidt | Betta tussyae Schaller, 1985 – Der vergessene Rote | 77 |
| 3 | Wolfgang Noack | Vom
Aussterben bedroht – Labyrinthfische vom Schwarzen Kontinent: Sandelia bainsii und Sandelia capensis |
82 |
| 4 | Jürgen Schmidt | Literaturdienst | 83 |
| IGL Intern ... | |||
| 5 | Peter Finke | Ehrenmitgliedschaft für Prof. Dr. Rolf Geisler | 87 |
| 6 | Peter Finke | Laudatio für Prof. Dr. rer. nat. Rolf Geisler | 89 |
| 7 | Bernd Bussler | Protokoll der außerordentlichen Generalversammlung am 13. 05. 2007 in Rheinfelden | 91 |
| 8 | Bernd Bussler | Protokoll der Generalversammlung am 13. 05. 2007 in Rheinfelden | 92 |
| 9 | Guido Kox | Leserbrief an den Makropoden | 94 |
| 10 | Uwe Konrad | IGL-Frühjahrstagung vom 11. 05.–13. 05. 2007 in Beuggen | 94 |
| 11 | Hans-Jürgen Ende | 20 Jahre Labyrinthfisch-Regionalgruppe Cottbus (RGC) | 99 |
| 12 | Jürgen Schmidt | Arbeitskreis Wasserpflanzen im VDA (AKW) & Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische (IGL) | 101 |
| 13 | B. Bussler & T. Lichtner | Einladung zur IGL-Herbsttagung in Hamburg vom 12. bis 14. Oktober 2007 | 102 |
| 14 | Impressum | 106 |
Eigentlich sollte es ein Kurzbericht zum Thema Nostalgisches von der
IGL werden. Nun wurde aber doch etwas mehr daraus! Ich möchte
an Labyrinthfische erinnern, die wohl noch niemand von uns im Aquarium
gepflegt oder gar nachgezüchtet hat. Da es in unserer
Gemeinschaft um die afrikanischen Labyrinthfische (Ctenopoma- und
Microctenopoma-Arten,
sowie Sandelia)
ziemlich ruhig wurde,
möchte ich zumindest an eine Gattung erinnern.
Die Gattung Sandelia
kommt in Südafrika in der Kapregion in
einem relativ eng begrenzten Gebiet vor.
Sandelia
bainsii
Das Vorkommen erstreckt sich vom Kowie River bis zu dem Buffalo River.
Die Art lebt nur in den Mittelläufen der Flüsse. Die
Wassertemperaturen schwanken dort zwischen 15 °C und 20
°C. Die Nahrung dieser Tiere besteht hauptsächlich aus
Insektenlarven und Fischen. Die Fische werden relativ groß,
es wurden schon Exemplare von über 25 cm Länge
beobachtet. Farblich gesehen sind sie keine Augenweide. Als besonderes
Merkmal gilt, dass sie ein relativ stark zurückgebildetes
Labyrinthorgan besitzen, das für das Überleben in
ihren Habitaten keine große Bedeutung besitzt. Eine
große Bedrohung von S.
bainsii stellen eingeschleppte bzw. ausgesetzte
Tilapien-Arten, nordamerikanische Sonnenbarsche und andere dar. Die
größte Bedrohung geht aber von dem ebenfalls
eingeschleppten Schwimmfarn Azolla
filiculoides aus, der sich im Kowie River-System stark
ausgebreitet hat und vor allem während der Trockenzeit ein
sehr dichtes Schwimmpflanzenpolster bildet, das hauptsächlich
Jungfischen zum Verhängnis wird. Die Jungfische springen auf
der Jagd nach Futtertieren aus dem Wasser und landen dann auf der sehr
dichten Schwimmpflanzendecke. Da sie keine Möglichkeit haben,
durch die Schwimmpflanzen ins Wasser zurück zu finden,
verenden sie qualvoll und vertrocknen.
Sandelia
capensis
Diese Art kommt südlich des Olifants River, im Norden von
Kapstadt, in den zum Kap entwässernden Flüssen bis
nach Port Elizabeth vor. Als Ironie mutet es an, dass S. capensis in den
Olifants River selbst erst eingeschleppt wurde und dort eine Bedrohung
für die endemisch vorkommende Rotflossenbarbe Barbus erubescens
darstellt. Das größte bekannte Exemplar von S. capensis wurde
mit 22 cm gemessen. Diese Art wird aber bereits bei einer
Größe von 5 cm geschlechtsreif.
![]() Sandelia
capensis (Foto: J. Schmidt)
|
Auch S.
capensis
ernährt sich im Uferbereich von Insekten und Fischen, aber
auch von Pflanzen. Bedroht wird diese Art ebenfalls von eingeschleppten
Barschen. Da die Sandelia-Arten keine direkte Brutpflege betreiben, wie etwa Betta, Trichogaster usw., sind besonders der Laich und die geschlüpften Jungfische stark gefährdet. Es gab bereits in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts einige Leute, die sich intensiv für die Erhaltung dieser Fische einsetzten. So wurde unter der Leitung von Jim Cambray, der auch Mitglied der IGL ist, und seiner Familie gemeinsam mit Schulkindern und anderen freiwilligen Helfern die Wasseroberfläche mit Schaufeln, Tennisschlägern und anderen Geräten an verschiedenen Wochenenden freigelegt. Mit Unterstützung des WWF Südafrika entstand nun das Blaauwkratz-River-Nature-Reserve. Dr. Jim Cambray gründete vor einigen Jahrzehnten einen Verein zum Schutz von Sandelia bainsii. Ziel ist es, die Öffentlichkeit für das Aussterben der bedrohten Fischart zu sensibilisieren. Für die Unterstützung eines Hilfsprogramms war man sehr rührig und so konnten von bekannten Aquaristikfirmen Sachspenden, wie Leitfähigkeitsmesser, Sauerstoffanalytika, Analysekoffer usw. nach Afrika gebracht werden. Auch Geldspenden von Privatpersonen, unter anderem von der IGL, gingen ein. Es wäre heute sicher für uns interessant zu erfahren, welche Erfolge dieses Hilfsprojekt brachte und ob sich die Überlebenschancen für Sandelia dadurch verbesserten. Sollte jemand an weiteren Informationen über das damalige Hilfsprojekt und den weiterführenden Arbeiten, sowie Problemen und Erfolgen interessiert sein, wird Jim Cambray sicher gern Auskünfte geben. Weitere Informationen finden Sie dazu über: www.ru.ac.za/affiliates/am/wwf./wwf.htm Damit sich aber nicht nur unsere „Internet“-IGL-Mitglieder informieren können, sondern alle Mitglieder habe ich diesen kleinen Bericht für den Makropoden verfasst. Anschrift von Dr. Jim Cambray: Albany Museeum, Somerset Street, Grahamstown, 6140 RSA (Republik Süd-Afrika) |
| Armitage, D. 2006. | Buschfische. Die
Labyrinthfische
Afrikas – 1. Teil. Aquaristik Fachmagazin & Aquarium
heute
38(6), Nr. 192, 34–41. Im umfassenden ersten Teil stellt der Autor die echten Buschfische der Gattung Ctenopoma vor. 20 Fotos von sehr unterschiedlicher Qualität und von verschiedenen Fotografen statten den Artikel opulent aus. Hier sind etliche Formen erstmals in Farbbildern abgebildet, über die zugeordneten Namen ließe sich in einigen Fällen allerdings trefflich streiten. Interessant ist vor allem, dass Ctenopoma gabonense jener Fisch ist, den wir früher C. nigropannosum nannten. Der echte C. nigropannosum soll einen dunklen Schwanzwurzelfleck und transparente Brustflossen tragen. Die zugehörigen Fotos sind leider nicht zur Diagnose geeignet. Schafft der Verfasser hier Aufklärung, so hat er die Parallelen bei C. acutirostre und C. ocellatum immer noch nicht begriffen. Es geht nicht um die ähnliche braune Erwachsenenfärbung, sondern – im Gegenteil – um die nahezu identische gefleckte Jugendfärbung (s. KOKOSCHA 1989, Der Makropode 11(5), 68–74)! Erstmals sind wiederum die Größenunterschiede bei C. maculatum und C. weeksii dargestellt. |
| Herrmann, H.-J. 2006. | Liebe LeserInnen. Stars
und ihr Hobby. Aquaristik Fachmagazin & Aquarium heute 38(6),
Nr. 192, Titel, 1, 112–113. Titelbild vom Verfasser mit blauem Schleierkampffisch in so genanntem „Mini-Aquarium“. 4 Farbfotos von der Redaktion, die Jessy Rameik mit dem „Mini-Aquarium“ zeigen. |
| Herrmann, H.-J. 2006.. | Hans-Joachim
Richter wird 70. Aquaristik Fachmagazin & Aquarium heute 38(6),
Nr. 192, 123–124. Würdigung des ausgezeichneten Fotografen und Fischbeobachters, mit 3 Farbfotos, darunter ein besonders tolles von H.-J. Richter, das laichende Trichopsis vittata im Moment der Eiabgabe zeigt (S. 124 u. r.). |
| Linke, H. 2006. | Aquaria 2006 in China.
Aquaristik Fachmagazin & Aquarium heute 38(6), Nr. 192,
122–123. Messebericht mit 2 Farbfotos vom Verfasser, 1 zeigt Betta splendens-Bewertungsaquarien. |
| Staeck, W. & Arendt, K. 2006. | Auf Humboldts Route. Die
historische
Reise durch Venezuela – unter aquaristischen Gesichtspunkten
aufgearbeitet. 7. Teil. Aquaristik Fachmagazin &
Aquarium
heute 38(6), Nr. 192, 72–77. Kompetent und bildreich werden zahlreiche Fische Venezuelas vorgestellt. Mit zahlreichen Bildern von den Verfassern und weiteren Fotografen, darunter auch ein Monocirrhus polyacanthus (S. 77 o. r.). |
| Armitage, D., Norris, S. & Cambray, J. 2007. | Buschfische. Die
Labyrinthfische
Afrikas – 2. Teil. Aquaristik Fachmagazin & Aquarium
heute
39(1), Nr. 193, 34–39. Der Artikel gliedert sich in zwei Teile. Zunächst werden die Schaumnester bauenden Arten der Gattung Microctenompoma vorgestellt, dann folgen die Sandelia-Arten. Auch fotografisch ist der Artikel entsprechend zweigeteilt, die Buschfische wurden mit Richter-Bildern ergänzt, die allerdings etwas jämmerlich wirken. Die Kap-Buschfischfotos sind naturgemäß von Cambray. Die Aquaristik kommt ein wenig zu kurz, insbesondere fehlt ein Hinweis auf die erforderlichen niedrigen Wassertemperaturen bei C. nanum von 18 bis 22 °C. Das Laichen der Buschfische haben die Verfasser scheinbar nie richtig beobachtet – oder liegen hier nicht Beschreibungs- sondern Übersetzungsfehler vor? Der Schwerpunkt des Artikels liegt leider bei den Biotopbeschreibungen. Die Kenntnislücken zur Fortpflanzungsbiologie der Sandelien sind offensichtlich immer noch nicht geschlossen. Wie deckt sich die angebliche mehrfache Vermehrung von S. capensis mit dem offensichtlichen Mangel an solchen Fischen in unseren Gesellschaften? Mit 14, meist enttäuschenden, Farbbildern verschiedener Fotografen. Die Buschfischfreunde werden auf die beiden Artikel nicht verzichten können, insgesamt bleiben zum Schluss aber mehr offene Fragen als Antworten gegeben werden – ungewöhnlich bei diesem Autoren-Trio. Im gleichen Heft eine Anzeige von Aqua-Global mit Farbfotos von Channa bleheri und Betta cf. taeniata, hier Betta „edithae“ genannt (S. 27). |
| Assenmacher, F. 2007. | Weiterbildung:
Ernährung der Aquarienfische. Datz 60(2), 64–65. Interessanter Einblick zur Fischernäherung, hier ein lesenswertes Zitat: „Ein typische Kunstfutter enthält pro 100 Gramm etwa 1300 Kilojoule Energie, dieselbe Menge Mückenlarven aber nur 325 Kilojoule. Dabei beträgt der Erhaltungbedarf eines Fisches, der einen großen Teil des Gesamtbedarfs ausmacht, lediglich fünf Kilojoule pro Tag und 100 Gramm Lebendgewicht. Wie man sich leicht ausrechnet, bedeutet dies: Ein Neonsalmler aus Kunstfutter könnte demzufolge 260 richtige Neonsalmler einen Tag lang mit dem Nötigsten versorgen.“ Ein auch für unsere Labyrinther und anderen Fische bedenkenswerter Aspekt! |
| Dreymann, K. 2007. | Bei mir sterben Fische.
Datz Aquarien-Praxis 60(2), 13. Aquarienphilosophische Betrachtung zum Hinzulernen beim Aquarianer, mit 2 Farbfotos vom Verfasser, darunter eines, das einen verhungernden Blattfisch, Monocirrhus polyacanthus, zeigt. |
| Fürwitt, M. 2007. | Tiffany für
Aquarianer. Aquaristik Fachmagazin & Aquarium heute 39(1), Nr.
193, 108–109. Viele Glasmalereien, darunter einmal Betta splendens. |
| Hieronimus, H. 2007. | Zur Ethik der Aquaristik.
BNA-aktuell (1), 53–56. Zusammenfassung eines Referats zum Thema Qualzuchten, mit 5 Farbfotos, meist von Goldfischen – zum Glück keine Labyrinther. Weitere für uns z. T. relevante Artikel im Heft sind: GLATZEL, H. Neuere Entwicklung im Artenschutz. 11–16. HAUT, L. Tierbörsen werden nur teilweise umgesetzt. 27–29 (bezieht sich vor allem auf Vogelbörsen). WESTHÄUSER, C. Zur Rechtslage des Tümpelns. 23–26. |
| Kaden, J. 2007. | Mein Tropenteich-Aquarium.
Datz 60(3), 18–22. Weitere Erlebnisse des Auswanderers nach Thailand mit seinem Teich mit Glasscheibe zum Wohnhaus. Im Teich leben auch Trichogaster trichopterus. Mit 11 Farbfotos vom Verfasser, darunter 1, das den Gepunkteten Fadenfisch zeigt. Der Autor vermittelt auch Tipps für Auswanderer! |
| Pipkom, F. 2007. | Ein alter Bekannter
– Betta
imbellis von Ko Samui. Amazonas 3(2), Nr. 10, 78. Dass Labyrinthfische nicht gerade ihr Lieblingsgebiet sind, beweist die Amazonas-Redaktion einmal mehr: „Die Art (B. imbellis, Anm. d. Chron.) lässt sich eindeutig durch ihre beiden klar voneinander getrennten, grünlich bis bläulich schimmernden Glanzschuppenstreifen auf den Kiemendeckeln von den anderen Vertretern des Formenkreises abgrenzen.“ Wie der Verfasser auf diese Weise „eindeutig“ B. imbellis, B. smaragdina und B. stiktos trennen will, bleibt sein Geheimnis, zur Abgrenzung von B. splendens wäre das Merkmal allerdings tauglich. Was auch immer der Autor auf Ko Samui gefangen hat, der Chronist meint auf dem Farbfoto des Verfassers einen „eindeutigen“ B. splendens zu erkennen – doch im Lichte so viel geballter Fachkompetenz in dieser Redaktion verkriecht sich der ahnungslose Chronist wieder unter seinen Scheffel ... |
| Thurner, R. 2007. | Der Blaubarsch, Badis badis. at
info 25(3), 43. Kurztext mit einem s/w-Foto von O. Böhm. Beschrieben wurde der Fisch allerdings von Hamilton, die Botaniker zitieren ihn als Doppelnamen Hamilton-Buchanan, richtig wäre, Hamilton, zuvor Buchanan; Hamilton und Buchanan ist in jedem Fall falsch, da es sich um eine Person handelt. In der Synonymliste sind einige Namen enthalten, die zu anderen Arten, nicht zu Badis badis gehören. Das Foto zeigt Badis ruber (Syn.: B. burmanicus), sofern das anhand der s/w-Abbildung identifizierbar ist, keinesfalls jedoch B. badis. Die Verbreitungsangaben beziehen sich auf die Gattung, nicht auf die Art, ebenso die Körpergröße, B. badis wir kaum 7 cm Länge erreichen, wohl aber beispielsweise B. ruber. Nicht zuletzt fehlt dem Chronisten der wichtige Hinweis, dass diese Fische nur bei Lebendfuttergaben dauerhaft im Aquarium haltbar sind! |
| Ghiasvand, C. 2007. | Wie atmen Fische? at info
25(4), 67–68. Übersichtsartikel zur Fischatmung, mit 4 s/w-Fotos verschiedener Fotografen, darunter 1 von K. Williamsson, das Ctenopoma acutirostre zeigt, und 1 von A. Hilse, das Colisa lalia zeigt. Der Bildtext „Kletterfisch“ beim Leopardbuschfisch ist leider irreführend, denn er gehört zwar zur Gruppe der Kletterfische, ist aber im engeren Sinne keiner. |
| Rogner, M. 2007. | Schwarze Makropoden. Datz
Aquarien-Praxis 60(4), 1, 4–6. Eine recht gute Grunddarstellung zu Macropodus spechti, mit einem sehr schönen Titelbild von A. v. d. Nieuwenhuizen und 5 weiteren Farbfotos vom Verfasser sowie 2 Grafiken von O. Gehring. Die Fotos sind informativ, wären aber sicher schöner, wenn ein anderer Hintergrund im Aquarium gewählt worden wäre. |
| Schmidt, J. 2007. | Betrifft: Der Blaubarsch, Badis badis
(Thuner, R. 2007, at info 25(3), 43). at info 25(4), 68. Kurztext zum genannten Artikel und zum Namen Badis badis, mit einer Wiederholung des s/w-Fotos von O. Böhm, das Badis ruber zeigt. |
| Anonym. 2007. | Labyrinth Fish Corner. Betta splendens
Group. Aquaz00 (1), No. 68, Titel, 82–87. 9 sehr schöne Farbfotos. Betta sp. „Mahachai“ ist auch vertreten, ebenso wie die 3 gängigen Arten, Infos zu B. rubra uns B. stiktos fehlen leider auch hier; allerdings erschließt sich dem Chronisten nur der englische Textteil, das Meiste ist leider chinesisch. |
| Cusimano, E. 2007. | Courrier des Lecteurs.
Crevettes au Menu? Aqua plaisir No. 116, 7–8. Leserbrief zu Trichogaster trichopterus, die im Aquarium Garnelen als Futter betrachten, mit einem sehr schönen Farbfotos von M.-P. & C. Piednoir, das 3 Marmor-T. trichopterus zeigt. |
| Filleul, A. 2006. | Liens de
parenté: la troque des similitudes. Aqua plaisir No. 114,
32–35. Bemerkungen zur Evolution der Fische, mit einigen Farbfotos von M.-P. & C. Piednoir, darunter 1, das einen Lungenfisch zeigt (S. 35 u.). |
| Maurin, M. 2007. | Courrier des Lecteurs.
Osphronemidés. Aqua plaisir No. 116, 12. Bemerkungen zu Trichopsis schalleri, mit 2 besonders schönen Farbfotos von M.-P. & C. Piednoir. |
| Piednoir, M.-P. & C. 2007. | Sphaerichthys vaillanti,
eau douce, Osphronemidae (ex Belontiidae). Aqua plaisir No. 115, 23. Kurzbericht zum Neuimport, mit 2 erstklassigen Fotos von den Verfassern, welche die Geschlechtsunterschiede schön dokumentieren. |
| Piednoir, M.-P. & C. 2007. | – Aqua plaisir
No. 117, 9, 14, 22, 41. Es werden in Frankreich scheinbar nur noch Übersichtartikel zu Themen wie Weichwasserfische, Laichpflanzen für die Fische oder Paludarium gedruckt, Arten oder Gruppen werden nicht mehr vorgestellt. Folglich sind auch die Labyrinthfischfotos weit über unterschiedliche Artikel und Lesebriefe gestreut: Sphaerichthys vaillanti S. 9, Colisa labiosa S. 14, Colisa chuna S. 22 und Colisa lalia S. 41. |
| Schidt, J. 2007. | Dychání
vzduchu a podobmá prizpusobení.
Akvárium zive (1), 31–36. Der Makropode-Leser kennen den Artikel des Chronisten als: „Luftatmung bei Fischen“, hier jedoch mit zahlreichen Farbfotos, darunter auch Lungenfische und Flösselhechte. Angekündigt ist ein Artikel zu Betta tussyae, mit 2 Farbfotos (S. 66). |
| Schidt, J. 2007. | Betta tussyae
SCHALLER, 1985 Zapomenuta cervena. Akvárium zive (2), Titel,
5, 6–15. Artikel, der auch im Makropoden erscheint, mit sehr vielen Farbfotos vom Chronisten. |
| Dantec, M. | Portrait no 85 Badis
corycaeus KULLANDER & BRITZ, 2002. U1, U2,
2–6. |
| Dantec, M. | 2007, une nouvelle année! 6. |
| Denis, F. | Stand CIL - IBSC à la bourse de Montauban le 05 novembre 2006. 7–8. |
| Linke, H. | Chez les Linke(i), c’est la femelle qui fait
le boulot: observations sur le comportment reproducteur de Parosphromenus linkei.
9–10. |
| Maurin, M. | Betta splendens. Légendes des photos. 11–17. |
| Hehl, H. | Une visite chez la perle des forêts. 17–19. |
| Paepke, H.-J. | CLe Docteur Martin Kreyenberg et les Macropodes chinois. 20–23. |
| Panitvong, N. | Le biotop de Betta simplex. 24–27. |
| Lo, M. | Une longue marche vers Kalimantan. 27–28. Farbfotos: Betta simplex, Malpulutta kretseri, Macropodus opercularis. U3. |
| Voort, S. vd. | The Fiery Red Fighting Fish From Selangor. Part 2.
Habitats, Conservation and Identity. 3–7. |
| Armitage, D. M. | Take Me Round The Volta, Walter. 8–11. |
| Gutjahr, A. 2007. | Das
Aquarium. München, 64 S., ISBN 3-8338-0528-4 Neuauflage vom neuen Autor des Klassikers im GU-Verlag. Der Werbetext zum Buch verspricht viel, das Buch hält wenig. Ausgezeichnete Fotos, die leider von schwachem Text, der einen aquaristischen Wissensstand von vor 20 Jahren wiedergibt, begleitet werden. Die auf dem Umschlag angekündigten Erläuterungen zum Verhalten der Fische fehlen im Buch leider. Wasserwechsel werden weiterhin in viel zu geringem Umfang empfohlen, die Berechnung zu möglichem Fischbesatz weist zu wenig auf die zahlreich möglichen Ausnahmen hin, volle Futterdose über dem Aquarium und und und ... Gute Farbfotos von Labyrinthern finden sich: Colisa lalia, S. 37, Trichogaster trichopterus, S. 37 und U4; mehrfach sind beispielsweise Keilfleckbärblinge abgebildet, wichtige Fischfotos wie von Betta splendens und Macropodus fehlen hingegen. Eine unnötige Neuausgabe, die aufgrund des massenhaften Angebots sicher trotzdem seine Abnehmer finden wird. Aber leider keine Werbung für unser schönes Hobby. |
||
| Frahm, J.-P. 2006. | Moose.
Eine Einführung. 237 Seiten, 266 Abbildungen, Jena. Bezug: Weissdorn-Verlag Jena, Dr. Gerald Hirsch, Wöllnitzer Str. 53, 07749 Jena, www.weissdorn-verlag.de, weissdorn-verlag@t-online.de, Tel.: +49-(0)-3541-396584. Aquatische Moose sind für Aquarianer von großer Bedeutung. Vor allem die Fischzüchter wissen die Moose als Laichsubstrate ihrer Fische, als „Nahrungsdepot“ für die Jungtiere und vor allem als wertvolles Gestaltungselement bei der Aquarieneinrichtung zu schätzen. Die Bedeutung der aquatischen Moose nimmt mit der steigenden Bedeutung der Garnelen weiterhin zu. Das hat zur Folge, dass zahlreiche neue Arten in den Handel gelangen, die leider nicht alle gleich gut geeignet sind. Das Buch ist zwar nicht speziell für Aquarianer geschrieben, aber es bietet einen hervorragenden Überblick zur Biologie der Moose. Die aquatischen Moose werden vor allem im Kapitel der Ufervegetation der Gewässer gewürdigt. ausgerechnet das Foto von Riccia fluitans (S. 150) zählt zu den wenigen schwachen Bildern im Buch, aber dieses Moos ist ja ohnehin jedem Aquarianer bekannt. Als Kuriosum sind im letzten Teil sogar noch die so genannten „Moosbälle“ kurz erwähnt. Der Chronist vermisst allerdings eine angemessene Würdigung der Quellvegetation, die meist von Moosen dominiert ist und die zu Recht zu den schutzwürdigen Lebensräumen per se gehört. |
||
| Krause, H.-J. 2007. | Handbuch
Aquarienwasser. 6. Aufl. Ruhmannsfelden. 151 S., zahlreiche
Farbabbildungen, Grafiken und Tabellen. Dieser Klassiker der Aquaristikliteratur wurde erneut überarbeitet, erweitert und aktualisiert. Ein Anlass für diejenigen, die es noch nicht oder eine sehr alte Version besitzen, endlich zuzugreifen. |
||
| Fricke, Hans 2007. | Die Jagd nach dem
Quastenflosser.
Der Fisch, der aus der Urzeit kam. Verlag C.H. Beck München.
302
S. ISBN 978 3 406 556357.
|
warum zeichnen wir heute Herrn Prof. Dr. Rolf Geisler mit der Ernennung
zum Ehrenmitglied aus?
| Die Antwort lautet: Weil die IGL sich glücklich schätzen kann, dass einer der bekanntesten, national und international angesehensten und allseits am meisten respektierten Limnologen und Aquaristikwissenschaftler Deutschlands seit vielen Jahren Mitglied bei uns ist. Es ist für eine Liebhabervereinigung wie die IGL selber eine große Ehre, dass Herr Prof. Geisler uns durch diese Mitgliedschaft aufwertet und durch sein fortdauerndes Interesse an unserer Arbeit den Rücken stärkt. Er hat sich, wenn wir es gewünscht haben, gern für unsere Belange eingesetzt, und er hat durch seine Grundlagenforschung, seine weltweiten Verbindungen und seinen Rat maßgeblich dazu beigetragen, dass auch die Pflege und Zucht schwierig zu haltender Labyrinthfische heute durchsichtiger und einfacher geworden ist, als sie es früher war. Wir Heutigen profitieren von der wissenschaftlichen Akkuratesse und vom Pioniergeist der bedeutenden Aquarianer der letzten Jahrzehnte, und unter ihnen ragt unser neues Ehrenmitglied weit heraus. |
![]() Prof. Dr. rer. nat. Rolf Geisler |
Lieber Rolf Geisler, ich habe das Glück, Sie jetzt
fast
dreieinhalb Jahrzehnte zu kennen. Noch heute höre ich den
fröhlichen Klang Ihrer Stimme, wenn Sie in Sennestadt mit
Herbert
Bader, Walther Foersch, Kaspar Horst oder Edith Korthaus neue
Reisepläne nach Sri Lanka oder Thailand ausheckten oder, falls
Dietrich Schaller mal gerade nicht zu sehen war, laut
„Schalleri!“ riefen, bis der Gurami
schließlich
knurrte. Als wir vor einigen Wochen wegen eines Interviews für
den
„Makropoden“ lange miteinander sprachen, war er
wieder da,
dieser fröhliche Klang, denn kaum hatte ich jene Namen der
alten
Freunde erwähnt, kaum hatten Sie von den
wunderschönen Trichogaster
leeri
auf Sumatra gesprochen, da wäre jedem, der uns
zugehört
hätte, diese Begeisterung in Ihrer Stimme aufgefallen. Sie
sind ja
nicht nur im offiziellen Auftrage der Bundesrepublik, gleichsam ohne
persönliche Interessen, als fischereiwirtschaftlicher Berater
nach
Asien gegangen und haben dort erkundet, wie man den großen
Gurami, Osphronemus
goramy,
für die Ernährung der heimischen Bevölkerung
besser
nutzen könnte, sondern Sie haben sich zum Beispiel von
Dietrich
Schaller in einem crash-Kurs ein bisschen Thai beibringen lassen, um
dann jede Gelegenheit zu dem nutzen zu können, was Ihnen
selbst
die größte Freude bereitet hat: die
Gewässer und die
Fische Südostasiens selber kennen zu lernen.
Meine Damen und Herren, der Name Rolf Geislers ist sicherlich in erster
Linie mit Südamerika verbunden, vor allem mit der Erforschung
der
Limnologie und Fischfauna des Amazonas-Systems, mit unserer Kenntnis
der Neonfische und der Diskusarten. Aber er ist auch mit dem
umfassenden Thema Wasser verbunden, mit den Formen, in denen es in den
Tropen auftritt, dem Schwarzwasser vor allem, und das ist auch in
Südostasien der Fall. Seine „Wasserkunde
für die
aquaristische Praxis“ steht oder stand – da bin ich
sicher
– auch bei den meisten Labyrinthfischfreunden seit langem im
Bücherregal; ein Pionierwerk, heute schreibt es sich
darüber
einfacher, weil Rolf Geisler vorangegangen ist. Und selber erinnere ich
mich daran, wie er uns damals vor Augen führte, dass unsere
Pfleglinge fast nichts von der Nahrung, die wir ihnen hierzulande im
Aquarium anbieten, in ihren Heimatbiotopen vorfinden, dass also manche
unserer Schwierigkeiten auch mit der Ernährungsfrage
zusammenhängen dürften.
Professor Geisler hat das Gesicht der Aquaristik in der zweiten
Hälfte des vergangenen Jahrhunderts maßgeblich
mitgeprägt, und zwar nicht nur in unseren Ländern,
sondern
weit darüber hinaus. Sein Name hat überall einen
guten Klang.
Mehrere Fischarten heißen deshalb auch zu Recht mit Artnamen
„geisleri“,
darunter auch eine von Kottelat benannte südostasiatische
Schmerle. Wissen Sie eigentlich, liebe Vereinsfreunde, dass Rolf
Geisler nach dem zweiten Weltkrieg einer der ersten war, die
Schokoladenguramis erfolgreich gepflegt haben? Ich habe es auch erst
vor kurzem erfahren. Dass er fast alle Größen der
Aquaristik
und Limnologie seit seiner Schulzeit im Hamburg-Altona der
dreißiger Jahren persönlich gekannt hat –
Arthur
Rachow, Johann Paul Arnold, Werner Ladiges, Harald Sioli, Rodney
Jongklaas, Jacques Géry und viele weitere – und
dass er
noch heute in regem fachlichen Austausch mit den Überlebenden
dieser sehr bewegten Zeit steht, aber auch mit vielen neu
hinzugekommenen, jüngeren Fachleuten? Dass er immer noch,
jetzt
mit 82 Jahren, seine Aufgabe als Redaktionsmitglied der DATZ ernst
nimmt und Monat für Monat gewissenhaft ausfüllt?
Und was denken Sie, warum ist Herr Geisler wohl heute hier? Weil ihm
irgendjemand einen Hinweis gegeben hätte, dass wir etwas
Besonderes mit ihm vorhaben? O nein, ich weiß es besser: Ich
weiß, dass er sich seit der ersten Bekanntmachung, dass diese
Tagung hier wieder einmal nicht allzu weit entfernt von seinem Wohnort
stattfindet, fest vorgenommen hatte, einfach teilzunehmen und
dafür nach einer Mitfahrgelegenheit zu suchen und dass er
erfreut
darüber war, als sich ihm diese bei Prof. Peter Beyer von
seiner
alten Universität in Freiburg bot. Peter Beyer habe ich dann
später ins Vertrauen gezogen, aber der hat natürlich
nichts
verraten. Erst gestern, bei der Eröffnung dieser Tagung, hat
Auke
de Jong die Katze aus dem Sack gelassen bzw. den Makropoden aus dem
Beutel. Gewöhnen wir uns doch einfach an den Gedanken, dass
Rolf
Geisler hier ist, weil er sich wie wir alle für
Labyrinthfische
interessiert, aus keinem anderen Grunde.
Als vor einigen Monaten im „Makropoden“ mein
„Paro-Rezept“ erschienen war, war er es, der
Herbert Bader
darauf aufmerksam machte, der mich dann um eine Kopie bat. Aber mit
anderen Artikeln von anderen Autoren, zu anderen Fischen und zu anderen
Themen ging es ähnlich. Rolf Geisler erhält den
„Makropoden“ nicht nur, er liest ihn auch, und zwar
genau.
Doch auch nicht nur den „Makropoden“. Sein
Interesse an der
Aquaristik und ihren Möglichkeiten, an den Fischen aller
tropischen Kontinente ist ein ungeteiltes, ein umfassendes, kein
einseitiges. Damit ist er trotz seiner Spezialisierungen, von denen wir
alle gelernt haben, auch wenn es uns vielleicht nicht bewusst ist,
einer der wenigen verbliebenen Generalisten unter den Aquarianern: ein
umfassend gebildeter und interessierter Forscher und
Universitätslehrer, der maßgeblich dazu beigetragen
hat,
dass die Aquaristik nicht nur eine lehrreiche Zimmerzierde geblieben
ist, sondern auch wissenschaftlich ernst genommen werden konnte. Leider
wird in mancher Hinsicht heute jener Ruf, den er mitaufgebaut hat,
durch Moden und Vermarktungszwänge teilweise wieder aufs Spiel
gesetzt.
![]() Prof. Dr. Finke
während der Laudatio
(Foto: U. Konrad)
|
Ich erspare mir hier die Aufzählung auch nur
der wichtigsten
seiner vielen Schriften. Die meisten von ihnen waren Pionierwerke wie
jenes erwähnte Buch. Viele haben dann nachgemacht, was er
vorgemacht hat. Geisler hat nie bei anderen abgeschrieben, wie das nach
meinem Eindruck bei aquaristischen Veröffentlichungen heute
leider
gang und gäbe geworden ist (oft sogar ohne ordentlich zu
zitieren). Andere haben bei ihm abgeschrieben; das sagt alles. Der
Limnologe, Ökologe, Ichthyologe und Hydrologe Rolf Geisler war
und
ist ein Vordenker, eine Art Pfadfinder, einer der im durchwachsenen
Dschungel unseres Nichtwissens voraus gegangen ist, als viele Wege, die
wir heute kennen und wie selbstverständlich beschreiten, noch
gar
nicht gebahnt waren. Er hat viele andere auf diesen Wegen gerne
begleitet, aber er war nie ein bequemer Begleiter der aquaristischen
Entwicklung in den letzten Jahrzehnten. Das erwähnte Interview
enthält auch ein paar
hanseatisch-zurückhaltend-kritische
Bemerkungen von ihm hierzu. Auch die IGL, deren Ehrenmitglied er nun
wird und die er schätzt, kommt dabei nicht ganz ungeschoren
davon.
Er wünscht sich nämlich, unser Verein möge
ein bisschen
mitgliederfreundlicher werden; ich kann das gut nachempfinden Man kann es also auch so ausdrücken: Die Ehrung, die wir heute vornehmen, ist überfällig; wir haben etwas lange mit ihr gewartet. Umso mehr können wir uns darüber freuen, dass sie nun heute geschieht. Und freuen können wir uns vor allem darüber, dass Sie, lieber Rolf Geisler, auch wenn die Augen leider nachgelassen haben, doch weitgehend gesund und heiter wie früher unter uns sind, um sich anzuhören, was heute so auf der Labyrinthfischagenda steht, um alte Freunde wiederzusehen, um mit uns über Labyrinthfische zu reden und ein bisschen von den Ihnen wohlbekannten, aber heute immer mehr bedrohten Urwaldsümpfen und Gewässerökosystemen Asiens mit uns gemeinsam zu träumen. Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass die Mitgliederversammlung bei der Abstimmung, die nun gleich stattfinden wird, dem Vorschlag des Präsidiums folgen und Sie zum Ehrenmitglied der IGL ernennen wird. Es wird eine Ehrenmitgliedschaft sein, die auch der IGL zur Ehre gereicht. |
![]() Aufkleber aus der Anfangszeit der
Regionalgruppe Cottbus
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Am 14. Juni 1986 wurde in Cottbus im „Klub der Volkssolidarität“ von 8 Mitgliedern der Zentralen Arbeitsgruppe „Labyrinthfische“ eine Regionalgruppe, die RGC, gegründet. Das war nach Erfurt und Thale die dritte Regionalgruppe innerhalb der ZAG. Die RGC war und ist heute noch eine organisierte, aber lose Gruppe von Labyrinthfischfreunden auf privater Basis. Sie setzt sich aus Mitgliedern verschiedener Aquarienvereine zusammen und stand immer bzw. steht noch immer allen an Labyrinthfischen interessierten Aquarianern offen. Zusammenkünfte (heute das 47. Treffen) und Kampffischbewertungsschauen (5 regionale und 5 internationale) wurden durchgeführt. Da die ZAG Labyrinthfische 1991 der Internationalen Gemeinschaft für Labyrinthfische (IGL) beitrat, vollzog die RGC diesen Schritt mit. 1992, gleich nach Gründung des Arbeitskreises „Labyrinthfische“ im VDA, trat die RGC auch diesem Arbeitskreis bei. Die Basis der RGC änderte sich mit der Zeit. Gestandene Mitglieder der ZAG trafen sich nun im Rahmen der Gruppe, neue Mitglieder konnten aber auch aufgenommen werden. Das Einzugsgebiet der RGC erstreckt sich jetzt über Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt bis Thüringen. Dadurch änderte sich natürlich auch der Versammlungsort. Heute reisen wir nicht nur nach Cottbus – Berlin, Halle, Riesa, Dresden, Eibau, Meißen, Eichicht, Zittau, Rychnov nad Knĕžnou (ČZ), Hoyerswerda, Hradec Králové (ČZ), Potsdam und Oschersleben und St. Avold (F) waren schon unsere Ziele. In den beiden oben genannten Organisationen wird aktiv mitgearbeitet. 1991 organisierten wir die erste IGL-Tagung in den neuen Bundesländern in Cottbus, eine weitere im Jahre 2004 in Riesa wurde mitgestaltet. Auch eine Tagung des VDA-Arbeitskreises „Labyrinthfische“ wurde 2006 in Halle organisiert. Bereits 1988 wurde die erste Kampffischbewertungsschau durchgeführt. Den ehemaligen ZAG-Standard entwickelte die RG unter Einbeziehung des IBC-Standards weiter. Dieser Standard hat sich bewährt und auf dieser Basis werden heute zusammen mit tschechischen Betta-Züchtern gemeinsam Internationale Meisterschaften durchgeführt. Inzwischen waren es 10 Betta-Bewertungen, die die RGC organisierte und die 11. Schau ist in Vorbereitung. Mehrere Einzel- und Jahressiege sowie gute Platzierungen konnten dabei durch RGC-Mitglieder bei diesen, aber auch weiteren Bewertungsschauen in Tschechien, Polen, Frankreich und anderen deutschen Städten errungen werden. Mit einer Labyrinthfischausstellung machte bereits 1988 die RGC in Cottbus auf sich aufmerksam. |
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![]() Roland Risto aus Erfurt hielt den dritten Vortrag (Foto: H.-J. Ende) |
Roland Risto aus Erfurt sprach allgemein über „Nostalgie in der Aquaristik und Labyrinthfische“. Er zeigte erst drei Dias 6 x 6 aus den 1920er Jahren, welche er aus dem Bestand der Fachgruppe Erfurt gerettet hat. Weiterhin berichtete er im Bild über Heimschauen aus den 1970er Jahren sowie über den Bestand an Labyrinthfischen der 1980er Jahre, Colisa, Trichogaster, Betta, Macropodus und Osphronemus. |
| „Ctenopoma und Microctenopoma“ sind die Fische, welche Jürgen Schmidt aus Weißwasser pflegt. Zurzeit werden 13 Ctenopoma sowie neun Microctenopoma in der IGL geführt. Der Photo Index von Mergus zählt 12 Ctenopoma und 8 Microctenopoma. Ctenopoma werden bis 20 cm lang, sind Freilaicher bei einer Lebenszeit von ca. 30 Jahren (zumindest im Aquarium), Microctenopoma sind Schaumnestbauer, werden bis max. 10 cm lang und 3 Jahre alt. Da die letzteren mehr Bodenbewohner sind, reicht eine Aquarienhöhe von etwa 20 cm. Jürgen pflegt allein 11 Buschfischarten in einer Anlage von etwa 2.000 Liter Wasser. Er betreibt diese mit Regenwasser und einer Osmoseanlage. Weiterhin hat er eine umfangreiche Futterzucht. Die Wasserhärte ist zumindest bei der Hälterung nicht so wichtig, der pH-Wert sollte bei max. 7 sein, eher tiefer. Zur Einstellung dieses Wertes benutzt er Erlenzäpfchen. Entweder zermahlt er diese grob in einer Kaffeemühle und setzt dieses Mehl dem Wasser zu oder er kocht die Zäpfchen eine dreiviertel Stunde und füllt den Sud heiß in Flaschen und kocht ihn quasi ein. Die Zapfen können bis drei Mal gekocht werden. Ein Salzzusatz soll auch sehr nützlich sein. Nach seiner Erfahrung soll nur eine minimale Filterung eingesetzt werden. Dann berichtete er über die Hälterung und Zucht der einzelnen Arten. Ctenopoma braucht mehrere Jahre bis zur Geschlechtsreife und laicht nur in Gruppen ab vier Tieren bei einer Wassertemperatur von etwa 24 °C (aber auch tiefer). Dann berichtete er noch über die Haltung und Nachzucht von Ctenops nobilis. Obwohl er genügend Nachzuchten hat, ist er leider nicht bereit, innerhalb der Regionalgruppe Tiere abzugeben. Diese Haltung brachte eine kleine Missstimmung. Dieser Vortrag war, obwohl sehr informativ, für unseren Rahmen etwas zu lang. | ![]() Jürgen Schmidt aus Weißwasser (links) berichtete über seine Erfahrungen mit Ctenopoma und Microctenopoma (Foto: H.-J. Ende) |
Veranstaltung als Powerpoint Multimedia Folien (13MB)
Anmeldeformular für Rahmenprogramm: Zoo Hagenbeck (ZIP-File)
Die Ursprünge Hamburgs liegen nicht an der Elbe,
sondern an
ihrem Nebenfluss, der Alster. An ihrem Ufer (altsächsisch:
‚ham‘) entstand im 8. Jahrhundert die erste
Siedlung nicht weit von der Mündung des Flüsschens in
die Elbe. Um 830 wurde hier die Hammaburg
errichtet.
Im 12. Jahrhundert bekam die Elbe größere Bedeutung.
Der Handel im nordeuropäischen Raum entwickelte sich rasch.
Hamburg erhielt von Kaiser Barbarossa 1189 das Privileg, Zoll auf der
Elbe zu erheben, und wurde dann Freie
Reichsstadt.
Ein mittelalterlicher Städtebund in Nordeuropa entstand: die
Hanse. Hamburg wurde wichtigster Nordseehafen der Hanse und diente als
Umschlagplatz für Getreide, Tuche, Pelze, Heringe,
Gewürze, Holz und Metalle. Hamburg selbst wurde
berühmt wegen seines wichtigsten Exportartikels: Bier.
Nach der Entdeckung Amerikas und des Seewegs nach Asien wurde Hamburg
ab 1550 zu einem der bedeutendsten Einfuhrhäfen
Europas. Mit der Zunahme der Seeschifffahrt und des Welthandels in der
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts musste Hamburg seine
Hafen- und Lagerkapazitäten weiter ausbauen. Der Bau der
Speicherstadt (1881–1888) war der erste Schritt. In den
folgenden Jahrzehnten wurde der Hafen auf die
gegenüberliegende Elbseite ausgeweitet.
Die Schaffung des Freihafens
(1888) machte Hamburg zu einem der weltgrößten Lager
für Kaffee, Kakao, Gewürze und Teppiche. Der Bau des
Nordostseekanals (1895) erhöhte die Attraktivität des
Hafens noch mehr, da jetzt eine direkte schnelle Verbindung zum
Ostseeraum garantiert war.
Hamburg wurde erst um
1900 Großstadt.
Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs Hamburg nicht über
seine mittelalterlichen Stadtgrenzen hinaus. Die heutigen Stadtteile
St. Pauli, Altona und St. Georg lagen lange vor den Toren der Stadt. Um
1850 betrug die Bevölkerung nur 50.000 Menschen.
Erst ab 1860, mit der einsetzenden Industrialisierung, wurden immer
mehr umliegende Ortschaften eingemeindet. Um 1900 betrug die
Stadtbevölkerung eine Million. Mit dem
Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 erhielt Hamburg dann die bis
heute gültigen Grenzen.
Unser
Tagungshotel befindet sich im Süden Hamburgs, in Hausbruch!
Wir haben lange nach einem geeigneten Tagungsort gesucht
der uns genügend Platz bietet und uns deshalb
für das Hotel „BERGHOTEL HAMBURG BLICK“
entschieden, es ist zwar etwas teurer, dafür ist die Nutzung
der Tagungsräume kostenfrei. Wir haben alle Hotels im
näheren Umkreis besucht um euch eventuell eine
günstigere Unterkunft anzubieten, doch bei 5,00 €
Unterschied zu unserem Hotel haben wir uns entschieden, nur dieses
anzubieten. Wer trotzdem eine andere Unterkunft suchen möchte
sollte mit uns Kontakt aufnehmen oder wenn möglich im Internet
stöbern.
Das Hotel verfügt über zahlreiche modern
ausgestattete Konferenz- und Schulungsräume, sowie
über ein reichhaltiges gastronomisches Angebot. Vom Restaurant
aus, haben wir einen wunderschönen Ausblick über die
Skyline Hamburgs. Neben einer hauseigenen Kegelbahn und einem
Schwimmbad sind auch einige Fitnessräume vorhanden.
Alle Zimmer sind ausgestattet mit Radio, Satelliten-Fernsehen, Telefon,
Schreibtisch, Dusche/WC, Fön etc.
Da wir eine Menge Gäste erwarten, wird unsere Börse
im riesigen Wintergarten des Hotels stattfinden, wir denken, ihr
solltet zu dieser Tagung ein paar Fische mehr mitbringen ..., da wir in
den örtlichen Vereinen, dem Zoofachhandel usw. für
unsere Veranstaltung werben werden. Es muss mit einem
„größeren“ Andrang gerechnet
werden. Außerdem werden wir noch den einen oder anderen
Händler im Börsenraum unterbringen, die einige
„Kuriositäten“, wie z. B. verschiedene
Laichhöhlen oder Einhängeaquarien mit eigener
Filterung zur Jungfischaufzucht anbieten werden.
Anfahrt zum Hotel
Anfahrt Autobahn aus Richtung Bremen:| Freitag, 12. 10. 2007 | |
| Anreise der Teilnehmer | |
| ab 21:00 Uhr Präsidiumssitzung | |
| Samstag, 13. 10. 2007 | |
| Von ca. 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr: | Besuch bei Hagenbeck – Troparium und Aquarien mit Führung hinter den Kulissen |
| 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr: | Channa AG: Multimedia-Vortrag zu Channa bleheri von Jörg Vierke |
| 12:00 – 13:00 Uhr | Mittagessen |
| 13:15 Uhr | Eröffnung der Tagung und Begrüßung |
| 13:20 – 14:20 Uhr | Vortrag von Karl-Heinz Rossmann: "Man nannte sie Badis badis" |
| 14:30 – 15:30 Uhr | Vortrag von Dominik Niemeier: "Allgemeines über Schlangenkopffische" |
| 15:30 – 16:30 Uhr | Kaffeepause |
| 16:30 – 17:30 Uhr | Vortrag von Gerhard Ott: "Labyrinthfische zwischen Sri Lanka, Taiwan und Bali – über und unter Wasser fotografiert von Gerhard Ott" |
| 17:30 Uhr | Züchter-Börse (IGL-intern) |
| 18:00 – 19:30 Uhr | Börse |
| 19:30 – 20:30 Uhr | Abendessen |
| 20:30 Uhr | Treffen der AG´s
Cotrips, Parosphromenus, Channa (Teil 2: mit Überraschungsvortrag!!). Um pünktliches Erscheinen zu den Treffen wird gebeten |
| Sonntag, 14. 10. 2007 | |
| 10:00 – 10:15 Uhr | Bekanntgabe der IGL-Frühjahrstagung 2008 |
| 10:15 – 11:15 Uhr | Vortrag von Peter Finke: "Die Chance der Prachtguramis" |
| 11:15 Uhr | Verabschiedung der Gäste |