Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische e.V.

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Regionalgruppen Treffen bei Florian

Regionalgruppen Treffen bei Florian

Mein erstes IGL-RG-Treffen

Am Samstag, den 21. Juni diesen Jahres, war es endlich soweit: ich besuchte mein erstes IGL-Regionaltreffen im schönen Zwiesel. Als noch junger Aquarianer war ich natürlich sehr gespannt auf das Treffen, da man sich auf solchen Veranstaltungen immer mit erfahreneren Aquarianern austauschen und ihnen vielleicht den einen oder anderen Tipp entlocken kann, außerdem wollten wir Florians Mitbringsel aus Nordvietnam begutachten. Also alles in allem versprach es, ein aufregender und informativer Tag zu werden. Um 14.30 Uhr standen wir dann bei Florian im Garten, wurden freudig empfangen und den anderen Teilnehmern vorgestellt. Die Familie Krieger bot auf der Terrasse das volle Programm an Kaffee und verschiedenen Kuchensorten, sodass für jeden etwas dabei war und keiner leer ausging. Das Wetter war so wunderbar, dass selbst Florian in T-Shirt und kurzer Hose unterwegs war, was nicht oft vorkommt. Als wir dann in großer Runde am Gartentisch saßen, ging es auch gleich mit den „wichtigen“ Themen los. Es gab schließlich dringende Sachen zu besprechen: nämlich die Planung der nächsten Frühjahrstagung. Da wir wieder die Ausrichter sein werden, mussten das Programm geschmiedet und ein paar Diskussionen dazu geführt werden. Natürlich drehten sich die Gespräche am Tisch auch noch um andere Dinge, so zum Beispiel, was der ein oder andere Teilnehmer gerade mit seinen Fischen daheim so erlebt.

Grundeln aus Vietnam

Nach der leiblichen Stärkung kamen endlich die von mir lang ersehnten Worte: „Lasst uns mal die Fische bestaunen“. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und fingen natürlich ganz oben an – da uns dann beim weiteren Runtergehen die Schwerkraft unterstützen würde. Oben, in Florians sogenanntem „Büro“, welches in Wahrheit ein Fischzimmer ist, gab es dann die Wildfangmakropoden zu bestaunen. Sie zeigten natürlich alle ihre Farben und waren unübertrefflich schön. Also, ihr könnt euch schon mal auf die Nachzuchten und die Berichte zu den drei verschiedenen Fundortformen freuen! Nach den Makropoden zeigte er uns seine ebenfalls aus Vietnam stammenden Grundeln, eine von vier mitgebrachten Populationen.

Allerlei Lebendfutter

Meine Favoriten waren aber ganz klar seine zwei Paare von Channa aurantimaculata. Eines davon hatte dieses Frühjahr auch für Nachwuchs gesorgt, aber dieser war zum Zeitpunkt unseres Treffens bereits woanders untergebracht. Außerdem befindet sich in dem Zimmer noch Florians Lebendfutterzucht, mit der er mittlerweile mehr Zeit verbringt als mit seinen Fischen.

Die heimlichen Stars des Treffens gingen, bei ihrem zurückhaltenden Wesen kein Wunder, etwas im Trubel unter. Seit der Frühjahrstagung schwimmt nämlich auch eine Gruppe Perlbuschfische, Microctenopoma damasi, bei Florian herum. Somit ist er aktuell einer von nur sieben Haltern dieser Fischart in Deutschland und unsere RG stellt sogar noch ein weiteres Mitglied dieser erlesenen Gruppe. Auf baldige Nachzucht wird natürlich von beiden gehofft. Kurz nach dem Treffen stellte Florian die ersten Bilder von Buschfischlarven in unsere RG-WhatsApp-Gruppe. Es darf also damit gerechnet werden, dass diese heimlichen Schönheiten bald in größeren Stückzahlen verfügbar sein werden. Auch die aus Vietnam mitgebrachten Reisfische, Oryzias pectoralis, gerieten ins Hintertreffen. Dabei zeigt die Fundortform von Florian tatsächlich etwas Farbe und macht vor allem von oben betrachtet einiges her. Laut eigener Aussage machen Florian diese Fische mittlerweile mehr Spaß, als er zunächst vermutete.

Microctenopoma damasi

Nachdem wir über all dies im Bilde waren, wurden wir noch ins elterliche Wohnzimmer geführt, wo ein Betta patoti-Paar sein Aquarium bewohnt. Das Männchen zeigte sich allerdings nicht gern, denn es brütete, wie Florian augenrollend betonte, schon wieder. Schließlich zeigte er uns dann noch auf dem Fernseher Bilder und Videos von der Vietnamreise, welche er dieses Frühjahr zusammen mit Andreas Graf unternahm, der an diesem Tag aber leider nicht am RG-Treffen teilnehmen konnte. Nach den vielen Gesprächen und Aquarien blieb allerdings nur noch wenig Zeit zum Weiterschauen, denn es war um 18 Uhr ein Tisch beim Griechen für uns reserviert. Dort ließen wir den Tag dann bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen. Als Abschluss möchte ich der Familie Krieger für die Organisation dieses gelungenen Tages danken. Ich kann das nächste Treffen sowie die Herbsttagung kaum erwarten, da es immer gut ist zu wissen, dass es auch noch andere „Verrückte“ wie mich gibt. Weitere sind in unserer Runde natürlich jederzeit herzlich willkommen!

Julian Aigriner