Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische e.V.

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Der Makropode 2/26

Der Makropode 2/26

48. Jahrgang – Juni 2026

INHALT

Editorial
Martin Hallmann

Betta ideii – das unbekannte Großmaul
Jürgen Schmidt
Vor etlichen Jahren, kurz nachdem der echte Betta rubra gefunden wurde, meinte ein „Nie-Schreiber“ im Makropoden gehässig zu mir – da hätte ich mit der Artbestimmung wohl böse daneben gelegen. Da der Sachverhalt den Tatsachen entsprach, konnte ich das Argument wohl kaum wechseln.

Betta stiktos, der Schaumnestlaicher
Horst Linke
Wenn man ihn betrachtet, könnte man meinen, es handelt sich um einen alten Bekannten. Doch diese Art wurde erst 2005 von Tan & Ng wissenschaftlich als Betta stiktos beschrieben. Die Einfuhr lebender Fische aus dem Beschreibungsgebiet nach Europa gelang erstmalig im Februar 2007. Die Art ist im Gebiet von Stung Treng im Nordosten von Kambodscha verbreitet. Sie lebt dort in den Wasserläufen der wenigen noch vorhandenen, kleinen Regenwaldareale sowie naturnahen
Buschlandschaften.

Erinnerungen an Erlebnisse mit Afronandus shejuzhkoi
Prof. Otto Gartner
Wir Wiener, Dr. A. C. Radda, H. Fritscher und ich, sammelten im Dezember 1977 in Côte d’Ivoire, im weiteren
Umfeld der Hauptstadt Abidjan, Süßwasserfische. Es waren hauptsächlich Eierlegende Zahnkarpfen, die Dr. Radda für ichthyologische Untersuchungen und Veröffentlichungen benötigte.

Professor Otto Gartner in memoriam
Anton Lamboj
Otto Gartner verstarb im Alter von 93 Jahren und kann mit Recht als einer der wichtigsten Vertreter der österreichischen Aquaristik bezeichnet werden.

Microctenopoma nanum, eine selten gepflegte Art
Michel Dantec
Alles begann am 22. Februar 2024, als ich eine E-Mail von Yves Fermon erhielt: „Hallo, wie geht es dir? Nur eine kleine Nachricht aus Gabun: Wenn alles gut geht, kommt Claire, die junge Kollegin, die du bereits kennengelernt hast, am Samstagmorgen mit einigen Microctenopoma nanum aus dem Ivindo-Becken aus Gabun zurück …“.

Microctenopoma nanum – der eigentliche Zwergbuschfisch
Jürgen Schmidt (Weißwasser) & Jürgen Schmidt (Ruhmannsfelden)
Labyrinthfischfreunde trennen die Buschfische – wir kennen heute rund 30 valide Arten der Zwerg-, Kap- und eigentlichen Buschfische, die ausschließlich im tropischen und subropischen Afrika leben – nach ihrem Fortpflanzungsverhalten in zwei Hauptgruppen: Die Freilaicher, also Arten, die ihre Eier einfach ins Wasser entlassen, ohne sich im Folgenden um sie zu kümmern, und die Schaumnestbauer mit Brutpflege, ähnlich vielen asiatischen Labyrinthfischen.

Die Buschfische – eine Übersicht
Jürgen Schmidt (Weißwasser) & Jürgen Schmidt (Ruhmannsfelden)
Wie das so ist – eine Übersicht zu den drei afrikanischen Labyrinthfischgattungen hätte selbstverständlich vor den Beginn unserer Artikelreihe gehört. Im übersprühenden Eifer wollten wir die schönsten und pflegeleichtesten Zwergbuschfische selbstverständlich zuerst vorstellen. Deshalb erst hier nun etwas Allgemeines zu allen Buschfischen.

Wissenschaft und unser Hobby: Neues aus der wissenschaftlichen Fachliteratur rund um unsere Pfleglinge
Mike Schutkowski
Es gibt Fische, die ihre Farbe je nach Umgebung reversibel ändern können. Ein Beispiel ist der afrikanische Cichlide Astatotilapia burtoni, bei dem die Männchen in einer blauen oder gelben Form vorkommen können. Auf sandigem Untergrund nehmen sie eine gelbliche Körperfärbung an, ansonsten sind sie eher blau gefärbt. Amerikanische Wissenschaftler gingen der Frage nach, ob die blaue oder gelbe Farbe das Verhalten und die körperliche Fitness beeinflusst.

Einladung zur Herbsttagung in Mendig vom 09.10. bis 11.10.2026
Max Kaiser & Michael Scharfenberg

Jahresprogramm der RG Franken 2026
Günter Kopic

Protokoll der Generalversammlung auf der Frühjahrstagung 2026 in Künzing
Nataly Bittner

Prof. Dr. Gerti Dücker verstorben
Jürgen Schmidt
Am 24. Juni jährt sich erstmals der Todestag von Frau Prof. Dr. Gerti Dücker(09.02.1928 – 24.06.2025). „Sie hat mit ihrem Verstand die Welt bereichert und mit ihrem Herzen die Menschen berührt“.

Bauchbrüten bei Reisfischen: Welche Faktoren die Evolution der komplexen Fortpflanzungsstrategie begünstigt haben
Museum Koenig Bonn

Vom Regenwald zur Plantage: Umwandlung prägt Nahrungsnetze und Biodiversität
Universität Göttingen