Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische e.V.

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Tümpelfutter

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(@marc-s)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 54
 

Guten Abend,

...oder ganze Tümpel mit Megakonstruktionen aus dem Gleichgewicht zu bringen.

aber so ganz viel Ahnung von den Vorgängen in Teichen und beispielsweise Vermehrungsraten von Cyclops, stagnierenden Populationen etc. pp. hast Du dann vielleicht doch nicht, oder? ;) Mal im Ernst, selbst wenn ich mich in dem kleinsten, der zur Verfügung stehenden Tümpel täglich 2 Stunden hinstellen und Lebendfutter "ernten" würde, dann hätte ich keine Chance das Gleichgewicht des Tümpels zu beeinflussen.
:) Ohne Quatsch und jedwede Boshaftigkeit (!!!), informiere Dich mal bei Gelegenheit wirklich genau, eventuell würdest Du dann nicht ganz so dolle mit Schlagworten wie Umweltschutz etc. bei der Hand sein.

Viele Grüße
Marc

"Narren marschieren, wo Engel nicht zu schleichen wagen...", Matt Ruff, G.A.S.


   
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fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 382
 

Hallo,

da muss ich Marc aber vollkommen recht geben. Planktonentnahme wirkt sich eher positiv auf die Gewässer aus, insbesondere auf Tümpel ohne Fischbesatz. Das Wachstum der Wasserflöhe zum Beispiel explodiert in den warmen Sommertagen regelrecht. Kommt dann schwüles Gewitterwetter auf, kippt der Tümpel um, und man hat 1-2 Wochen stinkige Brühe ehe der Prozess von vorn beginnt. Zu all diesen Problemen kann ich wirklich jedem das Buch, welches ich früher schon genannt hatte, empfehlen.
Und Futter aus dem Handel ist auch nicht immer Zuchtware. Viele roten Mückenlarven kommen aus Gebieten der ehemaligen Sowjetunion.
Wenn die dann aus der Gegend von Tschernobyl kommen, werden aus unseren Labyrinthfischen dann Leuchtaugenfische.

Dann lasst es euren Fischen schmecken.

Gruß Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


   
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(@leviathan)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 73
 

Hmm,

stimmt. So viel Ahnung hatte/habe ich da wirklich nicht.
Ich habe mir vielmehr gedacht, dass man mit diesem "Power-Tümpeln" das vorherrschende Nahrungsnetz unterbricht bzw. nachhaltig stört und dementsprechend dann negartive Auswirkungen auf das Ökosystem hat.

Aber wenn ihr da mehr Ahnung von habt, wie es scheint, stell ich mich mal zur Verfügung aufgeklärt zu werden :)

Willst du den wahren Charakter eines Menschen erfahren, so gebe ihm Macht!

IGL 075


   
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sir_rath
(@sir_rath)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 39
Themenstarter  

Moin, Moin,
So, ich habe meinen Fischen gestern Abend, nachdem ich in mühevoller Kleinarbeit die "eventuell Libellenlarve" gefunden und "gerettet" hatte (sie schwimmt jetzt wieder in ihrer alten Heimat), das erste mal Tümpelfutter gegeben und bis jetzt leben sie noch alle :P
Also im ernst, mittlerweile halte ich das für eine gute Sache, denn ich habe den Eindruck, daß das Verhalten der Futtertiere aus der Natur ein anderes ist, als das gezüchteter. Das kann natürlich Einbildung sein, aber ich meine beobachtet zu haben, daß die Wasserflöhe da, wo gezüchtete Tiere einfach willenlos mit der Filterströmung treiben, die "Wildfänge" eine etwas ausgefeieltere Überlebensstrategie an den Tag legen, Grüppchen bilden und zwischen den Pflanzen verstecken etc. Die Jagd hat auf jeden Fall bedeutend länger gedauert, als bei anderem Lebendfutter aus Zucht.
Kann das sein, oder ist das Einbildung?

Gruß,
Florian

Labyrinther die ich halte:

Betta Albimarginata


   
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(@scampi)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 62
 

Schon etwas älter, der thread, aber:

Ich wohne hier in einem Wasser- und Naturschutzgebiet.
Die Wiesen und Wälder des gesamten Umlandes sind häufig überflutet, dienen sogar als Hochwasser-Auffangbecken"
Hier gibt es Milliarden schwarzer Mückenlarven in allen Entwicklungsstadien.

Sicher ist es nach dem Gesetz nicht erlaubt, Tiere aus der Natur zu entnehmen.
Aber selbst der allerletzte Naturschützer wird über jede gefangene Larve dankbar sein,
die nicht das Ende ihrer Entwicklung erlebt und nachts ihre Runden durch die Schlafzimmer dreht..... :evil:

Man muss halt etwas überlegen, in welchem Gewässer man jagt.
Ein betonierter Löschteich ist auch eine gute Futterquelle, bei der sich selten jemand aufregt.

Handelt es sich aber um ein Gewässer, in dem haufenweise Kröten, Molche etc. laicht, würde ich die Finger schon eher weglassen.


Alternativen:

Meinen kleinen Gartenteich habe ich mit zwei Eimen Wasserflöhe "geimpft". Ab dem folgenden Jahr hatte ich Futter ohne Ende.
Mangels Fischbesatz haben sich aber auch die schwarzen Mückenlarven rasend schnell vermehrt, sodaß ich den Teich wieder zugeschaufelt habe.

Sowas geht - wenigstens im Sommer - auch mit Artemia.

Man braucht:
Eine olle Badewanne im Garten, ein Sack Salz, eine Dose Artemiaeier, viel Sonnenlicht und etwas Geduld.
Dann vermehren sich auch die ohne Ende..

Habe sowas im kleinen Stil auch schon im Aquarium versucht.
Ist etwas mühseeliger, weil man die Artemias dann füttern muss,
es geht aber grundsätzlich auch...

Gruß
Rolf

IGL-Nr. 128


   
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