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Atmung von C. acutirostre

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freak
(@freak)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 106
Themenstarter  

Hallo liebe Buschfischgemeinde,

ich mache mir ein wenig Gedanken um die Atmung der C. acutirostre in meinem Buschfischbecken.

Ich habe den Eindruck, dass die Pumpatmung des Jüngsten (ca. 6 cm) zu stark ist.

Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Pumpatmung aller Buschfische nach der Futteraufnahme besonders deutlich ist. Das legt sich dann aber wieder.

Der Kurze pumpt aber schon recht lange und auch weit nach der Fütterungszeit.

Nun habe ich mir die Frage gestellt, ob das wohl normal ist...

Wasserwerte:

Nitrit : 0,00
pH: 6,2
Temp.:24,1
Co2: 20 mg/l
kH: 3
Das Becken ist voll bepflanzt und ein echter Dschungel. Sauerstoffmangel bei Buschfischen...?

Ich kann bei einzelnen Tieren (WF, ca.12cm) ab und zu beobachten, dass sie an die Oberfläche kommen um Luft aufzunehmen. Das machen die NZ nicht so dass ich es beobachten könnte.

Für den Gedanken der Sauerstoffunterversorgung würde vielleicht sprechen, dass die Tiere nach einem größeren Futterstück weniger Wasserdurchfluss über die Kiemen bekommen und dadurch verstärkt pumpen.

Es wird doch kein Kiemenproblem sein...

:cry:

Also: Könnt ihr bei euren Tieren auch eine solche Atmung feststellen?

Danke, Daniel.


Zitat
Auke
 Auke
(@auke)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 213
 

Hallo Daniel,

hast Du eigentlich Wasserbewegung ins Becken. Ich habe auch die Erfahrung das die Buschfischen ohne Wasserbewegung/also mit weniger Sauerstoff ins Wasser heftiger atmen. Versuche sonst Jürgen Schmidt http://www.igl-home.de/09/arbeitsgruppen/busch.html mal an zu rufen.

gruss,
Auke


AntwortZitat
freak
(@freak)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 106
Themenstarter  

Hallo Auke,

Du magst Recht haben.

Ich habe in dem AQ zwar eine Strömug die auch den Kongofarn umspült, aber eine Oberflächenbewegung ist minimal. Evtl. liegt es daran.

Ich werde Jürgen mal anrufen.

Danke dennoch für Deine Idee ,

der Daniel.


AntwortZitat
fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 382
 

Hallo,

ob es sich hierbei um Sauerstoffmangel handelt, dafür fehlen hier doch einige Daten. Wie viel Liter hat das Aquarium, wie viel Fische sind darin, sind auch reine Kiemenatmer darin (denn bei denen müssten bei starkem Sauerstoffmangel die Kiemen richtig "flattern") usw. .
Ich halte seit knapp 10 Jahren mehrere C. acutirostre und konnte ein ungewöhnliches Atemverhalten nicht beobachten, auch nicht wenn der Sauerstoffgehalt zu niedrig wurde (habe in meinem 650 Liter-Aquarium so gut wie keine Wasserbewegung und meine Kongosalmler leiden dadurch manchmal etwas unter dem Sauerstoffmangel).
Die C. acutirostre atmen dann nur beschleunigt, wenn sie, wie hier schon erwähnt, kräftige Futterbrocken zu sich genommen haben, oder wenn es zu kleinen innerartlichen Auseinandersetzungen kommt. Dies konnte ich aber auch bei allen anderen Ctenopoma-Arten die ich halte oder bis jetzt gehalten hatte beobachten.

Gruß Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


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Thomas70
(@thomas70)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 49
 

Hallo,

Ich habe auch die Erfahrung das die Buschfischen ohne Wasserbewegung/also mit weniger Sauerstoff ins Wasser heftiger atmen.

Das kann ich nicht bestätigen. Ich halte M. ansorgii und M. fasciolatum in einem filterlosen Becken (allerdings relativ dicht bepflanzt) und konnte noch nie eine heftige Atmung feststellen.

Gruß
Thomas
--------------------

Buschfischbestand: Ctenopoma acutirostre, Ctenopoma breviventralis, Ctenopoma kingsleyae, Ctenopoma nebulosum, Ctenopoma ocellatum, Ctenopoma weeksi, Microctenopoma ansorgii, Microctenopoma fasciolatum, Microctenopoma nanum


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Auke
 Auke
(@auke)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 213
 

Hallo Thomas,

bei die Microctenopoma's habe ich das auch nicht festgestellt. Bei die Ctenopoma's aber schon. Es könnte auch sein das die Wasserqualität nicht gut genug war? Jedenfalls ist die Atmung völlig normal geworden nachdem ich die Wasserbewegung mittels Ausströmer erhöht hatte.

gruss,
Auke


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freak
(@freak)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 106
Themenstarter  

Hallo,

wie alt waren eure Tiere?

Die Tiere die eine heftige Atmung gezeigt haben bzw. die Tiere die diese eben nicht gezeigt haben?

Ich habe das Wasser nun stark gewechselt und die heftige Atmung des Jungtieres ( ca. 6cm) hat sich fast wieder normalisiert.

Allerdings hatte ich den pH immer im sauren Bereich. Ein Problem sollte Nitrat also nicht gewesen sein, oder?

Ich werde einen Ausströmer im Becken anbringen und dann schauen ob sich die Atmnug wieder ganz normalisiert.

Daniel.


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fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 382
 

Hallo,

wie alt waren eure Tiere?

Die Tiere die eine heftige Atmung gezeigt haben bzw. die Tiere die diese eben nicht gezeigt haben?

...

Daniel.

Hallo Daniel,

ich konnte abnormes Atemverhalten bei meinen Buschfischen nie beobachten, außer nach der Fütterung, da ich manchmal sehr große Futterbrocken verabreiche. Dann hockten die Buschfische schwer atmend am Boden. Nachdem aber alles durchgekaut war und dreimal ausgespuckt und wieder ins Maul genommen wurde hatte sich alles wieder normalisiert.
Es sieht so aus, als ob sie, um große Brocken zu schlucken, ihr Labyrinth leeren, und dann doch leichte Atemnot bekommen.
Ich habe jahrelang C. weeksii nachgezogen und konnte keine altersabhängigen Unregelmäßigkeiten diesbezüglich feststellen.

...

Allerdings hatte ich den pH immer im sauren Bereich. Ein Problem sollte Nitrat also nicht gewesen sein, oder?

...

Daniel.

Meine Wasserwerte waren damals bestimmt nicht buschfischgerecht, verhältnismäßig hartes berliner Randgebiets-Leitungswasser (GH ca. 20°, KH ca. 14°, pH um 8 ). Hat aber den Ctenopoma-Arten überhaupt nicht gestört. Bei den Microctenopoma-Arten sieht das schon anders aus, da musste ich das Wasser weicher machen (außer M. fasciolatum, die sind mit diesem harten Wasser auch bestens klargekommen).

Gruß Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


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