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Frage zu M. fasciolatum (Verhalten - Zucht?)

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(@cms)
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Beigetreten: Vor 17 Jahren
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Themenstarter  

Hi Leute,
mein M.fasciolatum-Männchen verhält sich recht ungewöhnlich:
Tief Dunkel gefärbt sitzt es in einer Höhle und bewegt sich nicht mehr vom Fleck. Das macht er seit heute Mittag, davor ist er noch ganz normal herumgeschwommen. Fische die ihn irgendwie verängstigen können gibt es keine und und der Fischbesatzt hat sich seit den 4 Wochen in denen ich das Buschfischpärchen habe auch nicht verändert.

Die Temperatur war die letzte Woche aus med. Zwecken bei 30°C.

Meiner Erfahrung nach verstecken sich Fische die eigentlich frei schwimmen nur aus zwei Gründen: zur Vermehrung oder zur Reduzierung (also sterben).

Zuchtberichte finde ich aber keine um das zu überprüfen - nur den Hinweis im Mergus dass wahrscheinlich eine Temp. von über 28°C nötig ist.

Kann mir da irgendjemand helfen


Zitat
fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 382
 

Hallo,

eine Ferndiagnose ist natürlich sehr schwierig. Ich bin mir aber sicher, dass es sich nicht um "Vermehrung" handelt. Sehr dunkle Färbungen sind oft ein zeichen von Unwohlsein.

Die Temperatur war die letzte Woche aus med. Zwecken bei 30°C.

Da muß ja dann wohl was gewesen sein.

Wenn die Microctenopoma fasciolatum ablaichen wollen, wird die Färbung des Männchens kontrastreicher. Die Bänderung ist deutlich zu erkennen und manche Tiere färben sich leicht bläulich. Das Männchen ist besonders aktiv, baut ein Schaumnest und versucht das Weibchen darunter zu locken. Er zeigt sich also von seiner schönsten Seite und würde sich wahrscheinlich niemals verstecken. Dann weiter ist es das typische Ablaich- und Brutpflegeverhalten der schaumnestbauenden Labyrinthfische.
Nach deiner Beschreibung glaube ich, dass der Fisch krank ist. Ob er nun so krank ist, dass er gleich stirbt, kann ich von hier nicht beurteilen.
Also, weiter beobachten und gegebenfalls behandeln.

Gruß Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


AntwortZitat
andrea compagnoni
(@andrea-compagnoni)
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Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 200
 

hallo michael

ich hänge mich da gleich mit rein:

ähm, wie äussert sich eigentlich der geschlechtsunterschied bei diesen tieren?
ich pflege drei m.fasciolatum. zwei tiere sind ziemlich gross und sehr kontrastreich gefärbt. imponieren auch dauernd. das dritte tier ist viel kleiner und auch blasser. dieses sondert sich von den beiden grossen immer ab. allerdings besitzen alle drei spitz auslaufende bauchflossen...

einer der grossen hat nun ein schaumnest gebaut. bauen die auch nester ohne dass ein weibchen vorhanden wäre (ähnlich b.splendens)?
temparatur liegt bei mir übrigens bei kühlen und knappen 22°c. nachts auch schon mal bei 19°c.

danke für deine hilfe und lieben gruss,

andrea

o=C


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fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 382
 

Hallo Andrea,

Geschlechtsunterschiede sind bei der Gattung Microctenopoma (im Gegensatz zu den Ctenopoma-Arten) eigentlich gut zu erkennen. Die Männchen sind meistens etwas größer und farbenfreundlicher. Am besten kann man sie aber an Hand der Rücken- und Afterflosse unterscheiden. Diese sind bei den männlichen Tieren spitz ausgezogen. Bei den Weibchen sind sie abgerundet. Die Weibchen sind auch meistens etwas fülliger (Laichansatz).
Ich finde es zwar etwas kühl in deinem Aquarium, aber wenn die Fische Schaumnest bauen ist das schon in Ordnung. Übrigens gibt es viele Aquariumthermometer (auch elektronische), die die Temperatur sehr ungenau anzeigen.
Auch ohne Weibchen kommt es dazu, dass die Männchen ein Schaumnest bauen, gerade wenn ein Rivale in der Nähe ist.

Gruß Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


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andrea compagnoni
(@andrea-compagnoni)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 200
 

hallo michael

hab dank für deine klärende antwort; dann werde ich wohl zwei männer und ein weib haben.
ich versuche die gesellen nach möglichkeit anzulichten, damit du evtl. meine vermutung bestätigen kannst.

Ich finde es zwar etwas kühl in deinem Aquarium, aber wenn die Fische Schaumnest bauen ist das schon in Ordnung.

die tiere sind sehr agli und fressen mir die haare vom kopf. ich schätze, die fühlen sich wohl. im sommer wird die temperatur auch wieder steigen, geht aber niemals über 24°c, da sich das becken im keller befindet.

Übrigens gibt es viele Aquariumthermometer (auch elektronische), die die Temperatur sehr ungenau anzeigen.

die temperatur sollte schon stimmen, da ich über einen aquariencomputer (iks) messe und ab und an quervergleiche mit herkömmlichen thermometern unternehme.

gruss,

andrea


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fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 382
 

Hallo Andrea,

die temperatur sollte schon stimmen, da ich über einen aquariencomputer (iks) messe und ab und an quervergleiche mit herkömmlichen thermometern unternehme.

auch ein Computer oder dessen Meßfühler kann sich irren, bzw. nicht in Ordnung sein. Aber wenn du das überprüft hast, wird das schon stimmen. Mit M. damasi hatte ich auch einmal die Erfahrung gemacht, dass entgegen den mir bekannten Zuchtberichten die Fische bei unter 20° C abgelaicht hatten.
Mit den Bildern brauchst du dich nicht beeilen, ab morgen bis zum Wochenende ist meine Zeit etwas knapp und ich werde kaum hier reinschauen.

Gruß Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


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fischmichi
(@fischmichi)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 382
 

Hallo Andrea,

nun habe ich doch Zeit und bin dir etwas zuvorgekommen. Habe hier ein paar Bilder von meinen, noch nicht ganz erwachsenen Fischen. Man kann aber die Geschlechtsunterschiede schon deutlich erkennen.

Gruß Michael

fischmichi
Michael Müller

"Die Frage heißt nicht: Können Tiere denken oder reden? Sondern: Können sie leiden?" (Jeremy Bentham)


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andrea compagnoni
(@andrea-compagnoni)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 200
 

hallo michael

danke für die bilder; der geschlechtsunterschied ist ziemlich eindeutig!
ich habe demnach drei männchen... :( .
aber ich habe glücklicherweise die möglichkeit an ein weiblein zu kommen :) .

gruss,

andrea


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flurina
(@flurina)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 41
 

Hoi Andrea

aber ich habe glücklicherweise die möglichkeit an ein weiblein zu kommen :)

Bingo :D , denn ich habe 2 Männchen und 3 zickige Weiber. Irgendwie nächste oder übernächste Woche sollte es klappen.

Gruss aus dem "Bärnbiet", Regula


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CMS
 CMS
(@cms)
Active Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 18
Themenstarter  

Man, da hab ich was losgetreten. :)
Mittlerweile habe ich festgestellt dass das Männchen schlicht und ergreifend
keine Fremden mag, sobald irgendjemand außer mir den Raum betritt versteckt er sich, kommt aber sofort wieder herraus wenn der Gast verschwunden ist. Das Weibchen versteckt sich allerdings nie.

Für den Fall dass sich der Kerl wirklich unwohl fühlt, hier ein paar Daten über das Becken:

120 l (regelmäßiges 6-Eck, höhe 50cm breite 60cm)
Filterung: Fluval 3plus (filterstrahl wird durch Bepflanzung gebrochen)
CO2-Düngung (Elektrolytisch), pH ca. 6,5
Temp. zur Zeit 31°C (es ist nonmal grad ziemlich Warm); ansonsten 26-27°C
Wasserwechsel 1 mal Wöchentlich 15l
Einrichtung: im Hintergrund Hohe Wurzeln, bepflanzt mit Javafarn/ -moos;
Mittel-/ Vordergrund: Tigerlotus kleine Vallisnerien, cryptocorynen
Insgesammt ist das Becken dicht bepflanzt; Hinten recht Dunkel, im vorderen Bereich mittel-hell bis hell mit viel freien Schwimmraum.
Gesellschaft: Siam. Rüsselbarben (5), Knurrende Guramis (1), Ancisturse (3)
(auch die Rüsselbarben sind in diesem Becken etwas scheu)

Ersatzweise Hätte ich zur Haltung noch zwei weitere Becken zur Auswahl: Ein im Hintergrund dichter Bepflanztes 120 l -Becken (80/40/35) das im Vordergrund sehr hell ist und ein 200l-Becken (100/50/40) mit viel freien Schwimmraum im oberen drittel (generell sehr hell). Beide mit Trichogaster-Arten (t.Leeri, microlepsis und trichopterus). Pflege, Einrichtungsgegenstände und Technik bei allen drei Becken ungefähr gleich.

Futter: mogends abwechselnd Flocken- /grantulatfutter, Futtertabs oder Cichlidensticks (von Sackmann); abends aufgetaut, im Wechsel: Mückenlarven (weiß od. schwarz), Cyclops, Artemia, Krill (von Amtra); einmal pro Woche ein Fastentag.

Hab ich noch irgendwas vergessen? Ach ja, ich lasse sie keine Horrorfilme oder Pornos schauen :wink:


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