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Honiggurami, Mosaikfadenfisch und was darf dazu ?

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(@anonymous)
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Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 1413
Themenstarter  

Hi,

ich stehe ganz am Anfang der Einrichtung eines 100*50*50 Beckens.

Meine derzeitigen Favoriten sind zu je einem m und zwei w die im Titel genannten. Colisa chuna und Trichogaster leeri scheinen ja nach dem was ich bislang gelesen habe, noch zu den wenig agressiven zu gehören.

Ich würde aber gern noch weitere Arten ergänzen, wobei meine Favoriten hier die Keilfleckbärblinge oder Fünfgürtelbarbe und ein Trupp Streifenschmerlen sind.

Ist das so möglich? Oder gibt es verträglichere Alternativen?

Im "Ihr Hobby" wird ja vor der Vergesellschaftung mit Fischen die an den Flossen der Labyrinther knabbern gewarnt, gibt aber keine eindeutigen Zuordnungen.

Danke
Gruß jürgen


   
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pascal antler
(@pascal-antler)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 24 Jahren
Beiträge: 565
 

hallöle...
ich bin zwar mehr für die ruppigere labyrinther-fraktion zuständig,weiss aber von vereinskollegen,das der honiggurami,wie fast alle colisa,etwas zarter ist,und der leeri zu den ruppigeren zeitgenossen gehört....
ich denke mal,das schon bei dieser zusammensetzung deine probleme anfangen werden....aber warte lieber mal ab,was die fachleute für colisa (thomas böttcher z.b.) dazu zu sagen haben......
die haben das glaube ich mehr kenne,als ich.....
nach channas kannst du mich besser fragen.... :wink: .gruss pascal :bier:


   
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(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 1413
Themenstarter  

Hi,

danke für die Antwort. Habe hier in den Fachbereichen einige Interessante Diskussionen zum Thema gefunden.

Muß mal sacken lassen und kann dann später vielleicht noch etwas gezielter nach etwas nicht verstandenem Fragen. Habe ja auch noch ein bißchen Zeit.

Gruß Jürgen


   
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(@thomas)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 23 Jahren
Beiträge: 64
 

Hallo Jürgen,

Du hast zwar ein schönes Becken von der Grundfläche, trotzdem würde ich nicht T. leeri und Colisa Chuna zusammen pflegen. Beide sind Oberflächen orientiert, Schaumnestbauern nur der eine ist 2-mal größer. Auch wenn ich Pascals Äußerung über ruppige leeri nicht teile, ist er auf Grund seines Körpers den Chuna zu überlegen. Ich würde lieber eine größere Gruppe von einer Sorte pflegen, dass bringt mehr. Ob nun leeri oder chuna. In einem in der Grundfläche gleich großen Becken habe ich mal 3 Männchen und 4 Weibchen von den Chunas im Gesellschaftsbecken gepflegt, das war eine Augenweide. Da die Männchen ständig in Prachtfärbung standen um den anderen und den Weibchen zu imponieren. Aber auch eine kleine Gruppe leeris in einem gut eingerichteten Becken, mit genügend Schatten von oben, zieht die Blicke auf sich.
Die von Dir vorgeschlagenen Keilpfleckbärblingen sind eine sehr gute Wahl als Beifische, empfehlen kann ich noch Barbus titteya da sie sich vorrangig in den unteren Bereich aufhält. Zum leeri würde ich eher ruhigere Fische geben, dann wirkt er besser. Aber das ist Geschmackssache.

Gruß Thomas

IGL 102 ThomasBöttcher
BerlinerStr.22
30926 Seelze Ot. Letter
Tel. (0511) 84 41 667
Mobil 0162 - 911 76 57
Email: boettcher.thomas@web.de


   
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(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 1413
Themenstarter  

Hallo Thomas,

danke. Das wirft mich ein gutes Stück voran. Ich habe mittlerweile soviel über "die agressiven Fadenfische" gelesen, vor allem aber T. trichopterus, daß ich Angst hatte überhaupt mehr als ein Männchen einer Art einzusetzen.

Werde mich dann auch auf eine Art beschränken. ...lieber kleine Gruppe große leeris oder gößere Gruppe kleine chunas... aber das werde ich wohl auch noch für mich herausfinden. Muß die Fische noch mal auf mich wirken lassen.

Die B. titteya muß ich mir nochmal in natura anschauen. Soweit hier verfügbar.

Gruß Jürgen

PS: Ist die IGL auch im Raum Ostfriesland aktiv?


   
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(@thomas)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 23 Jahren
Beiträge: 64
 

Hallo Jürgen,

die nächsten Regionalgruppen für Dich sind Hamburg und Hannover. Das heißt aber nicht das Du alleine an der Küste bist. Ich kann Dir Mitglieder nennen, die im Raum Bremen - Oldenburg beheimatet sind O- . Bitte kontaktier mich persönlich deswegen. Meine Kommunikationsmöglichkeiten findest Du angehängt.

Gruß Thomas

IGL 102 ThomasBöttcher
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(@thomas)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 23 Jahren
Beiträge: 64
 

Hallo Jürgen,

bin vorhin aus Eile nicht auf Deine Aussage über die Aggressivität eingegangen. Nimmt man die normale und auch gewünschte Aggressivität bei de Paarung und der dazu gehörenden Revierverteidigung einmal aus, sind die Fadenfische alle friedlich. Wobei der Trichogaster trichopterus wohl eher dazu neigt etwas ruppiger zu werden. Nur ist die Frage, kommt das vielleicht von der Zucht? Ich habe zurzeit eine Wildform aus Vietnam, sie bleibt allerdings auch wesentlich kleiner und die ist absolut friedlich. Auch während der Brutpflege. Lange Zeit schwamm dort eine kleine Rasbora, ein Einzeltier was als Beipack im Zooladen angekommen war, mit im Becken und die hatte überhaupt nicht unten den T. trichopterus zu leiden.

Bei der Paarung und der Brutpflege sieht das natürlich anders aus und da ist auch Dein Becken mit 100x50 cm Grundfläche für die Trichogaster nur ein Teil von Ihrem wirklichen Revier. Deshalb müssen die anderen darunter leiden, weil sie nicht ausweichen können. Das ist normal und muss mit berücksichtigt werden. Die kleineren Colisa – Arten verteidigen genauso vehement ihr Revier, nur das die Reviergröße anders ist und somit den anderen Fischen Platz und Raum bleibt auszuweichen. Bei den größeren Colisa – Arten sieht das auch schon wieder anders aus. Auch ich musste erst vor kurzen wieder mal Lehrgeld zahlen, weil ich den Revieranspruch unterschätzt hatte. In einem 40-er Würfel, pflege ich ein Paar C. fasciata, als Beifische sind ein großer Ancistrus dolichopterus und als „Feindfisch“ war ein Keilfleckbärbling – Männchen (die Schwanzflosse hatte einen Knick, daher kein Zuchttier) mit im Becken. Das ging alles gut, auch wie er ein Schaumnest baute, die Brut pflegte, aber als die Jungtiere anfingen frei zu schwimmen, dehnte er blitzartig sein Revier auf das ganze Becken aus. Damit hatte ich auch nicht gerechnet, der Ancistrus konnte sich unter einer Steinplatte verstecken, der Keilfleckbärbling hing an der Scheibe außerhalb des Wassers, als ich Heim kam. Ich dachte noch was für ein blöder Fisch, springt einfach an die Scheibe und bleibt dort kleben. Nachdem ich ihn wieder ins Wasser geschupst hatte, konnte ich sehen warum er da hing. Das Fasciata – Männchen trieb in wie wild durch ganze Becken, der kleine Bärbling hatte überhaupt keine Chance. Zuletzt hing der Bärbling quer vorm Maul des Fasciata´s und der schwamm so mit ihm durchs Becken. Ich konnte ihn gar nicht so schnell aus dem Becken fangen wie das geschah. Genügte während der erste Phase der Brutpflege direkt am Nest, noch die Beckengröße, so reichte sie beim wegschwimmen der kleinen vom Nest nicht mehr aus. Trotzdem ist der Fisch friedlich und eine Augenweide und als Fisch für Gesellschaftsbecken zu empfehlen.

Wenn Du ein Südostasiatisches Becken Dir einrichtest, kann ich Dir noch den kleinen Indischen Buntbarsch Etroplus maculatus empfehlen. Sehr friedlich, der greift noch nicht einmal Schnecken an, die seinen Laich fressen. Der braucht allerdings etwas härteres Wasser, wenn Du die Fadenfische jedoch nicht züchten willst, bzw. in diesem Becken nicht züchten willst, begnügen die sich auch mit dem Wasser. Bei mir schwimmen die in normalem hannoverschem Leitungswasser bei ca. 15 dgh.

Gruß Thomas

IGL 102 ThomasBöttcher
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(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 1413
Themenstarter  

Hi,

danke für die Mühe. Ist ja ein richtiger Krimi. Da habe ich ja eventuell auch noch einiges an Erlebnissen vor mir bis ich auch zu den erfahreneren gehöre.

Die Idee mit dem Buntbarsch hätte mir gut gefallen, aber ich habe "Butter" in der Leitung. dGh von 8 bis 9. Ostfriesisches Teewasser halt. Bin ich ja aber auch froh drüber, so brauche ich für meine Ziele derzeit nicht an Osmose etc. zu denken. PH ist mit knapp 7.5 direkt aus der Leitung auch i.O. Das Wasser wo ich derzeit ein paar Wurzeln einweiche liegt im PH bei 6.0, aber im Becken wird die Gerbsäure der Wurzeln ja stärker verdünnt werden. Aber dafür kommt dann noch C02 hinzu, mit Nachabschaltung.

Mal schauen wie das Wasser ausschaut wenn es soweit ist.

Was Mitglieder in meiner Nähe angeht, komme ich noch drauf zurück. Oldenburg ist ja schon relativ dicht bei. Vielleicht ist ja auch in absehbarer Zeit nicht zu weit weg eine Ausstellung oder meeting oder ähnliches.

Gruß Jürgen


   
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