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Helles Knötchen am ...
 
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Helles Knötchen am Kopf von Macropodus opercularis

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chidrup
(@chidrup)
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Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 764
 

Hallo,

hier mein mittlerweile verbessertes Rezept:

Eichenrinde geschnitten, aus der Apotheke, mit 1EL /1 Liter Wasser und zusätzlich einen EL Grünen Tee. Das Ganze 10 min. kochen lassen und nach abkühlen abgeseiht. Den Ansatz ein 2. Mal mit 2l Wasser aufgefüllt und 10 min kochen lassen.
Dieser Tee ist ein gutes Tonicum und wird bei jedem Wasserwechsel zu gesetzt. Dosierung etwa 10ml/Liter. Half bisher erfolgreich bei äusserlichen Krankheitsanzeichen und wurde auch von Anderen bestätigt. (s.IGL-Forum.)
Nach kurzer Zeit geliert der Tee ein wenig und bildet Schlieren. Nach einigen Tagen flocken die Schlieren zu bernsteinfarbenen Klumpen aus, die sich im Wasser langsam auflösen.
Das Ganze beeinträchtigt den Gebrauch des Tees aber nicht.

Der Absud ist sehr haltbar und färbt das Wasser teebraun.
Die Zugabe von grünem Tee ist optional.

Schöne Grüße

Chidrup Rolf Welsch IGL 288
"Die Wahrheit ist ein pfadloses Land" Jiddu Krishnamurti


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inell
(@inell)
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Hallo zusammen,

nein, die Wurzeln schimmeln definitiv nicht Das ist eine Spiegelung durch das Licht, das sind Algen, da bin ich sicher.. Ich glaube auch nicht, dass die Wurzeln gammeln. Das müsste ich doch beim WW deutlich am Geruch feststellen, oder nicht? Zum Verstoffwechseln von Nitrat durch irgendwelche Prozesse im Zusammenhang mit den Wurzeln: keine Ahnung, kann ich überhaupt nichts zu sagen. Fakt ist, dass alle Pflanzen ziemlich langsam wachsen, auch die von Helmut. Die ersten zwei Monate etwa war das Pflanzenwachstum gut, dann ließ es sehr deutlich nach, der bras. Wassernabel wurde gelb/weißlich, die Froschbiss bekam gelbe Blätter mit braunen Rändern, die Azolla, die sich anfangs auch gut vermehrt hatte, wurde immer weniger. Hornkraut habe ich anfangs nicht bekommen, erst im Frühjahr. Das hielt sich bei mir aber keine Woche, ebenso wie Wasserpest. Beides wurde braun, glasig und ist abgestorben. Ich habe es mehrere Male probiert, zuletzt im Mai. Die Najas haben sich gehalten, sind aber auch nicht besonders schnell gewachsen. Ich habe sie entfernt, weil sie voll mit Blaualgen waren.

Wobei ich im Frühjahr im Leitungswasser extrem auch geringe Nitratwerte gemessen habe. In letzter Zeit habe ich Nitrat im LW aber aber nicht mehr gemessen.

In Flowgrow habe ich vor ca. zwei Monaten mal nachgefragt wegen Düngung bzw. und dann von Helmut die Crinum und einige andere Pflanzen bekommen. In den letzten Wochen habe ich in Flowgrow einiges gelesen, u.a. zum Thema Geringfilterung und Mikroflora. Da die Blaualgen Bakterien sind finde ich das Prinzip, die "schlechten" Bakterien durch "gute" zu verdrängen sehr einleuchtend. Das war auch ein Gesichtspunkt bei der Übernahme der Hammerschläge und des Mulms aus einem gut laufenden AQ. Für einige Tage war auch eine Veränderung zu bemerken, eine einmalige "Impfung" scheint aber nicht auszureichen, auch das kann ich so nachvollziehen. Außerdem bin ich dabei auf die Microbe Lift - Produkte gestoßen, die Nik in diesem Zusammenhang empfiehlt. Die Möglichkeit ist auf alle Fälle mal gespeichert.

So, und jetzt komme ich zum eigentlichen Anlass, hier zu posten:
Das periodisch wiederkehrende Knötchen beim unterlegenen Macropoden-Männchen.

Die Frage ist hier ja, was ist die Ursache? Und wie lässt sich diese beseitigen?
Liegt es an der Mikroflora? Den unzureichenden Reviermarken? Dem momentanen Besatz mit "nur" zwei Männchen? Alle anderen Fische zeigen keine Auffälligkeiten, zumindest fällt mir nichts auf. Also vermute ich mal, dass es nicht am AQ an sich, der Mikroflora oder so etwas liegt, dann müsste doch auch bei anderen Fischen etwas zu sehen sein. Begonnen hat es kurz nachdem die beiden Weibchen gestorben waren.

Michaela, so weit, das Becken komplett neu aufzusetzen bin ich noch lange nicht. Zumal ich es für so einen Schritt sinnvoll finde, die Ursache zu kennen bzw mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit annehmen zu können. Nur dann kann ich auch vermeiden, den gleichen Fehler nochmals zu machen. Dazu kommt, dass es für die Makropoden erst mal auch nicht so dolle ist, bis alles wieder richtig gewachsen ist.

Ich vermute, ich habe mehrere Probleme, so wie man ja auch nicht nur Cholera oder Typhus sondern auch Cholera und Typhus haben kann. Oder, wenn's ganz dumm läuft Cholera, Typhus und noch eine andere Seuche :) .

Was Reviermarken angeht: Microsorum pteropus Windelov wächst bei mir gut. Momentan flutet bei mir ein schon relativ großer Busch mit mehr als 15 cm Durchmesser. Den könnte ich auf die rechte Wurzel aufbinden, dann geht er bis zur Oberfläche, einige Blätter durchbrechen diese auch. Die linke Wurzel hat einen Ast, der relativ waagerecht ca. 5 cm unter der Oberfläche verläuft. Hier bestünde die Möglichkeit, sehr klein bleibende Aufsitzer aufzubinden und dadurch eine Reviermarke zu bilden. Z.B. mit M. pteropus Trident. Dazu eventuell auf der Ebene darunter noch einen weiteren Windelov, ein Ableger vom Großen ist da und flutet auch, mit md. 10 Wedeln. Klaus, geht das in die Richtung von Reviermarken, wie du es meinst?

Dann ist da die Überlegung, wieder zwei Weibchen einzusetzen irgendwann. Wenn ich annähernd sicher sein kann, dass das für die neuen Fische ungefährlich ist würde ich das machen. Allerdings nur mit vorherigen Quarantäne. Auffallend ist ja, dass es, wie gesagt, kurz nachdem die Weibchen verstorben sind, angefangen hat. Der Tod des ersten Weibchens war definitiv ein dummer Unfall - das Javafarn hatte sich durch das Abzubbeln der Blaualgen gelöst, irgendwie ist das Weibchen darunter geraten und kam wohl nicht mehr heraus. Zum Tod des zweiten Weibchens kann ich nichts sagen.

Um es klar zu sagen: das sind momentan alles Gedankenspiele. Nichts, was ich sofort umsetzten möchte oder werde - außer ich kriege hier ein ganz klares OK.

Ich habe heute auch schon überlegt, das betroffene Männchen in ein extra AQ zu setzten. Das gravierendste Problem hierbei wäre allerdings meine Regierung. Da wäre ziemlich großer Widerstand zu erwarten. Dazu kommt, dass ich von morgen bis späten Mi Abend unterwegs bin. Ab Sonntag sind wir für fünf Tage im Urlaub. Ein neues Becken mit Besatz, auch wenn nur ein Männchen, kann ich kurz bevor ich für mehrere Tage unterwegs bin nicht machen. Ganz zu schweigen von der Problematik mit meinem GG.

Zurück zu den Pflanzen:
Helmut, ein Stengel von deinem Hygrophila polysperma dürfte jetzt etwa 30 cm lang sein.
Schau dir mal das Foto unten an, das dürfte Pogostemon quadrifolius oder Rotola rotundifolia bzw. macrandra sein. Sie sind jetzt gut 20 cm, damit etwa doppelt so groß wie zu dem Zeitpunkt, als ich sie bekommen habe. (Und egal welche es sind, sie gefallen mir sehr gut!) Die Heteranthera zosterifolia dürfte etwa 5 cm kleiner sein.

Hm, das Bild lässt sich gerade nicht hochladen, ich versuch's später nochmal.

Ach ja, ich werde mich erst Donnerstag wieder melden, vom Dienstrechner aus logge ich mich nicht ein.

Rolf: Danke für das Rezept, ich werde die Eichenrinde besorgen.

Viele Grüße und ein großes Danke an euch alle!

Bettina


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Lilith Winter
(@lilith-winter)
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Hallo Bettina,

eins war mir bei flowgrow noch aufgefallen, dein Licht. Du hattest geschrieben, dass du 3/5 Stunden - Pause - dann nochmal 4 Stunden beleuchtest. Machst du das immer noch?

Das Licht muss mindestens 6 Stunden durchgehend leuchten um von den Pflanzen genutzt werden zu können.

Gruß
Michaela

Meine Todesursache wird wahrscheinlich Sarkasmus im falschen Moment sein.


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inell
(@inell)
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Hallo Michaela,

ja, mache ich noch immer so. OK, dann wird das geändert. Gibt's eben kein Fischegucken beim Kaffee morgens.

Ich wollte nochmal versuchen, Bilder hochzuladen. Klappt immer noch nicht Das liegt aber wahrscheinlich an meinem Rechner.

Viele Grüße

Bettina


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Lilith Winter
(@lilith-winter)
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Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 182
 

Guten Morgen Bettina,

Doch kannst du gucken. Mach doch morgens 2 oder 3 Stunden an, dann Pause und am Nachmittag bekommen die Pflanzen ihre eigentliche Beleuchtung. Da sollten es dann 7 Stunden am Stück sein.

Die 4 Stunden, am Nachmittag, würde ich aber nach und nach erhöhen, alle paar Tage eine Stunde mehr.

Gruß
Michaela

Meine Todesursache wird wahrscheinlich Sarkasmus im falschen Moment sein.


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chidrup
(@chidrup)
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Beiträge: 764
 

Hallo Bettina,

Das periodisch wiederkehrende Knötchen beim unterlegenen Makropoden-Männchen.

Seit wann sind denn die Makropoden in dem Becken? Die Labyrinthfische sind fast alle anfällig für bakterielle Infektion. Außer einer guten Wasserpflege und Auswahl gesunder Tiere, am besten beim Züchter , kann man kaum etwas dagegen tun. Die Tatsache, dass die beiden W gestorben sind, - an einen Unfall glaub ich nicht,- zeigt, dass die Fische Keime mitgebracht haben.
Wie alt mögen die Tiere sein?
Kardinalfische sind dagegen robust und bleiben davon in der Regel unbeeindruckt.

Wenn Makropoden sterben, dann verkriechen sie sich in irgendein Gestrüpp und sind meist kaum aufzufinden.

Wichtig für die Tiere ist die Motivation! Keinen Geschlechtspartner zu haben ist schon schlecht. Das unterlegene M. zu sein ist noch schlechter.
Meine Empfehlung mind. 3W und 1M dazusetzen. In dem Becken können locker 10 Makropoden miteinander auskommen.
Die Fische können direkt ins Becken. Quarantäne ist hier überflüssig.

Zu den Pflanzen:

Hygrophila polysperma

Auf diese Pflanze solltest du setzen! Auch Hygrophylla corymbosa ist zu empfehlen.
Dazu empfehle ich Bacopa monnieri oben auf die Wurzel legen am besten aus dem Wasser herauswachsend.
Für den Hintergrund bewähren sich meist Vallisnerien.

Es ist nicht gut anfangs so große Wasserwechsel zu machen. Wie Klaus schrieb 20%
Geringfilterung heisst einen Filter mit wenig Besiedlungsmedien laufen zu lassen. Ob ein HMF dies erfüllt?

Schöne Grüße

Chidrup Rolf Welsch IGL 288
"Die Wahrheit ist ein pfadloses Land" Jiddu Krishnamurti


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inell
(@inell)
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Hallo zusammen,

ich bin erst heute zurückgekommen und fürchte, das hat sich quasi erledigt:

Das Männchen hat ein sehr deutliches Glotzauge :-(

häufige WW die nächsten Tage und den Eichenrindenextrakt - kann ich mehr tun? Macht es Sinn, das betroffene Tier alleine in ein Quarantänebecken zu setzten? Ich hätte noch ein 40er Becken im Keller.

Wieviel WW? Jetzt doch große WW, deutlich mehr als 20 %?

Rolf, die Tiere sind seit Anfang April im Becken. Als ich sie bekommen habe waren sie sicherlich 5 - 6 cm groß, also noch nicht ganz ausgewachsen.

Traurige Grüße

Bettina


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inell
(@inell)
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Hallo,

ich konnte eben noch ein Foto machen. Nicht dolle, aber immerhin ist das Auge einigermaßen erkennbar. Wobei es auf dem Foto eigentlich heftiger aussieht, als in der Realität.

Gruß

Bettina


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Lilith Winter
(@lilith-winter)
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Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 182
 

Hallo Bettina,

Schade um die schönen Tiere. Für mich ist das schon ein Totalausfall.

Du schreibst hier zwar viel und fleißig, trotzdem habe ich bei dir das Gefühl, dass du nicht bereit bist an der Gesamtsituation etwas zu ändern. Du schreibst, was du getan hast ( fälschlicherweise ) und warum du es getan hast. Vorschläge von uns werden abgetan mit, das glaube ich nicht, ich denke nicht , ich vermute eher .......

Dir wurde gesagt, separiere den kranken Fisch. Gestern kam von dir: soll ich ihn extra setzen?
Dir wurde gesagt, lass die WW. Gestern kam von dir: ich fange jetzt mit WW an, wieviel?

Mir ist noch nichts aufgefallen, bei dem du mal direkt etwas umgesetzt hast. Es tut mir leid um die Fische. Wir halten Tiere in Glaskästen und haben damit eine große Verantwortung übernommen.

Darum auch meine Idee, bei Null anzufangen. Das hat nichts mit aufgeben zu tun, sondern mit der Erkenntnis, dass der jetzige Weg vielleicht nicht der richtige ist. Da du ja aber jetzt in den Urlaub fährst, ist eine Neugestaltung nicht möglich.

Während der Urlaubszeit: den Tee von Rolf ansetzen und ab in das Becken, ohne WW. Licht erhöhen, schnellwachsende Pflanzen besorgen und vorher noch in das Becken setzen. Dann hat das Aquarium erstmal Zeit sich etwas zu regenerieren.

Viel Erfolg,

Michaela

Meine Todesursache wird wahrscheinlich Sarkasmus im falschen Moment sein.


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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
Noble Member
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Beiträge: 2034
 

Danke, Michaela! Du erklärst mein Schweigen.

Gruß, Klaus


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nichtdoch
(@nichtdoch)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 110
 

Hallo,

schnellwachsende Pflanzen besorgen und vorher noch in das Becken setzen

in dem Aquarium sind schon mehrere Arten schnellwachsende Pflanzen die eigentlich ganz ohne Starklicht, CO2 und besondere Düngung so ein Aquarium in einem Monat komplett zuwuchern sollten.
Ich glaube auch, daß neuaufsetzen das beste ist und würde jetzt vor dem Urlaub auch nichts dazusetzen. Die wirklich einfach sschnellwachsenden die da sind wachsen schon nicht ordentlich, die Gefahr von noch mehr Pflanzen die dann während dem Urlaub vor sich hingämmeln ist zu groß.

Macropoden sind für mich seit anfang Aquaristik absolut Traumfische. Und mit denen aus dem Zoohandel habe ich das genau gleiche wie hier erlebt und habe die Gattung dann frustriert beiseite gelassen. Ähnlich ging es mir mit Colisa. Bis ich von einem Züchter WF nahe Macropodus spechti dong hoi bekommen habe. Himmelweiter Unterschied zu allem was es im Laden gab. Prächtige und gesunde Fische die sich ständig fortgepflanzt haben. Was ich damit sagen will: Kauf keine Macropoden im Zoohandel. Da hat einfach nur der nächste, übernächste, uberübernächste.... Fischtuberkulose oder ähnliches und stirbt.

Gruß, helmut


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chidrup
(@chidrup)
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Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 764
 

Hallo Bettina,

wenn es nur um die Gesundheit der Fische geht, sind häufige und auch große Wasserwechsel hilfreich.

Quarantäne würde ich nicht machen, es sei denn der kranke Fisch wird arg gemoppt.

Becken neu aufsetzen halte ich für Hysterie.

Die Warscheinlichkeit, dass der Fisch abgeht ist groß. Das passiert eben!

Schöne Grüße

Chidrup Rolf Welsch IGL 288
"Die Wahrheit ist ein pfadloses Land" Jiddu Krishnamurti


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inell
(@inell)
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Beiträge: 30
Themenstarter  

Hallo Michaela,

du gibst mir da ganz schön zu denken!

Wurzeln raus – meine zentralen Gestaltungselemente – und AQ neu aufsetzten sind für mich ganz schön heftige Maßnahmen. Wahrscheinlich macht es da auch einen deutlichen Unterschied, ob es das x-te Aquarium ist oder das erste. Ich könnte mir vorstellen, dass man das beim 5. AQ ohne groß zu Überlegen macht, aber für mich sind das aktuell sehr große Eingriffe, die ich denn auch verstehen, „be-greifen“ , möchte.

Dazu kommt, dass auch hier die Meinungen nicht einheitlich sind. Einerseits heißt es abwarten, andererseits Wurzeln raus und neu aufsetzten.

Ich bin der Typ, der verstehen möchte, warum was gemacht wird. Ursache und Wirkung verstehen.

Die Wurzeln haben keinen weißen Belag, auch die Algen werden deutlich weniger. Ich habe es als Frage formuliert dass die Wurzeln doch wahrscheinlich nicht gammeln, wenn sie nicht riechen. Da kam kein: doch, können auch gammeln und man merkt es nicht.

Auch zum AQ neu aufsetzten kamen meine Überlegungen und Fragen. Vielleicht habe ich es falsch verstanden, vielleicht will ich viel zu viel und alles viel zu genau wissen, keine Ahnung.

Michaela, den Hinweis mit dem Separieren des Fisches habe ich nicht gelesen und eben beim Überfliegen auch nicht gefunden. Sorry, wenn ich das überlesen habe. Glaub mir, ich war drauf und dran, ihn ohne entsprechende Antwort zu separieren und habe hin und her überlegt – und ich bin immer noch am Überlegen, ob ich ihn separieren soll oder nicht. Auch zu diesem Thema gibt es jetzt nach deinem Beitrag unterschiedliche Ansichten. Der kranke Fisch wird nicht gemoppt, jeder der beiden hat seinen Bereich. Rolf würde unter diesen Umständen den Fisch nicht separieren.

Wasserwechsel: ja, hier war ich entschlossen, weniger zu wechseln und der letzte WW am Sonntag war auch nur ein kleiner. Aber dann kam das Glotzauge. Ich habe dazu recherchiert mit dem Ergebnis, außer großen und häufigen WW kann man nicht viel machen. Daher die Nachfrage gestern Abend wegen des WW. Für mich war und ist das eine neue Situation, in der man z.B. hinsichtlich des WW neu überdenken muss und aus der sich eventuell andere Handlungsweisen ergeben.

Das soll keine Rechtfertigung sein, nur meine Seite und meine Überlegungen darstellen.

Rolf:
Hygrphila polysperma und Bacopa ist registriert. Hygrophylla codrymbosa hatte ich schon, hat aber auch gemickert und ist nach der Dunkelkur rausgeflogen. Das steht aber auch auf der Liste zum nochmals Probieren, gefällt mir nämlich sehr gut.

Ich behalte das mit dem Neuaufsetzten oder der Wurzel im Hinterkopf.

Aber die Gesamtsituation – wenn ich den kranken Fisch mal außen vor lasse – hat sich für mich in den letzten 14 Tagen sehr deutlich gebessert, wobei es auch etwas gebraucht hat, bis ich mir dessen bewusst wurde.
Kaum mehr Algen an den Wurzeln, ohne Abschrubben der Wurzeln. An der einen Wurzel - im Revier des dominanten M - habe ich den Tipp mit dem Sprudelwasser zwei oder drei mal ausprobiert, natürlich so, dass die Fische nicht in der Nähe sind und auch nichts abbekommen. Funktioniert. Außerdem: kaum mehr Mulmbildung. Davor habe ich jede Woche gefühlt Berge von schwarz-grünem Mulm aus dem Becken geholt. Jetzt gibt es definitiv sehr viel weniger Mulm, der dazuhin auch deutlich heller gefärbt ist. Am vergangenen Sonntag habe ich nur ganz wenig Blaualgen entfernen müssen und auch heute sind kaum Blaualgen erkennbar. Das sind für mich deutliche Zeichen, dass das Becken auf einem guten Weg ist. Kann das sein oder irre ich mich hier? Meint ihr, ich habe zwar den Eindruck, als ob es auf einem guten Weg sei, das täuscht aber?

Den kranken Fisch in Quarantäne zu setzen oder das Becken neu aufzusetzten – beide Maßnahmen haben für das betroffene Tier sicherlich Vorteile, stellen aber auch Stress dar. Wahrscheinlich ist ihm leider nicht mehr zu helfen, dann möchte ich ihm zumindest versuchen, ihm seine letzte Zeit so stressfrei wie möglich zu machen. Hier muss ich abwägen, werde aber wohl nie sagen können, ob meine Entscheidung richtig oder falsch war.

Zum Thema Wurzeln und Neuaufsetzen warte ich auf alle Fälle den Urlaub ab, dann muss ich neu entscheiden.

Helmut:
Ja, die Macropoden sind tolle Fische. Auch die spechti sind tolle Fische, hab sie mir eben nochmal angeschaut. Momentan wird aber das beste sein, erst mal abzuwarten.

Eventuell schaue ich auf Fischbörsen. Vielleicht habe ich ja dort Glück und finde schöne Fische. Aber erst mal warte ich ab.

Viele Grüße und Danke an euch alle! Ich habe auf alle Fälle einiges zum Überdenken.

Bettina


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inell
(@inell)
Eminent Member
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Hallo Michaela,

zur Lichtdauer wollte ich dich noch etwas fragen, wenn ich noch darf :-(

Ich habe die Beleuchtungsdauer reduziert weil das überall als eine Maßnahme gegen/bei Algenbefall stand. Wenn ich morgens beleuchte und am Abend auf sieben Stunden erhöhe - wirkt das dann nicht wieder algenfördernd?

Ansonsten reduziere ich parallel zur Verlängerung am Abend die Beleuchtung am Vormittag. Das ist ja hoffentlich nur für eine gewisse Zeit, da kann ich während des Kaffeetrinkens morgens schon darauf verzichten, die Fische zu beobachten. :)

Viele Grüße

Bettina


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Lilith Winter
(@lilith-winter)
Estimable Member
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Hallo Bettina,

Natürlich darfst du noch fragen!

Erstmal: ich mache das ganze auch erst seit ca. 5 Jahren und war in ähnlicher Situation wie du jetzt. Nur meinen Fischen ging es damals gut. Rotaugen, Blaualgen, Grünalgen alles zusammen. Bei flowgrow versucht Hilfe zu bekommen, war mir alles zu hoch. Diese ganzen Wasserwerte, hier etwas davon düngen, dort etwas anderes. Ich hatte alles neu gemacht. HMF hatte ich behalten, alles andere raus. Seit dem habe ich Ruhe. Mir hat es extrem geholfen, zumal ich seit dem lowtech fahre. Wenn mal Algen auftauchen, zur Zeit habe ich welche durch die Temperatur, dann verschwinden sie auch wieder. Meine Becken stehen auch im Wohnzimmer, nicht im kühlen Keller.

Das nur, damit du verstehst warum ich dir den Ratschlag gegeben hatte. Ich bin kein alter Hase und lerne auch noch täglich dazu.

Die Beleuchtungszeit zu verkürzen um Algen zu bekämpfen macht man nur kurzfristig. Nach ein bis zwei Wochen beginnt man damit, die Zeit wieder auf ein normales Level zu bringen. Nach und nach, alle paar Tage eine Stunde mehr. Deinen Pflanzen fehlt das lebensnotwendige Licht, da du es schon ziemlich lange so machst. Im Moment saugen die Algen jeden Lichtstrahl auf und nutzen ihn, die haben sich darauf eingestellt. Deine Pflanzen kümmern und sind somit keine Konkurrenz für die Algen.

Wenn du morgens, zum Kaffee trinken, das Licht ein oder zwei Stunden anhast, dann stört das niemanden. Es sollte nach Möglichkeit aber immer die gleiche Zeit sein, damit Fische und Pflanzen sich daran gewöhnen. Die Hauptzeit muss mindestens 6 Stunden betragen. Meine Becken werden z. B. ab Mittag beleuchtet, 7 Stunden. Da du berufstätig bist, wäre der späte Nachmittag bis in den Abend hinein wahrscheinlich besser. Deine Sache.
Wenn du zwei Zeiten als Beleuchtungszeit haben möchtes, dann 2 x 6 Stunden. Alles andere nutzt den Pflanzen gar nichts. Die Beleuchtungspause nutz nur etwas, wenn auch eine co2 Zugabe vorhanden ist. Auch bei flowgrow wird geschrieben, dass es ansonsten wenig Sinn macht.

Mein echtes Aha-Erlebnis hatte ich, nachdem ich 4 Wochen im Urlaub war. Außer füttern wurde in der Zeit nichts an den Becken gemacht, nicht einmal die Scheiben wurden gereinigt. Sie sahen nach dem Urlaub genial aus, seitdem bin ich schon fast faul geworden.

Rolf hat recht, Fische sterben manchmal. Bei jedem von uns, leider. Trotzdem wäre es schön, auch für dich, wenn du das Becken in den Griff bekommst. Dann macht das ganze auch Spaß.

Viel Erfolg,
Michaela

Meine Todesursache wird wahrscheinlich Sarkasmus im falschen Moment sein.


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