Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische

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Macropodus x Betta

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CARNIVORE
(@carnivore)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 317
Themenstarter  

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Grüße von
IGL 057


   
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Constantin
(@constantin)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 582
 

Hallo!

Aus den Kommentaren geht hervor, dass es Gelege geben soll, aber keinen Schlupf. Wenn das stimmt, dann kommen Makropoden auch mit dem Aufsammeln von Sinkeiern klar.

IGL 049


   
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CARNIVORE
(@carnivore)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 317
Themenstarter  

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Grüße von
IGL 057


   
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Wasserfreund
(@wasserfreund)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 31
 

Hallo Constantin und Nico,

ein interessanter Beitrag mit zahlreichen Photos findet sich in Axelrod, Breeding Aquarium Fishes, 1971, S. 48 ff., über eine Paarung zwischen einem B. splendens und einem Spitzschwanzmakropoden. Axelrod berichtet, daß die Jungtiere schlüpften, aber bald darauf verstarben.

Viele Grüße,
Michael

IGL 030


   
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CARNIVORE
(@carnivore)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 317
Themenstarter  

Hallo Michael,

das Buch kenne ich leider nicht. Schau mal nach wer die Fotos geschossen hat, ich vermute H.J.Richter.
Die zwei waren gute Freunde und Richter hat viele Bilder für ihn gemacht.

Grüße von
IGL 057


   
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Charlyroßmann
(@charlyrossmann)
Noble Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 1828
 

Hallo!
Ich denke, Nico liegt falsch mit seiner Hypothese der Entwicklung von Sinkeiern hin zu Schwimmeiern.
Die ursprünglichen Labyrinther, vor allem die ohne Brutpflege, legen Schwimmeier.
Auch alle Afrikaner. Der "Urlabyrinther", also der gemeinsame Vorfahr der Afrikaner und der Asiaten, muß demzufolge Schwimmeier gelegt haben. Und die "modernsten" aller Labyrinther, die Maulbrüter und die Parosphromenus-Arten, legen Sinkeier.
Die Gattung Macropodus als relativ ursprüngliche Gattung liegt an der Aufzweigung, wo sich einerseits die Schwimmeierfische in Richtung Nestbau perfektionierten(Trichogaster lalius, T. chuna, Trichopodus microlepis), und andererseits die Sinkeifische so nach und nach das Schaumnest "abschafften"(Maulbrüter, Parosphromenus).
Macropodus hat mit seiner sehr auf die Eier orientierten Brutpflege die Präadaption für Sinkeier geliefert.
Gruß
Charly

"wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen" A. Camus
" wir müssen uns Camus als Dummschwätzer vorstellen" Sisyphos


   
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JürgenE
(@juergene)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 166
 

In der 5. Auflage ist das Bild von Zukal.


   
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CARNIVORE
(@carnivore)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 317
Themenstarter  

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Grüße von
IGL 057


   
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Anonymous
(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 1413
 

Hallo Nico,
ich denke, wir können die Eitypen von z. B. Amia und Salmoniden nicht mit den Sinkeiern von Labyrinthern vergleichen. Die ursprünglichen Labyrinther, die Charly meint, also z. B. afrikanische Buschfische und asiatische Schwimmeiertypen, sind im Vergleich dazu schon hoch entwickelte Knochenfische, die sich im asiatischen Raum entwickelt haben. Und es sind alles Schwimmeierproduzenten. Ich habe versucht das in meinem Vortrag zur Evolution des Brutpflegeverhaltens bei den Labyrinthfischen (u.a. Tagung in Weinheim) darzustellen.
Die Sinkeier, die bei den Labyrinthern ganz sicher sekundär entwickelt wurden, sind sicher kein evolutiver Rückschritt, sondern eine Anpassung, die es ermöglicht größere Larven zu produzieren, die weniger von feinstem Futter abhängig sind. Das ist vor allem in sauren Gewässern notwenig. In solchen Gewässertypen existieren nur sehr wenige Bakterien und damit nur wenige Infusorien. Die winzigen Larven von typischen Schwimmeierproduzenten haben hier nur geringe Überlebenschancen. Die Larven von Sinkeier-Typen kommen dagegen recht schnell mit kleinen Krebsnauplien zurecht, die sich selbst wiederum von im Wasser schwebenden Algen ernähren können.
Du hast natürlich recht, dass gößere Eizahlen erst mal eine bessere Anpassungsfähigkeit bedeuten. Im Falle der Bettas und Paros ermöglichen aber die größeren Larven überhaupt das Überleben im sauren Schwarzwasser, auch wenn nicht alle Sinkeier-Produzenten im Schwarzwasser oder extrem sauren Wassern leben. Bei den Sandelia sieht das wieder etwas anders aus. Diese Fische leben ähnlich wie unsere Forellen in Fließgewässern, wo es notwendig ist, die Eier am Kies zu verankern. Schwimmeier würden sofort weggetrieben. Funktionell stimmen diese Eier mit den Salmoniden am ehesten überein. Sandelia sind aber die Schwestergruppe zu Ctenopoma und daher von Schwimmeier-Produzenten abzuleiten.
Die Maulbrutpflege ist mehrmals unabhängig bei verschiedenen Gruppen von Sinkeiern erzeugenden Labyrinthfischen entstanden und ermöglicht noch größere Larven mit noch längerer Entwicklungszeit.
Die geringeren Eizahlen können die Fische sich auch locker leisten, da die größeren Larven auch deutlich bessere Überlebenschancen als die winzigen Schwimmeier-Larven haben. Die evolutive Anpassungsfähigkeit ist dadurch auch erhalten geblieben, da ein Pärchen im Laufe seines Lebens ja nur zwei lebende Nachkommen
hervorbringen muss, damit die Population stabil bleibt.

Viele Grüße
Thomas


   
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Charlyroßmann
(@charlyrossmann)
Noble Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 1828
 

Hallo!
Alle Stammbaumentwürfe der Labyrinther gehen davon aus, daß sich die Sinkeier aus den Schwimmeiern entwickelt haben. Und daß die Sinkeier die Evolution der Maulbrutpflege erst ermöglicht haben. Und das mehrmals.
Daß eine Gattung weit verbreitet ist, heißt nicht, daß sie evolutionär "modern" ist.
Denkt mal an die Schaben. Die gab es schon lange vor den Dinosauriern und sie sind weltweit verbreitet.
Sehr ursprünglich, aber sehr erfolgreich.
Gruß
Charly

"wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen" A. Camus
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CARNIVORE
(@carnivore)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 317
Themenstarter  

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Grüße von
IGL 057


   
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Wasserfreund
(@wasserfreund)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 31
 

Hallo Nico,

ja, ganz genau, die Photos sind von H.J. Richter. Axelrod hat das Buch H.J. Richter und R. Zukal (für uns alte AT-Leser sind ja beide keine Unbekannten ;-) gewidmet und nennt sie in der Widmung "the two best aquarium photographers in the whole world".

Viele Grüße,
Michael

IGL 030


   
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Charlyroßmann
(@charlyrossmann)
Noble Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 1828
 

Hallo, Nico!
Wollen wir den Zeitpunkt doch mal ein bißchen eingrenzen:
Die sinkeiproduzierenden Labyrinther haben sich aus schwimmeiproduzierenden Labyrinthern entwickelt.
Gruß
Charly

"wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen" A. Camus
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