Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische

Telefon: +49 30 65018457 | E-Mail: gf@igl-home.de

Makropoden - Garnel...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Makropoden - Garnelen, Einzelhaltung

33 Beiträge
8 Benutzer
0 Likes
22.7 K Ansichten
Rumpelhanni
(@rumpelhanni)
Active Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 8
Themenstarter  

Hallo zusammen :),
habe ein 60 cm Becken und Zwerggarnelen (Neorcaridina denticulata). Drei Fragen hätte ich an Euch.

1. Wäre die Beckengröße für ein einzelnes M-Weibchen ok?

1. Kann man ein M.-Weibchen alleine halten (dann noch ein kleiner Schwarm Kardinalfische dazu) oder ist das absolut abzulehnen?

2. Wie würde sie sich dann wohl den Garnelen gegenüber verhalten?

Vielen Dank und Grüße
Rumpelhanni


   
Zitat
Bettina
(@bettina)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 407
 

Hallo!

Erstmal herzlich willkommen!

1. An welche Makropodenart hast du denn gedacht?
Für die größer werdenden sind 60cm schon ziemlich eng :-?

2. man KANN sie schon alleine halten - nur ob das M-Weibchen glücklich ist damit....
Ich schätze du meinst mit Kardinalfischen diese hier.
Zu größer werdenden Makropoden würde ich sie nicht geben - ich habe zwar keine Erfahrung damit und lasse mich gerne eines besseren belehren, aber gerade wenn sie einzeln gehalten werden kann sich die Aggression der Makropoden gegen diese kleinen, sehr aktiven Fischlein richtet.

3. Meine Rotrückenmakropoden haben Zwerggarnelen zum Fressen gern :wink:
Mit den Pseudosphromenus dayi gibts aber keine Probleme.

LG
Betti


   
AntwortZitat
Rumpelhanni
(@rumpelhanni)
Active Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 8
Themenstarter  

Hallo Betti,
na ja, gefallen tun sie mir alle, dayi hatte ich in jedem Fall im Visier oder cupanus. Bei Dir tun sie den Garnelen nichts? Das ist schön zu hören. Ich hatte woanders was gelesen, da haben sie es (laut Aussage des Schreibers) immer gerochen wenn sich die Wusler gehäutet haben und haben sie dann in ihren Verstecken aufgespürt...aber das ist bisher der einzige negative Bericht der mir dazu untergekommen ist. Dann würde ich das riskieren. Jetzt bin ich aber ganz scharf auf noch ein paar Infos von Dir, nachdem Du anscheinend dayi hälst, denn Infos zu ihnnen /Erfahrungsberichte sind spärlich.

1. Ich würde auch ein Pärchen nehmen, habe aber Angst dass sie dann dauerbrüten (habe dazu auch schon einiges gelesen) und das möchte ich eigentlich nicht. Wohin dann auch immer mit den Kleinen? Sicher ist die Brutpflege interessant, aber ich brauche es nicht unbedingt (meine Barsche vermehren sich schon ständig, in einem anderen Becken).
2. Was würdest Du denn zu zwei Weibchen sagen?
3. Ich bin immer dafür Fische eher in ihrem unteren Temperaturbereich zu halten um den Stoffwechsel nicht künstlich hoch zuhalten ect. und auch die Garnelen mögen´s ja nicht so warm. Ist dayi für ein ungeheiztes Zimmer-AQ geeignet bzw. was ist die Minimaltemperatur? Ist für in ein Unterschied Tag/Nacht bzw. Sommer/Winter günstig?
4. Wie alt werden die eigentlich? Als ich neulich mal bei einem Händler angerufen habe meinte er ca. 2 Jahre bei guter Fütterung. Das kommt mir wenig vor?!
5. Würden 2 dayi mit ca. 7 Tanichtys gehen in dem Becken? Dann würden warscheinlich eh die Kardinäle die meisten Jungen fressen, wenn ich doch ein Pärchen nehme, oder?

Ich weiß viele Fragen, bin aber so informationshungrig, weil ich auch keine Fehlentscheidung auf Kosten der Fische treffen will. Wäre super wenn Du mir zumindest noch ein paar der Fragen bantworten könntest. Vielen, vielen Dank schon mal :bounce: !!!
Viele Grüße
Rumpelhanni


   
AntwortZitat
Bettina
(@bettina)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 407
 

Hallo!

Also ich halte meine P.dayi zusammen mit einer undefinierten Garnelenart, die sich sehr gut vermehrt, daher kann es durchaus mal vorkommen, dass eine kleine Garnele gefressen wird, aber wenn sie die Garnelen bei der Häutung fressen würden(zumindest meine Tiere) hätte ich nicht einige wirklich große Alttiere.

Dauerlaichen habe ich bei meinen Tieren noch nicht erlebt, allerdings halte ich sie nicht Paarweise, trotzdem hätte ich bemerkt wenn ein Paar ständig laichen würde.
Aber du hast recht, die Kardinälchen würden sich um die Jungen kümmern :wink:
Sowohl bei 2 Weibchen als auch 2 Männchen würden die Tiere sicher ständig streiten und unter Stress stehen, da ist ein Pärchen besser.

Zur Minimaltemperatur kann ich nicht wirklich viel sagen, aber wenn das Zimmer nicht 15°C Raumtemperatur hat wird ein ungeheiztes Becken sicher kein Problem sein - meiner Erfahrung nach sind die Tiere sogar um einiges schöner wenn sie Tag/Nacht schwankungen haben.

Da ich die Tier gerne in Gruppen halte, ist es für mich schwierig was zum Alter zu sagen, aber ich GLAUBE dass sie älter als 2 Jahre werden, gerade wenn sie nicht zu warm gehalten werden.

Fragen sind doch was gutes :D
Keine Scheu, frag, wenn du was wissen willst - ich hoffe halt dass ich dir zumindest ein kleinwenig weiterhelfen kann o=C

LG
Betti


   
AntwortZitat
Rumpelhanni
(@rumpelhanni)
Active Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 8
Themenstarter  

Hallo Betti,
vielen Dank für die schnelle Antwort, Du hast mir sogar schon sehr geholfen!!! :lol: Nur eins verstehe ich nicht, warum würden zwei Weibchen ständig streiten? Und: Wäre statt einem Pärchen 1M und 2W oder umgekehrt besser? Jedenfalls wird das Männchen nicht so agressiv, dass man das Weibchen entfernen muss, wie ich das schon von anderen Schaumnestbauern gehört habe, sogar vom zarten Zwergfadenfisch, der ja an sich als sehr friedlich gilt?! Ich hab halt gar keine Erfahrung mit Labyrinthern und manches was ich gehört und gelesen habe hat mich dann wieder verunsichert....Mir fällt gerade noch eine Frage ein: Ich habe eine recht ordentliche Strömung im Becken im mittleren Bereich, die Oberfläche ist allerdings kaum bewegt und mit Ricchia fluens drauf. Wäre das ok für dayi?
Viele Grüße
Rumpelhanni


   
AntwortZitat
Bettina
(@bettina)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 407
 

Hallo!

Warum die Weibchen untereinander streiten weiß ich nicht, meine tun's einfach :lol:
zumindest wenn ich 2 W mit einem M zusammen hatte, denn das andere Weibchen wird dann immer vom "verpaarten" Weibchen auf abstand zum Männchen gehalten.
Meiner Erfahrung nach (kann bei jemand anderem natürlich anders sein) ist es am besten man hält sie als Paar oder gleich mehrere Tier, denn bei 3 Tieren kommt es vor, dass sich ein Paar bildet und das 3. Tier dann ständig verdrängt wird.

Ich könnte rein garnichts über eine Aggressivität des Männchens gegenüber dem Weibchen sagen.

Meine Dayi brüten eigentlich nie an der Oberfläche, sondern(sofern gegeben) immer in Höhlen.

Was meinst du mit ordentlicher Strömung? Wenn die Oberfläche kaum bewegt wird dürft die Strömung nicht so schlimm sein, oder?

Lg
Betti


   
AntwortZitat
Rumpelhanni
(@rumpelhanni)
Active Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 8
Themenstarter  

Hallo Betti, auch gerade online?

"zumindest wenn ich 2 W mit einem M zusammen hatte, denn das andere Weibchen wird dann immer vom "verpaarten" Weibchen auf abstand zum Männchen gehalten."

Klar das leuchtet mir ein, wäre aber bei "nur" zwei Weibchen nicht gegeben.

Also drei Tiere mit unterschiedlichen Geschlechtern (zumindest 2 :lol:) dann sicher nicht.

Höhle wäre vorhanden, aber eigentlich dachte ich schon, dass sie eher nach oben orientiert sind...wäre jedenfalls besser wegen der Wusler :wink:

"Was meinst du mit ordentlicher Strömung?"
Also, ganz schwach ist sie nicht, ich habe den Filter aber so tief wie möglich angebracht, so dass eben an der Oberfläche trotzdem nicht viel Strömung ist. Wird auch durch die Pflanzen gebrochen und so. in manchen Bereich ist kaum viel Strömung.

Meinst Du denn 2 Weibchen wären wirklich unglücklich? Hunde, Meerschweinchen oder andere Haustiere haben ja auch einen natürlichen Fortpflanzungstrieb, den sie meist nicht ausleben dürfen, oder ist das ein blöder Vergleich? :P

Vielen Dank nochmals für Deine Beratung viele Grüße
Rumpelhanni


   
AntwortZitat
Bettina
(@bettina)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 407
 

Hi!

Das mit der Strömung wird glaube ich schon passen.

Das mit den Weibchen habe ich gemeint, weil ich einmal unabsichtlich 2 Weibchen zusammen hatte(habe eins für ein Männchen gehalten) und da gabs ständig zoff.
das muss nicht sein, aber ich wollte dich darauf hinweisen, dass es sein kann.

Ob sie unglücklich wären weiß ich nicht - aber würdest du dein Leben nicht auch lieber mit deinem Partner verbringen, anstatt mit einer Freundin? :lol:
Grundsätzlich kannst du bei einem Paar einfach ein tolles Verhalten beobachten z.B. ist es bei meinen Dayi gang und gebe, dass die Weibchen beim aufpassen auf die Höhle helfen.

Du könntest auch ruhig 4 oder 5 Tiere ins Becken geben, wenn du noch Kardinälchen im Becken hast wirst du keine Probleme mit zuviel Nachwuchs haben.
In meinem Artbecken mit ca. 6 Tieren kam immer nur 1 Jungtier alle paar Monate durch, das war dann dafür immer ein wunderschönes Tier.

LG
Betti


   
AntwortZitat
Rumpelhanni
(@rumpelhanni)
Active Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 8
Themenstarter  

Hallo nochmal,
ok, Betti, Du hast mich überzeugt :) dann werde ich ein Pärchen nehmen. Eine Gruppe fände ich zwar schön, aber ich glaube dafür ist das Becken zu klein und dann würde ich wohl gar keine Garnele mehr zu sehen kriegen?! Nächsten Sonntag ist Fischbörse, vielleicht habe ich ja Glück....Gibt es denn sonst noch etwas was man bei dayi besonders beachten sollte, ist er z.B. für eine Krankheit besonders anfällig oder so??? Ach und, by the way, er mag nicht zufälllig Planarien, oder? Da hätte ich nämlich auch nichts dagegen :P
Also herzlichen Dank nochmal für die vielen Infos und ich werde dann mal in einiger Zeit von meinen Erfahrungen hier berichten, was draus geworden ist!
Viele Grüße
Rumpelhanni


   
AntwortZitat
Bettina
(@bettina)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 407
 

Hi!

Also ich hatte bei meinen Tieren noch nie Probleme mit irgendwelchen Krankheiten.
Ich kann mir schon vorstellen, dass sie Planarien fressen, aber da ich bis jetzt von Planarien verschont geblieben bin *aufHolzklopfe* weiß ich es nicht.

Hoffentlich findest du welche - ich wünsch dir schonmal viel Spaß mit ihnen.

Lg
Betti


   
AntwortZitat
Cr33p
(@cr33p)
New Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 3
 

Huhu,

also ich habe vom Teichvilla gesagt bekommen, dass ich kleine M. Arten im 54er halten kann, davon sogar 2 Pärchen. Wie z.B. den Tam Ky. Er bleibt klein und friedlich.
Da er selber M. Arten jeglicher Art (Wildformen) züchtet, auf 25L schätze ich, man kann ihm glauben. Er hat auch letztens 5 Tiere (ausgewachsen) in einem 5L Eimer gesetzt zum übernachten. Am nächsten Tag war dort ein Schaumnest, und kein Tier hatte irgentwelche Verletzungen. Denke also das du auf 54L 2Pärchen kleinbleibende und friedliche Arten halten kannst. Wenn du es ein wenig Strukurierst.


   
AntwortZitat
Anonymous
(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 1413
 

Hallo allerseits,

Cr33p hat Recht, zumal es sich in diesem Thread nicht um Makropoden sondern um Pseudosphromenus dayi dreht.
Bei echten Makropoden wäre ich, je nach Stamm, durchaus etwas vorsichtiger. Wie erwähnt, sind die etwas kleineren Wildformen recht friedlich.


   
AntwortZitat
Bettina
(@bettina)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 407
 

Hallo!

Mit den Wildformen habe ich leider keine wirklichen Erfahrungen o=C .

Ich habe bis jetzt M.opercularis(glaube ich, ist schon lange her) und M.erythropterus gepflegt und beide würde ich nicht in ein 54l Becken setzen.

Welche Wildformen würden denn da in Frage kommen?
Hast du da eventuell einpaar Bilder?

LG
Betti


   
AntwortZitat
Anonymous
(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 1413
 

Hallo Betti,

mal ein paar Bemerkungen zu den Makropoden aus meiner Sicht.
Ich züchte Makropden ausschließlich in 10(!) und 25 l - Aquarien. Jedoch kann man nicht jeden Stamm in den 10l-Becken ansetzen.
Dabei wende ich vor allem den Trick an, dass ich die Aquarien so stelle, dass die Zuchtpaare im Nachbarbecken ein weiteres Zuchtpaar sehen. Dann richtet sich die Aggressivität gegen das Nachbarpaar, aber keiner kann dem anderen etwas tun. Weiterhin halte ich die Makropoden, außer zum Laichen relativ kühl (vietnamesische Stämme bis 20°, chinesische auch deutlich darunter). Zudem setze ich in den ganz kleinen Becken keine voll ausgewachsenen Fische an.
Macropodus hongkongensis und concolor/erythropterus scheiden für die 10l-Aquarien schon auf Grund der Körpergröße aus. Obwohl letztere bei mir auch schon mal in einem 10l-Fotobecken erfolgreich gelaicht habe, was eigentlich nicht beabsichtigt war. Aber auch hier: im benachbarten Glaskasten waren Konkurrenten zu gange.
Je zwei Paare Hongkong- und Rotrücken-Makropoden haben ich vorletztes Jahr zusammen in einem 80er-Becken bei knapp 20° überwintert. Als es im Frühjahr wärmer wurden bauten alle vier Männchen ein Nest und haben wohl auch gelaicht, da später etliche Junge im Becken groß wurden. Ohne dass auch nur einem Fisch eine Flossenstrahle gekrümmt wurde! Dies war sicher dem Umstand zu verdanken, dass sich die Fische den Winter über kennengelernt hatten. Hätte ich die vier Paare getrennt überwintert und im Frühjahr zusammen in das 80er gesetzt hätte es womöglich Mord- und Totschlag gegeben.
Die opercularis-Wildformen sind noch deutlich unproblematischer. Sie bleiben meist etwas kleiner als die Aquarienformen und sind nach meiner Erfahrung deutlich weniger aggressiv. Derzeit sind folgende Wildformen vorhanden (eine ausführlichere Übersicht folgt demnächst af meiner HP):
Vietnam, Quan Nam
Vietnam, Tam Ky
Nordvietnam
Vietnam, Vinh
China, Nanking

Besonders die Formen von Qan Nam und Tam Ky sind absolut friedlich.


   
AntwortZitat
Manfred Baumann
(@manfred-baumann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 44
 

Kann die Aussagen von Thomas nur bestätigen. Habe gerade den Stamm opercularis-Tam Ky nachgezogen. Drei Männchen und ein Weibchen in einem Becken von nur 54 Liter Rauminhalt. Nach dem Ablaichen hat das Männchen nicht einmal seine Konkurrenten unter seinem eigenen Nest vertrieben.
Zur Zucht habe ich dann aber die beiden überschüssigen Männchen rausgenommen. In einem 250 Liter Gesellschaftsbecken haben die beiden dann erstmals gekämpft - bis zum Maulzerren, jedoch ohne irgendwelche Beschädigungen.
Ich kann sie daher nur empfehlen!

Gruß, Manfred


   
AntwortZitat
Seite 1 / 3
Teilen: