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Makropoden-Vergesellschaftung

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Caro
 Caro
(@caro)
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Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 5
Themenstarter  

Hallo!

Ich habe jetzt schon mehrere Bücher durchkämmt, aber die Informationen zur Vergesellschaftung von m.opercularis sind mir zu ungenau.

Ich habe ein 160l-AQ von 80cm Länge. Zur Zeit halte ich ein Paar M. opercularis und ein paar Corydoras darin. Den Makropoden gehts gut, sie laichen dauernd ab.
Bis vor kurzem hatte ich auch noch einen Schwarm Regenbogenfische, robuste Schwarmfische von 6cm Länge.
Mir ist allerdings aufgefallen, dass die Regenbogenfische nicht mehr (oder kaum noch abgelaicht haben, seit die Makropoden im Becken waren.

Auch hatten die beiden regelmäßig Anfälle, in der sie nach jedem Fisch schnappten, der ihnen vor der Nase schwamm und ununterbrochen dabei waren, ihre Mitbewohner durchs Becken zu jagen. Dabei flogen auch schon mal die Schuppen.
Ich muss zugeben, dass ich das AQ etwas überbesetzt war. Jetzt habe ich alle Regenbogenfische abgegeben. Mit den Welsen kamen und kommen die Makropoden gut zurecht - sie beachten sie eigentlich gar nicht.

Jetzt ist mein AQ endlich wieder leer und frei für neue Fische und jetzt weiß ich nicht, was.

Grundsätzlich möchte ich noch mehr Makropoden haben. Ein Weibchen wäre sicher noch möglich.
Aber geht auch ein Männchen bei der Aquariengröße??
Ich habe einen 1,5cm langen Jungfisch entdeckt. Ich bin mal gespannt, was es wird und frage mich, ob er noch durch das Maul des Männchens passt?

Ich würde auch gerne noch andere Labyrinthfische dazusetzen, aber viele kleine Arten soll man laut Büchern lieber einzeln halten. Ehrlich gesagt bin ich seit den Regenbogenfischen etwas verunsichert.

Wer weiß Rat?

Gruß
Caro


   
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Anonymous
(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 1413
 

Hallo Caro,

in einem 160 l Aquarum kannst Du durchaus noch mehr Fische zu den Makropoden setzen. Ich würde allerdings einige robustere Arten, allerdings keine Buntbarsche, die den Makropoden gefährlich werden würden, empfehlen. Sehr interessante Beobachtungen versprechen weitere Makropoden, da Du dann das interessante Verhalten dieser Art beobachten kannst. Auch andere Labyrinther, z.B. Punktierte Fadenfische, Trichogaster trichopterus, sind durchaus geeignet.
Wichtig ist allerdings eine gute Strukturierung des Aquariums mit (vielen) Pflanzen, Schwimmpflanzen, Wurzeln und Steinen. Eine gute Strategie zum Einsetzen weiterer Fische ist es, die Einrichtung kurz vorher stark zu verändern. Sonst könnte das Revierverhalten der Makropoden zu heftigen Auseinandersetzungen führen. Aber eigentlich sind sie recht friedlich.
Die von Dir beobachteten Attacken sind typisch für brutpflegende Makropoden.
Um den Jungfisch musst Du Dir wahrscheinlich keine Sorgen mehr machen. In Becken mit Makropoden kommen eigentlich regelmäßig einige Jungfische hoch, wenn sie nicht von anderen Beckeninsassen aufgefressen werden. Makropoden stellen ihren Jungen nicht sehr konsequent nach. Vermutlich haben eher die Regenbogenfische die Brut dezimiert, deshalb auch die heftigen Attacken. Meist sind es vor allem größere Jungfische, die ihre kleineren Geschwister fressen.

Viel Spaß weiterhin mit den Paradiesfischen und schreib mal, was aus ihnen geworden ist.

LG Thomas


   
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Caro
 Caro
(@caro)
Active Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 5
Themenstarter  

Hallo,

das mit der Strukturierung habe ich schonmal ausprobiert, ich habe das Becken grob in zwei Reviere (eins für die Makropoden eins für die Regenbogenfische) unterteilt - mit dem Ergebnis, dass sich alle Regenbogenfische in einem Teil drängelten und die Makropoden sie umso besser jagen konnten.
Das Problem ist, das meine Makropoden eigentlich immer brutpflegend sind. Gerade laichen sie schon wieder... Die Attacken kamen aber auch, als sie gerade keine Junge hatten.

Größere Fadenfische würden wahrscheinlich gehen. Meinst du denn, das ich noch ein Makropodenmännchen dazusetzen kann?

Interessieren würden mich auch maulbrütende Kampffische, z.B. Betta edithae, leider hab ich da auch noch nicht so viele Infos zu gefunden...

Gruß
Caro


   
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Anonymous
(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 1413
 

Hallo,

mit Regenbogenfischen habe ich nicht viel Erfahrung. Oft ist es so, dass Schwarmfische andere Fisch belästigen, in dem sie an den Flossen zupfen. Ob das der Fall war kann ich natürlich nicht wissen. Dies könnte aber auch heftige Attacken auslösen.
Ich habe jede Menge Makropoden, von allen fünf derzeit beschriebenen Arten, und muss sagen, dass sie bis auf den Hongkong-Makropoden Macropodus hongkongensis, recht gut miteinander zu vergesellschaften sind. Ein oder auch zwei Paar solltest Du noch einsetzen können.
Möglich ist, dass Du ein besonders aggressives Männchen besitzt. Also musst Du die Fische nach dem Einsetzen gut beobachten. Die Einrichtung zu verändern hat den Sinn, die Revierbindung des älteren Männchen aufzuheben.
Wichtig ist es aber auch dass sich die Tiere sicher fühlen. Also viele Pflanzen und Versteckmöglichkeiten. Ganz wichtig bei allen Labyrinthern sind Schwimmpflanzen, die ihnen Deckung nach oben verschaffen.
Maulbrütende Kampffische dürften auch wenig Probleme machen. Ich habe Makropoden mit Erfolg mit Betta picta gehalten.

viele grüße
Thomas


   
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MartinS
(@martins)
Active Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 6
 

Hallo, zusammen,

ich habe bei meinen M. opercularis schon immer Corydoras paleatus. Längere Zeit hatte ich sie mit Tanichthys albonubes vergesellschaftet und momentan habe ich Hyphessobrycon flammeus und Paracheirodon innesi dabei. Alles problemlos.

Ich habe schon einige Generationen Makropoden gehalten, das oft beschriebene Aggressive Verhalten gegenüber anderen Arten konnte ich aber noch nie beobachten. Innerartlich gibt's manchmal ein wenig (harmloses) Gejage. Vielleicht ist das anders, wenn der Männeranteil zu hoch ist. Mein momentanes Alpha-Männchen hat aus dem Händlerbecken, wo er ausschliesslich mit anderen Männchen gehalten wurde, noch heute einen zerbissenen Unterkiefer und anfangs war auch die Anale angefressen.

Zu Deinem Pärchen kannst Du sicher noch ein Männchen dazusetzen, dann aber auch noch ein oder zwei Mädels, sonst gibt's Stress zwischen den Jungs, aber auch mit dem Mädel. M.opercularis neigt zur Paarbildung!

Beim Besatz mit anderen Layrinthern gebe ich zu bedenken, dass die Makropoden eine gewisse Winterruhe mit niedrigeren Temperaturen mögen und diese von den Nicht-Macropodus-Arten nicht vertragen werden.


   
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Heiko
(@heiko)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 52
 

Hallo Caro,

also wir haben unsere Macropoden mit einem Paar Regenbogenfischen vergesellschaftet. Ohne Probleme, bis auf das jagen in der Brutzeit. (hatte da erst eine) Weiterhin sind noch 5 Trauermantelsalmler drin, welche ich nun nicht mehr empfehlen kann wenn du Nachwuchs möchtest. Habe ich erschreckend schnell gelernt.
Dann schwimmen noch 3 Schmetterlingsbuntbarsche drin mit denen es auch keinen Ärger gibt. Auch mit dem verstorbenen Kakadubuntbarsch gab es keine Probleme. Und mit den Welsarten sowieso nicht. Nun haben wir noch 2 Goldene Fadenfische drin. Wie es aber mit diesen steht kann ich dir noch nicht sagen da ich da noch kein Verhalten beobachten konnte. (sind neu)

Kann aber später was dazu schreiben wenn es dich interessiert. Ich finde es sind sehr schöne Tiere.

Gruß Heiko

Man lernt nie aus!


   
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