Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische

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Schaumnest nach 2 W...
 
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Schaumnest nach 2 Wochen

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assenmacher
(@assenmacher)
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Beigetreten: Vor 11 Jahren
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Hallo,
folgende Situation bei mir: großes Gewächshaus mit drei Teichen für asiatische Sumpfschildkröten. Gut bewachsen.
Ein weiterer Kunststoffteich dient nur zur Wasserpflanzen-Nachzucht (Wasserfarn, Wasserhyazinthe, Wasserpest, Ceratophyllum, Zyperngras). In dieses Becken habe ich vor zwei Wochen 5 Makropoden (opercularis) aus der Zoohandlung eingesetzt. 4-5cm graublau/graurosa.
Jetzt sind schon ein großes (mind. 5cm) Schaumnest und einzelne kleinere vorhanden.

Frage: Ist das nur Spielerei oder geht's da schon richtig zur Sache? Werden da Jungtiere groß?
Die eingesetzten "Alttiere" füttere ich überwiegend mit Frostfutter (alles was es gibt).
Im Spätherbst muss ich alles rausholen, da im Haus Landschildkröten bei 3-5Grad überwintern.

Vielen Dank für Antworten!
LG


   
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Anonymous
(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 1413
 

Hallo,

in der Größe laichen Makropoden durchaus schon ab.
In den stark bepflanzten Becken kommen sicher auch einige Junge durch, da die Alten den Jungen nicht gezielt nachstellen. Eher fressen größere Jungfische ihre kleineren Geschwister. Aber einige werden sicher groß.

Viele Grüße
Thomas


   
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assenmacher
(@assenmacher)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 26
Themenstarter  

Danke!
Jetzt schließen sich für mich noch zwei Fragen an:

1. Mit welcher Größe der Jungfische müsste ich beim abfischen im Oktober rechnen?
2. Ist die Laichsaison der "Alttiere" damit jetzt beendet und geht's froh und munter weiter?

Möglicherweise dumme Fragen. Bin aber aquaristischer Leie.
MfG


   
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Anonymous
(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 1413
 

Hi,

also, wenn sie erst mal anfangen, wird es vermutlich froh und munter weiter gehen. Deshalb würde ich mal damit rechnen Jungfische in alen Größen zu finden.
Wobei vermutlich die "Erstgeborenen" ihre jüngeren Geschwister ziemlich dezimieren dürften. In dicht bewachsenen Becken kommen aber trotzdem auch von späteren einige durch.

Viel Spaß mit den Fischen

Gruß
Thomas


   
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Constantin
(@constantin)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 582
 

Hallo!

Da werfe ich gleich mal meine Frage ein. Was kann man unternehmen, damit die Fische nach der ersten Brut eben nicht fröhlich weitermachen? Opercularis werden einem ja nicht unbedingt aus den Händen gerissen und die Unterbringung einer größeren Zahl geschlechtsreifer Tiere bereitet ja zumindest in den Sommermonaten Probleme, weil sie durch die hohen Temperaturen territorial gestimmt sind (?).

IGL 049


   
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assenmacher
(@assenmacher)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 26
Themenstarter  

"opercularis werden einem nicht aus den Händen Gerissen"

..... mag stimmen, dennoch war ich überrascht, daß nach einer Woche bei nochmaligem Besuch der Zoohandlung das gesamte, voll mit M. operc. besetzte, Becken abverkauft war. Geschätzt mind. 30 Tiere !?

Bin selbst auch gespannt, was ich da im Herbst aus dem Teich alles so raushole. Ist wie gesagt mein erster Versuch. Möglicherweise auch weniger als ich denke. :D

Im übrigen werden die Tiere langsam zutraulich. Ich füttere sie jeden Mittag, klopfe zuvor etwas mit dem Finger auf die Wasseroberfläche und werfe dann einen Würfel Frostfutter hinein. "Dann sprudelt das Wasser." :)

MfG


   
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Constantin
(@constantin)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 582
 

Hallo!

Mir ist noch was zum Thema eingefallen, aus einem anderen Thread. Dort hat Thomas geschrieben:

[...] Weiterhin halte ich die Makropoden, außer zum Laichen relativ kühl (vietnamesische Stämme bis 20°, chinesische auch deutlich darunter).[...]

Welchem Zweck dient das? Unterbindet man damit (auch) ungewollte Vermehrungsanstrengungen? Praktiziert es vielleicht noch jemand so?

Grüße,
Constantin

IGL 049


   
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Erich Willems
(@erich-willems)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 236
 

Hallo Constantin,

>Welchem Zweck dient das?

Ich weiß nicht welchen Zweck Thomas damit verbindet.
Ich für meinen Teil sage mir:
Gabelschwanzmakropoden haben ihr natürliches Verbreitungsgebiet im suprotpische bis an den Rand des gemäßigten Klimas.
Diese Art lebt also typischerweise nicht unter dauernd hohen Wassertemperaturen und damit auch nicht dauernd unter Brutstimmungshochdampf. Warum sollte man eine solche Art also heizen und wie einen tropischen Fisch unter Dauerbrutstimmung halten?

>Unterbindet man damit (auch) ungewollte Vermehrungsanstrengungen?
Ja, würde ich sagen und - siehe oben - zum Nutzen der Tiere.

>Praktiziert es vielleicht noch jemand so?
Ja, z.B. ich.
Gabelschwanzmakropoden halte ich nie in geheizten Aq.

Tschüss
Erich
---
Macropodus ocellatus auf erabo.de


   
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Constantin
(@constantin)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 582
 

Hallo Erich!

Danke für deine Antwort! Hattest du eigentlich dieses Jahr auch wieder Gabelschwanzmakropoden in deinem Teich? Wenn ja: Ist da mit Vermehrungsbemühungen was gelaufen? Bei uns war das Sommerwetter so bescheiden, dass es die Tiere im Haus bei maximal nur 20°C meistens wärmer gehabt hätten als draußen.

Viele Grüße,
Constantin

IGL 049


   
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Anonymous
(@anonymous)
Noble Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 1413
 

Hallo Constantin,

M. opercularis habe ihr natürliches Verbreitungsgebiet in Nordvietnam und Süd- und Ostchina. In diesem Gebieten herrscht schon ein deutlicher Jahreszeitenwechsel. Die Wintertemperaturen liegen schon in Nordvietnam deutlich unter 20°C.
Eine Haltung bei durchgängig 25°C und mehr schadet den Fischen. Während der kühleren Phase sollten sie auch nicht so stark gefüttert werden.
Bei mir kommen nur die Fundortformen aus Südvietnam im Winter eine leichte Heizung, ansonsten nur Raumtemperatur.

Die kühle Phase kommt auch dem Verhalten der Fische entgegen. Da sie während dieser Zeit nicht in Paarungsstimmung und auch nicht territorial sind, haben sie Gelegenheit sich entspannt kennen zu lernen. Wirds dann wieder wärmer vertragen sie sich gut und es kommt kaum noch zu Beissereien.

Viele Grüße
Thomas


   
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Erich Willems
(@erich-willems)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 236
 

Hallo Constantin,

.. Hattest du eigentlich dieses Jahr auch wieder Gabelschwanzmakropoden in deinem Teich?

Nein.
Gabelschwanzmakropoden hatte ich nur anfangs im Teich solange ich noch keine (adulten) Rundschwanzmakropoden hatte. Für letztere hatte ich den Teich nämlich eigentlich angelegt.

Jetzt sind die Teiche vollständig in der Hand der Rundschwanzmakropoden und so bleibt's wohl auch.

Bei uns war das Sommerwetter so bescheiden, dass es die Tiere im Haus bei maximal nur 20°C meistens wärmer gehabt hätten als draußen.

Wie gesagt. Ich halte Rundschwanzmakropoden im Teich, diese aber immer durchgehend ganzjährig, also im Winter unter Eis und im Sommer.

Als ich die Gabelschwanzmakropoden im Teich hatte, so zeigten diese lt. meinen Protokollen Balz-/Fortpflanzungsaktivität ab einer Wassertemperatur von 21°C. Gemessen an dem Fortpflanzungserfolg der Rundschwanzmakropoden war der der Gabelschwanzmakropoden im Teich aber nicht nennenswert, dafür die Bruttätigkeit aber bei weitem auffälliger und spekatakulärer.

Bei den Rundschwanzmakropoden ist dieses Jahr der Wurm drin (Alle in Teichen):

- Die aus Guangzhou:
Hatten als erste im Jahr mit Bruten begonnen. Wie berichtet aber sich diese durch gegenseitiges Überfallen vollkommen aufgefressen. Zusätzlich entedeckten die Wasserfrösche den Guangzhou-Teich sehr schnell.
Ergebnis bisher: Keine Jungfische nachweisbar und wenn ich mal adulte sehe, dann sind es schon seit langem nur noch Weibchen. Daher habe ich die Befürchtung, dass der Teich der Guangzhou keine Männchen mehr enthält.

- Die ohne Fundortangabe, die sich im letzten Jahr reichlich vermehrt hatten, sind zwar den ganzen Sommer über und auch aktuelle bei entsprechend sonnigem Wetter mit Balz-/Brutverhalten beschäftigt, haben es aber auch bisher zu keinen nachweibaren Jungfischen gebracht. Dafür vermehren sich in diesem Teich die neunstacheligen Stichlinge und Sommerguppies genauso wie die Wasser- und Grasfrösche wunderbar.

- Die aus Korea(Inch'on)
sind die einzigen, die nachweislich Junge haben.
Und zwar haben sie die ersten vor etwa 2 Wochen hochgebracht und scheinen seitdem relativ kontinuierlich mit dem Aufziehen neuer Bruten beschäftigt, da ich täglich sowohl die älteren als auch ganz kleine beobachten kann. Erst heute konnte ich etliche 2mm Lange beobachten.
Für mich heißt das,
ich habe bisher zwei Rundschwanzmakropodenbestände die sich "sicher" in den Teichen selbst erhalten können, da sie zahlreich genug sind:
Zum ersten die ohne Fundort und jetzt neu die Koreaner.
Die Guangzhou sind Wackelkandidaten.

Der ausbleibende Nachwuchserfolg bei den Guangzhous und den "Ohne Fundort" lag aber nicht am Wetter, auch wen es tatsächlich druchweg 2°C bis 4°C kühler war.

PS:
Nun weißt du aus erster Hand, was Thomas damit für Ziele verbindet.
Meine Aussage "zum Nutzen der Tiere." ist dort mit einem interessanten Aspekt detailliert: "haben sie Gelegenheit sich entspannt kennen zu lernen".

Tschüss
Erich
---
Macropodus ocellatus auf erabo.de


   
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Constantin
(@constantin)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 582
 

Hallo!

Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten! So macht "Forumieren" Spaß.

IGL 049


   
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