Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische

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Unklare Krankheit


assenmacher
(@assenmacher)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 26
Themenstarter  

Hallo zusammen,

kennt jemand folgende Krankheit?
Vor 2 bis 3 Jahren hatte ich bereits ein Makropodenweibchen (opercularis Wildform), die als Einzeltier auf dem Rücken unmittelbar vor der Flosse ein tiefer dreieckiges kraterförmigen Ulkus/Geschwür bekam und vermutlich daran letztlich auch gestorben ist.
Seit dem kein anderes Tier erkrankt!

Jetzt bei meiner Nachzucht (mind. 50 Tiere) hat ein Jungtier, etwa 3cm lang, wieder genau an der gleichen Stellen (!!??) dieses dreieckige, wie mit dem Messer herausgeschnittene, Geschwür auf dem Rücken.
Alle anderen, auch die Elterntiere, sind scheinbar gesund.

Das muss doch irgendwas "spezielles" sein. Lokalisation und Aussehen sind identisch. Ist aber offenbar nicht infektiös bzw. zumindest nicht hoch ansteckend.
Habe das Tier separiert und in dieses gelbe desinfizierende Zeug (Tryptoflavin ??) gesetzt. Bringt aber nichts. Der Kerl ist putzmunter und frisst gut.

Kennt jemand diese Krankheit?
Danke!
MfG


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chidrup
(@chidrup)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 764
 

Guten Morgen,

bei der Aufzucht von jungen Makropoden, weist der Rücken vor der Flosse meist Spuren innerartlicher Hackerei auf. Möglich, das sich hier bei einer Infektion ein Geschwür bilden kann. Bei allen äußeren Problemen hat bei mir Wasserwechsel und Anwendung des Eichenrindentees sofortige Heilung gebracht.

www.igl-home.de/forum/viewtopic.php?f=84&t=6660

Schöne Grüße

Chidrup Rolf Welsch IGL 288
"Die Wahrheit ist ein pfadloses Land" Jiddu Krishnamurti


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assenmacher
(@assenmacher)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 26
Themenstarter  

Ok., Eichenrindentee! Den gibt's in der Apotheke, oder?

Im übrigen werden die Tiere sehr "sauber" gehalten, will sagen: jeden Samstag Teilwasserwechsel, viele Pflanzen, insbesondere Schwimmpflanzen und das Wasser läuft permanent über UV (+Eheim-Außenfilter).
Aber kann natürlich sein, daß sich eine harmlose Bisswunde doch infiziert. Mich hatte nur haargenau die gleiche Stelle wie bei einem früheren Weibchen irritiert!?

Deine Theorie wird schon stimmen, habe zumindest bei meiner Recherche nichts anderweitig passendes gefunden.

Nochmal kurz zum Tee. Ich setze ihn genauso an, als ob ich ihn trinken würde. Ist das richtig?
Ich werd's versuchen. Danke und Tschüss

p.s. hab Deinen Hinweis gelesen. Danke!


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chidrup
(@chidrup)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 764
 

Guten Morgen,

hier mein mittlerweile verbessertes Rezept:

Eichenrinde geschnitten, aus der Apotheke, mit 1EL /1 Liter Wasser und zusätzlich einen EL Grünen Tee. Das Ganze 10 min. kochen lassen und nach abkühlen abgeseiht. Den Ansatz ein 2. Mal mit 2l Wasser aufgefüllt und 10 min kochen lassen.
Dieser Tee ist ein gutes Tonicum und wird bei jedem Wasserwechsel zu gesetzt. Dosierung etwa 10ml/Liter. Half bisher erfolgreich bei äusserlichen Krankheitsanzeichen und wurde auch von Anderen bestätigt. (s.IGL-Forum.)
Nach kurzer Zeit geliert der Tee ein wenig und bildet Schlieren. Nach einigen Tagen flocken die Schlieren zu bernsteinfarbenen Klumpen aus, die sich im Wasser langsam auflösen.
Das Ganze beeinträchtigt den Gebrauch des Tees aber nicht.

Der Absud ist sehr haltbar und färbt das Wasser teebraun.
Die Zugabe von grünem Tee ist optional.

Schöne Grüße

Chidrup Rolf Welsch IGL 288
"Die Wahrheit ist ein pfadloses Land" Jiddu Krishnamurti


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KlausW
(@klausw)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 223
 

Ok., Eichenrindentee! Den gibt's in der Apotheke, oder?

Nochmal kurz zum Tee. Ich setze ihn genauso an, als ob ich ihn trinken würde. Ist das richtig?
Ich werd's versuchen. Danke und Tschüss

p.s. hab Deinen Hinweis gelesen. Danke!

Nein, nein, trinke ihn selber! Vielleicht hilft es!

Der Trick bei all dem ist, dass einer der härtesten Fische auf diesem Planeten genau dieser Macropodus opercularis ist.

Und genau diesen Fisch zu einer Seuche verkommen zu lassen, hat die weltweit organisierte Mafiazierfischzuchtconnection geschafft.

Vergiss Deine Fische, das klingt nicht nach Bisswunden immerartlich bei der Jungfischaufzucht, das klingt verdammt nach TB.

My 2 cts.

Grüße
Klaus Weissenberg

“Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.” (Abraham Lincoln)


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assenmacher
(@assenmacher)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 26
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Hallo Klaus,

Tbc bei Zierfischen ist von den Symptomen her offenbar ausgesprochen vielfältig.
Ich habe es nur bei zwei Fischen erlebt. Vor 2 o. 3 Jahren ein Weibchen und jetzt ein Jungtier. Alle anderen sind fit.
Das einzige was mich sehr stutzig macht ist absolut die gleiche Lokalisation. Auf dem Rücken unmittelbar
vor der Rückenflosse ein kraterförmiges tiefes Ulkus. Sonst nichts und bei beiden Fischen gleich.
Es wird auch größer. Der Fisch ist separiert und frisst gut. Zwischendurch war ein Pilzbüschel drauf, das habe ich aber wegtherapiert.

Wenn es Tuberkulose ist, müssten doch mehrere Tiere erkranken. Ich habe mindestens 60/70 Makropoden mit der jetzigen Nachzucht. Die Jungs sind fit!?
MfG


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chidrup
(@chidrup)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 764
 

Hallo Assenmacher,

krankmachende Keime sind, wenn einmal eingeschleppt stets vorhanden.Man kann fast sagen sie gehören zum Leben dazu. Es müssen jedoch noch andere Faktoren dazu kommen, um den Krankheitsprozess in Gang zu setzen. Neben Veranlagung und dem überforderten Immunsystem, spielen die hygienischen Verhältnisse eine Rolle. Ob das jetzt Fischtuberculose ist, kann ohne richtige Laboruntersuchung wohl nicht behauptet werden. Wenn ja Vorsicht, diese ist auch auf den Menschen übertragbar.

Schöne Grüße

Chidrup Rolf Welsch IGL 288
"Die Wahrheit ist ein pfadloses Land" Jiddu Krishnamurti


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assenmacher
(@assenmacher)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 26
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@chidrup
.... das ist doch alles klar! (Infektologie 3. Studienjahr)

MEIN Verständnisproblem liegt in der absolut gleichen Lokalisation und Morphologie bei zwei Einzeltieren verschiedener Generationen und verschiedener Herkunft.

Das k a n n einerseits auf einen spezifischen Prozeß hindeuten, andererseits ist mir nicht geläufig, daß beispielsweise Mycobakterien ausschließlich zu Hautulcera an dieser bestimmten Stelle führen!?

MfG


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chidrup
(@chidrup)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 764
 

Hallo Assenmacher,

die Tiere waren doch verwand oder nicht. Ausserdem bildet sich die Infektion meist an einer vorgeschädigten Stelle. Wie schon gesagt wird an diese Stelle gern gebissen. Wenn Du mehr forschen willst, geh besser zu einem Tiermediziner.

Schöne Grüße

Chidrup Rolf Welsch IGL 288
"Die Wahrheit ist ein pfadloses Land" Jiddu Krishnamurti


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assenmacher
(@assenmacher)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 26
Themenstarter  

Hallo Rolf,
.... nein, weder verwandt noch verschwägert.

Tierarzt? .... mit einem Makropoden, der ein Hautulkus hat?

MfG


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