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									VORSICHTIG!!! Makropodenkreuzungen auf dem Markt! - Makropoden				            </title>
            <link>https://www.igl-home.de/community/makropoden/vorsichtig-makropodenkreuzungen-auf-dem-markt/</link>
            <description>Die Internationale Gemeintschaft für Labyrinthfische Diskussionsforum</description>
            <language>de</language>
            <lastBuildDate>Thu, 18 Jun 2026 14:01:26 +0000</lastBuildDate>
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                        <title>RE: VORSICHTIG!!! Makropodenkreuzungen auf dem Markt!</title>
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                        <pubDate>Sat, 27 Oct 2007 16:08:54 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hi Klaus

ertappt    

Gruß
Andreas]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[Hi Klaus

ertappt   <img src="{SMILIES_PATH}/qgreenjumpers.gif" alt=":jump:" /> 

Gruß
Andreas]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.igl-home.de/community/makropoden/">Makropoden</category>                        <dc:creator>Andreas Hilse</dc:creator>
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                        <title>RE: VORSICHTIG!!! Makropodenkreuzungen auf dem Markt!</title>
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                        <pubDate>Fri, 26 Oct 2007 19:51:19 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hallo Klaus

bezüglich der Artenreinheit beim Homo sapiens ging mein Gedankengang eigentlich mehr in Richtung Historie. Es hat da wohl einige Versuche kranker Gehin gegeben eine Art von &amp;quo...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<blockquote>Hallo Klaus

bezüglich der Artenreinheit beim Homo sapiens ging mein Gedankengang eigentlich mehr in Richtung Historie. Es hat da wohl einige Versuche kranker Gehin gegeben eine Art von &quot;Artenreinheit&quot; zu erzielen. Aber das nur am Rande und fast off Topic.

Gruß
Andreas</blockquote>

Hallo Andreas, 

da ging es aber um Rassen (die es beim Menschen nicht gibt), nicht um Arten.

Gruß, Klaus]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.igl-home.de/community/makropoden/">Makropoden</category>                        <dc:creator>K. de Leuw</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>Re: Kreuzungen.................IGITT!</title>
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                        <pubDate>Fri, 26 Oct 2007 19:46:11 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hallo, 

2. Er entstand aus nahe verwandten Arten (machts das besser?). 

Ja, erstens sinkt mit dem Verwandtschaftsgrad natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass es geht, zweitens aber wi...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[Hallo, 
<blockquote>
2. Er entstand aus nahe verwandten Arten (machts das besser?). </blockquote>

Ja, erstens sinkt mit dem Verwandtschaftsgrad natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass es geht, zweitens aber wird die Wahrscheinlichkeit der Entstehung sich quälender Krüppel aufgrund von Fehlsteuerungen bei der Entwicklung größer mit abnehmender Verwandschaft.

<blockquote>3. Die Definition von Arten ist eine subjektive, durch den Menschen aus Ordnungsgründen vorgenommene. Sie hat momentanen Charakter und man muss davon ausgehen, dass in der Natur immer wieder &quot;Versuche&quot; in der Not in dieser Richtung vorkommen. Nahe verwandten Formen / auch Arten (im Sinne der Menschendefinition) werden sich genetisch ggf. vereinzelt beeinflussen. Nimm Paros (Farbformen oder Arten) oder Betta rutilans und brownorum als Beispiel. Sind das schon Arten oder noch Farbformen? Oder unterscheiden wir sie einfach, weil wir glauben, dass die Verbreitungsgebiete unterschiedlich  sind und nicht (was ist beim Hochwasser) in Kontakt treten. Wir werden immer mehr mit &quot;Übergangsformen&quot; zu tun bekommen, wenn wir genau hinschauen. Ein Grenzziehungsproblem und das sehr subjektiv. Kreuzbar sind soche Formen sicher, zumindest einigermaßen.</blockquote>   

Und die Hybriden sind oft von höherer Vitalität als die Eltern (Heterosiseffekt). Deshalb kreuzt man ja Trampeltier und Dromedar bzw. Pferd und Esel, um besonders ausdauernde Tragtiere zu erhalten.

<blockquote>Und es hat keine große Bedeutung für die Welt, wenn irgendeiner Zierfische kreuzt. Die verschwinden von selbst wieder&quot;. Das stimmt auch.</blockquote>

Nicht zwingend. Sollte für solche Kreuzungen ein Markt bestehen, weil sie besonders attraktiv sind, wird für Nachschub gesorgt. Ich erinnere da nur an die roten Schwertträger-Zuchtformen. Bei sterilen Hybriden ist die Marktattraktivität noch höher, weil die Zahl der Hobbyzüchter sein wird. Wenn nun die Ausgangsarten noch relativ selten im Handel zu bekommen sind, sind die Voraussetzungen noch günstiger.

<blockquote>Ich persönlich hätte ein Problem, wenn jeder Simpel versuchsweise kreuzt was er lustig ist (sofern es denn ginge) und auch Fische weitergibt. Man wird dann bald nicht mehr kontrollieren können, was da &quot;verwurschtelt&quot; wurde. Unsere Ordnung im Sinne der Arten würde aufgeweicht (und Ordnung hilft beim beurteilen!).</blockquote>

Die Situation haben wir doch bereits bei den Lebendgebärenden. Lediglich die oftmals geringe farbliche Attraktivität sowie die Weigerung des Handels, solche Fische von Privat zu kaufen, verringern die Verbreitungschancen.

<blockquote>Also sollte so etwas grundsätzlich öffentlich nicht befürwortet werden und schon gar nicht unbedingt kommerzielle Bedeutung (sowas ist eigentlich schon eine Fischbörse) erlangen. Wenn einige aus wissenschaftlichen Gründen, oder ausschließlich für sich so etwas versuchemn, sehe ich keine Probleme.</blockquote>

Wenn sterile Hybiden oder Hybriden abgegeben werden, sehe ich darin kein Problem, auch nicht in der gezielten Zucht solcher Hybriden für kommerzielle Zwecke. Nach Pinter (das Buch mit dem Titelbild, &quot;Labyrinthfische, Hechtköpfe und Schlangenkopffische&quot;) sind zumindest die Hybriden zwischen opercularis und spechti fertil, zeigen aber im Grad der Fertilität große individuelle Unterschiede. Nach Schaller, dessen Brief Pinter wiedergibt, gilt das auch, wenn man die Kreuzungstiere über Generationen untereinander verpaart. Hier besteht also wirklich die Möglichkeit einer Etablierung beim &quot;einfachen Bürger&quot;. Aber verhindern kann man es sowieso nicht, und wer halbwegs sich auskennt, erkennt die Nachzuchttiere auch als Hybriden, so dass eine Kontamination der Elternstämme durch Erbgut der Hybriden ausgeschlossen ist.
Fazit: Wer solche Hybriden züchtet oder kauft, wird sich eher nicht an der Erhaltungszucht für die Elternarten beteiligen. Die daran beteiligten beziehen ihre Tiere aber aus anderen Quellen, insofern stört es diese nicht.

<blockquote>Eine Frage, wie solide Menschen sind (und dem vermeinlichen Geschäft widerstehen können). Das hat dann was mit freiwilligem &quot;Verzicht&quot; zu tun, was als Wert nicht gerade modern ist. Man muss ja m. M. n. auch nicht alles machen, was machbar ist. Es spricht doch bei genauer Betrachtung einiges dafür, die Finger (als Züchter und als Käufer) davon zu lassen. </blockquote>

Für uns ist die Zucht solcher Hybriden eher unattraktiv, für anders ausgerichtete Zücher jedoch nicht. Nimm mal an, Du bist in einer strukturschwachen Region mit mildem Klima, hast einen alten Bauernhof und suchst eine Einnnahmequelle. Deine Nachbarn züchten erfolgreich Makropoden der verschiedensten Arten und Formen. Du könntest jetzt auch in die Makropodenzucht einsteigen und suchst eine Form, die die Nachbarn nicht haben, um denen keine Konkurrenz zu machen, aber leicht zu beschaffen ist. An andere Fische traust Du Dich ncht heran, weil Du das Knowhow nicht hast und für die heizen müsstest. DAs Buch von Pinte hast Du als Vorbereitung gelesen. Was hält Dich jetzt davon ab, von Deinem rechten Nachbarn Männchen der einen und vom linken Weibchen der anderen zu besorgen und loszulegen?

Das Einzige, was wir dagegen machen können, ist auf der nächsten JHV eine Börsenordnung zu beschießen, die Hybriden ausschließt.

Gruß, Klaus]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.igl-home.de/community/makropoden/">Makropoden</category>                        <dc:creator>K. de Leuw</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>RE: VORSICHTIG!!! Makropodenkreuzungen auf dem Markt!</title>
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                        <pubDate>Fri, 26 Oct 2007 19:30:54 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hallo,

danke Klaus, einen schönen langen Aufsatz, der aber zugegeben sehr informativ und z. T. lehrreich ist.
Es beruhigt mich aber auch das auch Du so etwas als Betrug ansiehst.

Den ...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[Hallo,

danke Klaus, einen schönen langen Aufsatz, der aber zugegeben sehr informativ und z. T. lehrreich ist.
Es beruhigt mich aber auch das auch Du so etwas als Betrug ansiehst.

Den Schlusssatz von Martin finde ich sehr treffend. Also, wenn Wissenschaftler da Versuche / Untersuchungen o. ä. durchführen ist OK. Aber „Aquarianer“ die so etwas machen und diese Tiere dann in Umlauf bringen (und Geld dafür verlangen), das kann nicht in Ordnung sein, egal ob beim Zoohandel oder auf einer Börse.

Gruß Guido


PS: Zurzeit gelten <i>Macropodus opercularis </i>und <i>Macropodus spechti </i>immer noch als 2 gute Arten, obwohl sie sich kreuzen lassen, und das ist doch wirklich nicht neu.]]></content:encoded>
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                        <title>RE: VORSICHTIG!!! Makropodenkreuzungen auf dem Markt!</title>
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                        <pubDate>Fri, 26 Oct 2007 19:08:14 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hallo Klaus

bezüglich der Artenreinheit beim Homo sapiens ging mein Gedankengang eigentlich mehr in Richtung Historie. Es hat da wohl einige Versuche kranker Gehin gegeben eine Art von &amp;q...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[Hallo Klaus

bezüglich der Artenreinheit beim Homo sapiens ging mein Gedankengang eigentlich mehr in Richtung Historie. Es hat da wohl einige Versuche kranker Gehin gegeben eine Art von &quot;Artenreinheit&quot; zu erzielen. Aber das nur am Rande und fast off Topic.

Gruß
Andreas]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.igl-home.de/community/makropoden/">Makropoden</category>                        <dc:creator>Andreas Hilse</dc:creator>
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				                    <item>
                        <title>Kreuzungen.................IGITT!</title>
                        <link>https://www.igl-home.de/community/makropoden/vorsichtig-makropodenkreuzungen-auf-dem-markt/#post-15539</link>
                        <pubDate>Fri, 26 Oct 2007 18:32:18 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Danke Klaus, ich war auch kurz davor, sachlich darauf zu reagieren. Das hast du ja schon getan, was mir viel Arbeit und das Risiko etwas falsch darzustellen erspart hat.

Man muss bei solc...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[Danke Klaus, ich war auch kurz davor, sachlich darauf zu reagieren. Das hast du ja schon getan, was mir viel Arbeit und das Risiko etwas falsch darzustellen erspart hat.

Man muss bei solchen pauschalen Urteilen doch sehr ausholen um strukturiert zu argumentieren zu können. Aber so einfach ist die Antwort m. E. nicht. 

Nachdem die biologischen Rahmenbedingungen klar sind, stell ich nochmal die Frage: Warum ist es denn so verwerflich, wenn einer nahe verwandte Arten/ Formen kreuzt? Ist es eine moralische Frage oder eine Ideologie, das das nicht möglich ist. Liegt es am Grad de Verwandschaft? Oder ob das Ergebnis schön oder nicht schön ist? Ob der Hybrid steril ist?  

Man muss das sehr differnzieren. Ich gebe ein paar Anregungen:

1. Der gezeigte Hybrid (opercularisxchinensis) ist sehr atraktiv, kein Vergleich mit Qualzuchten a la Teleskopfische oder Papageiencichliden. Allerdings ist das sehr subjektiv auf den wildformspezialisierten Betrachter zugeschnitten. Kinder finden vielleicht laute, knallige Farben und Formen besser (Pop).

2. Er entstand aus nahe verwandten Arten (machts das besser?).  

3. Die Definition von Arten ist eine subjektive, durch den Menschen aus Ordnungsgründen vorgenommene. Sie hat momentanen Charakter und man muss davon ausgehen, dass in der Natur immer wieder &quot;Versuche&quot; in der Not in dieser Richtung vorkommen. Nahe verwandten Formen / auch Arten (im Sinne der Menschendefinition) werden sich genetisch ggf. vereinzelt beeinflussen. Nimm Paros (Farbformen oder Arten) oder Betta rutilans und brownorum als Beispiel. Sind das schon Arten oder noch Farbformen? Oder unterscheiden wir sie einfach, weil wir glauben, dass die Verbreitungsgebiete unterschiedlich  sind und nicht (was ist beim Hochwasser) in Kontakt treten. Wir werden immer mehr mit &quot;Übergangsformen&quot; zu tun bekommen, wenn wir genau hinschauen. Ein Grenzziehungsproblem und das sehr subjektiv. Kreuzbar sind soche Formen sicher, zumindest einigermaßen.      

Es gibt nun die &quot;schulterzuckende&quot; Meinung hierzu: &quot;Ist nicht sonderlich schlimm, passiert ja eigentlich nichts dadurch. Und es hat keine große Bedeutung für die Welt, wenn irgendeiner Zierfische kreuzt. Die verschwinden von selbst wieder&quot;. Das stimmt auch.

Einiges spricht aber auch dagegen, und zwar auch rein praktisch:
Ich persönlich hätte ein Problem, wenn jeder Simpel versuchsweise kreuzt was er lustig ist (sofern es denn ginge) und auch Fische weitergibt. Man wird dann bald nicht mehr kontrollieren können, was da &quot;verwurschtelt&quot; wurde. Unsere Ordnung im Sinne der Arten würde aufgeweicht (und Ordnung hilft beim beurteilen!).

Also sollte so etwas grundsätzlich öffentlich nicht befürwortet werden und schon gar nicht unbedingt kommerzielle Bedeutung (sowas ist eigentlich schon eine Fischbörse) erlangen. Wenn einige aus wissenschaftlichen Gründen, oder ausschließlich für sich so etwas versuchemn, sehe ich keine Probleme.

Eine Frage, wie solide Menschen sind (und dem vermeinlichen Geschäft widerstehen können). Das hat dann was mit freiwilligem &quot;Verzicht&quot; zu tun, was als Wert nicht gerade modern ist. Man muss ja m. M. n. auch nicht alles machen, was machbar ist. Es spricht doch bei genauer Betrachtung einiges dafür, die Finger (als Züchter und als Käufer) davon zu lassen. 

Martin Hallmann]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.igl-home.de/community/makropoden/">Makropoden</category>                        <dc:creator>emha</dc:creator>
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                        <title>RE: VORSICHTIG!!! Makropodenkreuzungen auf dem Markt!</title>
                        <link>https://www.igl-home.de/community/makropoden/vorsichtig-makropodenkreuzungen-auf-dem-markt/#post-15538</link>
                        <pubDate>Fri, 26 Oct 2007 17:53:48 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Ich hoffe nicht das hier jemand den den Gedanken der Artreinheit auch auf den Homo sapiens ausweitet. Das würde mir dann doch Sorge bereiten.

Hallo Andreas, 

das muss Dir keine Sorge b...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<blockquote>Ich hoffe nicht das hier jemand den den Gedanken der Artreinheit auch auf den Homo sapiens ausweitet. Das würde mir dann doch Sorge bereiten.</blockquote>

Hallo Andreas, 

das muss Dir keine Sorge bereiten. Stand der Wissenschaft ist, dass alle derzeit lebenden Menschen (wobei sich der Zeitraum um mindestens einige tausend Jahre in die Vergangeneheit ausdehnen lässt) zu einer Art gehören. Eine Aufteilung in Rassen oder Unterarten ist nicht möglich.

Kreuzungen mit unseren nächsten Verwandten, den großen Menschenaffen, würden, so sie gelängen (der Gedanke ist ja pervers genug), steril sein, weil die Chromosomenzahl der Menschenaffen um 2 größer ist. Das ist übrigens bei Pferd-Esel oder Dromedar-Trampeltier-Kreuzungen auch der Grund für die Sterilität der Hybriden. Nur wenn zufällig bei der Meiose menschliche und äffische Chromosomen getrennt würden, würden 4 fertile Geschlechtszellen entstehen, die bei Paarung mit eiern der Ausgangsarten entweder zu einem Individuum der Art des Partners oder zu einem Arthybriden führen würde. So ein extrem seltener Einzelfall wurde mal für Pferd-Esel von Spiegel online berichtet. Eine Maulitier- oder Mauleselstute bekam damals ein Junges von einem Esel- oder Pferdehengst.

Gruß, Klaus]]></content:encoded>
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				                    <item>
                        <title>RE: VORSICHTIG!!! Makropodenkreuzungen auf dem Markt!</title>
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                        <pubDate>Fri, 26 Oct 2007 17:35:56 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hallo Klaus

Danke für Deine Ausführungen. Du hast das Hintergrundwissen niedergeschrieben und vor allen Dingen erklärt was mir fehlte. Ich habe einiges dazugelernt und kann mich nur zusti...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[Hallo Klaus

Danke für Deine Ausführungen. Du hast das Hintergrundwissen niedergeschrieben und vor allen Dingen erklärt was mir fehlte. Ich habe einiges dazugelernt und kann mich nur zustimmend nickend anschließen.

Gruß
Andreas]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://www.igl-home.de/community/makropoden/">Makropoden</category>                        <dc:creator>Andreas Hilse</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://www.igl-home.de/community/makropoden/vorsichtig-makropodenkreuzungen-auf-dem-markt/#post-15537</guid>
                    </item>
				                    <item>
                        <title>RE: VORSICHTIG!!! Makropodenkreuzungen auf dem Markt!</title>
                        <link>https://www.igl-home.de/community/makropoden/vorsichtig-makropodenkreuzungen-auf-dem-markt/#post-15536</link>
                        <pubDate>Fri, 26 Oct 2007 15:56:46 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Schwertträger, egal welche Farbe, sind alle Xiphophorus helleri, also 1 Art.
Somit handelt es sich zwar um Kreuzungen, sind aber eigentlich Zuchtformen.

Ich möchte auch nur eine &quot;Art&amp;q...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<blockquote>
Schwertträger, egal welche Farbe, sind alle <i>Xiphophorus helleri</i>, also <b>1 Art</b>.
Somit handelt es sich zwar um Kreuzungen, sind aber eigentlich Zuchtformen.

Ich möchte auch nur eine &quot;Art&quot; nennen, stellvertretend für alle anderen in diesem Bereich: Wagtail-Schwertträger.
Schöne rote Schwertträger wobei die einzelnen Flossenstrahlen schwarz gefärbt sind.
Aber..., eine Zuchtform, es gibt diese Fische NICHT in der freien Natur, es sei denn sie wurden ausgesetzt.
Es sind alles <i>Xiphophorus helleri</i>.

Bei dem Platy und Guppy ist das genauso.
Und bei den Mollys ist es nicht anders.
</blockquote>

Hallo zusammen, 

bevor man diskutiert, sollte man sich erst einmal eine saubere Begrifflichkeit zulegen. 
Eine Art ist da bereits verschieden definiert, die häufigste Definition geht davon aus, dass alle Individuen eine Art bielden, die einen gemeinsamen Genpool haben. Das bedeutet, dass alle Individuen, die sich potentiell miteinander fortpflanzen können, zu einer Art gehören. Und hier fangen die Probleme an: Zählt man zwei Populationen, die in zwei Seen mit 100 km Abstand ohne Verbindung vorkommen, nicht zu einer Art, weil sie sich aufgrund der Isolation nicht miteinander paaren können, obwohl sie ansonsten gleich sind? Hier setzen die Biologen nun genetische Methoden ein: Die alte klassische sind Kreuzungsexperimente. Können die Tiere dieser Populationen im Labor keine Nachkommen hervorbringen, sind diese Unfruchtbar oder spätere Generationen unfruchtbar, behandelt man die Populationen als zwei Arten. Der Umkehrschluss gilt jedoch nicht: Lassen sie sich kreuzen, können sie dennoch als zwei Arten geführt werden, wenn sie sich genügend voneinander unterscheiden. Hierzu kann man mit molekulargenetischen Methoden die Unterschiede herausarbeiten. Es gibt auch Beispiele, dass zwei Arten, z. B. Nachtigall und Sprosser, in der Natur unvermischt nebeneinander vorkommen, aber in Gefangenschaft fertile Hybriden hervorbringen.

Zu den o.g. Beispielen: 
Die beiden Makropodenarten gelten zur Zeit als Arten, meines Wissens ist die Fertilität der Kreuzungstiere reduziert oder sie sind unfruchtbar.
Viele Xiphophorusarten sind untereinander fertil kreuzbar, es gibt selten sogar Hybriden ind der Natur, trotzdem gelten sie als Arten. Bestes Beispiel ist der genannte Wagtailschwertträger, in dem neben helleri-Erbgut auch solches von einem der beiden Platyarten (maculatus, wenn ich mich nciht irre) steckt. Meines Wissens gehen alle roten Schwertträgerzuchtformen auf Einkreuzungen von Platys zurück, es gibt aber auch rote helleri-Wildformen.

Die Guppy-Zuchtformen gehen nur auf Guppy-Wildpopulationen zurück, die in der Natur bereits sehr variabel sind. 
Unter Mollies werden mehrere Arten verstanden, mehrere Zuchtformen enthalten genetisches Material mindestens zweier Arten. 

Zuchtform und Hybrid bzw. Bastard haben nichts miteinander zu tun, es gibt Zuchtformen, die keine Hybriden bzw. Bastarde sind, sowie Bastarde/ Hybriden, die keine Zuchtformen sind. Bastard bzw. Hybrid bezeichnet Mischlinge, also nicht reinerbige Individuen. Vor dem Hintergrund ist jeder von uns ein Hybrid. Zuchtformen bezeichnen im Idealfall reinerbige Individuen gleichen aussehens. Zumindsest sind sie in Bezug auf die Rassestandards reinerbig, sonst ist die Zuchtform oder der Stamm nicht stabil.

Bedenken muss man bei dem ganzen Streit vor allem, dass eine Art eine künstliche Einheit ist, geschaffen, um eine für das unzulängliche menschliche Hirn begreifbare Ordnung zu schaffen. Die Grenze zwischen Population (Fortpflanzungsgemeinschaft, also  z. B. alle Individuen, die in einem  Gewässer(system) leben) und Art ist fließend, daraus resultieren z. B. die seit Jahren andauernden Dispute um die Systematik der Kampffische oder Zwergprachtguramys. 

Kommen wir zur artreinen Zucht. Da wir nicht wissen können, ob Makropoden aus Tümpel a auch in Zukunft zu derselben Art gehören werden wie die aus dem wenige Kilometer, durch einen Damm etc abgetrennten entfernten Tümpel b, dürfen wir eigentlich die Tiere nicht miteinander kreuzen. Also müssen wir fordern, dass nur Tiere von demselben Fundort bzw. aus einem Gewässersystem miteinander vermehrt werden. Somit wäre die Zucht mit Tieren aus dem Handel verboten, da hier der Fundort i.d.R. nicht bekannt ist.
Erhalten wir denn so die Arten? Wahrscheinlich nicht, es sei denn, wir sorgen dafür, dass ein ständiger wechselseitiger Ausstausch zwischen unseren Aquarienpopulationen und der Wildpopulation besteht. Denn erstens entnehmen wir mit den Tieren am Fundort nur einen mehr oder weniger kleinen Teil der genetischen Vielfalt (Stichwort Gendrift, Gründerpopulation), zweitens unterliegen die Fische in der Natur und in unseren Aquarien zwangsläufig unterschiedlichen Selektionsbedingungen (Wer hat schon Reiher oder Eisvögel im Aquarium?), d.h. über lange Zeiträume können sehr unterschiedliche Populationen entstehen, die ggf. nicht mehr untereinander kreuzbar wären.

Kommen wir zu der Frage: Warum wird gezüchtet?
- Nahrungsmittelproduktion: Unsere Getreidesorten sind z.T. Kreuzungen aus mehreren Elternarten, bestes Beispiel ist der Weizen mit drei Wildgräsern als Eltern. Dagegen wird wohl niemand was einwenden wollen.
- Versorgung des Marktes mit Haustieren: Hier spielen Zuchtformen eine herausragende Rolle und sind meines Erachtens nicht problematisch, wenn sie erstens keine Qualzuchten darstellen (Papageibarsch, nicht richtig schwimmfähige Beflossungstypen bei verschiedenen Arten, bestimmte Zchtformen bei Platys mit starker Neigung zu Krebs, ...) und zweitens nicht ausgesetzt werden (was beim Guppy bereits vielfach geschehen ist). Auch die Erzeugung von Arthybriden ist in diesem Sinne unproblematisch.
- Forschung, nicht nur institutionell, sondern auchdurch Hobbyisten. Es werden Tiere zur Fortpflanzung gebracht, um mehr über sie zu lernen. Hybriden werden zur genetischen Erforschung gezüchtet.
- Arterhaltung: Im strengen Sinne gar nicht möglich, weil sich die Population im Menschenobhut zwangsläufig verändert. Bestenfalls kann das Erscheinungsbild der Art erhalten werden (Aussehen, Verhaltensrepertoire). Hier sind Hybriden ungeeignet, es sollten möglichst nur Tiere derselben Herkunft verwendet werden (was nicht ohne weiteres möglich ist, wenn z. B. Inzuchtprobleme auftreten).

Fazit: Ich finde es nicht verwerflich, Hybriden in den Verkehr zu bringen. Allerdings halte ich es für Betrug im strafrechtlichen Sinne, solche als Artrein zu deklarieren. Ich würde einen solchen Händler, wenn er nicht bereit ist, die Kennzeichnug umgehend und dauerhaft zu ändern, wegen Betrugs anzeigen.

Gruß, Klaus]]></content:encoded>
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                        <title>RE: VORSICHTIG!!! Makropodenkreuzungen auf dem Markt!</title>
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                        <pubDate>Fri, 26 Oct 2007 10:26:15 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hi,

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                        <content:encoded><![CDATA[Hi,

ich finde es trotzdem nicht in Ordnung. Gerade bei den Schwertträgern bekommt man nicht so oft die grüne Wildform. Klar früher gab es nicht soviel verschieden Sorten von Guppys und co. aber gab es damals so viele Krankheiten wie Heute?
Ich finden es einfach nur Schade den der Opercularis ist eine sehr schöne Wildform.]]></content:encoded>
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