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Fischverhalten in N...
 
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Fischverhalten in Natur oder Aquarium

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(@constantin)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 582
Themenstarter  

Hallo!

Hier habe ich einen interessanten Artikel gefunden wie es zu Verhaltensabweichungen zwischen Freiland und Behältern kommt, am Beispiel des Karpfens, das aber übertragbar sein dürfte.

IGL 049


   
Zitat
Charlyroßmann
(@charlyrossmann)
Noble Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 1828
 

Hallo!
Interessant. Ist bei wilden und domestizierten Betta splendens genau so.
Gruß
Charly

"wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen" A. Camus
" wir müssen uns Camus als Dummschwätzer vorstellen" Sisyphos


   
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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
Noble Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo,

ich kenne das von Sumpfschildkröten, die sich im umzäunten Freilandteich scheuer verhalten als im kleineren Zimmeraquarium.
Bei den Karpfen handelt es sich schlicht um Selektion: Züchter nehmen die zutraulichen zur Zucht, weil sie besser zu handhaben sind.

De Artikel selbst gefällt mir überhaupt nicht, weil er z.B. spekulativ von Raubfischgeruch schreibt. Auch halte ich die Bedrohung ausgewachsener Karpfen durch Fischreiher oder Raubfische für eher klein.

Gruß, Klaus


   
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Felix Stadtfeld
(@felix-stadtfeld)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 175
 

Hallo,

Raubfischgeruch brauchen wir wirklich nicht zur Erklärung des Verhaltens.

Constantin, hältst du eigentlich außer den Noi Tron auch ocellatus? Draußen im Mörtelkübel sind sie (zu ihrem eigenen Vorteil) beim geringsten Schatten, der aus sie fällt, sofort verschwunden. Drinnen im Überwinterungsbecken dagegen betteln die selben Tiere penetrant um Futter, sobald man den Fischraum betritt. Die opercularis verhalten sich bei mir allerdings (draußen und drinnen, mit viel und mit wenig Pflanzen, in großen und kleinen, längs und quer stehenden Becken) scheuer (vor allem große Männchen; bei den Nankings aber alle Altersstufen, wie Rolf im Makropoden-Email-Verteiler ja auch berichtet hat). Insofern weiß ich nicht, ob man vom Karpfen aus verallgemeinern kann.

Andererseits: Ich habe Parosphromenus oder kleine Bärblinge (z.B. C. choprae) in versteckreichen großen Becken gepflegt und kaum gesehen. In kleinen ohne viel Deckung hat man mehr von den Tieren.

Grüße

Felix


   
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K. de Leuw
(@k-de-leuw)
Noble Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo Felix,

Raubfischgeruch brauchen wir wirklich nicht zur Erklärung des Verhaltens.

Was die Spekulationen in der Arbeitnoch einmal unwissenschaftlicher erscheinen lässt.

Draußen im Mörtelkübel sind sie (zu ihrem eigenen Vorteil) beim geringsten Schatten, der aus sie fällt, sofort verschwunden.

Vorsicht, Du begehst einen systematischen Fehler, indem Du seitliche Annäherung mit der von oben vergleichst. Mal abgesehen davon, dass sich eine Person vor dem Becken im Gegensatz zu einem Schatten über dem Kübel sehr gut für die Fische als potentielle Futterquelle identifizieren lässt (manche Fische erkennen sogar den Kescher in der Hand des sich nähernden Pflegers und betteln dann eben nicht), dürften in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes der Makropoden Vögel (z.B. Eisvögel) als Feinde zumindest für die Adulti viel bedeutender sein als Fische, von denen in den flachen Gewässern oder Uferbereichen von Gewässern nur wenige groß genug sein werden, um als Feinde in Betracht zu kommen. Und gerade große, farblich auffällige Männchen müssen da bei jedem Schatten auf der Hut sein, sonst war es ihre letzte Schattensichtung.

Andererseits: Ich habe Parosphromenus oder kleine Bärblinge (z.B. C. choprae) in versteckreichen großen Becken gepflegt und kaum gesehen. In kleinen ohne viel Deckung hat man mehr von den Tieren.

Die Motivation, sich im Dickicht aufzuhalten, muss ja nicht auf Angst gründen, sondern z.B. durch die Suche von Aufwuchsnahrung oder eigenem Laich / Nachwuchs begründet sein. Steppenelefanten sind ja auchweithin sichtbar, Waldelefanten nicht, auch wenn beide Formen sich kaum von Feinden verstcken müssen.

Gruß, Klaus


   
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Felix Stadtfeld
(@felix-stadtfeld)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 175
 

Hallo Klaus,

du hast natürlich Recht mit dem Schatten von oben; ich habe es nur angedeutet

Draußen im Mörtelkübel sind sie (zu ihrem eigenen Vorteil) beim geringsten Schatten, der auf sie fällt, sofort verschwunden.

Gemeint waren damit die vielen Katzen... (wobei ich die Kübel abdecke; erstens springen die Fische und zweitens...)

Die Reaktion auf den Kescher kann ich - leider - bestätigen!

Grüße

Felix


   
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(@constantin)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 13 Jahren
Beiträge: 582
Themenstarter  

Constantin, hältst du eigentlich außer den Noi Tron auch ocellatus?.

Nein, ich habe nur die Tiger, die ja jetzt unter M. spechti "Phu Loc" geführt werden. Die sitzen im 80cm Zimmeraquarium in einem Raum mit mäßigem Publikumsverkehr. Und ich sehe sie kaum. Wasserpest an der Oberfläche war ihnen nicht dicht genug, Muschelblumen wurden für einen Tag angenommen, jetzt aber schon nicht mehr. Wasserstand absenken um die horizontalen Zwischenräume noch weiter zusammenzudrücken hat auch nichts gebracht, aber nach der Wiedererhöhung für Reinigungsarbeiten wurden sie etwas mutiger. Nun habe ich den alten Wasserstand belassen und fand einmal vier von sechs im mittleren Wasser in tiefschwarz er Färbung stehen. Die wichen auch nicht, als ich mich ruhig näherte. Seitdem sind sie wieder sehr scheu. Um Futter gebettelt haben sie so lange ich sie habe nicht ein einziges Mal. Manchmal wollen sie gar nicht ans Futter, und ob sie gefressen haben kann ich nur daraus schließen, dass keine Reste bzw. Nährtiere mehr zu finden sind.

IGL 049


   
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