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Neuauflage "Labyrinthfische" Horst Linke

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Charlyroßmann
(@charlyrossmann)
Noble Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 1828
 

Hallo!

ich bin aber nur ein Laie.

Horst Linke ist auch nur ein "Laie"
Na und?
Gruß
Charly

"wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen" A. Camus
" wir müssen uns Camus als Dummschwätzer vorstellen" Sisyphos


AntwortZitat
Windsbraut
(@windsbraut)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 10 Jahren
Beiträge: 284
Themenstarter  

ich bin aber nur ein Laie.

Horst Linke ist auch nur ein "Laie"
Na und?

Danke, Charly, die Antwort finde ich gut. Die Unterscheidungen hier im Beitrag zwischen "Laien" und "Experten" finde ich ein wenig schwierig - nach welcher Definition wird da unterschieden?

So schreibt auch Martin Hallmann (der für mich keinesfalls ein Laie ist!)

Müssen wir Laien (und wegen mir belesene Hobbyzüchter) uns auf einen Standpunkt bzw. auf eine Seite schlagen und Fachleute belehren? Ich kenne mit Linkes, Schäfers, Rossmanns und Töpfers Veröffentlichungen verschiedene bzw. gegensätzliche Meinungen, die ich respektiere und abwarte bis die Experten zu einem Ergebnis kommen.

Und ja - warum nicht als "Laien" "Fachleuten" widersprechen? Diskussion ist oft fruchtbar. Wenn alle "Laien" in Ehrfurcht vor "Experten" erstarren und sich nicht wagen, den Mund aufzumachen - dann gehen uns wichtige Beiträge verloren (die - ich bin überzeugt - auch von Laien kommen können). Ich hoffe, diese meine Einstellung wird hier nicht als Blasphemie angesehen .......... Wissenschaft sollte das vorurteilslose Streben nach Erkenntnis sein, da gibt es für meine Auffassung schon viel zu viel Scheuklappen und sehr nahe gelegene Tellerränder ............. Ich glaube niemandem, nur weil er Experte ist - auch er muss mich überzeugen. Glauben kann ich in der Kirche.

Zurück zum Thema: Ich habe mir Linkes Buch zu Weihnachten schenken lassen. Und bereue es nicht - ja, wunderbare Bilder und viele für mich neue Formen. Lohnt sich. Aber neu binden lasse ich es ganz sicher ...............

Herzlichst,
Stefanie

Wenn ein Fiss zuende geschwommen hat und so daliegt und schon tot ist -
dann kann man ihn essen.

Emil, 3 Jahre


AntwortZitat
K. de Leuw
(@k-de-leuw)
Noble Member
Beigetreten: Vor 16 Jahren
Beiträge: 2034
 

Hallo zusammen,

um es mal derbe auszudrücken: Für die Presse ist doch derjenige der Experte, der am lautesten furzt! Da spekuliert ein "Experte", der es mal gelernt hat, Menschen vor Operationen fachgerecht zu betäuben, darüber, dass ein gewisser Ex-Rennfahrer ohne seinen Skihelm nicht überlebt hätte. Da wird der Experte für Betäubungen gleich zum Experten für Unfallforschung, der ohne anwesend gewesen zu sein, die Wirkung eines Helm zu beurteilen können meint.

Danke, Charly, die Antwort finde ich gut. Die Unterscheidungen hier im Beitrag zwischen "Laien" und "Experten" finde ich ein wenig schwierig - nach welcher Definition wird da unterschieden?

Ich versuche mal eine Definition: Laie ist jemand, der kein Hochschulstudium für das von ihm beackerte Gebiet vorweisen kann. Die anderen nenne ich mal Wissenschaftler. Aber ist ein Wissenschaftler auch ein Experte? Das muss nicht sein. Experte sollte er sein für das Feld, dass er gerade beackert. Aber genau so sind ganz viele von uns Experten, der eine für Fadenfische, der andere für Blaubarsche, der dritte für Schlangenkopffische, weil sie durch Literaturstudium und selbst erworbene Kenntnisse durch Pflege dieser Fischarten Kenntnisse erworben haben. Man kann, wenn man möchte, das ein wenig einschränken auf "Experte für Haltung und Zucht" der genannten Fischgruppen. Fakt ist, dass diese Experten wertvolles Wissen angesammelt haben, das die "Berufsexperten", nämlich die Ichtyologen, gar ncih ansammeln können, es sei denn, von diesen Hobbyisten. Und sie tun gut daran, das zu tun.

So schreibt auch Martin Hallmann (der für mich keinesfalls ein Laie ist!)

Müssen wir Laien (und wegen mir belesene Hobbyzüchter) uns auf einen Standpunkt bzw. auf eine Seite schlagen und Fachleute belehren? Ich kenne mit Linkes, Schäfers, Rossmanns und Töpfers Veröffentlichungen verschiedene bzw. gegensätzliche Meinungen, die ich respektiere und abwarte bis die Experten zu einem Ergebnis kommen.

Stellt sich nur die Frage, wer denn der Experte für diese eine Frage ist. Und vor allem, wer das Urteil fällen darf. Bisweilen bleiben die beiden Lager unterschiedlicher Meinungen nämlich bestehen, bis eines von ihnen ausgestorben ist - und das kann lange dauern. Und nicht nur deshalb halte ich es für gut und legitim, sich entweder rauszuhalten aus gewissen Diskussionen wie z.B. der um die Nomenklatur der Fadenfische oder sich - nach entsprechendem Studium der Literatur - einzumischen und eine Meinung zu publizieren.

Und ja - warum nicht als "Laien" "Fachleuten" widersprechen? Diskussion ist oft fruchtbar. Wenn alle "Laien" in Ehrfurcht vor "Experten" erstarren und sich nicht wagen, den Mund aufzumachen - dann gehen uns wichtige Beiträge verloren (die - ich bin überzeugt - auch von Laien kommen können).

Die bisweilen nur von Laien kommen können!

Ich hoffe, diese meine Einstellung wird hier nicht als Blasphemie angesehen .......... Wissenschaft sollte das vorurteilslose Streben nach Erkenntnis sein, da gibt es für meine Auffassung schon viel zu viel Scheuklappen und sehr nahe gelegene Tellerränder

Recht hast Du!

Ich glaube niemandem, nur weil er Experte ist - auch er muss mich überzeugen.

Und wenn er das nicht will oder kann - Dein Wille zur Mitarbeit mal vorausgesetzt - ist eines ganz sicher nciht, nämlich ein Experte. Der ist allerhöchstens ein Fachidiot.

Glauben kann ich in der Kirche.

Ich habe mir Linkes Buch zu Weihnachten schenken lassen. Und bereue es nicht - ja, wunderbare Bilder und viele für mich neue Formen. Lohnt sich. Aber neu binden lasse ich es ganz sicher ...............

Wieder volle Zustimmung, außerdem habe ich Hoffnung, dass die Bindung bis zur nächsten Auflage hält, denn ich habe auf die gleiche oder sehr ähnliche Art gebundene Bücher schon seit Jahrzehnten im zeitweise intensiven Gebrauch.

Gruß, Klaus


AntwortZitat
Charlyroßmann
(@charlyrossmann)
Noble Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 1828
 

Hallo!
Mal ein bißchen Begriffsklärung.
Ein Laie ist einer, der das, womit er sich beschäftigt, nicht regulär durch Studium, Berufsausbildung etc. gelernt hat.
Ein Experte ist einer, der auf dem Gebiet, mit dem er sich beschäftigt, sehr erfahren ist. Das sagt zumindest die lateinische Herkunft des Wortes.
Horst Linke, um mal beim Beispiel zu bleiben, ist sowohl ein Laie als auch ein Experte.
Ja, und die Nummer mit den Fadenfischnamen! Keine gute Idee, die Nomenklaturkommission anzurufen. Die wird sich höchst wahrscheinlich mit Hinweis auf die klare "Aktenlage" für nicht zuständig erklären. Und wenn sie entscheidet, wird sie sich - siehe Macropodus spechtii - für formale Korrektheit und gegen Gebrauchsüblichkeit entscheiden. Was das genau bedeutet? Die Argumente liegen alle schon lange auf dem Tisch. Kein Grund, sie wiederzukäuen. Wohl dem, der lesen kann.
Gruß
Charly

"wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen" A. Camus
" wir müssen uns Camus als Dummschwätzer vorstellen" Sisyphos


AntwortZitat
CPS
 CPS
(@cps)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 11 Jahren
Beiträge: 475
 

Hallo zusammen,

ja, wie der offensichtliche Laie Horst Linke Labyrinthfische wissenschaftlich nennt, das ist mir völlig schnuppe. Was der offensichtliche Experte Horst Linke von den Labyrinthfischen berichtet, die er selbst gefangen, gepflegt und gezüchtet hat, das lese ich vertrauensvoll und mit großem Interesse.

Aber Achtung: der "Linke" ist definitiv kein Standardwerk. Es so zu bezeichnen, weil es viele Arten enthält und schon viele Jahre auf dem Markt ist ...? Mich ärgert, dass bis jetzt keine Gelegenheit (Neuauflage) dazu genutzt wurde, ein richtiges Standardwerk daraus zu machen. Viele offensichtliche Experten hätten dabei helfen können, dem gefälligen Buch das offensichtlich Laienhafte zu nehmen.


AntwortZitat
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