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Agressivität bei Pa...
 
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Agressivität bei Paros


ThomasG
(@thomasg)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 323
Themenstarter  

Hallo,

ich bin ja eigentlich eher der Bettafreak, aber nun habe ich mal wieder einige naghy schwimmen.
Eine Nachzucht habe ich separat in einem Gerdkasten aufgezogen(in der Hoffnung wenigstens ein paar Junge durchzukriegen, haha) und nun seit ein paar Wochen in einem 40-er Becken schwimmen. Sind ca. 2 cm groß, ca. 20 Stk und relativ gleichmäßig gewachsen.
Nun musste ich gestern 6 tote Jungfische rausfischen. Erster Gedanke war, da ich am Tag vorher ca. 1/3 Wasserwechsel gemacht hatte (Regenwasser), pH-Schock. Nach Messung des pH-Werts konnte ich dies jedoch ausschliessen (ca. pH 5).
Einige tote Jungfische hatten aufgerissene Bäuche. Zuvor konnte ich auch schon die ein oder anderen Kämpfe der Jungfische beobachten.
Im Nachbarbecken habe ich bei selber Größe ca. 80 Jungfische (habe ich erst nach dem "aufräumen" gesehen), verschiedener Größe, zusammen mit dem Zuchtpaar schwimmen. Dort nahezu kein oder nur wenig Agressionsverhalten.
Bei den Bettas oder Trichopsis, die ich bisher nachgezogen habe, kenne ich das Phänomen, dass bei "wenigen" Jungfischen im Aufzuchtbecken die Agression eher steigt als bei deutlichem Überbesatz - dort verteilt sich das Agressionspotential auf die vielen Nebenbuhler gleichmäßig.

Gibt es ähnliche Verhaltensmuster bei den Paros?

PS. Wer naghy braucht, bitte melden! Frühjahrstagung ist ja bald.

Gruessle aus Stuttgart
Thomas G

IGL 259


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emha
 emha
(@emha)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 693
 

Thomas, ich kann mir nicht vorstellen, dass "aufgerissene Bäuche" durch das harmlose Gerplänkel der Paros entstehen können und vermute es gibt eine ganz andere Ursache (die ich nicht kenne/ ahne. Wir hatten aber immer wieder mal Probleme bei Überfütterung mit Artemia.) Natürlich können Jungfische, die eng gehalten werden, sich so auf den Keks gehen, dass sie leiden, nicht weiterwachsen und es werden sicherlich auch manche eingehen, aber das geschieht schleichend (crowding effect).

Martin


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chidrup
(@chidrup)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 764
 

Hallo,

oft wird bei der Paroaufzucht von Ausfällen nach Wasserwechsel berichtet. Ich selbst habe diese leidige Erfahrung auch schon gemacht. Unmittelbar nach diesem Störfall zeigten einige Jufis durchsichtige, geblähte Bäuche als hätten sie eine Erbse verschluckt. Möglich das es im Extremfall zum platzen kommt, oder nach dem Verenden so erscheint.
Nach meinem Gefühl hat das etwas mit osmotischen Verhältnissen und wenig mit dem Futter zu tun. Intuitiv habe ich ein wenig Salz eingemischt und kanns nicht beweisen, aber es scheint geholfen zu haben. Auf jeden Fall finde ich ein Becken ganz ohne Filterung sehr empfindlich bei Wasserwechseln.

Schöne Grüße

Chidrup Rolf Welsch IGL 288
"Die Wahrheit ist ein pfadloses Land" Jiddu Krishnamurti


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ThomasG
(@thomasg)
Reputable Member
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Beiträge: 323
Themenstarter  

Hallo,

vielen Dank für die Hinweise.

Könnte natürlich beides zutreffen. Bis jetzt hat es sich zumindest nicht wiederholt.

Beim Wasserwechsel bin ich i.d.R. sehr vorsichtig. Derzeit nur ca. 1/5 alle 2-3 Tage, vorher nur alle 2 Wochen ca. 1/3, aber da waren ja noch sehr wenige bzw. nur sehr kleine Jungfische im Becken.

Bin schon sehr überrascht über die Reproduktion von nur einem Paar. Sind nun, nachdem das Becken nahezu leergeräumt ist, bstimmt mehr als 80 Jungfische und das im Elternbecken - ohne separate Aufzucht.

Was sicher zum Erfolg beigetragen hat, ist die Tatsache, dass das Becken mind. 2 Monate eingefahren wurde. Nach der Neueinrichtung hatte ich ca. 1/4 Wasser mit viel Schlamm aus einem Moorgebiet aus dem Schwarzwald verwendet. Ich dachte mir, die Bakterien, die diese Wasserwerte vertragen bzw. schon gewöhnt sind, sind optimal für ein Schwarzwasserbecken geeignet.
Diese Methode werde ich wohl zukünftig für jede Neueinrichtung beibehalten.

Sehen wir uns beim RG-Treffen?

Gruessle aus Stuttgart
Thomas G

IGL 259


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KlausW
(@klausw)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 223
 

Hä?

Ich mache wie in der Natur 80 bis 95% Wasserwechsel WÖCHENTLICH und dann laichen die Paros ab und dann mache ich auch den WW bei den Jungtieren ungefähr ähnlich. Dann geht es auch den Jungfischen gut. Wie seid denn Ihr drauf? Das ist eher ein Spassbeitrag, oder? ;-)

Na ja, immer vorsichtig, könnte ja was Schlimmes passieren.

Highway to Hell, Mann!

Nix anderes. (Sonst kenne ich nur den Chinesischen Verkehrsminister! Ja, genau; Um Lei Tung! )

Grüße
Klaus Weissenberg

“Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.” (Abraham Lincoln)


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KlausW
(@klausw)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 223
 

Vielleicht habe ich mich nicht verständlich genug ausgedrückt:

Denkt Ihr, dass die Parosphromenus in ihren Heimatbiotopen unter einem extra Zelt sitzen?

Oder doch mit all den anderen SW-Fischen im gleichen Sumpf?

Echt spannend. Um Lei Tung!

Grüße
Klaus Weissenberg

“Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.” (Abraham Lincoln)


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ThomasG
(@thomasg)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 14 Jahren
Beiträge: 323
Themenstarter  

Hallo Klaus,

vielen Dank für deinen hilfreichen post.

Nachdem ich bei meiner Methode an die 100 Jungfische nachgezogen habe, kann diese nicht ganz so verkehrt sein.
Aber es heißt ja "viele Wege führen nach Rom"

Eine geruhsame Nacht noch.

Gruessle aus Stuttgart
Thomas G

IGL 259


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PatrickG
(@patrickg)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 80
 

Hallo,

bei meinen Paros kommt es immer mal wieder gehäuft zu Todefällen bei
1. Larven im Alter von wenigen Tagen
und bei 2. Jungfischen mit ca. 1,5-2 cm Größe.
Anscheinend jeweils ein für Paros gefährliches Alter.

Meine Vermutungen zu Fall 1:

Der erste Fall trat bei mir Überwiegend bei Larven in Vollglas-Aufzuchtbecken unter reiner Artemia-Fütterung ein. Ich vermute, die Larven sind an den zu hartschaligen (zu alten) Artemia eingegangen.
In Becken mit voller Einrichtung kommen dagegen kaum Todesfälle vor. Die Larven scheinen dort nicht an hartschalige Artemien zu gehen, sondern die reichlich vorhandenen Kleinstlebewesen zu fressen.

Zu Fall 2 habe ich keine Erklärung. Es sterben immer mal wieder Tiere in der genanten Größe ohne ersichtbaren Grund, völlig unabhängig von der Wasserqualität oder Fütterungsart. Ich glaube daher nicht das Wasserwechsel (egal ob 10 oder 90%) irgendwas damit zu tun haben. Eine sinnvolle Erklärung habe ich aber auch nicht parat.

Viele Grüße
Patrick


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chidrup
(@chidrup)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 9 Jahren
Beiträge: 764
 

Hallo Patrick,

...die reichlich vorhandenen Kleinstlebewesen zu fressen.

dies scheint mir ein wichtiger Faktor zu sein! Wenn diese noch nicht ausreichend entwickelt sind, oder durch falsch verstandene Hygienemaßnahmen verlustig gehen, dann gibt es Probleme.
Meist sind es bei mir frisch aufgestellte Becken, wobei Verluste auftreten. Deshalb versuch ich das möglichst zu vermeiden und lange Einlaufzeiten einzuhalten.

Schöne Grüße

Chidrup Rolf Welsch IGL 288
"Die Wahrheit ist ein pfadloses Land" Jiddu Krishnamurti


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PatrickG
(@patrickg)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 8 Jahren
Beiträge: 80
 

Ja zumal die Paros in der ersten Lebenswoche, wenn sie die Wahl haben, Pantoffeltierchen und Co vor den im Verhältnis sehr großen Artemien oder Essigäälchen bevorzugen. Den Hauptvorteil sehe ich aber in der ständigen Verfügbarkeit. Der Fisch kann fressen wann er will und was er will. Im sterilen Aufzuchtbecken/-Schale bekommt er nur das was wir füttern und das Futter steht ihm auch nicht rund um die Uhr zur Verfügung.

Gruß
Patrick


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