Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische e.V.

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AKTUELLE ZUCHTERFOLGE UND ZUCHTPROBLEME

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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Michael: gut, sehr gut!

Peter Finke, Bielefeld


   
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hallo
(@hallo)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 343
 

Hallo
Ich durfte heute ein wunderschönes Schauspiel beobachten.
Erst ist alles wie immer er steht unter seinem Blatt und versucht sie zur Paarung zu bewegen. Doch dann dreht sie den Spieß um und verschwindet in einer Filmdose. Er natürlcih hinterher. Dann kommt er wieder raus und Balzt heftig vor der Dose. Sie bewegt sich nicht. Er schwimmt in die Dose und sie machen eine Scheinpaarung. Ich dachte gut, sie bestimmt den Platz des Nestes. Doch dann direckt nach der Scheinpaarung scheucht er sie aus der Dose und sie schwimmen zusammen in eine andere Dose, wo sie sonst nie waren. Er balst nochmal kurz und dann kommt es zur Eiablage.
Sonst waren sie nie in dieser Dose, die sehr nah an der Scheibe steht und ohne Deckel ist.

Naja egal die Hauptsache ist, dass sie gelaicht haben. :bier:
Ein sehr schönes vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.

Ich habe keine Fotos gemacht, da sie sofort aufhörten, wenn ich mich bewegte. Vielleicht mache ich ein Foto von dem Gelege aber ich will erst sich gehen, dass sie fertig sind .

Fröhliche Grüße
Bennie

Gruß Bennie

Ich liebe Tiere :)

IGL: 207


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
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Bennie: sehr gut, tatsächlich ein Weihnachtsgeschenk! Ein Gelege von den echten deissneri, wir können es gebrauchen! Mein Männchen ist offenbar tatsächlich wieder ganz gesund und bewährt sich als werdender Vater!
Ich habe übrigens Gleiches zu vermelden: ein F1-deissneri-Paar, beide noch ziemlich klein, haben gelaicht und die Jungen sind geschlüpft. Es sind ungefähr 25 Stück!
Damit steigt die Chance, dass uns die echten deissneri erhalten bleiben!
Wir alle sind gespannt auf Deine Fotos!

Peter Finke, Bielefeld


   
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hallo
(@hallo)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 343
 

Hallo
Es ist wirklich schön. Jetzt müssen die Larven aber noch durchkommen...

[img][/img]
[img][/img]

Gruß
Bennie

Gruß Bennie

Ich liebe Tiere :)

IGL: 207


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 1349
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Jetzt müssen die Larven aber noch durchkommen...

Ja, Bennie, da hast Du natürlich Recht. Ein ganz hübsches Gelege ist da zusammengekommen; also harmonieren Weibchen und Männchen jetzt offenbar doch.
Tut sich sonst noch etwas in den Höhlen der Aquarien der Parofreunde? Oder feiern die Fische jetzt auch erstmal Weihnachten?

Peter Finke, Bielefeld


   
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 emha
(@emha)
Mitglied
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 694
 

Ja Bennie, das macht einen riesen Spaß. Lass ihnen aber Ruhe.
Bei mir laicht momentan auch einiges an Paros. Und interessanterweise pflegen sie (bisher!, klopfe auf Holz) alle. Die granatenmäßig bunten P. sp. aff. alfredi"Kota Tinggi", mehrerer P. harveyi-Paare, P. sp. aff. bintan "Sintangensis" und ein unbestimmter hocken in ihren Löchern. Nur die ornaticauda und noch die parvulus spuren nicht. (Genau genommen spurt ornaticauda nie. Die verarschen mich.) Aber wenn alles flutschen würde, wärs langweilig. Lothar hat übrigens junge parvulus.
Aufffällig ist, dass das ganze Laichen ab Ende September losging und bis jetzt sich steigerte. Im Sommer lief dagegen gar nichts. Das bestätigen viele Züchter generell für den Sommer und wohl insbesonder für dieses Jahr. Für mich ist es nur eine Beobachtung und Gefühle, was es sein könnte. Ich tippe auf Luftdruck. Die Temperatur ist es /bei mir) definitiv nicht. Auch wohl nicht das Futter. Weiß dazu jemand was?

Martin Hallmann


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Aufffällig ist, dass das ganze Laichen ab Ende September losging und bis jetzt sich steigerte (...) Weiß dazu jemand was?

Ja, es wäre schön, wenn jemand etwas "wüßte". Aber es sind wohl eher nur Vermutungen, was wir haben. Ich vermute eine genetisch fixierte "Erinnerung" an eine im natürlichen Lebensraum seit tausenden von Generationen herrschende Laichzeit, die stärker ist als alle (oder die meisten) Umweltreize. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir (teilweise) über Wildfänge reden oder zumindest den Wildfängen noch nahestehende frühe Folgegenerationen.
Aber wie gesagt: Es ist nur eine Vermutung. Sie erscheint mir allerdings plausibler als andere Vermutungen, die ich zu diesem Problem kenne.

Peter Finke, Bielefeld


   
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(@bettamainz)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 154
 

Über die Feiertage bzw. zwischen den Jahren hat sich folgendes getan:

P. ornaticauda (2 Paare) legen weiterhin Eier, Larven entwickeln sich, Jungfische schwimmen aus - danach folgt mit wenigen Tagen Pause das nächste Gelege! Jungtiere verschiedener Größen sehe ich immer wieder zwischen den Bergen von Moos und Farn. Nur das 3. Paar bereitet mir immer noch "Probleme" (Eier sind am Tag nach der Eiablage verschwunden, nur wenige kleben an der Röhrendecke). Mein Versuch, die Brutröhre direkt separat zu setzen brachte keinen Erfolg: es entwickelten sich keine Larven.

P. harveyi hatten 1 Gelege. Leider haben sich die Eier nicht entwickelt. Seitdem erst mal Pause. Jedoch seit 1-2 Tagen balzt das Männchen wieder heftig.

P. filamentosus und P. linkei produzieren (wie P. ornaticauda) mit kleinen Pausen eine Brut nach der anderen, auch dort sehe ich Jungfische in verschiedenen Größen (keine riesen Mengen, aber es klappt)

Bei den P. anjunganensis tut sich noch nichts, aber ich habe Geduld :-)

Grüße,

Beste Grüße, Michael
_________________________________________
P. ornaticauda, P. parvulus


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Ein ganz typischer Bericht, den Michael geschrieben hat. Unterschiedliche Erfahrungen, nicht alle Paare funktionieren wie Maschinen. Insbesondere die Unterschiede, die er von ornaticauda berichtet, sind sehr typisch: Es gibt dort gute und weniger gute Paare, gut und schlecht pflegende Männchen, manchmal verschwinden die Eier über Nacht, in anderen Fällen wird eine Brut nach der anderen produziert. Grundsätzlich scheint Michael aber sehr viel Glück mit dieser Art zu haben; bei mir läuft es weniger glatt. Auch dass linkei und filamentosus besonders wenig Probleme machen, ist ziemlich typisch für diese sehr dankbaren Arten.
Ich ergänze: ein parvulus(!)-Gelege von 17 Eiern heute in Filmdöschen frisch entdeckt. Ob es morgen noch da ist?

Peter Finke, Bielefeld


   
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KlausW
(@klausw)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 23 Jahren
Beiträge: 223
 

Aufffällig ist, dass das ganze Laichen ab Ende September losging und bis jetzt sich steigerte (...) Weiß dazu jemand was?

Ja, es wäre schön, wenn jemand etwas "wüßte". Aber es sind wohl eher nur Vermutungen, was wir haben. Ich vermute eine genetisch fixierte "Erinnerung" an eine im natürlichen Lebensraum seit tausenden von Generationen herrschende Laichzeit, die stärker ist als alle (oder die meisten) Umweltreize. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir (teilweise) über Wildfänge reden oder zumindest den Wildfängen noch nahestehende frühe Folgegenerationen.
Aber wie gesagt: Es ist nur eine Vermutung. Sie erscheint mir allerdings plausibler als andere Vermutungen, die ich zu diesem Problem kenne.

Lieber Peter Finke,

ein Gutes Neues Jahr allen Tierbegeisterten. Ich bin - hoffentlich für länger - wieder da, ganz langsam aber nur. Ich besitze dank Martin auch wieder ein Pärchen harveyi und lasse mir Zeit, sie aufzubauen. Die gesamte Diskussion hier in diesem Diskussionsstrang, die ich gerade durchgelesen habe, gibt mir enorm Vertrauen. Vieles von dem, was ich nur gemacht hatte, aber nie den theoretischen Hintergrund davon kapierte, hat sich durch die sehr wertvollen Beiträge bestätigt und tiefere Einblicke zugelassen. Salz als Hilfsmittel bei Schwarzwasserfischen war immer schon hilfreich, Artemianauplien waren bei mir immer immer das "Salz in der Suppe" und das wichtigeste Nährtier für Jung und *ALT*!

Ich stimme Dir aber bei obigen Hypothesen eher nicht zu, es sind m.E. sehr wohl die Umweltfaktoren, die unglaublich stark durchschlagen und eine züchterische Beeinflussung geradezu erlauben, solange wir Kenntnis haben von den Faktoren, die wirklich wichtig sind.

Besipiel 1:
Meine jungen griechischen Landschildkröten ignorieren das Licht und die Wärme in ihrem Terrarium genau dann, wenn draußen die Sonne scheint und der Luftdruck hoch ist, dieses Außenlicht dringt nur spärlich an ihren Standort und steuert sie dennoch eindrucksvoll!

Beispiel 2:
In meiner besten Züchterzeit konnte ich *jede* Fischart ohne Probleme sofort vermehren, wenn ich nur die richtigen Parameter sauber durchgezogen hatte: Am besten funktionierte ein starker Luftdruckabfall ("Augustgewitter", dieses kommt den täglichen Tropenregengüssen von der Dramatik am nächsten!), Wasserwechsel zu 95% mit frischem, kälteren Osmosewasser auf etwas ältlich gewordenes Beckenwasser (Wasserwechsel ein paar Takte ausgesetzt!), plötzliche Temperaturabsenkung durch den Wasserwechsel um einige Grade, guter Futterzustand der Elterntiere usw.

Das galt für *ALLE* Labyrinther, die ich gehalten hatte. Auch die Paros reagierten entsprechend. Ich hatte einige Jahre ein unglaublich hohes Maß an Energie und Willen zur Durchsetzung meines züchterischen Ehrgeizes und auch GottseiDank die Zeit und die Ressourcen dafür.

Wir hier an einem anderen Ort der Welt haben ziemlich viele Probleme zu bewältigen:

Der tägliche tropische quasi "normale" Wasserguß um ca. 16 Uhr kommt bei uns nicht und/oder er kommt nicht mit Donner und Blitz (=Druckabfall).

Wir sind moderne Menschen und haben nicht immer Zeit, den optimalen Zeitpunkt zu begleiten, die Natur spielt dieses Spiel aber etwas schöner im Regelfalle, sie muß sich halt nicht um Zivilisationstermine kümmern. ;-)

Wir haben eine leidvolle Abhängigkeit von Nährtieren, die wir nicht im selben Maße zur Verfügung stellen können, wie es die Natur in extrem reichhaltiger, abwechslungsreicher Art und Weise zu bestimmten Zeitpunkten bzw. -räumen oft tut.

Wir überfordern unsere Tiere! Dieser "Urlaub", den Thomas seinen Tieren einräumt, ist im Terraristikbereich gang und gäbe. Dort käme niemand auf die Idee, seine Reptilien im Dauereinsatz laichen bzw. fortpflanzen zu lassen!

Wir sind technogläubig, aber das hattest Du auch schon erwähnt: Die 23,7°C, die wir an unserem Heizer einstellen können, sind genau *NICHT* die Natur! Und die vielen pH-Werte sind auch *NUR*dynamisch sinnvoll - in einem nachgebildeten Jahreswechsel, den wir durch unsere blöden "Punktaufnahmen" der Biotope leider nicht kennen (tja, die Ferienzeit in Deutschland ist immer in den gleichen Zeiträumen, nicht? Weiß eigentlich jemand genau, was unsere Paros fressen? Wo sind die Belege? Ich ärgere mich heute noch, dass ich 1996 nicht lieber die mitgefangenen Futtertiere in Alkohol geworfen habe statt den vielen Fischen, nicht wahr, Kai-Erik?). Und dann gibt es noch die vielen komischen Biotope, wo die Fische durch Temperaturschichten schwimmen müssen, an denen sie laut gängiger Aquarienliteratur eigentlich sofort sterben müssten.

Es gab gerade im Parosbereich - im Gegensatz zu meinen bisherigen Äußerungen - das seltsame Phänomen, das alle Züchter, die ich kannte, quasi gleichzeitig eine "Auszeit" hatten: Sie waren nicht in der Lage, ihre Tiere wie gewohnt nachzuziehen, auf "Knopfdruck", wie ich es ja oben formuliert hatte. Bis heute kann ich keine Erklärung für dieses Phänomen finden außer der alten Leier, die ich seit Jahen abspiele:

Die Paros-Zucht (und die Zucht genauso aller anderen schwierigeren Schwarzwasserfische) erfordert die ganze Aquarianer-Frau respektive den ganzen -Kerl! ;-)

Wer sich durch das täglich gewordene Zwangserfordernis abwenden muß, hat leider dieses Spiel für einige Zeit verloren und muß sich nicht grämen, das Spiel kann nur auf hohem Niveau und Einsatz gespielt werden, halbe Sachen gelten nicht, dafür sind die Tiere zu extrem in ihren Anforderungen! ;-)

Mit freudigem Gruß (da ich mich dem Spiele wieder zuwenden darf!;-)

Klaus Weißenberg

Grüße
Klaus Weissenberg

“Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.” (Abraham Lincoln)


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 1349
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Lieber Klaus Weissenberg, ich heiße Dich herzlich willkommen zurück in der diskutierenden Paro-Gemeinde! Jemand mit Deinen Erfahrungen ist hier besonders willkommen. Es freut mich auch sehr, dass Du nun endlich auch wieder Deine geliebten harveyi bekommen hast; ich habe mich die ganze Zeit an diesen Wunsch erinnert, aber was wir so an angeblichen "harveyi" in der inzwischen recht großen Paro-Gruppe hatten, waren (meistens) keine, sondern irgendwelche blue-line-ähnlichen bintan-Formen. Diese jetzt von Linke mitgebrachten Tiere dürften aber dem Selangor-Typ von harveyi, den Du suchtest, sehr nahe kommen.
Deine Argumente gegen meine Vermutung (mehr war es ja ausdrücklich nicht, ich hatte auf meine Unsicherheit ausdrücklich hingewiesen) sind stark, aber letztlich beweisen sie Deine Hypothese, dass die Reaktion auf bestimmte Umweltfaktoren (hier vor allem Witterungsfaktoren, insbesondere kräftiger Luftdruckabfall) auch nicht; sie machen sie nur plausibel und ich kann einstweilen nichts dagegen setzen, was meine Argumente wieder stärken würde.
Ich denke, dass beides sich nicht ausschließen muss. Wir können bei Wildfängen eine - nur genetisch zu erklärende - Laichzeitfixierung bis zu einem gewissen Grade (!, ich drücke mich vorsichtig aus) beobachten, und zugleich - das räume ich ein - auch deren Zusammengehen bzw. auch Überspieltwerden mit bzw. von solchen Umweltfaktoren beobachten, wie Du sie nennst. Mit unseren meist sehr bescheidenen Mitteln können wir das Problem kaum entscheiden.
Sicher räume ich aber ein, dass ich meine Hypothese zu isoliert in den Raum gestellt habe; insofern ist Deine Relativierung in jedem Falle sehr wertvoll.
Also - willkommen zurück!

Peter Finke, Bielefeld


   
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(@bettamainz)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 154
 

Mich würde mal interessieren, bei welchen Temperaturen ihr eure Paros haltet bzw. züchtet.

Ich habe habe in den meisten Becken keine Heizung, sondern nutze lediglich die Wärme der Beleuchtung bzw. die Raumtemperatur.
Daher schwankt die Temperatur im Laufe des Tages zwischen 21-23 Grad.

In zwei weiteren Becken habe ich eine Miniheizung. Dort steigt die Temperatur auf max. 25 Grad. Ich konnte noch nicht feststellen, dass es hier große Unterschiede gibt, die die Vermehrungsfreude betreffen.

Wie ist eure Erfahrung, bzw. wie sieht die Praxis bei euch aus?

Grüße,

Beste Grüße, Michael
_________________________________________
P. ornaticauda, P. parvulus


   
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 emha
(@emha)
Mitglied
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 694
 

Ich halte meine Fische im Fischraum bei 22-24 °C und auch Tag-Nachtschwankung in diesem Bereich. Das liegt am Raum, Heizung, Licht und Wärmedämmung. Beheizt werden nicht die Aquarien, sondern der Raum durch Fußbodenheizung + tagsüber Abwärme vom Licht. Außerhalb der Heizperiode nur von den Leuchten (das ist bei größeren Anlagen nicht unerheblich, bei mir kommen auf einen kleinen Raum von 20cbm 300 Watt + Abwärme der Luftpumpe) Dadurch ist es möglich, dass in den Übergangsphasen (Frühjahr und Herbst) zeitweise niedrigere Temperaturen herrschen als im Winter und Sommer (da hätte ich eher Angst vor zuviel Lampenabwärme). Früher hielt ich sie bei 22-27°C.

In den Tropen leben Paros (nach meinen Messungen) bei recht konstanten 26-27°C. Kälter wird es nicht und da wo es deutlich wärmer ist, gibt es keine Paros (mehr). Sie sitzen in fließenden Gewässern in tieferem Wasser (dort ist es meist deutlich kühler als an der Oberfläche).

So, und was will ich damit sagen:

25-26°C sind sicher zur Vermehrung (Laichphase) ideal. Sie zeigen mehr Temperament, wachsen schneller und sind aber auch schneller alt und tot. Die Vermehrung gelingt nach m. E. auch ab etwa 23° (siehe auch Michael) und die Jungfische werden auch groß.

Ich persönlich nehme es nicht so genau bzw. umgehe einfach möglichst das teure Stromheizen. Dem müssen sich meine Fische unterordnen. Besser ist aber sicher 25-26°C.

Im Wohnzimmer müssen Paros, Schokos und Albis (jetzt) mit 21°-22°C (im Frühjahr, Herbst und Sommer 24-26°C) auskommen. Die Tiere sind gesund und zäh, aber etwas trantütiger als bei höherer Temperatur. Das ist sicher die untere Grenze und bei den Albis hab ich etwas Bauchweh (zum Glück sind sie quietschfidel). Paros und Schokos halten viel mehr aus, aber in der Langzeitperspektive sollte man das nicht überziehen und zu niedrige Temperaturen fahren. Ich denke eine Schwankung in Grenzen ist gut, aber man braucht dafür gesunde und gut konditionierte Fische.

Im Ergebnis:
Untere Grenze 21°C (aber nicht durchgehend sondern nur phasenweise und als sporadische Nachtabsenkung)

Obere Grenze 27°C (mehr bringt nichts bzw. nur Stoffwechsel- und Sexualstress)

Martin Hallmann


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Ich sehe die Temperaturfrage genau wie Martin und mache es auch genau so. Keine Individualheizungen in den Becken. Schwankungsbereich der Temperatur bei mir 21-25 Grad, mit Schwerpunkt 22-24. Kein Hinweis auf Umwohlsein wegen der Temperatur, wenn sie in diesem Rahmen bleibt; bei wesentlich höheren Temperaturen (ab 28 Grad) sehr wohl.
Wenn es Probleme gibt, liegen sie auf anderer Ebene. Die Temperatur ist es meistens nicht.

Peter Finke, Bielefeld


   
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helene
(@helene)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 127
 

Nur ein kleine nachricht :-)
Die P. sp. aff. bintan "Sintang' von welsche ich habe früher schreiben in die paro-galleri, da habe ich heute die erste sehr kleine jungfisch sehen :-), -
es ist ein par welsche gehen in 20 liter, höhle war in eine fotodose, - leider kann ich nicht sehen was passieren da, aber ich habe meine hoffnungen gehabt, und heute habe ich sehen die erste ... hoffe es gibt mehrere.
Die becken stehen in meine lebensraum ohne varme, aber temp. ist 22-23.
Ich habe nur mit mikrowurme futtern für die kleine, aber sonst mit artemia und moina.
In Becken ist ein ganz grosses stück holz und ich denke das ist ein sehr gute platz für sich verstecken für die kleine.
Übrigens habe ich sprechen mit das geschäft wo ich habe sie kaufen, und sie haben gesagt sie bekommen immer selbe art von ein bestimmte verkaufer ich glaube in tzekoslovakia, - aber ob das stimmt oder nicht weis ich noch nicht. Aber es war positiv das sie sehr intresiert war und habe mir recht geben das filamentosus war es nicht, und sie wollen gern hören was konnte möglich dann sein für ein art.

kind regards helene
P.parvulus, P.quindecim, P.harveyi, P.sumatranus, P.anjunganensis, P.linkei, P.deissneri, P.Nagyi, P.sp.Nagyi(?)


   
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