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ANFÄNGERPROBLEME

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Surferbabe
(@surferbabe)
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Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 462
 

Hallo zusammen,

auch wenn ich nur selten hier schreibe (liegt einfach daran, dass meine Paros friedlich im Aquarium schwimmen und nichts aufregendes derzeit passiert), möchte ich etwas zum Thema Höhlen schreiben.

Man kann zum Beispiel auch kleine Tontöpfe ausm Baumarkt nehmen.
Diese gibt es in super klein, die genau richtig sind für Paros.
Kosten glaub ich um 20 cent. Also im vergleich zu teuren Höhlen, die man sonst kaufen kann, nichts.
Man sollte allerdings drauf achten, dass man das Loch im Boden mit Filterwatte (z.B.) schließt, denn dort können Paros sich einklemmen und würden sterben.
Ansonsten eine super Möglichkeit eine Höhle aufm Bodengrund zu haben.
Günstig, praktisch und leicht zu bekommen ...

Desweiteren ist mir bekannt, dass einige Paroszüchter Abflussrohre aus dem Baummarkt benutzen. Diese auch auf dem Bodengrund gelegt, soll angeblich auch sehr gut funktionieren.

Ich teste derzeit eine mir ganz neue "Höhle". Es handelt sich dabei um eine Verpackung für Teststreifen (für Diabetiker). Optisch erinnert sie sehr an Fotodosen, hat allerdings den Vorteil, dass sie im Durchmesser deutlich schmaler ist. (ca. die Hälfte von Fotodosen)
Viel Paros nehmen Fotodosen nicht sehr gerne an, da der Durchmesser ihnen zu groß erscheint.
Meine Paros beäugen diese Dose stark. Bezogen ist sie allerdings noch nicht.

Falls ich etwas neues zu berichten, werd ich mich melden ;)

@Liebe Grüße!!@
Anja

Mitglied in der Seerose Frechen
WWW.SEEROSE-FRECHEN.DE


   
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(@peter-finke)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 1349
 

(...) Man kann zum Beispiel auch kleine Tontöpfe ausm Baumarkt nehmen (...)

Wenn minikleine Blumentöpfe gemeint sind (es gibt da ganz winzige), dann muss man allerdings aufpassen, dass ein Gelege nicht herausrutschen kann, weil die oben liegende Topfseite schräg ist! So etwas passiert sehr schnell!

Peter Finke, Bielefeld


   
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Surferbabe
(@surferbabe)
Reputable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 462
 

ja klar, man muss den topf schräg reinmachen bzw. leicht einbuddeln, damit das nicht rausrutsch... aber so in der art ist es ja auch bei den fotodosen.
da muss man ja auch bisschen auf den winkel achten.

@Liebe Grüße!!@
Anja

Mitglied in der Seerose Frechen
WWW.SEEROSE-FRECHEN.DE


   
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(@peter-finke)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 1349
 

Bei den Fotodosen kannst Du den Deckel draufsetzen, aber die Mitte des Deckels herausschneiden. Das Loch ist für Paros groß genug, aber rings herum bleibt ein Rand und nichts kann passieren. Auch heruntergefallene Eier rollen dann nicht unten raus.

Peter Finke, Bielefeld


   
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(@peter-finke)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 1349
 

Nach meiner Erfahrung ist das größte Anfängerproblem in der Prachtgurami-Aquaristik, dass man sich einfach nicht von den gängigen Klischees und Moden freimachen kann, mit denen er "normale Aquarianer" immer wieder in den Zoogeschäften konfrontiert wird: "Je größer das Aquarium, desto besser und schöner", "möglichst leistungsstarker Filter", "reichhaltiges Angebot an Fischen und Pflanzen", "Futtersorten, Tinkturen, Düngemittel etc."
Ein Paro-Aquarianer mit guten Kontakten innerhalb der Paro-Gruppe kommt kaum noch zum Zoohändler: er bekommt seine Fische über Gleichgesinnte in der IGL, er fängt oder züchtet sein Lebendfutter selbst, er braucht nicht ständig neue Fische und Pflanzen, hat nur einen kleinen Maschinenpark usw.
Nur einige wenige Händler, die auch immer mal wieder Paros anbieten, besucht er ab und zu, weil sie individuell auf seine Wünsche eingehen. Der heutige Großmarkt- und Verkaufskettenzoohandel verstärkt bei vielen den Wunsch, dass es wieder mehr individuellere, kleinere Läden geben möge. Doch dies stößt sicherlich oft an ökonomische Grenzen.

Peter Finke, Bielefeld


   
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(@peter-finke)
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Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 1349
 

Typische Anfängerprobleme bei Paros sind zu große Becken und Gruppenhaltung. Schon in 60er-Becken findet kaum noch einer einen Jungfisch, die sich in den ersten Tagen des Freischwimmens sehr stationär meist am Boden aufhalten, später an der Wasseroberfläche. Ein Parobecken muss viele Verstecke aufweisen, sonst verstärkt das die Gefahr, dass Alttiere Jungtiere auffressen. Auch 12-Liter-Becken sind ausreichend groß für ein Zuchtpaar und seine Jungbrut, wenn sie viele Verstecke unten und oben enthalten.
Gruppenweise Haltung von Paros (ab drei Tieren!) kann interessant sein, bedingt aber größere Aquarien (ab 40 cm, besser größer), was wiederum das eben genannte Problem aufwirft. Meist blockieren weitere Tiere die erfolgreiche Brut eines Paares, spätestens jagen sie dessen kleine Jungfische. Viele Bruten kommen nicht zustande oder verlaufen nicht erfolgreich, weil überzählige Alttiere (auch anderer Arten) stören.
Ich bin immer wieder erstaunt Parobecken zu sehen, die mehr Gesellschaftsaquarien ähneln als erfolgreichen Prachtguramibecken. Sie sind zu groß, man findet dort keine Jungfische, obwohl sie oft da sind, kann diese nicht angemessen füttern, muss zuviele Artemien geben, oder sie enthalten unbeteiligte Fische, oft der eigenen Art, manchmal anderer Arten, die schlicht stören. Da sieht man dann zwar ein bißchen Aggressionsverhalten (auch schön), aber einen Zuchterfolg verhindert dies oft vollkommen oder doch weitgehend.

Peter Finke, Bielefeld


   
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 mg-a
(@mg-a)
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Beigetreten: Vor 17 Jahren
Beiträge: 12
 

Mein Problem ist die Versorgung mit Lebendfutter. Artemia hab ich mal angesetzt als ich kleine Apistogramma eremnopyge hatte. Ist aber schon was her. Und auch da war der Erfolg etwas bescheiden. Nun gut, mit der Zeit kommt natürlich die Übung und man weiß wie es richtig klappt. Aber an andere Futtersorten habe ich mich noch nicht gewagt.

Kleine Becken sind mir nun klar, ob 12 oder 25 Liter. Hat ja auch was für sich, vor allem wenn sie technikos betrieben werden. Spart, wie du schon schriebst, "Maschinen", andererseits bleibt es in den Becken überschaubar. Was habe ich schon vor meinem 126 Liter Becken gesessen und nach Jungfischen gesucht. Das macht keinen Spaß.

Was mir auch Sorgen macht, ist der jährlich Urlaub. Bin der einzige Aquarianer in meiner Familie und mit Lebendfutter kennt sich keiner aus. Das schreckt mich noch was ab. Will nicht, daß ich in den Urlaub fahre und wenn ich wieder komme war es das mit den Prachtguramis.

Gruß

marc

Gruß aus'm Pott.

salzig-süss.net


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 1349
 

Was mir auch Sorgen macht, ist der jährlich Urlaub. Bin der einzige Aquarianer in meiner Familie und mit Lebendfutter kennt sich keiner aus. Das schreckt mich noch was ab. Will nicht, daß ich in den Urlaub fahre und wenn ich wieder komme war es das mit den Prachtguramis.

Längere Abwesenheiten sind hauptsächlich für kleine Jungfische ein Problem. Erwachsene Paros, die gesund sind, überstehen einen vierzehntägigen Urlaub ohne Fütterung gut. Natürlich muss die Rahmentechnik funktionieren. Noch längere Abwesenheiten sollte man allerdings auch bei ihnen nicht riskieren, ohne einen Fütterungshelfer zu haben.
Aber heranwachsende Fische brauchen regelmäßig Futter, wenn sie keine Entwicklungsstörungen erleiden sollen. Nach meiner Erfahrung reicht es, wenn sie alle drei Tage gefüttert werden; das aber sollte der Fall sein. Dies geht nur, wenn man eine Hilfsperson hat, die das kann und die nicht durch unsachgemäße Fütterung noch mehr Unheil anrichtet, als wenn man gar nicht fütterte. Wenn die Jungfische sehr klein sind (wenige Tage freischwimmend), kann auch das gut gehen, falls sie Infusorien im Becken finden. Das ist dann zwar keine optimale Ernährung, aber es kann sie über die Abwesenheitszeit bringen, ohne dass sie ernsthafte Schäden davontragen. Hat man aber etwas größere Jungfische, die wenige Wochen alt sind oder wenige Monate (also eine relativ lange Zeit), geht es ohne Helfer nicht.
Das ist auch für mich ein Problem. Ich habe gegenwärtig zum Glück einen solchen Helfer, den ich angelernt habe und der das zwar nicht optimal, aber hinreichend gut macht. Wenn der mal ausfallen sollte, wird es ernst. Ernst wird es auch bei ausgewachsenen Paros bei Abwesenheiten (ohne Futterhelfer) über zwei Wochen. Manchmal machen auch drei Wochen noch nicht viel aus, aber das ist die Grenze. Ich sehe nicht, wie man ein solches Problem ohne angelernten Helfer lösen könnte.
Ich habe dem Helfer die Artemiazucht beigebracht und dafür dies in meinem Keller so optimiert, dass es maximal einfach ist: professionelle Zuchtflasche, die über Hahn unten geleert werden kann, vorgefertigte kleine Salz-Artemiazysten-Portiönchen, bereitstehende Eimer mit abgestandenem Leitungswasser, Verfütterung mittels kleiner Pipette über einheitliche Fütterungslöcher über den Becken, Geschirrbürste zur Reinigung der Zuchtflasche. Er macht dann den Neuansatz und kommt am dritten Tag wieder; jeder Asatz wird dann sofort verfüttert und immer ein neuer angesetzt.
Aber dennoch: Auch empfinde das immer noch als kompliziert. Es sind viel mehr Abläufe als die simple Trockenfutterfütterung aus der Dose; dazu ist Salzwasser involviert und ein bißchen muss man auch die Luftzufuhr beachten (die die ganze Zeit einheitlich durchläuft). Die Fütterung mit Moina wäre einfacher, wenn diese nicht mindestens einmal jeden Tag selber gefüttert werden müßten oder zumindest ihre Suspension in der Schwebe gehalten werden müßte, wofür ich noch keine technische Lösung kenne. Im Sommer könnte man vielleicht schwarze Mückenlarven füttern, auch Eischiffchen, aber auch das ist nicht jedermanns Sache; im Winter gibt es das Hauptproblem.
Wenn jemand hier bessere Lösungen wüßte, wäre das sehr hilfreich. Sie müssen vor allem e i n f a c h sein.

Peter Finke, Bielefeld


   
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