Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische e.V.

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Auslösen der Laichb...
 
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Auslösen der Laichbereitschaft

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freaky_fish
(@freaky_fish)
Prominent Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 812
 

Ich hab zwar (bisher) keine Paros, aber bei meinen anderen Labyrintern hatte ich jetzt auch ne ganze Weile ne Pause. Seit einer Woche geht es wieder los....hab jetzt ganz viele kleine colisa lalia schwimmen, die b. splendens haben gelaicht und heute die b. smaragdina. :D Ich nehme an, es liegt am Wetter, wir haben seit ein paar Tagen regelmäßig nachmittags/abends Gewitter und/oder Regen.

Viele Grüße
Verena


   
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Carmen
(@carmen)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 181
 

Hallo!

Also bei mir stellt sich die Situation wie folgt dar. Foerschi müsste jeden Tag entlassen, picta müsste auch fällig sein. Macrostoma hat gefressen. (ok, der zählt auch nicht wirklich)

Ich glaube albimarginata trägt auch, bin mir aber nicht sicher.

Die smaragdina und uberis machen momentan nix, außer schön ausschauen.

Werde am Wochenende mal große Wasserwechsel machen, es soll ja auch ein Wetterumschwung kommen.

Viele Grüße
Carmen


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 23 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Es ist ja schön, wenn immer wieder vermutet wird, dass es am Wetter liegen könnte, wenn Laichbereitschaft ausgelöst wird (obwohl das Entlassen von Jungfischen aus dem Maul von Maulbrütern ja noch etwas anderes ist).
Aber hat jemand eine E r k l ä r u ng dafür? Warum ist dies so?
Stochern wir hier nicht alle im Nebel herum?

Peter Finke, Bielefeld


   
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Carmen
(@carmen)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 181
 

Hallo Peter,

ich vermute, dass durch Regen Trockenflächen wieder überflutet werden und somit eine Infusorienschwemme erfolgt.

Hohes Nahrungsangebot = gute Chancen für die Kinderchen

Mutter Natur hat in sehr vielen Fällen den Geburtenzeitpunkt an das Nahrungsangebot gekoppelt, also gehe ich in diesem Fall auch davon aus,
das Gewitter / Monsum hinterher für ganz viel Kindernahrung steht.

Nach Regen viele Mücken = viele Mückenlarven usw.

Killi Fische wissen ja auch (ok die Eier), dass man erst trocknen muss, bevor man schlüpfen darf. Und vom Hörensagen weiss ich, dass man sie auch nicht vom Gegenteil überzeugen kann.

Lieben Gruß
Carmen


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 23 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Carmen, Dein Erklärungsversuch ist sehr plausibel und auch schon oft geäußert worden.
Aber es ist immer noch eine Vermutung. Gut, letztlich sind alle wissenschaftlichen Erklärungen nur Vermutungen, aber für manche gibt es doch mehr oder weniger starke Belege.
Kennt jemand Experimente, die Carmens Vermutung stützen würden? Kennt jemand Beobachtungen an den Originalfundorten, die in diese Richtung zu deuten sind? Und wie verbinden wir die Ursache-Wirkungs-Kette von sich entwickelnden Tiefdruckwetterlagen bis hin zum Ablaichen, wenn es sich um Aquarienbeobachtungen handelt? Hier wird immer wieder der fallende Luftdruck als Auslöser (für Regen, für Infusorienentwicklung, fürs Ablaichen) genannt. Auch dies ist plausibel. Aber nicht immer, wenn der Luftdruck fällt, regnet es. Nicht immer, wenn es regnet, wird gelaicht. Und nicht immer, wenn gelaicht wird, stehen bereits Infusorien zur Verfügung. In manchen Becken wimmelt es von Infusorien, und es wird trotzdem nicht gelaicht. Gut, das kann an verschiedenen Ursachen liegen; vielleicht ist das Weibchen nicht laichreif, oder das Männchen ist nicht in Stimmung, usw.
Das jeweils Umgekehrte, zugegeben, gibt es auch. Wir stochern noch immer im Nebel herum.
Aber ich gebe zu, dass ich eine bessere (=vollständigere, besser belegte) Erklärung auch nicht habe.

Peter Finke, Bielefeld


   
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 emha
(@emha)
Mitglied
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 694
 

Sicherlich wissen wir nichts. Und Versuche bzw. Beobachtungen vor Ort wird es auch nur wenige und vor allem wenige wirklich aussagekräftige geben. Dennoch scheint das, was Carmen so kombiniert schon weitgehend plausibel sein. Interessant ist jedoch die Betrachtung, wie wir darauf kommen:

1. Wir unterstellen wechselnde Habitatsituationen, bedingt durch Wetterunterschiede (Regenzeit, starke Strömung, Überflutungen, Abkühlung, Nachsäuerung durch Substratkontakt, Wechsel von Eindickung zu Verdünnung, Kleintiervermehrung etc.).

2. Wir unterstellen eine Wichtigkeit des Zeitfaktors. Dies liefert uns dann die Erklärung, warum erste Anzeichen (d. h. bevor eigentlich gute Vermehrungsbedingungen da sind!) schon Laichauslöser sein können. Die Fische sitzen sozusagen, gespannt wie Flitzebogen- in den Startlöchern und warten auf die ersten Gewitterwolten bzw. Luftdruckankündigungen.

3. Aus dem Verständnis der Evolution, meinen wir zu wissen, dass der schnellste sich durchsetzt. Daher würden die kühnsten, schnellsten, mutigsten am ehesten und am effektivsten ihre Nachkommen zeitigen. Zumindest ist der frühste manchmal im Vorteil.

Soweit die Theorien, die durch vereinzelte Naturbeobachtungen, zulässigen oder unzulässigen Transfers oder Kombinationen aus der Logik entstehen.

Tatsächlich unterliegen wir der Illusion, dass es so sein müsse. Wir wissen es nicht. Insofern stimme ich Peters kritischen Frage ausdrücklich zu. Wir müssten die einzelnen Faktoren kritisch betrachten und mal diskutieren.
Da ich nur wenige Biotop- und viele Aquarienbeobachtungen beisteuern kann, kann ich nur Ansätze liefern.

Hier meine Aquarienbeobachtungen (und theoretischen) Wertungen:

1. Die Nahrung wird der wichtigste Auslöser sein. Das bedeutet gutes Futter zur Laichvorbereitung und für mich zusätzlich: zeitweise weniger füttern.

2. Der Ausweichfaktor (geringe Populationsdichte) ist entscheident: Es ist bei Paros bekannt, dass sie im Aquarium weitaus am besten paarweise züchten. Beste Erfahrungen habe ich bei aus großen Gruppen ausgesonderten Tieren (Handelsfische soweit nicht "verhungert"). Auch spielt eine gewisse Übersättigung bzw. die Höhe einer Reizschwelle eine wichtige Rolle (trennt mal die Geschlechter und setzt sie wieder nach längere Zeit zusammen oder tauscht einzelne Partner aus- (wobei manchmal die neuen Partner auch nicht angenommen werden))

3. Regenfälle und die damit verbundene z. T. schon oben genannten Lebensraumveränderung (Strömung, chemisch/physikalische Veränderung des Wassers, Nahrungsangebot) werden zwar insgesamt bessere Rahmenbedingungen schaffen, aber wir können es im Aquarium nur rudimentär mit Wasserwechsel und Temperaturerhöhung steuern. Deshalb bleibt auch dieser Punkt der spannendste.
Meine Paros reagieren auf die Zufuhr von kälterem weichen Wasser mit Strömung (wenn zuvor keine Strömung war), sie werden agiler. Ein Abstellen oder reduzieren der Strömung scheint dann das Besetzen des Laichreviers zu fördern. Das ist meist so, aber nicht immer (Chaos?).

Zur Erklärung des Chaos`: Insgesamt habe ich bei nachträglichen Bewertung meiner Beobachtungen immer wieder den Eindruck, das der Wechsel entscheidend ist. Nicht die Qualität der Veränderung! (das habe ich schon oft geschrieben, aber keiner will sich mit sowas profanen auseinandersetzen). Da es sich bei Paros um tropische Fische handelt, und die jahreszeitlichen Veränderungen gemessen an subtropischen Bedingungen minimal sind, werden mehrere Faktoren gleichzeitig bzw. die "Mächtigkeit" der Veränderung eine stärkere Rolle spielen. Eine Erklärung könnte sein, dass es unterschiedliche evolutive Strategien verschiedener Typen gibt, die auf unterschiedliche Reize und zu verschiedenen Zeitpunkten reagieren.

A. die mutigen, schnellen, kompromisslosen
B. die mittelmäßigen, der Durchschnitt, die Masse, der sicherer Weg
C. die nachziehenden, Nachzügler, die erst später in Gang kommen (können)

Die Verteilung der Typen wird man sich in einer Gauß`schen Glockenkurve vorstellen können. So würde der Mathematiker denken.

Ich verwende bewusst menschliche Betrachtungsmaßstäbe, denn auch vom Menschen gibt es kein evolutiven Erfolgs-Supertyp. Sondern alles hat Vor- und Nachteile. Es gibt kleine und große........

Martin Hallmann


   
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(@cartman)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 126
 

Hallo

Trotz dem ganzen Umzugsstress der letzten Wochen ...konnte ich heute endlich ein Gelege bei den dabo entdecken (Höhlen werden ignoriert die kleinen lieben den Innenfilter der ausgeschaltet ist)

Drückt die Daumen das es endlich klappt :)

lg Tom


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 23 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Also ich drücke Dir die Daumen. Für die anderen: Tom ist der einzige Mensch, der einen kleinen Bestand von Parosphromenus spec. Dabo besitzt! (Dies war ein Kleinimport von Horst Linke, nur einige wenige Tiere; eine bintan-artige Form). Da sollte jeder verstehen, wie sehr er sich freut und wie sehr wir hoffen, dass er Erfolg hat!

Peter Finke, Bielefeld


   
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(@christian-spindler)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 22 Jahren
Beiträge: 237
 

Ich drücke dir Tom auf jeden Fall auch die Daumen,...melde dich doch, sobald es Neuigkeiten gibt!

Liebe Grüße, Christian


   
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(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 23 Jahren
Beiträge: 1349
Themenstarter  

Tom, ja gibt's keine Neuigkeiten? Zwei Wochen nach dem Entdecken des Geleges?
Aber keine Sorge: Oft wird's erst etwas beim zweiten oder dritten Gelege. Die Larven bleiben ohnehin lange in der Höhle, mindestens eine Woche, meist zehn Tage. Und danach sind sie oft lange nicht zu entsdecken. Sie halten sich in der Blätterlage auf dem Boden auf, meist sieht man sie erst noch später an der Oberfläche.

Peter Finke, Bielefeld


   
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(@cartman)
Estimable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
Beiträge: 126
 

Hallo Peter

Nix konnte bis jetzt leider keine Larven entdecken :cry:

Bekomme am Samstag mehrer blue line Weibchen zu meinen Männchen,hoffentlich klappt es bei ihnen besser .

lg Tom


   
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