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Der Aufbau einer Pa...
 
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Der Aufbau einer Paro-Anlage: Technische Fragen

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BettaMainz
(@bettamainz)
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Beigetreten: Vor 16 Jahren
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Themenstarter  

Hallo,

vielleicht kann mir jemand aus der Paro-Gruppe Tipps geben:

Ich bin zurzeit dabei mein Regal mit Paro-Becken zu vergrößern.
Dazu habe ich nun ein zweites Schwerlastregal aufgebaut und direkt daneben platziert, so dass ich nun 5 kleine Aquarien nebeneinander in einer Reihe aufstellen kann. Bei 4 Regalböden kann ich nach und nach 20 Aquarien aufstellen.
Damit habe ich nun die Möglichkeit, Elterntiere/Zuchtpaare (Ornaticauda, Linkei, Filamentosus, Harveyi usw.) separat zu halten und die Jungtiere extra zu setzen um z.B. die Fütterung besser überwachen zu können.

Wie bisher benötige ich eigentlich keinen Heizer, da durch die Raumtemperatur und die Beleuchtung das Wasser immer 22-25 Grad warm ist.

Bisher habe ich auch keinen Filter installiert, da die Becken mit viel Moos und Farn (besonders Schwimmfarn) super funktioniert haben.

Zur Beleuchtung habe ich bisher Aufsatzleuchten (1 Lampe für 3 Becken) genutzt, die durch ihre Wärmeabgabe wie gesagt eine extra Heizung pro Becken unnötig gemacht haben.
Nun frage ich mich aber, und hierzu wäre ich für Eure Meinung sehr dankbar, wie ich möglichst kostengünstig die Beleuchtung realisieren soll.
Zum einen sind die Aufsatzlampen nicht billig, zum anderen hat sich die Art von Beleuchtung auch schon an der Stromrechnung bemerkbar gemacht (die Paro-Becken sind nicht die einzigen Aquarien ;-))
Gibt es so etwas wie Energiesparlampen für Aquarien???
Zu wenige Lampen würden sich wahrscheinlich wieder bei der Wassertemperatur auswirken.

Habt ihr ggf. ähnliche Probleme gelöst? Bzw. wie habt Ihr eure Paro-Becken untergebracht? Das würde mich sehr interessieren.

Grüße
Michael

Beste Grüße, Michael
_________________________________________
P. ornaticauda, P. parvulus


   
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emha
 emha
(@emha)
Honorable Member
Beigetreten: Vor 18 Jahren
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Hi Michael, du kennst meine Anlage ja schon.
Die günstigste Art zu beleuchten sind m. W. im Sromverbrauch (gemessen an der Lichtausbeute) jedenfalls Leuchtstoffröhren. (die Energiesparleuchten sind auch LSL, eben nicht in linearer Röhrenform.)

1. Will man was Gutes und Neues nimmt man relativ teure T5 Leuchten mit elektronischen Vorschaltgeräten. Damit spart man zunächst Lichtverluste. Es gibt gute Lichtfarben bei Osram, Beispiel Warmton 830 und Daylight 865 oder ähnlich. Die Röhren und Leuchte (ein Leuchtbalken oder Doppelbalken ist bei so kleinen Becken nicht erforderlich; eine stinknormale Leuchte tut es, wenn man sichere Glasabdeckungen auf den Aquarien hat.) T5 Röhren und Leuchten muss man noch über einen Elektriker bestellen, da sie noch nicht handelsüblich sind (Juw`* verkauft sowas in Sondermaßen, aber teurer).

2. Will man schon oder primär bei der Investition sparen, kauft man günstige Leuchten mit T8 Röhren aus den Baumärkten mit den billigsten Röhren und der alten Vorschaltgerätetechnik. (Es gibt auch für T8 elektronische Vorschaltgeräte, die sind aber bei den Billigleuchten nicht drin, man müsste also wieder basteln.) Der Lichtverlust ist durch den Verlust des Vorschaltgerätes aber höher und die Lichtfarben meist nicht so schön. Das ist erstmal die billigste Lösung für den Sparfux, da die Leuchten teilweise mit Röhre für 5€ zu beklommen sind.

3. Je länger die Röhren, desto besser/ effektiver. Aber, irgendwann (bei etwa 1,50m) ist Schluss bzw. es wird unhandlich. Also bei unterstellten 5 x 20cm (12l Becken) sind das 1m Länge je Regalboden. D. h. du kannst 1x 39Watt T5 (das ist aber schon hell) oder 1x30Watt/T8 beleuchten.

4. Wenn du die Leuchten an den darüberliegenden Boden baust (was zum Hantieren und Füttern oder Rausfangen super ist), brauchst du eine Ablendung nach vorne. Sonst siehst du deine kleinen Fische nicht mehr. Ich meine die Erfahrung gemacht zu haben, dass bei kleinen, scheuen Fischen wie Paros, die Lampe direkt auf dem Becken liegen sollte. Deshalb habe ich die T8 Rohren in Kunststoffdachrinnen etwa 70mm lichtes Maß (in Baumärkten mit Abschlussböden erhältlich) untergebracht. Das Innere mit Alufolie ausgeschlagen (Reflektor ist besser) und mit den Arcadi* Vorschaltgeräten mit Steckkontakten versehen. Diese sind leider nicht elektronisch. Das wäre mir heute wichtig. Somit habe ich direkt auf den Aquarien aufliegende, nach oben und vorne abgeschirmte, verschiebbare Leuchten. In nur 30 oder 40cm tiefen Becken ist das ok. sonst gibt es außerhalb des "Lichtbandes" zu schattige Zonen

5. Nochmal zum Stromverbrauch
Du hast bei meinen Beispielen dann bei T5 39Watt Stromverbrauch und bei T8 30Watt (die Lichtausbeute ist bei T8 mit nicht elektronischen Vorschaltgerät deutlich ungünstiger, es wird ein größerer Stromanteil gleich in Wärme umgewandelt.) T8 ist bedingt durch die handelsüblichen Baulängen erstmal vom Stromverbrauch günstiger, aber die Lichtausbeute aus Gründen der Vorschaltgeräte und der relativ schlechteren T8 Technik geringer. Es kann aber sein, dass es dir bzw. den Schummerfischen völlig reicht. Man vergleicht also Äpfel mit Birnen.
Üblicherweise ist mit Strom heizen etwa 3mal so teuer als mit sonstigen Heizmedien. Heizen tut man mit Leuchten passiv zwangsläufig. Solltest du die Bude nicht warm kriegen und müsstest sonst sowieso mit Strom zuheizen, ist ein Heizen über die Leuchten nicht schädlich. Hast du einen zentralgeheizten Raum, ist es besser diesen mit jener zu wärmen und möglicht geringe Wattstärken mit gleichzeitig relativ größter Lichteffizienz zu wählen. Das bedeutet für einen zentralgeheizten (im Idealfall gut gedämmten) Fischraum in der Konsequenz T5 Technik mit möglichst wenig, kleinen bzw. schwachen Röhren (nur so, dass die Beleutung reicht). Bei ungedämmten Kellerräumen, die eher zu kalt sind und in denen keine Zentralheizung ist, ist es m. E. eher egal, ob du billigere, aber lichtechnisch uneffizientere T8 Röhren nimmst und damit heizt. Ein Elektro-Stabheizer ist vom Stromverbrauch nicht viel besser. Nur die Stelle, die er heizt vielleicht.

Ansonsten gehört das Thema fast woanders hin (da es andere wohl auch interessiert), wenn es sich weiterentwickelt.

Martin Hallmann


   
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Peter Finke
(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 1349
 

(...) Nun frage ich mich aber, und hierzu wäre ich für Eure Meinung sehr dankbar, wie ich möglichst kostengünstig die Beleuchtung realisieren soll.(...)

Ich habe kürzlich ein einfaches 70er Bücherregal mit 30 cm Tiefe doppelt breit mit vier Reihen (übereinander) Paro-Aquarien ausgebaut; je ein Eisenwinkel an der Wand unter jedem Brett hält alles perfekt (damit brauche ich keine"Schwerlastregale"). Heizung: Raumheizung, Filter: keine. Keine Zuleitungen in die einzelnen Becken. Viermal drei Becken in jedem der beiden Regale, insgesamt 24 kleine Paro-Aquarien, alle etwas unterschiedlich eingerichtet; da wird es nicht langweilig.

Nun zur Beleuchtung. Für ein anderes Paro-Regal habe ich über jedes kleine Becken eine 7-Watt-Kompaktleuchtstofflampe mit G 23-Stecksockel gebaut, aber der Installationsaufwand ist hoch, denn man benötigt für jede Lampe ein eigenes Vorschaltgerät (gibt es mit Stecksockel kombiniert).

Diesmal habe ich eine viel bessere Lösung gefunden: 13-Watt T5-Fertiglampen (Länge 57 cm), eine pro drei Becken (= eine Regalbreite). Da ich achtmal eine solche Dreierreihe habe, benötigte ich also acht Lampen. Man kann diese Lampen hier sehen (und übrigens auch kaufen):

http://cgi.ebay.de/SUPERSCHLANKE-LEUCHT ... dZViewItem

Der dortige Anbieter (mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe), bietet noch weitere Bauformen an, auch größere Längen mit höherer Wattzahl, aber für meine Zwecke war dies die ideale Leuchte.

Wie man sieht, sind diese Lampen (die es, meist etwas teurer, auch in vielen Baumärkten gibt), konkurrenzlos billig, denn es sind natürlich chinesische Produkte (:oops:) ; eine kostet hier 11,95 Euro einschl. elektronischem Vorschaltgerät (!, im Lampenkörper eingebaut, viel leichter als herkömmliche oder separate Vorschaltgeräte) und einschl. Röhre (!, weiß; ist nach meiner Erfahrung sehr gut, da das Wasser der Parobecken meist ohnehin etwas gelblich ist; man kann aber auch sehr günstig Warmtonlampen kaufen). Wer glaubt, 13 Watt seien zu wenig, der irrt sich. Man kann damit keine Starklichtpflanzen kultivieren, aber das will ein Parofreund sowieso nicht. Für alle anderen Zwecke ist die Helligkeit voll ausreichend, richtig hell, man kann bzw. muss immer noch mit Schwimmpflanzen abschatten. Vergleichbar etwa einer 18-Watt T8-Lampe. Jede Lampe hat einen Schalter. Wohlgemerkt: Es sind keine Feuchtraumlampen! Die Leuchtröhre ist mit einer leicht abnehmbaren Kunststoffabdeckung versehen, aber die ist natürlich nicht wasserdicht. Nur das brauche ich auch nicht, denn ich verwende Deckscheiben (s.u.).
Alle Verdrahtung wird nur gesteckt (alles dabei), wobei es einen sehr großen Vorteil gibt: Wenn man eine dieser Leuchten auf der einen Seite mit dem Netzkabel versieht, kann man sie auf der anderen Seite durch ein mitgeliefertes Verbindungskabel mit der zweiten verbinden usw. (bis zu 12 Leuchten; Vorsicht: das mitgelieferte Verbindungskabel ist nur sehr kurz, man kann aber billig sehr viel längere mitbestellen).
Man hat hier also die Vorteile von T5 (neueste Technologie, sehr gute Energieausnutzung, gute Helligkeit, sofortiger Start, sehr niedrige Bauhöhe, sehr geringes Gewicht) bei sehr geringer Wattzahl (bei mir für 24 Becken 8 Lampen = 8 x 13 Watt = 104 Watt; ich denke, da kann man nicht meckern) und leichtester Installation. Vor allem: Alles zusammen zu einem sehr, sehr günstigen Preis, nämlich zu weniger als hundert Euro.
Es gibt weitere Vorteile: Die ganze Lampe ist sehr leicht. Da sie rechts und links (bei verbindender Verdrahtung) ausgehende Steckverdrahtung hat, habe ich am jeweils darüber liegenden Regalbrett rechts und links Drähte von vorn nach hinten gezogen, über die die Lampe einfach gehängt wird (aufgehängt an den Zuleitungen links und rechts). Weiterer Vorteil: Ich kann die Lampen einfach nach hinten schieben, wenn ich vorn arbeiten will oder vorn gefütterte Artemien nach hinten wandern sollen, falls Jungfische im Becken auf diese warten.
Die Regalbretter habe ich mit Alufolie ausgeschlagen; das ergibt eine voll ausreichende Helligkeit. Natürlich muss man sich etwas überlegen, um zur Abblendung nach vorn noch Blenden zu basteln. Hier muss jeder etwas Individuelles machen. Meine Lösung besteht aus dünnen 70 cm breiten Brettchen, die vorn mit einem Loch versehen sind, durch das ich mit Pipette füttern kann (auch die Deckscheiben, die man bei diesen Nicht-Feuchtraum-Lampen natürlich braucht, sind dafür vorn mit Löchern versehen, denn sie bestehen aus 2 mm Kunstglas (leicht, unzerbrechlich, wellen sich nicht, gut selbst zuzuschneiden und zu bohren). Die Blendenbretter kann ich aber auch bei Bedarf hochschieben und auf dem nächsthöheren Brettchen vor der dortigen Beckenreihe abstellen; eine Sekundensache. Dann kann ich an den Becken arbeiten.

Ich würde nie einen handelsüblichen aquaristischen "Leuchtbalken" kaufen oder noch aufwendigere Produkte; die sind viel zu teuer und beanspruchen zu viel Platz. Nur wenn man allerdings wirklich Feuchtraumlampen braucht, dann muss man sich noch etwas anderes überlegen. Für Paro-Becken aber braucht man sie nicht.

Übrigens haben die Chinesen noch ein anderes Lampenprodukt auf den globalisierten Markt gebracht, um bei der heutigen Kleinaquarienmode (ich vermeide das dümmliche Wort "Nanoaquarien"; echte Nanoaquarien wären z.B. Fingerhüte voller Wasser) mitzumischen. Hier ist es:

http://cgi.ebay.de/Aquarium-Weiss-Licht ... ingPayment

Wie man sieht, ist es geradezu verrückt billig (4,50 Euro, es gibt ähnliche europäische Produkte zu horrenden Preisen), aber man sollte sich auch den Lieferungspreis ansehen (für ein Einzelstück 19,80 Euro, damit liegt man immer noch weit unter den europäischen Preisen). Ich habe in einem Anfall von Kühnheit sieben Stück davon gekauft, nicht um sie über Aquarien zu klemmen, sondern um sie als Notenpultleuchten für unsere Hausmusik zu verwenden; dafür sind sie ideal. Die europäischen Hersteller bieten hierfür immer noch die veralteten Glühlampen oder die neuen Leuchtdioden an, aber letztere sind leider auch bei Mehrfachreihung zu dunkel. Für dies Paket, das etwa fünf Wochen benötigte und beim Zoll glücklicherweise so mit durchgerutscht ist, musste ich dann plötzlich 80 Euro Versandkosten bezahlen. Möglicherweise ist dies heute schon weniger, da man ein Zwischenlager in Europa aufbauen wollte. Die Lampen sind aber einwandfrei und sehr gut verarbeitet. Für den hier diskutierten Verwendungszweck in einer Paro-Anlage mit mehreren Becken sind sie aber kaum geeignet. Da würde ich jetzt immer mit Röhren arbeiten, die mehrere Becken zugleich beleuchten (s.o.).

Peter Finke, Bielefeld


   
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BettaMainz
(@bettamainz)
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Beigetreten: Vor 16 Jahren
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Themenstarter  

Vielen Dank an Martin und Peter für die Tipps... ich habe mir gleich mal in Ebay die besagten T5 Leuchten 13W angesehen - ich denke, dass ist genau das was ich auch einbauen und verwenden könnte.

Am Wochenende nehme ich mich dem Paro-Regal wieder an. Sobald es fertig ist werde ich Fotos machen.

Ich bin guter Hoffnung, dass es richtig toll wird ;-)

Danke nochmals!
Michael

Beste Grüße, Michael
_________________________________________
P. ornaticauda, P. parvulus


   
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Peter Finke
(@peter-finke)
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Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 1349
 

Ich habe den Titel dieses threads geändert. Statt "Schwerlastregal für Paro-Becken" heißt er jetzt: "Aufbau einer Paro-Anlage: Technische Fragen". Vielleicht können auch andere mal berichten, wie sie es machen?

Peter Finke, Bielefeld


   
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Marion B.
(@marion-b)
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Beigetreten: Vor 15 Jahren
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Guten Morgen,

die von Peter Finke erwähnten Unterbauleuchten sind auch mit schwenkbarem Reflektor zu bekommen, so dass man sich die Bastelei mit den Frontblenden sparen könnte. Ich habe meine dort bestellt: Methline.de.

LG Marion

IGL 419


   
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ziggi
(@ziggi)
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Beigetreten: Vor 17 Jahren
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Hi,
ich verwende bei meinem Regal derzeit 3 Systeme:
1. Halogenstrahler als Einbauleuchte. Relativ teuer, aber klein, praktisch und gutes Licht

2. klassische Neonröhren, T8 aus dem Baumarkt. Einfach hinter die Längsstrebe des Regals fixiert.

3. wenn genug Platz ist, kann man auch sowas bauen. 2x 7,5 Watt ESL (Birne 7,50 und Fassung ca. 2-3€). Diese Halterungen kann man im Grunde an jeder Stelle im Regal fixieren.

Gruß
Frank


   
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Peter Finke
(@peter-finke)
Noble Member
Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 1349
 

(...) die von Peter Finke erwähnten Unterbauleuchten sind auch mit schwenkbarem Reflektor zu bekommen, so dass man sich die Bastelei mit den Frontblenden sparen könnte. (...) LG Marion

Ich bestätige das, Marion hat Recht. (Es gibt auch noch weitere Bauformen, und natürlich andere Anbieter). Aber ich selber habe mich bewusst gegen die Form mit dem schwenkbaren Reflektor entschieden, weil man auch damit allein nicht verhindert, dass bei offenem Lampenraum Streulicht nach vorn auf den Betrachter fällt. Das mögen Paros nicht, sie bleiben dann oft lange scheu. Deshalb sehe ich kaum eine wirkliche Alternative zur völligen Abblendung der Lampen.

Marion, ich kann mich erinnern: Bei Dir waren einige Paros auch sehr scheu, als ich Dich besuchte! Die "red line", die ich gern sehen wollte, haben wir damals kaum zu Gesicht bekommen! Nun ist es nicht sicher, dass das bei komplett abgeblendeten Lampen besser wird, aber versuchen würde ich es doch.

Peter Finke, Bielefeld


   
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Peter Finke
(@peter-finke)
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Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 1349
 

Hier ist ein Blick auf den zentralen Teil meiner Parosphromenus-Anlage. Bei den Becken handelt es sich um 12-Liter-Becken; links und rechts von ihnen sieht man (angeschnitten) je ein 50-Liter-Becken. In ihnen wachsen gemeinsam mit Boraras-Arten junge Paros auf und es leben einige ältere Einzelparos:
http://farm4.static.flickr.com/3180/298 ... fc.jpg?v=0

Peter Finke, Bielefeld


   
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BettaMainz
(@bettamainz)
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Beigetreten: Vor 16 Jahren
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Kompliment, Peter!!
Deine Paro-Anlage sieht wirklich sehr sehr schön aus.
Das weckt doch direkt neue Ideen bei mir :D Vor allem wirken die einzelnen Becken größer, als man es von 12 Liter-Becken vermuten könnte.

Ich muss mir mal Gedanken zu meiner Anlage machen. Vom Platz her ist sie zwar okay (18 12-Liter Becken) - aber die Schwerlastregale aus Metall sehen natürlich nicht so toll aus. Aber durch deine Abbildung hast Du mir den Anstoss gegeben, nach Möglichkeiten zu suchen, die Zwischenräume/Leuchtbalken ggf. mit schwarzen Stoffbahnen zu verdecken.

Was die 50-Becken angeht, würde mich interessieren, wie Du die Paro-Nachzuchten sortierst. Besonders im Hinblick auf die Unterscheidung der Weibchen.

Ich halte aus Platzgründen in einem Becken Nachzuchten von P. ornaticauda, P. filamentosus und P. linkei. Ich glaube, da kann nicht viel schief gehen mit der Sortierung.
Aber, wie machst Du das bei den anderen Arten, da sehen die Weibchen – für mich zumindest – alle gleich aus :oops:

Viele Grüße,

Beste Grüße, Michael
_________________________________________
P. ornaticauda, P. parvulus


   
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Peter Finke
(@peter-finke)
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Beigetreten: Vor 19 Jahren
Beiträge: 1349
 

Das Problem, bei Jungfischen und bei Weibchen die Tiere auseinanderzuhalten, habe ich natürlich auch. Ich mache es im Prinzip genauso wie Du, dass ich nämlich nur solche Arten zusammenhalte, bei denn dies kein Problem ist. Hier kann man sich verschiedene Gesellschaften denken. Man muss immer von den Arten her denken, die eine strukturelle Besonderheit besitzen, z.B. kann man auch quindecim, paludicola, sumatranus, linkei, parvulus, pahuensis oder meist auch deissneri gut unterscheiden. Ein Problem stellen natürlich die ganzen Formen der bintan-Gruppe dar und einige darüber hinaus (anjunganensis, allani etc.). Es wäre nützlich, dies einmal allgemein zu beschreiben.
Da zwei Becken hierfür dann nicht ausreihen, habe ich anderswo noch weitere 9 kleine und 8 größere (= 50 Liter-) Becken, von denen aber nicht immer alle in Betrieb sind.
Meine auf dem Foto sichtbare Anlage umfasst 24 12-Liter-Becken in vier Sechserreihen (je zwei Dreierreihen nebeneinander) übereinander; die unterste Reihe befindet sich fünfzig Zentimeter über dem Zimmerboden, die oberste liegt mir vor Augen, wenn ich stehe.
Alles ist in einem normalen Bücherregal auf 30cm tiefen Holzbrettern aufgebaut, allerdings habe ich unter jedem Brett in der Mitte einen Eisenwinkel an der Wand angebracht. Die Abdeckblenden zwischen den Beckenreihen sind aus dünnen Holzleisten zusammengesetzt und lassen sich hochschieben auf die nächste Ebene und dort vor den Becken abstellen, wenn man an einem Becken arbeiten muss. Wenn ab und zu mal ein Becken ausgeräumt werden soll, kann ich es nach vorn herausziehen und durch ein neu eingerichtetes ersetzen.
Zur Fütterung ist es aber nicht nötig, die Blenden zu bewegen, denn über die gut sichtbaren Löcher kann ich mit Pinzette direkt, ohne die Blenden zu verschieben, füttern. In die aus dünnem Bastlerglas geschnittenen Deckscheiben habe ich nämlich vorn direkt hinter der Blende und unter dem jeweiligen Loch ein 10mm-Loch gebohrt; dadurch wird gefüttert.
Über jeder Dreiereinheit sitzt hinter Blende eine 13 Watt-T5-Lampe, die links und rechts auf je einer Drahtschiene läuft und deshalb bei Bedarf nach hinten verschoben oder nach vorn gezogen werden kann. Sie sitzt normalerweise eher hinten; dann verteilen sich die vorn durchs Loch eingegebenen Futtertiere (Artemia, Moina o.a.) von sich aus über die Fläche zum Licht.
Keine Filter, Heizer oder sonstige Technik. Die Becken sind insofern gut austauschbar. Standardbesetzung ist ein Zuchtpaar pro Becken, aber es kommt vor, dass in ihnen zehn oder dreißig Jungfische über einen längeren Zeitraum mit aufwachsen. Die Anlage hat sich bewährt; schwere Mängel habe ich noch nicht entdeckt.

Peter Finke, Bielefeld


   
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